Wie wichtig ist Euch die Herkunft einer (neuen) Gitarre?

Das Weiße Haus baut keine Gitarren. Die Wahrscheinlichkeit, dass Musiker und in der Musikindustrie arbeitende Amerikaner den aktuellen Bewohner signifikant mitbestimmt haben, ist glaube ich verhältnismäßig gering. Ausnahmen bestätigen die Regel, und von denen kann man ja gezielt nicht kaufen (Fulltone Pedale sind für mich z.B. keine Option mehr). Ich dachte aber eigentlich, dass es hier nicht politisch werden soll - dafür gibt es hier aber schon ganz schön polarisierende Aussagen.
 
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Ich habe nur Fender Mexico sowie Hamer aus Korea. Original USA war mir zu teuer. LTD statt ESP. Ibanez RG 470, Vester Baß aus (Süd-)Korea
 
Irgendwie ist mir aber eines beim Kauf wichtiger denn je: Herkunft. Bin ich ok mit Fernost? Doch Gibson/USA und den "Namen zahlen"? Oder vielleicht was deutsches "von der Stange"? Ich schaue mir da bspw. eine Larry Carlton ES Kopie an und lese auf der Rückseite des Headastock "Made in Indonesia". Mein Hirn geht sofort auf "Indonesia... Da hab ich doch ein paar schon gespielt/besessen. Ist das nicht die Cort-Fabrik, die eh alles baut? Ich finde deren Arbeit gut."
Sorry.....
Ich dachte bei dem Titel "Wie wichtig ist Euch die Herkunft einer (neuen) Gitarre?"
ginge es um die Wahrung der Rechte von Arbeiter_innen, Nachhaltigkeit, Klimaschutz etc...
 
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Nachdem das was ich bereit bin für eine Gitarre auszugeben überschaubar ist, fallen leider viele Produktionsländer raus.

Wäre ich bereit entsprechendes Geld in die Hand zu nehmen, würde ich zu einem Gitarrenbauer in meiner "Nähe" gehen, der heimische Hölzer verwendet.
 
@Salty Liest man den Startpost, dann geht es eher um mögliche Qualitätsvorurteile im Kopf oder auch positive oder negative Erfahrungen, wenn man bestimmte Herkunftsländer liest.
Dabei streift das Thema auch gesellschaftliche Themen, daher hat die Moderation gelegentlich ein etwas grummelndes Auge darauf. Meine Ansicht: So lange es um Selbstverständlichkeiten geht (kein User würde wohl wissentlich in Sklaven- oder Kinderarbeit gebaute Gitarren -so es so etwas geben sollte- kaufen) gehört das wohl zum Thema, muss aber bitte auch nicht ausgewalzt werden.
 
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Mir ist prinzipiell egal wo meine Gibsons gebaut werden ;) :evil:
 
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Meine Ansicht: So lange es um Selbstverständlichkeiten geht (kein User würde wohl wissentlich in Sklaven- oder Kinderarbeit gebaute Gitarren -so es so etwas geben sollte- kaufen) gehört das wohl zum Thema,
Sicher
muss aber bitte auch nicht ausgewalzt werden
Ich wälze nichts, war nur enttäuscht.
Der Titel ließ mich eine andere Thematik interpretieren.
 
Das mit dem Auswälzen war missverständlich, weil gar nicht auf dich bezogen, daher alles gut! :prost:
 
Ich mache mir schon Gedanken woher und wie meine Gitarren hergestellt werden.
Den Luxus das ökologische Gewissen rein zu halten oder auf die Einhaltung von Menschenrechten zu achten können sich wohl nur wohlhabende Konsumenten und Käufer leisten.
Ich versuche aus meinen Mitteln das qualitativ Beste zu machen, eine Martin, Gibson, Fender etc. werde ich mir nie leisten können und wollen, also weiche ich auf Alternativen aus die Qualitätsmäßig in die Nähe kommen und einfach sehr deutlich günstiger sind.
Für mich ist es daher eine rethorische Frage, ich bin kein Markenfetischist und nicht wohlhabend genug um mir darüber Sorgen zu machen.
 
unbedingt eine Made-in-USA-Fender-Stratocaster und eine Gibson Les Paul haben
finden gerade die beiden US-Firmen mit F und G mein Interesse nur ausnahmsweise.

Ich würde da nicht auf USA = Gibson und Fender reduzieren. Bei mir ist es so, dass ich zwar ein paar F&G habe, aber in letzter Zeit eher lokal und klein schaue. Wäre ich in den USA, so hätte ich wahrscheinlich nur Tom Anderson Gitarren (das sind +/- 50 Leute und damit kann der Namensgeber noch die Verantwortung für jedes einzelne Produkt übernehmen, auch wenn er nicht alle selbst baut) - allerdings sind hier in Europa schlicht zu wenige davon im Markt, um wirklich aus dem Angebot sicherzustellen, dass die Gitarre dich findet!

Im Gegensatz zu anderen Usern, lasse ich eher was am Hals machen, als PU zu tauschen. Da habe ich für mich rausgefunden, das ich mit einem "NICHT-Mojo" Produkt deutlich weniger Hemmungen habe "ran" zu gehen. Eine MIM Charvel wurde für mich verändert und passt für kleines Geld, eine Real Guitars Strat wurde am Hals angepasst, eine LsL Tele wurde am Hals angepasst. Dinge die ich bei einer CU Strat, PRS, Gibson eher nicht angehen würde.

Bedeutet im Klartext - die Gitarre macht den Deal, nicht das Herkunftsland ...

P.S. und wenn man Herkunftsland "einpreisen" wollte ... dann NUR für Neuware. Wenn das jemand tut, so habe ich da volles Verständnis für, denn sinnvoll ist ein Kauf nur, wenn man sich mit dem Kauf wohl fühlt.

Gruß
Martin
 
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Da mir Gitarren von lokalen Gitarrenbauern zu teuer und zu unberechenbar sind verfolge ich folgenden Ansatz; "Kaufe ich gebrauchte Instrumente, müssen diese nicht erst produziert werden!"
Klar bekommt man dann nicht sofort das neueste Instrument am Markt, doch mit etwas Geduld lassen sich die meisten Gitarrenwünsche erfüllen.
 
Wenn ich mir im Internet E-Gitarren anschaue, zoome ich mir immer die Rückseite des Headstocks heran, um zu sehen, wo die Gitarre hergestellt wurde. Manche Anbieter schreiben die Herkunft in die Beschreibung, aber eben nicht alle, und nicht in jedem Fall.

Bei mir hat China einen guten Ruf - auch ich habe eine chinesische Bullet-Strat, neben einer der allerersten Squier CVs, die auch aus China kamen - ich denke, bei Produkten aus China bekommt man in aller Regel einen guten Gegenwert fürs Geld.

Mexiko (Fender) und USA (Gibson) habe ich auch. Korea (Hohner). Oft steht es ja nicht einmal drauf, jedenfalls früher war das oft so.

Gegenüber Gitarren aus Indonesien habe ich gewisse Vorbehalte, etwa so, wie wenn bei der Holzart "Pappel" steht. Ich denke, Pappel und Indonesien und ein bekannter Markenname auf dem Produkt, bedeuten so viel wie "maximaler Gewinn " bei "minimalen Herstellungskosten".

Dabei kann trotzdem ein gutes Produkt herauskommen, aber ich kaufe es idR trotzdem nicht. Ich darf als Kunde subjektiv sein, auch ungerecht, schließlich geht es um mein Geld.

Boykotte u.ä. lehne ich ab. Die Arbeiter in jedem Land wollen ihr Brot verdienen.
 
Ich würde da nicht auf USA = Gibson und Fender reduzieren.
Guter Punkt!
F+G sind aus meiner Sicht die in Deutschland bekanntesten US-Hersteller, ich habe sie in meinem Beitrag sozusagen als Platzhalter genommen. Von F+G habe ich wenigstens je ein Instrument (und viele ausprobiert /gespielt, ob sich noch was Besseres / Interessantes findet) = praktische Erfahrung
Wäre ich in den USA
Ich bin auch nicht in den USA, und im Gegensatz zu Dir werde da (z.B. NAMM) auch nie hinkommen.

Gitarren kleinerer US-Hersteller sind in Deutschland tatsächlich dünn gesät, und wer wie ich nur ganz ausnahmsweise gebraucht kauft (in 50 Jahren dreimal gebraucht, mehr als 40 Mal neu), hat da kaum Chancen, sowas wenigstens mal in die Hand zu nehmen. Die einzige Tom Anderson, die ich mal testen durfte, war schon toll, aber weit über meinem damaligen Budget.
die Gitarre macht den Deal, nicht das Herkunftsland
Besser hätte ich es nicht ausdrücken können! (y)
 
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Ich finde schon, daß zur Gitarre ein gut Teil "Mojo" gehört - wie auch bei vielen anderen Produkten. Ganz unabhängig, ob es technisch oder klanglich wirklich gerechtfertigt ist. Ist halt irgendwie eine Frage der gefühlten Authentizität. Eine US-Fender fühlt sich für mich einfach richtiger an, als eine super verarbeitete und klanglich einwandfreie vietnamesische Kopie.
Das ist bei mir eine ähnliche Irrationalität wie zum Bsp. bei Pizza. Natürlich kann auch ein Usbeke eine italienische Pizza nach Originalrezept perfekt zubereiten. Aber irgendwie ist es einfach ein anderes Gefühl, exakt dieselbe Pizza beim "echten" Italiener zu verspeisen.
 

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