Woran soll ich mich jetzt tasten?

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Guten Abend,

Fällt mir schwierig einen Titel für mein Anliegen bzw. meinen Thread zu finden. Es geht um folgendes:

Ich habe das Gefühl, einfach keine Fortschritte zu machen. Als ich mit E-Bass anfing, habe ich auf kurze Zeit sehr schnell zugelernt. Aber dieses Gefühl wie damals ist irgendwie verflogen. Ich habe nach sehr langem üben jetzt diese Lieder auf der Bass sitzen:

http://www.youtube.com/watch?v=7ga0V1LLbK0 (Talisman - Coming Home)
Das ist so das Lied, was in meinen Augen für mich am anspruchvollstem ist und mir je nach Tagesform noch Probleme bereitet. Es gibt Stunden, wenn ich mich anderweitig eingeübt habe, kriege ich das Lied gut hin. Manchmal wollen die Finger aber nicht mitmachen. Aber seitdem ich wieder mehr probe und mehr Zeit habe (jetzt wieder so ca. 3 Stunden pro Tag) gelingt auch das.

Andere Lieder die mir Spaß machen, die ich rauf und runter spielen und technisch kein Problem darstellen:
http://www.youtube.com/watch?v=f1cgiqIP1lY (Talisman - Mysterious)
Humanimal - Find my way Home (von dem Album: http://www.amazon.de/Humanimal/dp/B00005AG7J)
Metallica - Seek and Destroy
Mr. Big - Shine

Schwierig ist noch das Intro von diesem Lied hier. Ich kriege es zwar nachgespielt, aber nicht wirklich sauber, es sei denn, ich hab mich n paar Stündchen "aufgewärmt":
http://www.youtube.com/watch?v=ohoDaWAkmM0 (Vinnie Moore - In Control)

Hier noch ein paar Lieder, die ich mit der Band spiele:
Jet - Cold Hard Bitch
Chickenfoot - My Kinda Girl
John Mayer - Route 66 (Cover von Chuckberry)

Wie ihr sehen könnt, sind die Lieder die wir so in der Band spielen für mich technisch gesehen kein Ding und ich fühle mich ziemlich unterlastet. Ich lege viel Wert auf "Fingering", aber merke doch gerade, dass ich in anderen Bereichen ein Manko habe. Ich brauche also nochmal etwas anspruchsvollere Lieder, aber finde nie so richtig was. Am besten wäre es, wenn es ein paar Tabs dazu gebe, damit ich mein leichtes Rythmus-Manko ausbessern kann. Ich beschäftige mich auch viel mit Slapping und etwas Tapping, aber finde hier auch nicht so wirklich was. Dann schaue ich mir Slaplessons an, aber die meisten sind für Anfänger gedacht und bringen mich keinen Deut weiter beim Lernen. Red Hot Chilli Peppers wird man dann immer geraten, aber die Lieder machen mir nicht wirklich viel Freude beim Spielen, da es meinen Geschmack auch gar nicht so trifft. Es reicht mir aber auch nicht, nur einige 1/16-Noten runter zu brettern.

Ich wollte auch schonmal zu einem Basslehrer gehen, um Anregungen zu bekommen. Ich wohne in einem landlichem Gebiet muss man dazu aber sagen. Ich bin allerdings ein Autodidakt und viele von denen ich was lernen könnte in der Gegend:

1) fragen sich sehr viel Geld.
2) haben einen platzenden Terminkalender.

Deshalb ist es für mich gerade keine wahre Alternative. Aber es würden mir ein paar Songs reichen, die höheren Anspruches sind. Sie müssen nicht besonders schnell sein, sollten auch sehr melodisch sein. Viele von den oben genannten Stücken habe ich mit meinem Patenonkel einstudiert, da ich bei den meisten Songs gar nicht das Gehör habe, diese schnellen Noten alle so rauszuhören. Deshalb wären Tabs zu den Stücken auch eine interessante Sache.

Ich hoffe hier nicht überheblich zu wirken. Ich weiß auch, dass Schnelligkeit nicht alles ist. Aber ich mag eben schnellere Stücke. :)

MfG,
sys
 
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Hi! Das "Problem" hatte ich auch mal. Ich habe für mich herausgefunden, dass es weniger ein Problem fehlender Herausforderungen ist, sondern mehr ein Problem dass man seine Prioritäten nicht richtig gesetzt hat.

Ich unterstelle einfach mal dass du entsprechend talentiert bist und dir Songs recht einfach von der Hand gehen. Die gleiche Erfahrung habe ich vor Jahren auch gemacht. Dann haben mich gespräche mit Erfahrenen Bassisten und anderen Musikern auf eine ganz andere Sache aufmerksam gemacht. Es kommt nicht nur darauf an wie gut man spielt, sondern wie gut man grooved! Ein noch so talentierter Bassist ist unbrauchbar wenn er nicht mit dem drummer grooved. Das ist bisweilen recht... sagen wir mal anspruchsoll wenn man sehr laut spielt und alles nur noch Brei im Proberaum ist. Das ist ein ziemlich wichtiger Ansatz punkt den ich selber häufig "vergesse": Die eigenen Ansprüche zurückstellen und für die Band da sein. Bass ist schließlich ein Begleitinstrument.

Ohne dir nahetreten zu wollen kann man festhalten, dass Metal/ Hard (Heavy) Rock geil klingt aber häufig (nicht immer!) am Bass eher simpel gehalten ist (zu recht!). Wenn du was für dein timing tun willst, dann fange mit recording am HeimPC an und der analyse dessen was du gespielt hast. Am besten zu Midi Drums. Das fordert ziemlich, weil man sich da bis auf die hundertstel genau anschauen kann wie sehr man neben die 1 gespielt hat^^. Danach schau mal bei Jethro Tull oder Deep Purple rein, wie ausdauerd der Bassist über bis zu 15 minuten immer und immer wieder das gleiche Riff perfekt auf der 1 zu sitzen hat! Das ist eine Leistung die man von keinem Gitarristen verlangen wird.

Mein Vorschlag wäre noch: beschäftige dich mit anderen Musikstilen, wie Funk, Raggae und Blues/Soul evtl sogar in Bands. Da kommen plötzlich ganz andere Anforderungen an einen Bassisten die meinen eigenen Horizont erweitert haben. Solltest du effektlastig spielen (Kompressoren, harte EQ einstellungen) versuche mal diese Effekte nur durch Technik zu erzeugen. Geht bis zu einem gewissen grad und klingt am Ende sogar besser. Ich habe in den letzten Jahren meine Effekte auch zurückgeschraubt. Teils weil ich jetzt andere Musik mache als Früher, andererseits weil ich puristischer geworden bin.

Viel erfolg

PS.: wie lange spielt du schon?

--
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Spiel doch mal Klassik oder Jazz.

http://www.youtube.com/watch?v=KRxDj-pklqw

Es gibt viele Bachtranskiptionen. Oder erstelle Dir doch mal ein eigenes Transkipt bspw basierend auf Bottesini
http://www.youtube.com/watch?v=JWUvXVH_HJw - Bottesini ist ein Basskomponistengott - ich kenne auf Youtube noch keine E-Bass Versionen. Das ist ne echte "Lücke" :D

Ok wahrscheinlich rollst ein Metaller da mit den Augen aber ich finde man macht immer dann die größten Fortschritte wennn man sich an was komplett neues wagt.

Ansonsten, das was Du schon kannst mal zur Aufnahme deutlich mitspielen und aufnehmen - ich falle dabei regelmäßig aus allen Wolken, wenn ich denke ich kann einen Song.
 
systray
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Hi! Das "Problem" hatte ich auch mal. Ich habe für mich herausgefunden, dass es weniger ein Problem fehlender Herausforderungen ist, sondern mehr ein Problem dass man seine Prioritäten nicht richtig gesetzt hat.
Das mag durchaus sein. Aber ich habe mich eben an das rangewaagt, was in meinen Augen anspruchsvoll war. Das ist es immer noch, aber jetzt will ich eben mehr.
Ich unterstelle einfach mal dass du entsprechend talentiert bist und dir Songs recht einfach von der Hand gehen. Die gleiche Erfahrung habe ich vor Jahren auch gemacht. Dann haben mich gespräche mit Erfahrenen Bassisten und anderen Musikern auf eine ganz andere Sache aufmerksam gemacht. Es kommt nicht nur darauf an wie gut man spielt, sondern wie gut man grooved! Ein noch so talentierter Bassist ist unbrauchbar wenn er nicht mit dem drummer grooved. Das ist bisweilen recht... sagen wir mal anspruchsoll wenn man sehr laut spielt und alles nur noch Brei im Proberaum ist.
Die Sache ist ja, dass die Bandprobe mich auch erfüllt in Sachen "begleiten". Das geht auch gut von der Hand und ich bin auch sehr genau zum Schlagzeuger. Das war eigentlich nie so ganz mein Problem, aber s. weiter unten.
Das ist ein ziemlich wichtiger Ansatz punkt den ich selber häufig "vergesse": Die eigenen Ansprüche zurückstellen und für die Band da sein. Bass ist schließlich ein Begleitinstrument.
Ich bin da, aber stelle meine Ansprüche an mich selbst dafür ja nicht zurück. Es wäre immer mal möglich, dass die Bass sich wie in den oben genannten Liedern etwas mehr in die Songs einbringt, ohne dass es gleich zu Brei wird. Bass ist deshalb in meinen Augen kein Begleitinstrument, sondern eine Ergänzung. Inwiefern man das ausweiten kann ist ja eine Geschmackssache. Da ich relativ fix bin in Sachen "schnelle Lieder nachspielen", reicht es mir eben nicht, weil ich diese Lieder sonst in der Band covern müsste. Ich will diese Fähigkeit eben ausweiten, um zu jedem Lied eine neue, aber auch passende Bassline zu bringen.
Ohne dir nahetreten zu wollen kann man festhalten, dass Metal/ Hard (Heavy) Rock geil klingt aber häufig (nicht immer!) am Bass eher simpel gehalten ist (zu recht!). Wenn du was für dein timing tun willst, dann fange mit recording am HeimPC an und der analyse dessen was du gespielt hast. Am besten zu Midi Drums. Das fordert ziemlich, weil man sich da bis auf die hundertstel genau anschauen kann wie sehr man neben die 1 gespielt hat^^. Danach schau mal bei Jethro Tull oder Deep Purple rein, wie ausdauerd der Bassist über bis zu 15 minuten immer und immer wieder das gleiche Riff perfekt auf der 1 zu sitzen hat! Das ist eine Leistung die man von keinem Gitarristen verlangen wird.
Danke für den Tip! Das könnte mir tatsächlich helfen bei meinem leichten Rythmus-Manko. :)
Kannst du mir ein paar gute Drumcomputer nennen, ohne, dass ich jetzt schwer Geld darin investieren müsste? Bin noch Student.
Mein Vorschlag wäre noch: beschäftige dich mit anderen Musikstilen, wie Funk, Raggae und Blues/Soul evtl sogar in Bands. Da kommen plötzlich ganz andere Anforderungen an einen Bassisten die meinen eigenen Horizont erweitert haben. Solltest du effektlastig spielen (Kompressoren, harte EQ einstellungen) versuche mal diese Effekte nur durch Technik zu erzeugen. Geht bis zu einem gewissen grad und klingt am Ende sogar besser. Ich habe in den letzten Jahren meine Effekte auch zurückgeschraubt. Teils weil ich jetzt andere Musik mache als Früher, andererseits weil ich puristischer geworden bin.
Ich will erstmal ohne Effekte auskommen. Aber die Frage an euch war hier, welche Lieder für verschiedene Stilrichtungen ihr mir vorschlagen könnt. Also für jedes Genre ein gutes Beispiel, was auch einen gewissen Anspruch hat. Muss aber oben genannten Beispielen keineswegs ähneln. Mir wurde zuletzt mal gesagt, ich könnte z.B. in Sachen Blues und Rock'n'Roll etwas zulegen, was das Prinzip von den Noten her ausmacht. Aber ich muss das anhand von Liedern lernen. Ich kenne mich in Sachen Hard Rock ja sehr gut aus, aber ich brauche mal ein paar Lieder (nicht nur Künstlernamen, denn da fallen mir selber welche ein), wovon ich lernen könnte.
PS.: wie lange spielt du schon?
Etwa 4 - 5 Jahre.

Viele Grüße,
sys
 
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Danke für den Tip! Das könnte mir tatsächlich helfen bei meinem leichten Rythmus-Manko. :)
Kannst du mir ein paar gute Drumcomputer nennen, ohne, dass ich jetzt schwer Geld darin investieren müsste? Bin noch Student.
sys

Guitar Pro und Tux Guitar haben Midibänke für Schlagzeug, da kannst du mit etwas Übung selbst etwas schreiben. Da kannst du midi Spuren exportieren und Irgendwo einbringen.

Ansonsten gibt's ne Ganze Menge für Linux. Da gibt's ja Ubuntu Studio, da ist alles drin was man braucht, inkl. Mehrspurrecorder. Ich persönlich würde ja jedem zu einem Mac raten weil da Garage Band drin ist und das ist ein ziemlich gutes Recording tool für Einsteiger

Ich will erstmal ohne Effekte auskommen. Aber die Frage an euch war hier, welche Lieder für verschiedene Stilrichtungen ihr mir vorschlagen könnt. Also für jedes Genre ein gutes Beispiel, was auch einen gewissen Anspruch hat. Muss aber oben genannten Beispielen keineswegs ähneln. Mir wurde zuletzt mal gesagt, ich könnte z.B. in Sachen Blues und Rock'n'Roll etwas zulegen, was das Prinzip von den Noten her ausmacht. Aber ich muss das anhand von Liedern lernen. Ich kenne mich in Sachen Hard Rock ja sehr gut aus, aber ich brauche mal ein paar Lieder (nicht nur Künstlernamen, denn da fallen mir selber welche ein), wovon ich lernen könnte.

Da finde ich schwer zu beantworten. Welche Lieder könnte man dir jetzt nennen. Smoke on the Water vielleicht, da ist der Bass recht nett. Das ist aber ähnlich wie ferndiagnose am PC. Ich Persönlich würde eher mal Schauen ob man bei anderen Bands mitmischen kann, so als Gast bei ner Jam Session. Besonders wenn das ein andere Stil ist, erweitert das häufig den Horizont. cIch habe mal bei ner Blues band ausgeholfen und das war richtig cool, weil man plötzlich mit anderen Leuten zusammen Spielen musste die sich selber schon ewig kennen (und auch alle ziemlich gut waren). Gibts bei Euch so Jazz Clubs mit Jam Sessions?

Aber ich kann dir noch ein Paar Songs nennen die ich gut finde und die schnell sind:

Limp Bizkit - Counterfaith
Foo Fighters - Times like These (7/8 Takt!)
Limp Bizkit - Re Arranged

B52's - Love Shack Simpel aber gute Fingerübung
Roy Head - Treat Her Right http://www.youtube.com/watch?v=noJDCWOvzFQ
Save Ferris - Come on Eileen (Ja! das fetzt, ist ne Ska Version)
? - Watermelon Man

Beim Ska hast du viel Walking Bass und das recht Zügig. Das macht auch Laune und ist super für Technik.

MfG

Der raven
 
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_Cole_
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Es gibt viele Bachtranskiptionen. Oder erstelle Dir doch mal ein eigenes Transkipt bspw basierend auf Bottesini
http://www.youtube.com/watch?v=JWUvXVH_HJw - Bottesini ist ein Basskomponistengott - ich kenne auf Youtube noch keine E-Bass Versionen. Das ist ne echte "Lücke" :D

Kann ich nur empfehlen. Im Moment spiele ich das Präludium Der Cello-Suite No.1 von Bach, bzw ich übe es noch. Auf den ersten Blick wirkt das sehr abschreckend, weil es wirklich als durchgehende 1/16 notiert, zumindest nach der Tabulatur, die ich verwende. Man merkt aber schnell, dass man durch bloßes durchkloppen der Noten nicht weit kommt. Man muss da schon ein wenig gucken wie man sich das Stück zerlegen kann. Das ist nicht immer auf den ersten Blick offensichtlich, aber wenn man das geschafft hat, ist das immer ein Erfolgserlebnis. Außerdem ist das Stück, zumindest meiner Meinung nach, eine gute Fitnessübung für die Greifhand und zum Phrasieren. Ich spiele das Stück auch nicht in einem Tempo komplett durch sondern werde an manchen Stellen auch schonmal ein wenig langsamer, weil es sich für mich besser anfühlt. Man ist da allgemein doch sehr frei was die Interpretation betrifft. Ob das jetzt im Sinne des Komponisten ist, ist eine andere Frage. Hier ein Beispiel: http://www.youtube.com/watch?v=g7uyk9NANmY
Ich persönlich spiele es ein wenig langsamer, so schnell wie der Herr im Video bin ich einfach (noch) nicht. Aber setzte durch kurze Tempowechsel auch andere Akzente.

Also klassische Stücke zu spielen kann ich auch nur empfehlen , da hier häufig auf Grund der Komplexität eine neue herangehensweise gefragt ist: Wie sortiere ich meine Finger, dass die Figur am einfachsten greifbar ist, oder ist der nächste Abschnit durch Tapping besser zu spielen?

Ich bin mit dem Präludium jetzt zu etwa 2/3 durch, wobei das immernoch etwas wackelig ist. Das braucht Zeit, aber lohnt sich meiner Meinung nach auf jedenfall.


Danke übrigens für den Tipp mit Bottesini, wirklich ein Stück, das bei mir Gänsehaut veursacht.

Gruß Cole
 
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? - Watermelon Man

Watermelon Man von Herbie Hancock ist zum Jammen sehr zu empfehlen, im Grunde das gesamte Head Hunters Album.

Wenn ich zuhause mal wieder Lust auf Jammen hab, mach ich mir meistens Herbie Hancocks Head Hunters an.
Das sind vier relativ lange Stücke, die aber immer wiederkehrende Themen haben. Da fällt das Skiffeln leicht :D

Damals im Bassunterricht haben wir Chameleon mit vier verschiedenen Bassstimmen gespielt, das war ein Spaß.

Mal abgesehen davon erweitert diese Art von Musik den Horizont ungemein.
 
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Ich bin kein Bassist ... deswegen sind meine Weisheiten vielleicht mit Vorsicht zu genießen ... :

Aber man ist ja nicht nur Bassist, sondern generell einmal MUSIKER. Du könntest also Deinen allgemein musikalischen Horizont erweitern, und in andere Musikstile hineinschnuppern. Natürlich auch, was das dortige Bass-Spiel betrifft ...

Und Du könntest Dich mal darauf konzentrieren, daß der Bass ein Rhythmusinstrument ist, und kein anderes Instrument mehr in das Grooven einer Band eingreifen kann, als der Bass. Das hat jetzt noch nichts zu tun mit GENAUIGKEIT und PRÄZISION, sondern mit der Art und Weise, wie Du phrasierst. Mit der Art und Weise, wie Bass-Riffs (rhyhmisch gesehen) gebaut werden können/sollen, wie die Abstimmung mit den anderen Instrumenten zu erfolgen hat, etc. ...
Das ist ein weites Feld ... aber D A S ist es, was mMn einen guten Bassisten hauptsächlich ausmacht ... und da kann man lernen bis an sein Lebensende !

LG, Thomas
 
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Für mich war auch immer sehr hilfreich, mich mal richtig mit anderen Musikstilen zu befassen, mit dem Anspruch die Stücke nicht nur nachzuspielen, sondern möglichst auch die jeweilige Spieltechnik dazu zu beherrschen. Als Basser ist man stilistisch ja deutlich freier in aller Regel als andere Musiker.

Reggae / Riddims, mit dem dicken Daumen gespielte, tödlich monotone Bassläufe immer und immer wieder absolut gleich zu spielen. Das ist sehr herausfordernd, und durch die andere Spieltechnik muss man quasi wieder von vorne lernen - aber eben auch mit den motivierenden, schnellen Erfolgen. Der Schlüssel beim Reggae und ähnlichen Stilen finde ich ist wirklich dieses hypnotische, monotone Spiel ohne Improvisation oder Schnörkel. Das will echt gekonnt sein. Man merkt teilweise garnicht, wie dynamisch man doch spielt, auch wenn es eigentlich garnicht in den Song passt. Ich fand die Klassiker perfekt zum üben, man kennt die Teile, erweitert sein Repertoir:

Could you be loved
Buffalo Soldier u.v.m.

Obwohl ich hauptsächlich Fingerstyle spiele, übe ich dennoch die Songs die nach Plek klingen auch mit einem Plektrum. Wieder komplett andere Technik, die ihre eigenen Gesetze hat und ganz andere Läufe nutzt. Hier habe ich den Großteil der Hammer-on / Pull-off Fähigkeiten erlangt. Da auch meine Lieblingsband habe ich mit da viel mit Tool beschäftigt. Gute Übung weil: schräge Rhythmen, Tempowechsel und trotzdem dabei immer volle Kontrolle haben müssen.

Schism/Forty-Six & 2 sind super Hammer-on/Pull-off Übungstracks. Und gute Songs natürlich ;) Leadbass quasi
Disposition/Intension: nicht einfach vom Timing her, wunderschöne Bassmelodie auch solo gespielt und nettes Übungsstück zu Obertönen und Slides
Lateralus: Timing krank, und hier muss man mit dem Plek zwingend von den Downstrokes weg. Hat mir sehr geholfen.

Auch zum Thema Plek, nicht einfach zu spielen:
Disintegration von the Cure (dämpfen/nicht dämpfen fand ich hier echt schwer)
Knights of Cydonia von Muse (1. Teil: Galopp Marathon mit Plek (palm mute und ohne), 2. Teil Tapping, 3. Teil sehr flotte Fingerstyle Nummer)

Disco Bassläufe! Herrlich geil zu spielen, und ohne gute Skills an der Schlaghand auch sehr herausfordernd. Ich weiß, das jetzt viele Songs kommen, die nicht wirklich Disco sind, aber ich fasse das hier einfach mal zusammen...

Jamiroquai! Schau dir Jamiroquai an, es wird dich wegfegen. Die Bassläufe sind zum Teil sehr anspruchsvoll, aber grooven immer wie die Hölle. Bis man da das Abstoppen und die Dead Notes sicher hinbekommt braucht man eine Weile! (Tips: Cosmic Girl, Runaway, When you gonna learn... ach so viele)
Rio von Duran Duran: schlägt in die gleiche Kerbe.
Call me Al von Paul Simon. Geiles Solo auch ;)


In Sachen Hardrock und geile und teilweise schnelle Bassläufe geht nicht viel über Herrn Steve Harris finde ich. Meinen Lieblingssong von denen "Rime of the Ancient Mariner" spiele ich fast täglich zumindest in Passagen.

Ich hoffe wirklich, das du deine Motivation schnell wiederfindest! Im Zweifel einer Band beitreten, die ein komplett anderes Genre spielen wie du bisher gewöhnt bist.
 
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Beim Ska hast du viel Walking Bass und das recht Zügig. Das macht auch Laune und ist super für Technik.

Ich persönlich finde Less Than Jake super. "Does the Lion City Still Roar" und "Nervous In The Alley" hat eine relativ einfache Bassline. "All My Friends Are Metalheads", "History of a boring town" sind da schon etwas schwieriger. Du spielst ja schon 4-5 Jahre, da dürfte dir das wahrscheinlich recht leicht fallen, aber wenn man das mit dem korrekten FIngersatz spielt ist das eine gute Fingerübung. Selber weißt du aber am besten ob das dir das was bringt oder schon zu einfach ist ;)
 

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