Western Yamaha FG850 - Werks-/andere Saiten für leichteres Spiel/angenehmeres Gefühl?

von steman, 08.12.19.

  1. steman

    steman Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.12.19   #1
    Ein Gruß an die Community,

    seit ein paar Tagen besitze ich eine Yamaha FG850. Seit Jahren spiele ich auf einer klassischen Konzertgitarre mit Nylon Saiten.
    Erste Frage in die Runde: Weiß jemand welchen Saiten von Werk aus auf einer Yamaha FG850 bespannt sind?

    Zweitens: Ich habe die Beobachtung gemacht, dass ich auf der neuen Westerngitarre nur kurz spielen kann, bis ich Schmerzen in der linken Hand habe. Braucht man denn etwa mehr Kraft als auf einer klassischen Konzertgitarre? Auch beim Greifen eines Barres schneiden sich die Saiten ins Fleisch. :-( Ist das so gängige Praxis am Anfang?

    Drittens
    : Kann ich, indem ich andere Saiten als die von Werk aus, das Ganze abmildern?
    Ich brauche keinen so lauten Klang und die 0,10 scheinen mir doch zu dünn (würde ungern, dass die Saiten reißen).

    Kann mir jemand ein paar Worte dazu erzählen? Einfach weiterspielen und man gewöhnt sich daran oder macht es Sinn, andere Saiten (für einen Western-Gitarre Anfänger) zu nutzen? (Vorschläge bitte :-) )

    Vielen lieben Dank für Eure Meinung und den Erfahrungsaustausch,
    Stefano
     
  2. Bassturmator

    Bassturmator Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.12.19   #2
    Yamaha verwendet eigene Saiten. Mir ist leider kein deutscher Lieferant bekannt.

    Wenn die Schmerzen im Gelenk auftreten, unbedingt pausieren! Empfehlenswert wäre ein Lehrer, der gerade am Anfang mal Hand- und Körperhaltung kontrolliert.

    Wenn Die Schmerzen nur vom Druck der Saiten herrühren kannst Du ruhig weiterüben. Mit der Zeit härten die Fingerkuppen ab und werden schmerzunempfindlicher.

    Dass dünne Saiten reißen kann man ausschließen. 10er wären auf einer E-Gitarre der Standard.

    Ich würde tatsächlich empfehlen mit 12ern weiterzuüben, es schadet aber auch nicht mal 11er auszuprobieren.

    Noch besser wäre ein ordentliches setup der Gitarre durch einen Gitarrenbauer. Ab Werk sind Sättel und Stegeinlagen meist nicht optimal eingestellt.

    Sehr gute Saiten sind diese:

    https://www.thomann.de/at/pyramid_western_strings_012_052.htm

    https://www.thomann.de/at/pyramid_westernsaiten.htm
     
  3. hermanson

    hermanson Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.12.19   #3
    Servus,

    die Yamaha Website zeigt "Yamaha FS50BT or D'Addario EXP11" an.

    https://de.yamaha.com/de/products/m...itars_basses/ac_guitars/fg_fgx/specs.html#top

    Nach meiner Erfahrung sind Nylonsaiten anfangs weniger schmerzhaft. Wichtiger ist aber, dass die Gitarre vernünftig eingestellt ist (Sattelkerben und Steg anpassen) . Wurde das gemacht? Gehört beim Neukauf für mich zum Service.

    Im Moment könntest du sie einen Ton tiefer stimmen und mit Capo im zweiten Bund einen Versuch starten ob es dann weniger weh tut. Ganz ohne Aua wird es aber nicht abgehen.

    Gruß Hermanson
     
  4. Bholenath

    Bholenath Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.12.19   #4
    Ich spiele immer 0.10 er (Elixir oder D'addario) auf allen meinen Westerngitarren (auch auf meiner Yamaha FG 360-S und meiner Yamaha FX 370-BK .
    Das ist laut genug zum auf der Strasse spielen (busking) und hält solange bis die Saiten vom spielen sowieso durch sind (2-3 Monate). Gerissen hab ich schon sehr lange keine.
     
  5. steman

    steman Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.12.19   #5
    Danke für Eure Hinweise. Kann es sein, dass man beim Bespielen einer Westerngitarre mehr Kraft benötigt als bei einer klassischen Konzertgitarre? Und stelle ich es mir richtig vor, dass je dicker die Seite, desto mehr Kraft aufgewendet werden muss?
    Ich möchte es nur verstehen, um auch die richtige Wahl bei den Saiten treffen zu können.
    Ich stelle mir das so vor: je dicker die Saite (also 0,12 statt 0,11), desto mehr Spannung, desto mehr Kraft wird benötigt.
    Gruß
    Stefano
     
  6. käptnc

    käptnc Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.12.19   #6
    Wenn die Gitarren gut eingestellt sind sind die Unterschiede minimal.
     
  7. hermanson

    hermanson Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.12.19   #7
    Spannung ja, Kraft naja.

    Bei gleicher Tonhöhe (vereinfacht dargestellt): Je dicker die Saite, desto höher die Spannung, desto geringer die Auslenkung/Schwingung, desto tiefer kann die Saitenlage schnarrfrei eingestellt werden.
     
  8. Kugelblitz68

    Kugelblitz68 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.12.19   #8
    Ein vernünftiges Setup ist eigentlich die wichtigste Investition, wie zu Recht immer wieder erwähnt wird. Wenn die Schmerzen in den Fingerkuppen den Enthusiasmus zu sehr bremsen, sind Saiten mit etwas weniger Zug vielleicht eine Lösung.
    z. Bsp die
    [​IMG]
    klingen ein wenig anders und fühlen sich weicher an
     
  9. mjmueller

    mjmueller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.12.19   #9
    Naja, Nylonsaiten sind halt (je nach Typ) idR weicher und dicker als typischerweise Stahlsaiten. Dein Eindruck rührt vermutlich daher, dass die dünneren Stahlsaiten auf weniger Fläche den selben Andruck brauchen.
    Diese Elixiersaiten Bronze find ich in 10er Satz recht weich (wobei die Werksyamahas auch nicht sooo hart waren und im Grunde ganz gut).
     
  10. steman

    steman Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.12.19   #10
    Vielen Dank für Eure Hinweise!
     
  11. Toxxi

    Toxxi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.12.19   #11
    Sorry, aber das ist falsch. Die (physikalische) Spannung ist bei gleicher Tonhöhe bei einer 11er und bei einer 12er Saite gleich. Für das hohe E sind das ca. 1450 N/mm².

    Aber um bei einer 12er die gleiche Spannung zu erreichen, muss sie mit mehr Kraft an der Mechanik gespannt werden (ca. 105 N) als einer 11er Saite (ca. 90 N). Und deshalb braucht man auch mehr Kraft zum runterdrücken.

    Leider werden die Begriffe Spannung und Kraft mitunter wild und bunt durcheinander gemixt...
     
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