Wie mehr Sustain?

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Hallo liebe Leutz!


Was kann man in Eigenregie unternehmen, um an seinem Bass mehr Sustain zu haben? Beim Spielen meines Bastelbasses (vielleicht erinnert sich wer an den lackieren + entfretten Thread von mir) ist mir aufgefallen, dass mein Bass echt sehr wenig Sustain hat!

Was kann ich jetzt dagegen unternehmen?

Ich habe mal gelesen, dass die Masse des Kopfes da eine Rolle spielt und dass es dafür extra solche FatFinger-Klemmen geben soll. Ist es korrekt, dass mehr Kopf mehr Sustain hat?

Diese FatFinger finde ich recht unhübsch, um es nett auszudrücken. Außerdem habe ich nicht so viel Geld am Start! Kann man da theoretisch nicht irgendwas in den Kopf reinhauen an Schrauben oder ähnlichem?
Hat das vielleicht schonmal jermand gemacht?
Bringt das was?

:confused:

Ich freue mich auf jede Antwort.
 
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Bassboy schrieb:
Ich habe mal gelesen, dass die Masse des Kopfes da eine Rolle spielt und dass es dafür extra solche FatFinger-Klemmen geben soll. Ist es korrekt, dass mehr Kopf mehr Sustain hat?...
Fatfinger am Bass benutzt man, um Deadspots wegzubekommen. Manchmal bringst was, meist aber wenig.

Wenn dein Bass das Shortscaleteil mit dem schwarz lackierten Griffbrett ist, wirst du da nicht viel machen können. Wahrscheinlich ist der Korpus aus Nadelholz oder sogar Sperrholz, die Mensur ist sehr kurz (für einen Fretless) und die Bridge ist aus Blech. Spar dir dein Geld, da kommt nix bei rum.
Etwas könntest du wohl noch machen: runter mit der Farbe vom Griffbrett, die Bundritzen säubern und Furnier passend einleimen, dann abschleifen. Vielleicht noch die Bridge durch ein massiveres Teil austauschen, das wars aber auch schon.
 
Von Behringer gibts nen Compressor/Sustainer für 19 € als Effektpedal. Nen Versuch wärs doch wert oder?
 
Da ich nen Kompressor im Prinzip auch gebrauchen könnte wär das ja wirklich ne nVersuch wert.

Und ja Bassick es ist der shortscale mit schwarzem Griffbrett...

Danke für die Hinweise.
 
alex80211b schrieb:
Von Behringer gibts nen Compressor/Sustainer für 19 € als Effektpedal. Nen Versuch wärs doch wert oder?
Aber das ist nicht das, was man sich unter Sustain vorstellt. Es wird vermutlich das Spiel beeinträchtigen, wenn absolut jeder Ton durch den Effekt gedrückt wird.

Ein Ding wäre den Sattel bearbeiten und zwar so, daß alles wie im Musterbuche passt. Das ist ganz wichtig für einen saftigen Ton. Und dann vielleicht noch eine massive Brücke installieren, wenn das mit dem Sattel nicht das erwünschte Ergebnis gebracht hat.
 
Ein Ding wäre den Sattel bearbeiten und zwar so, daß alles wie im Musterbuche passt.

Wie meinst du das denn? Musterbuche = optimal?

Die Brücke ist sowieso irgendwie recht bescheiden. Mal schaun woher ich ne passende finde...

Ich hab nochmal nachgedacht und bin zum Schluss gekommen, dass es auch mitunter an den mitgelieferten Billigsaiten liegen könnte!
 
Bassboy schrieb:
Wie meinst du das denn? Musterbuche = optimal?
Ja, genau. Daß er so dermaßen optimal auf die jeweiligen Saiten zugefeilt ist, daß man das in einem überteuertem how-to-Buch abbilden könnte.
Die Brücke ist sowieso irgendwie recht bescheiden. Mal schaun woher ich ne passende finde...
Beispielsweise das Modell 3704 von ABM oder die Tuning Fork von ETS, welche beide state-of-the-art-like sind und auch in Deutschland hergestellt werden, würden so einiges an Sustain schaffen können.
 
Erstmal Danke! :)

Wie ist es überaupt physikalisch zu erklären, dass bei einer fetteren Brücke mehr Sustain entsteht?
 
Genau weiß ich es nicht, aber es hat etwas mit der höheren Auflagefläche zu tun. Nen Experte kann uns das sicherlich genau erklären :redface:
 
alex80211b schrieb:
Genau weiß ich es nicht, aber es hat etwas mit der höheren Auflagefläche zu tun. Nen Experte kann uns das sicherlich genau erklären :redface:
? Was?... Auflagefläche? Hä?

Die Brücken, die ich vorschlug, sind groß und breit und aus Messing. Und Messing kommt von Masse und Masse ist gut für den Tone. Und das ist auch schon alles.

Der Fender-Blechwinkel zum Bleistift ist mitverantwortlich für den Fender-Tone: kein Sustainwunder, aber klingt lebendig und "holzig". Es kommt mehr vom Holz in den Sound als von der Brücke.

HiFi-Bässe haben häufig martialisch massive Messingbrücken und klingen überhaupt nicht nach knurrigem Fender, eben nicht holzig, haben dafür aber Sustain ohne Ende.

Blablabla, Theorie schön und gut und natürlich gibt es Instrumentenbauer, die das Ganze völlig ad absurdum führen können, aber das ist jetzt auch wurst.

Wenn das eigene Instrument schwächelt und es hat nur billiges Blech, dann ist die Aufrüstung mit einer massiven Brücke aus einem wertigerem Metall als Blech kein schlechter Schritt.
 
Wenn das eigene Instrument schwächelt und es hat nur billiges Blech, dann ist die Aufrüstung mit einer massiven Brücke aus einem wertigerem Metall als Blech kein schlechter Schritt.

Jup.
Also ich hab mich mal umgeschaut im Internet:

Sind solche einzelnen Brücken empfehlenswert? Warum? Warum nicht?
Einzel
Die scheinen ja nicht aus Messing zu sein. Wäre optisch aber cool, wenn sie leicht versetzt angebracht werden...

Bei diesem Schallerding habe ich meine Zweifel... Schallerbridge
Also da steht "Farbe: Chrom". Ist das dann auch Chrom oder sieht das nur so aus?
Ok abgesehen davon, dass es ne Saite zuviel beherbergen würde, wäre sie teurer als der ganze Bass...

Die hier sieht genauso aus wie auf meinem anderen Harley Benton-Bass. Ich nehme an, dass es das selbe ist blos mit einer Saite mehr. Da steht ja auch "massive Voll-Metall-Konstruktion". Der andere Bass mit dieser Bridge hat nicht wesentlich, aber deutlich hörbar längeren Sustain.

Dieses Ding ist btw das, was grade drauf ist.

Das hier von Collins sieht ja schon ein wenig massiver aus. Aber Collins ist ja sozusagen das Harley Benton von MP und soll ja nicht ganz so berauschend sein. (berichtigt mich wenn das nicht stimmen sollte)

Das und das sieht am vielversprechendsten aus. Aber finanziell ist das bei mir momentan gar nicht drin ::(
 
Einzelstege haben nicht die Masse einer Brücke und ihre Stärken deswegen in der Übertragung des Holzes in den Ton, sind vermutlich sustainsfördernder als dein derzeitiger L-Blechwinkel. Weiß ja net, aus welchem Material sie hergestellt sind. Aber du wirst pain in the ass haben wenn du sie als Laie installieren willst. Viele Löcher zu bohren, haben aber den Vorteil, daß man sofort lichte Weite, aka gleichen Abstand von Saitenende zu Saitenanfang statt nur Saitenkern zu -kern, haben kann.

Ob die Chrom-Dinger tatsächlich aus Chrom sind - natürlich nicht. Massives Chrom wäre noch teurer als alle von dir ausgesuchten Brücken. "Chrom" heißt also, daß irgendein Metall verchromt wurde und nun chromig aussieht. Welches Metall verwendet wurde kannst du auf den Herstellerwebseiten nachlesen.

Daß eine ordentliche Brücke viel Geld kostet - tja, aber das ist nirgends anders.
 
Ich kann mich nur noch mal wiederholen: der Sustainkiller Nr. 1 ist dein lackiertes Griffbrett mit den Ritzen in Kombination mit dem Sperrholzbody. Mach da erst mal was, das kostet doch nix. Die Kombination Shortscale/Fretless kannst du auch mit einer Messingbridge oder sonstiger Artillerie nicht weglügen. So ist es nun mal. Deine montierte Bridge macht eigentlich einen ganz vernünftigen Eindruck, lass die mal drauf (hat du die nach dem Lackieren auch wieder gut und bündig draufgeschraubt?).
Noch was: gilt der Sustainschwund auch für leer angeschlagene Saiten? Wenn nein, kannst du vielleicht was an deiner Fretless-Technik tun. Fester greifen, Hornhaut bilden etc. Nur so eine Idee :rolleyes: ...
 
steinigt mich nicht gleich, aber ich finde was ein bundloser bei mir am wenigsten braucht ist sustain:redface: lebendig klingen ist hier doch eher eine frage der spieltechnik. percussiv gleich nach der brücke gespielt "singt" er doch am schönsten. oder ist es wirklich so krass, dass der ton sich nach einer sekunde verabschiedet? dann hilft sicher weder massive brücke noch abschleifen des griffbrettes. und jaco hat soweit ich mich erinnere mit blechwinkel und bootslackgriffbrett auch ganz passabel geklungen?
 
Keiner steinigt dich, ist halt deine Meinung.;)
Ich finde, dass Sustain den Unterschied zwischen einem guten Fretless-Sänger und einem schlechten Fretless-Topf ausmacht. Die Bridge ist eher sekundär, das Griffbrett aber nicht. Wenn der Lack zu weich ist, bremst er eben. Wenn das Schwingungsverhalten des Halses durch ungefüllte Bundgräben verändert wird, geht auch Sustain verloren. Und Jaco hatte einen Longscalebass mit knallhartem Griffbrettlack. Da sind schon Welten zwischen dem und dem Bastel-shortscale von Bassboy.
 
Ja das sind wohl echt Welten…

An dem Bass wird sowieso noch einmal sehr viel passieren. Habe leider grade keine Zeit dafür.

Aber manche Töne klingen echt nur eine knappe Sekunde; das nervt! Leersaiten klingen recht normal. Liegt vielleicht auch am Plastiksattel, der so schief ist, dass ich da ein Stücken Leder untergelegt habe, damit nicht die hellen Saiten schon im ersten Bund auf dem Griffbrett scheppern >.>
 
Bassboy schrieb:
Aber manche Töne klingen echt nur eine knappe Sekunde; das nervt! Leersaiten klingen recht normal

Was bassicks Theorie unterstreichen würde!

Ich bin auch der Meinung, dass dein Hals die Wurzel des Übels ist und das vielleicht nochmal überarbeiten würde.
ein guter Sattel ist natürlich auch nicht zu vernachlässigen, der hat imho mehr Einfluss auf dein Sustain als die Bridge, die übrigens garnicht so nen schlechten Eindruck macht.
 
Wie gesagt wenn ich Zeit finde überarbeite ich das alles mal und stell das mal wieder hier rein.


:)
 
ok, jetzt ist alles klar;)
ich hab mir bei meinem rick- nachbau zum entgäten gleich das ganze griffbrett entfernt und durch ein "limba" griffbrett (hat damals ~20€ gekostet) ersetzt. und das ist so hart, dass nach 15 jahren spielen mit rounds noch immer nichts eingeschliffen ist. - nur so als tip für bastler!
 

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