Pop, Rock & Co. Wie singe ich verzerrt (Distortion) - kein Screaming

  • Ersteller Ersteller ianchris
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ianchris

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Hallo zusammen,

nach jahrelangem RĂ€tseln, wie man denn verzerrt singt - beispielsweise wie der Einstieg in den Refrain von Gossip's Hit "Heavy Cross" - bin ich auf die Complete Vocal Technique gestoßen von Sadolin. Leider fĂ€llt mir die Umsetzung zum "Distortion" doch nicht so leicht wie erhofft. Auch die Board Suche hilft mir nicht weiter.

Mein Versuch:
Ich habe bisher versucht ĂŒber den Klang eines schreiendes Babys heranzugehen. Hierbei habe ich den Hals wie beim Schlucken / WĂŒrgen "zugeschnĂŒrt", damit der Kehlkopf hoch steht und mit dem ZungenrĂŒcken den Rachen zu berĂŒhrt (wie ich es bei CVT verstanden hatte). Ich hatte damit auch schon leise verzerrte Töne - aber es klang eher nach Screaming - und es hat auch leider die StimmbĂ€nder etwas mitgenommen.

Im Nachhinein ist mir aber der Gedanke gekommen, dass wenn ich eine so dermaßen durch WĂŒrgen meinen Hals "zuschnĂŒr", dass ich dabei leider nicht atmen kann... vielleicht öffne ich so den Weg zur Speiseröhre und verschließe die Luftröhre? Auf der anderen Seite fĂŒhlt es sich aber genau so an, wie wenn ich etwas schwereres hebe -und das ist ja auch eine AnnĂ€herungsweise.

Meine Erfahrung:
Ich sehe auch, dass hier oftmals der Weg (zum Screamen) durch RĂ€uspern angegangen wird. Dieser Weg ist meiner Meinung nach der Falsch, da RĂ€uspern sehr ungesund fĂŒr die StimmbĂ€nder ist und ich möchte ja die Taschenfalten benutzen.

Meine Fragen:
Wie lege ich mittels der Taschenfalten den Distortion Effekt auf meinen Gesang? Habt ihr Tipps zur Herangehensweise. Ich vermute, dass ich mit meinem Kehlkopf und meiner Zunge noch nicht alles richtig mache. ...
Gibt es hier jemand in der NĂ€he von Karlsruhe, der mir hierzu ne Unterrichtsstunde geben wĂŒrde -bestmöglich mit CVT Ansatz, wobei mir das letzten Endes egal ist auf welche Art ich den Distortion lerne.

Vielen Dank schon mal fĂŒr deine Tipps
 
Eigenschaft
 

Hallo,

bin ich auf die Complete Vocal Technique gestoßen von Sadolin. Leider fĂ€llt mir die Umsetzung zum "Distortion" doch nicht so leicht wie erhofft. Auch die Board Suche hilft mir nicht weiter.

... was erst mal kein Wunder ist, denn Frau Sadolin und Ihre Ausbilder möchten mit ihrer Methode gerne Geld verdienen. Daher sind die meisten Infos ĂŒber CVT Deutungen aus zweiter Hand und mit Vorsicht zu genießen. Die legitimierten Infos dagegen sind eher SchnupperhĂ€ppchen.

Ich sehe auch, dass hier oftmals der Weg (zum Screamen) durch RĂ€uspern angegangen wird.

Du meinst mit "hier" diesen Teil des Forum? Das kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, denn hier wird ebenfalls ĂŒberwiegend die Meinung vertreten, dass RĂ€uspern nicht so gut ist. Wie es im Scream, Shout, Growl-Sub aussieht, weiß ich allerdings nicht.

Wie lege ich mittels der Taschenfalten den Distortion Effekt auf meinen Gesang?

Ich hoffe, dich nicht allzu sehr zu ernĂŒchtern, wenn ich dir verrate, dass nicht jede Stimme gleichermaßen fĂŒr verzerrten Gesang geeignet ist. Da helfen dann auch CVT oder Taschenfalten nichts. Ich wĂŒsste auch ehrlich gesagt ĂŒberhaupt nicht, wie man den Einsatz von Taschenfalten schriftlich und theoretisch nachvollziehbar erklĂ€ren sollte. Daher halte ich deine folgende Idee schon fĂŒr sinnvoller:

Gibt es hier jemand in der NĂ€he von Karlsruhe, der mir hierzu ne Unterrichtsstunde geben wĂŒrde -bestmöglich mit CVT Ansatz, wobei mir das letzten Endes egal ist auf welche Art ich den Distortion lerne.

Meines Wissens sind hier aber keine CVT-Coaches unterwegs, weil sie sich - siehe oben - mit kostenlosen Hinweisen recht bedeckt zeigen. Da mĂŒsstest du die Suchmaschinen benutzen.

Vielleicht hilf das:

Gesangslehrerverzeichnis - Karlsruhe

Musiker-Suche (geht auch fĂŒr Unterricht)
 
  • Ersteller
  • #3
Danke fĂŒr die schnelle Antwort

Ich hoffe, dich nicht allzu sehr zu ernĂŒchtern, wenn ich dir verrate, dass nicht jede Stimme gleichermaßen fĂŒr verzerrten Gesang geeignet ist. Da helfen dann auch CVT oder Taschenfalten nichts. Ich wĂŒsste auch ehrlich gesagt ĂŒberhaupt nicht, wie man den Einsatz von Taschenfalten schriftlich und theoretisch nachvollziehbar erklĂ€ren sollte. Daher halte ich deine folgende Idee schon fĂŒr sinnvoller:

Ich denke auch, dass nicht jede Stimme die gleiche Art von Zerre erzeugen kann, aber ich bin mir sicher, dass jede Stimme eine individuelle Zerre mit Technik erlernen kann.

Daher hatte ich gehofft, dass mir jemand Tipps gibt. Immerhin sind ja auch zu Scream, Grunt.. Hilfestellungen vorhanden.

So wie ich das gesehen hatte, haben doch auch Forumsmitglieder CVT Kurse besucht.... oder bin ich hier im falschen Unterforum?
 

Ich weiß ja nicht, wo du hinwolltest.

Wenn es individuelle Zerren geben soll, dann gibt es natĂŒrlich auch nicht nur eine Technik fĂŒr alle. Ich nehme an, die ĂŒblichen Video-Tutorials auf Youtube zu Zerre und Taschenfalten hast du schon durchforstet?

Heavy Cross ist ja von einer Frau gesungen und hat meiner Meinung nach gar nicht so viel Distortion und auch nichts mit Taschenfalten. Eher sehr beherztes Belting. Du bist ein Mann, richtig? Kannst du eine hörprobe von dir posten, damit man einen Anhaltspunkt hÀtte?
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Ersteller
  • #5
Ich bin dabei Videos zu Taschenfalten zu suchen, habe aber nicht wirklich was passendes gefunden. Mein Beispiel ist zwar von einer Frau gesungen, aber ich denke man kann es auch auf MĂ€nner Gesang ĂŒbertragen.

Zum Beispiel singe ich in dem Video bei 1:03 Queen und da wĂŒrde es sich auch anbieten, wie Freddy Mercury Disortion drauf zu geben. Vorher bei Rebell Yell ist zwar auch viel angeraut, aber ich behaupte, dass das einfach vom Adrenalin kommt und nicht aufgrund von Technik

< -- Video auf Wunsch wieder entfernt -->

Ich denke auch nicht, dass es eine Technik fĂŒr alle gibt, deswegen hab ich die Hoffnung, dass hier einer n Tipp hat, oder du, da du der einzige bist gerade der antwortet 🙂. Das mit dem Twangen klappt eigentlich, aber macht den Ton noch lange nicht verzerrt.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ich gebe nicht so gern Tipps in den blauen Dunst. Offensichtlich haben wir ja bereits unterschiedliche Vorstellungen von Zerre.

Wenn ich es schaffe, nehme ich mal die Tage was auf und du sagst, ob du das damit meinst. Falls ja, versuche ich zu erklÀren, was ich gemacht habe.

Es sei denn, jemand anders kann dir bis dahin helfen.
 
  • Ersteller
  • #7
Das wÀre echt super.

Hier hĂ€tte ich ein Beispiel von Queen was ich meine. Andere wĂŒrden es als rauen Ton bezeichnen (Raspy)


0:44 YEAAAAHH - leichte Zerre
1:13 Without you when you're gone - mittlere/starke Zerre

so etwas wĂ€re super. Gerade an dem Yeah könnte man gut arbeiten. Ein Leihe wĂŒrde jetzt einem SĂ€nger raten "einfach rausdrĂŒcken". Aber so einfach ist das nicht, vor allem, wenn man ökonomisch singen muss/will.

Sind die Beispiele selbsterklÀrend?
 
  • Ersteller
  • #8
Hier noch ein Video von Paul McCartney, der ja seinem Altern entsprechend normalerweise relativ klar singt. Bei diesem Auftritt sieht man, wie er bei den hohen Stellen (wie auch schon frĂŒher bei den Beatles) angezerrt singt... und ich bin mir sicher, dass das Technik ist. Siehe Minute 57

 
Der Tipp, den du von CVT gelesen hast, der passt eigentlich schon. Ich wĂŒrde es auch nicht anders oder besser formulieren können.

NatĂŒrlich sollst du nicht wĂŒrgen und den Hals extrem zuschnĂŒren - es geht dabei ja nur um die ungefĂ€hre Position der Organe. Wenn dabei nicht das GewĂŒnschte herauskommt, machst du es halt falsch.

Und genau das ist das Dillema, wenn man sich eine Technik "anlesen" will. Dass niemand dabei ist, der es korrigiert. Und dass du nie weißt, ob du sie richtig verstanden und umgesetzt hast.

Ich wĂŒrde den Ansatz von oben noch mal ausprobieren und etwas mehr damit experimentieren. Wer sowas auf eigene Faust als Autodidakt lernen will, dem bleibt gar nichts anderes ĂŒbrig.

Ein Leihe wĂŒrde jetzt einem SĂ€nger raten "einfach rausdrĂŒcken". Aber so einfach ist das nicht, vor allem, wenn man ökonomisch singen muss/will.

McCartney zB drĂŒckt einfach raus. Und das hört man auch, besonders live. Zu seiner Zeit gab es noch kein "ökonomisches Zerren". Und ganz ohne Dampf geht es auch heute nicht.

Wie oben schon gesagt, braucht man fĂŒrs Zerren eine robuste Stimme, die nicht jeder hat.

Wenn also im Shout/Scream/Growlforum von "okönomisch/schonend" die Rede ist, dann ist IMMER relativ gemeint. Zerren beansprucht die Stimme trotzdem mehr als cleaner Gesang. Wahrscheinlich ist das auch der Grund, warum es bei nicht klappen will: Du bist zu vorsichtig.

Sind die Beispiele selbsterklÀrend?

Nicht wirklich. Wir haben jetzt Beth Ditto, Freddie und Paul McCartney. Das sind nicht nur recht unterschiedliche Stimmen, sondern nach meinem Empfinden auch unterschiedliche Zerren. Bei Ditto eher im Belt, bei McCartney sehr kehlig, screamig.

Der Ansatz ist sicher Àhnlich. Den entscheidenden Tipp dazu kennst du schon. Du musst ihn nur auf dich richtig anwenden.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #10
GrundsĂ€tzlich ist es wichtig, dass du den Ton, den du anzerren willst, auch clean vollkommen sauber singen kannst. Ansonsten ist die Herangehensweise bei CVT schon nicht schlecht. Die Taschenfalten werden aktiviert, wenn ein bestimmter Luftdruck oberhalb der Stimmlippen ĂŒberschritten wird. Dummerweise braucht man dafĂŒr zunĂ€chst mal auch einen hohen Druck im Bereich der Stimmlippen, was erstmal nicht zu empfehlen ist.

Die Strategie ist deshalb, den Bereich oberhalb der Stimmlippen möglichst stark zu verengen. Dann reicht auch ein geringerer Druck aus, um die Taschenfalten in Schwingung zu bringen. Die Grundlage dafĂŒr ist ein möglichst starker Twang. Versuch erstmal den Ton clean zu singen, mit sehr starkem Twang. Achte darauf, dass du vollstimmig bleibst, nimm also keinen zu hohen Ton. Ein hoher randstimmiger Ton wirkt durch Anzerren fast automatisch geschrien.

Wenn du den Ton clean und vor allem sauber mit sehr starkem Twang kannst, dann versuchst du die Zunge noch weiter nach hinten/oben zu verschieben. Wichtig ist dabei hinten und oben. Beim Verschieben nur nach hinten riskierst du den Zungengrund zu nah an den Kehlkopf zu bringen. Der ZungenrĂŒcken liegt dann hinter den oberen BackenzĂ€hnen und ist sehr nach an der Rachenwand aber auch sehr nah am weichen Gaumen. Mit solchen Vorstellungen wie WĂŒrgen, Schlucken oder auch RĂ€uspern wĂŒrde ich nicht arbeiten.
 
  • Ersteller
  • #11
Vielen Dank noch mal fĂŒr eure Tipps. Ich werds spĂ€ter austesten und berichten.

Du bist zu vorsichtig.
Das kann gut sein, dass ich beim Üben nicht in Stimmung komme und zu vorsichtig bin. Da fehlt einfach das Adrenalin von der BĂŒhne🙂


Wenn du den Ton clean und vor allem sauber mit sehr starkem Twang kannst, dann versuchst du die Zunge noch weiter nach hinten/oben zu verschieben. Wichtig ist dabei hinten und oben. [...] Der ZungenrĂŒcken liegt dann hinter den oberen BackenzĂ€hnen und ist sehr nach an der Rachenwand aber auch sehr nah am weichen Gaumen. Mit solchen Vorstellungen wie WĂŒrgen, Schlucken oder auch RĂ€uspern wĂŒrde ich nicht arbeiten.
Guter Tipp mit der Zunge. Dieses Schlucken / WĂŒrgen hatte ich nur gemacht, um den Bereich oberhalb der StimmbĂ€nder enger zu machen. Vermutlich hab ich es zu sehr ĂŒbertrieben.

Frage: Ein anderer Weg die zu verengen (weniger extrem) wĂ€re, wenn man etwas schwerer hebt. Hierbei habe ich aber das GefĂŒhl, dass sich ein riesen Druck aufbaut im Bereich der Brust - wie wenn man die Luft anhĂ€lt und die Luft will irgendwann entweichen....Kann es sein, dass ich dann mehr Power brauche um die Luft durch zu schicken, wenn ich den Bereich ĂŒber den Stimmlippen verenge?
 
  • #12
Frage: Ein anderer Weg die zu verengen (weniger extrem) wĂ€re, wenn man etwas schwerer hebt. Hierbei habe ich aber das GefĂŒhl, dass sich ein riesen Druck aufbaut im Bereich der Brust - wie wenn man die Luft anhĂ€lt und die Luft will irgendwann entweichen....Kann es sein, dass ich dann mehr Power brauche um die Luft durch zu schicken, wenn ich den Bereich ĂŒber den Stimmlippen verenge?
Das triggert meistens das, was CVT "Creak" nennt, eine andere Form des anzerrens, die fĂŒr die Stimme belastender ist als die Taschenfalten zu benutzen.
 
  • #13
Angezerrt singen, wĂŒrde ich sagen, ist wirklich bei jedem anders. Einigen liegt es, andere bringen nicht die kleinste Verzerrung raus...
Bei den meisten klassischen Beispielen wird, wie schon erwĂ€hnt, einfach gedrĂŒckt.

Wenn man das Anzerren der Stimme rein theoretisch anschaut gibt es zwei Arten: 1. Taschenfalten, 2. Fry
Zu den Taschenfalten: Ich kann bestÀtigen, dass im scream/growl Bereich im Forum oft gesagt wird, man solle von einem RÀuspern ausgehen. Allerdings denke ich das ist falsch! Es ist zwar schon ein wenig her, aber als ich meinen ersten growl (also mit Taschenfalten) hingebracht habe, hatte das nichts mit RÀuspern am Hut und hat es auch jetzt noch nicht. Wie antipasti schon gesagt hat, gibt es wahrscheinlich keine sinvolle ErklÀrung zum Gebrauch der Taschenfalten. Ausprobieren ist eine Möglichkeit, kann aber auch daneben gehen...
Zum Fry: Beim Fry handelt es sich um einen anderen Modus der StimmbÀnder. Dabei werden die StimmbÀnder gestrafft und die Luft dringt nur noch durch einzelne Rizzen des "Teppichs" der StimmbÀnder. Die StimmbÀnder schlagen also nicht zusammen (Grund weshalb es der Stimme nicht schadet). Dabei entsteht eine Art "schnarren". Fry ist nicht viel lauter als die normale Sprechstimme, auch wenn es manchmal nicht so klingt.
Ich persönlich wĂŒrde Fry empfehlen, da es aus meiner Sicht die Stimme viel weniger belastet.
Man kann allerdings mit beiden Techniken einen angezerrten Gesang hinkriegen (oder sogar beides mischen)
Wenn man eine der beiden "Schreitechniken" beherrscht kann man das yelling erlernen. Beim Fry z.B. geht man von der normalen Stimme aus und singt einen Ton. Dann "schreit" man den Ton mit der Frytechnik. Als letztes versucht man dann einen fliessenden Übergang hinzukriegen. Wenn man das geschafft hat, kann man sich einen Klang zwischen dem singen und dem schreien rausnehmen und man hat einen angezerrten gesungenen Ton.
Diese Lösung ist zwar aus meiner Sicht die gesĂŒndeste, allerdings nicht gerade die einfachste...

Ansonsten wĂŒrde ich ein bisschen mit Druck ausprobieren, aber dabei sehr vorsichtig sein. Evtl. liegt es deiner Stimme ja. Wenn du aber merkst, dass es nicht funktioniert wĂŒrde ich nichts erzwingen!

LG aus dem scream/growl Bereich

Edit: Nur um klar zu stellen: Mit dieser Technik screamt man nicht, man kann auch nur ganz wenig anzerren...
 
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  • #14
Hallo zusammen,

ich hab jetzt mal den Trick von Broeschies ausprobiert:
Wenn du den Ton clean und vor allem sauber mit sehr starkem Twang kannst, dann versuchst du die Zunge noch weiter nach hinten/oben zu verschieben. Wichtig ist dabei hinten und oben.
Leider hat sich nicht sehr viel getan. Anbei ein Hörbeispiel (m4a) das ich mit meinem iPhone am Ende des Rumprobierens aufgenommen hab.

Ebenso hatte ich mal die Baby Schrei Methode ausprobiert (hier). Hier habe ich den Eindruck, dass das GerĂ€usch (ĂŒbers Mikro) sich nach Schrei (Fry?) anhören könnte, aber 1. bin ich gar nicht scharf drauf zu schreien, schon gar nicht mit so wenig Output, denn das wĂ€re kontrĂ€r zu meinem Gesangsoutput...

Helfen euch die Beispiele? Hat noch jemand Tipps?

Viele GrĂŒĂŸe
 
  • #15
ich hab jetzt mal den Trick von Broeschies ausprobiert:

Das sind grundsĂ€tzlich keine "Tricks", sondern AnsĂ€tze, die einem beim Üben helfen sollen. Demensprechend hat es auch keinen Sinn, das "mal auszuprobieren" und beiseite zu stellen, wenn sich der Erfolg nicht sofort einstellt. Clean singen hast du doch sicher auch nicht an einem Vormittag anhand eines Tricks gelernt.

Ich höre bei beiden Hörproben schon einen gezerrten Ansatz - der starke Twang ist da nicht mal nötig. Das kannst du im Prinzip als Ausgangsbasis benutzen. Aber ĂŒben und ausprobieren musst du natĂŒrlich trotzdem.

Dass du es "unter Adrenalin" hinkriegst, ist ja auch ein Hinweis, dass du es im Prinizip kannst, aber doch eben kontrolliert noch nicht traust.
 
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  • #16
Das mit dem Fry wĂ€re schon mal die korrekte Grundlage, ist aber noch weit vom Endresultat entfernt und wĂ€re im Endeffekt schon noch etwas lauter. Fry ist aber nicht gerade jedermanns Sache, ich selber brauche Fry auch nicht wirklich gerne um nur ein bisschen anzuzerren, sondern schon eher fĂŒr derbere Screams in hĂ€rteren Musikrichtungen...

Dass du es "unter Adrenalin" hinkriegst, ist ja auch ein Hinweis, dass du es im Prinizip kannst, aber doch eben kontrolliert noch nicht traust.
Antipasti hat wohl recht! Allerdings möchte ich noch anfĂŒgen, dass es auch einfach eine gewisse Zeit braucht, bis man wirklich weiss, welche Teile man im Hals betĂ€tigen muss, damit es so klingt wie man will (ist ja nicht nur beim anzerren so).
 
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  • #17
Dass ich nicht so stark twangen muss beruhigt mich, weil ich es auch schon extrem fand... und in der Tat brauch das sicherlich seine Zeit bis es klappt.

Ich habe heute allerdings ewig rumprobiert mit der Zunge nach hinten oben schieben und es hat sich leider innerhalb der Stunde nix am Klang verÀndert.

Könnt ihr mir noch weitere oder genauere Ansötze geben wie ich die Taschenfalten einsetze und vernenge / "aktiviere"?

Vielen Dank schon mal
 
  • #18
Etwas was mir immer geholfen hat, war Kompression der Luft.
Du kennst wahrscheinlich das GefĂŒhl unmittelbar vor dem Niessen, wenn du eingeatmet hast und dann ha - Tschu...
Wenn du das Tschu jetzt mal bei Seite lĂ€sst und nur das ha - machst dann solltest du verstehen was ich meine. Versuch dieses ha - auf einer definierten Tonhöhe zu machen und dann ruckartig, schon bevor sich der eigentliche Ton entwickeln kann, abzubrechen, aber die Spannung immer noch aufrecht zu erhalten. Du solltest dann eine starke Spannung im Bauch spĂŒren und der Kehlkopf springt ein wenig nach oben.
Wenn du das machst und dann nach dieser Pause (ohne die Spannung zu verÀndern) den Ton "rauslÀsst", sollte er durch die Taschenfalten angezerrt sein.
Das klingt dann ziemlich gequetsch und unschön, soll ja aber auch nur eine VorĂŒbung sein.
 
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  • #19
Hallo zusammen,

ich hab jetzt mal den Trick von Broeschies ausprobiert:

Leider hat sich nicht sehr viel getan. Anbei ein Hörbeispiel (m4a) das ich mit meinem iPhone am Ende des Rumprobierens aufgenommen hab.

Ebenso hatte ich mal die Baby Schrei Methode ausprobiert (hier). Hier habe ich den Eindruck, dass das GerĂ€usch (ĂŒbers Mikro) sich nach Schrei (Fry?) anhören könnte, aber 1. bin ich gar nicht scharf drauf zu schreien, schon gar nicht mit so wenig Output, denn das wĂ€re kontrĂ€r zu meinem Gesangsoutput...

Helfen euch die Beispiele? Hat noch jemand Tipps?

Viele GrĂŒĂŸe
Du twangst in beiden Beispielen nicht richtig. Du erzeugst den twang-Ă€hnlichen Klang vor allem mit "DrĂŒcken" auf den Kehlkopf. Im zweiten Beispiel benutzt du meiner Ansicht nach fry, was eher eine gutturale Technik ist und nicht die Taschenfalten. Im ersten Beispiel hast du ganz leichte Aktivierung der Taschenfalten, aber dadurch, dass du auf den Kehlkopf drĂŒckst sĂ€uft der Ton dir schon ab, bevor du ĂŒberhaupt die nötige Enge im Vokaltrakt selbst erzeugen kann.

Ganz wichtig fĂŒr den Twang ist, dass der Twang-Vokal ÄH ist und nicht EH. Das Baby schreit UÄH und nicht UEH. Gerade das voranstellen des U ist auch durchaus sinnvoll, weil es das DrĂŒcken relativ gut verhindert.

Wie gesagt: Versuch den Ton erstmal sauber und clean zu singen mit sehr starkem Twang, am besten im "Edge"-Vokalraum nach CVT.
 
  • Ersteller
  • #20
Moin,

auch dir danke fĂŒr die Tipps. Ich muss mal schaun ob ichs hinbekomm mehr/richtig zu twangen. Ich hatte eigentlich immer vor der Übung ausprobiert den Ton "hin und her" zu schieben, um so den bestmöglichen Twang zu erzeugen. Manchmal war der Ton nur noch im Nasenbereich, also nasal. Durch den Test mit der Nase zuheben hab ich das allerdings schnell bemerkt und bin wieder n StĂŒck zurĂŒck.

Bzgl. dem Edge, den du mir empfiehlst muss ich gestehen, dass ich die vielen Einteilungen (GĂ€nge) von Sadolin (CVT) verwirrend finde, denn meiner Meinung nach ist zwischen Curbing, Overdrive und Edge ein fließender Überganz von wenig zu mehr Twang (metallisch).
 

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