XLR Balanced Out von Vorstufe an Endstufe anschließen? - Tone King Imperial Preamp in Stereo an Endstufe/n anschließen.

Verdigris
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Hallo zusammen! :hat:

Ich habe mir für ein neues Band-Projekt einen Tone King Imperial Preamp besorgt. Diesen möchte ich gerne in Stereo mit einigen Effekten betreiben. Bei größeren Auftritten, wo eine ordentliche PA bereitgestellt wird, ist das kein Problem. Dafür hat er zwei XLR Balanced Outputs, die direkt ins Mischpult kommen und fertig. Ein Signal über Klinke geht dann noch an eine Endstufe + Gitarrenbox in mono, was mir als Abhöre auf der Bühne reicht.

Nun aber zu meiner Frage:

Bei kleineren Gigs möchte ich gern das Stereo-Signal über zwei Endstufen jeweils mit Gitarrenbox daran spielen, damit das Stereo-Klangbild auch ohne PA erhalten bleibt. Soweit ich weiß, wird beim Imperial Preamp aber das Stereosignal nur über die beiden Balanced XLR Outs ausgegeben. Das heißt, ich muss wohl von XLR Balanced (Mic-Level?) auf Klinke Unbalanced (Instrument-Level?) kommen und das gleich zweimal.

Nur, was kann ich da am besten nutzen?

Ich brauche ja, laut meiner Recherche, auf jeden Fall einen Transformator, der die Impedanz und das Level bzw. die Spannung
umwandelt und die Kabelverbindung muss von Balanced XLR auf TS wechseln. DI-Boxen bieten dies an sich, jedoch genau anders herum, als ich es benötige, oder?

Bisher habe ich leider weder hier im Forum noch anderswo eine Lösung für genau meinen Anwendungsfall gefunden. Es gibt zwar Beträge über Balanced XLR auf Klinke, jedoch wird nie das passende Gerät/Produkt erwähnt und von Stereo ist sowieso nie die Rede. Am ehesten soll wohl eine Reamping Box funktionieren, von denen es jedoch keine Stereo/zwei Kanal Versionen gibt, wenn ich nicht etwas übersehen habe.

- Kann ich also eine Di-Box nutzen?

- Muss es doch eine Reamping Box sein?

- Komme ich nicht drum herum, zwei Geräte zu benutzen?

- Gibt es irgend eine praktischere Lösung?

- Habe ich etwas am Tone King Imperial Preamp übersehen, was es einfacher machen würde?

- ist das überhaupt so umsetzbar?

Edit: Fast vergessen! Ich hatte ein Gerät gefunden, welches, zumindest laut der Thomann Produktbeschreibung, genau das können soll, was ich benötige (Stereo Di-Box, die auch umgekehrt verwendet werden kann). Jedoch wird in mehreren Bewertungen leider von starken Einflüssen Auf den Klang des Signals berichtet, was das Produkt für meinen Anwendungsbereich quasi unbrauchbar macht.

Vielleicht kennt ja aber jemand eine qualitativ bzw. funktionell bessere Alternative, die das gleiche kann? Habe ich die Funktion überhaupt richtig verstanden? Von folgendem Produkt rede ich:



Vielen Dank schonmal für eure Hilfe!
 
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Nimm 2 XLR-Kabel (female/male) und stecke die eine Seite der Kabel in den Preamp und die andere Seite in zwei FRFR-Boxen oder in einen Stereo-Poweramp und dessen Ausgänge in ein Paar Gitarrenboxen.

Wenn Deine FRFR-Box oder Dein Power-Amp einen Klinkeneingang hat, dann kannst Du auch so einen Adpater XLR-Female auf Mono-Klinke verwenden

the sssnake SMP6BK
 
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Bei kleineren Gigs möchte ich gern das Stereo-Signal über zwei Endstufen jeweils mit Gitarrenbox daran spielen, damit das Stereo-Klangbild auch ohne PA erhalten bleibt.
Grundsätzlich ist das natürlich möglich, dazu müssen die Gitarrenboxen aber auch mit größerem Abstand aufgestellt werden, dass tatsächlich ein Stereo-Klangbild möglich ist. Bei splitbaren Boxen (z. B. 4x12" mit zwei Eingängen für jeweils zwei Speaker) ist der Stereo-Effekt im Abstand von 1 m nicht mehr so wirklich spürbar 😊
- Kann ich also eine Di-Box nutzen?

- Muss es doch eine Reamping Box sein?
Passive DI-Boxen können auch "rückwärts" betrieben werden, also XLR rein und Klinke raus. Eine Standard Stereo-DI-Box (z. B. https://www.thomann.de/de/palmer_pan_04.htm) würde hier also gut passen.
- Habe ich etwas am Tone King Imperial Preamp übersehen, was es einfacher machen würde?
Laut Thomann Produktseite ist der Ausgang To Amp In eine 6,3 mm Stereoklinke. Ich konnte auf die Schnelle nur keine Info finden, ob sich dahinter ein Stereo-Signal oder ein symmetrisches Signal verbirgt. Für den ersten fall wäre es somit möglich, einfach ein Insert-Kabel (TRS-Klinke auf zwei TS-Klinken) zu verwenden. Da bin ich mir aber leider nicht sicher 😉
 
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Da du direkt in die Endstufen der Amps willst und von dort auf die Gitarrencabs brauchst du keine Reamping-Box. Wie @boisdelac geschrieben hat mit XLR auf Klinke in den Return (beim Gitarrenamp) oder Eingang der Endstufe. Manche Endstufen haben auch XLR Eingänge. Dann brauchst du einfach nur ein XLR-Kabel.

Laut Anleitung aber nicht vergessen die IR auszuschalten. Die wird nämlich über die XLR-Ausgänge mit ausgegeben, wenn du zB direkt auf eine PA oder ein FRFR System gehst.

Aber ich vestehe aktuell den Sinn nicht so wirklich. Willst du, dass dein ToneKing Imperial auf beiden Seiten der Bühne zu hören ist oder willst du Stereo-Effekte fahren, zB Ping-Pong Delay oder sowas? In dem Fall musst du doch von deinem Effektgerät stereo raus auf die Endstufen und nicht vom Preamp aus. :gruebel:
 
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Der Tone King hat auch inserts, da würde auch eine 4-Kabel-Methode funktionieren.

Gitarre -> Effekte vor dem Tone-King -> Tone King Eingang -> Toneking Send -> Mono/Stereo-Effekt -> Tone-King Stereo-Return -> ToneKing Stereo-Ausgang -> FOH/AMP
 
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Okay. Soweit hab ich bei einem Preamp-Pedal nicht gedacht. Ich hab zwar gesehen, dass der hinten einen FX Loop hat, aber nicht darauf geachtet, ob der in Stereo ausgeführt ist.
 
Erst einmal vielen Dank für eure schnellen Antworten!


Nimm 2 XLR-Kabel (female/male) und stecke die eine Seite der Kabel in den Preamp und die andere Seite in zwei FRFR-Boxen oder in einen Stereo-Poweramp und dessen Ausgänge in ein Paar Gitarrenboxen.

Eine FRFR-Box habe ich bisher nicht und I h wollte die zusätzlichen Kosten eher niedrig halten, bzw. vor allem nutzen was ich schon habe. Meine Cabs gefallen mir außerdem einfach zu gut. =)

Wenn Deine FRFR-Box oder Dein Power-Amp einen Klinkeneingang hat, dann kannst Du auch so einen Adpater XLR-Female auf Mono-Klinke verwenden ...

Soweit ich gelesen habe, kann man aber leider eben nicht einfach mit einem Adapter-Kabel von dem Balanced XLR Out in einen Mono-Klinke Eingang einer Endstufe, weil das Signal zu schwach ist und auch die Impedanzen nicht hin hauen. Deshalb schrieb ich das mit dem Transformator und den Di-Boxen. Das ist aber wie gesagt nur, was ich gelesen habe.

Grundsätzlich ist das natürlich möglich, dazu müssen die Gitarrenboxen aber auch mit größerem Abstand aufgestellt werden, dass tatsächlich ein Stereo-Klangbild möglich ist ...

Das mit dem Abstand für ein Stereo-Klangbild war mir bereits bewusst. ;D
Dennoch danke für deinen Tipp. Man weiß ja nicht, was an Wissen schon alles vorhanden ist.

Passive DI-Boxen können auch "rückwärts" betrieben werden, also XLR rein und Klinke raus. Eine Standard Stereo-DI-Box (z. B. https://www.thomann.de/de/palmer_pan_04.htm) würde hier also gut passen.

Wenn eine einfache Stereo DI-Box reicht, ist das ja super! Vielen Dank! Das wäre wesentlich weniger kompliziert und teuer, als zwei Reamping Boxen.

Laut Thomann Produktseite ist der Ausgang To Amp In eine 6,3 mm Stereoklinke. Ich konnte auf die Schnelle nur keine Info finden, ob sich dahinter ein Stereo-Signal oder ein symmetrisches Signal verbirgt. ...

Der To Amp In bringt leider nichts, auch wenn er Stereo sein sollte, weil dieser nur das pure Gitarren Signal durchschleift, falls man den Imperial als extra Kanäle für einen anderen Amp benutzen möchte. Der wird also nur aktiv,
wenn man den Imperial im Bypass Modus betreibt, womit er selbst abgesehen von den Effekten inaktiv wird.

... Manche Endstufen haben auch XLR Eingänge. Dann brauchst du einfach nur ein XLR-Kabel.
Laut Anleitung aber nicht vergessen die IR auszuschalten. Die wird nämlich über die XLR-Ausgänge mit ausgegeben, wenn du zB direkt auf eine PA oder ein FRFR System gehst.

Meine Endstufen haben leider keine XLR Eingänge. Die IRs zu deaktivieren, wenn ich über echte Cabs spiele, ist bereits ein mir bekanntes Vorgehen, da ich z.B. bereits ein ToneX Pedal nutze. Die = leider fast außschließlich auf den Betrieb, aber nicht die Spezifikationen eingehende = Anleitung des Tone King Imperial Preamps habe ich auch durchgelesen. Trotzdem danke für die Info. Wie schon gesagt, man weiß ja nie. ;)

Aber ich vestehe aktuell den Sinn nicht so wirklich. Willst du, dass dein ToneKing Imperial auf beiden Seiten der Bühne zu hören ist oder willst du Stereo-Effekte fahren, zB Ping-Pong Delay oder sowas? In dem Fall musst du doch von deinem Effektgerät stereo raus auf die Endstufen und nicht vom Preamp aus. :gruebel:

Genau, ich möchte Stereo Delay von meinem Strymon Volante und eventuell noch anderen Effekten nutzen, sowie auch die internen Stereo Effekte (Reverb+Tremolo) des Imperial. Dafür hat dieser einen Stereo FX-Loop und die Stereo XLR Outs. Diese sind aber eben für den Direktbetrieb am Mischpult oder einem Interface gedacht, nicht an Endstufen.
Daher kam meine Frage auf, wie ich das Stereo Signal sicher auf 2 Endstufen und damit meine Gitarrenboxen statt die PA bekomme.

Der Tone King hat auch inserts, da würde auch eine 4-Kabel-Methode funktionieren.

Gitarre -> Effekte vor dem Tone-King -> Tone King Eingang -> Toneking Send -> Mono/Stereo-Effekt -> Tone-King Stereo-Return -> ToneKing Stereo-Ausgang -> FOH/AMP

So werde ich ihn auch nutzen. Allerdings kann man mit den XLR Outs zwar direkt ins FOH, aber nicht direkt in einen Amp oder eine Endstufe, wegen den unterschiedlichen Impedanzen und dem zu schwachen Mic Level Signal aus den XLR Outs. Zumindest laut meiner Recherche.
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Passive DI-Boxen können auch "rückwärts" betrieben werden, also XLR rein und Klinke raus. Eine Standard Stereo-DI-Box (z. B. https://www.thomann.de/de/palmer_pan_04.htm) würde hier also gut passen.

Ach so, noch eine Frage zu den DI-Boxen.

Wird das Signal denn bei passiven DI-Boxen dann auch verstärkt, statt abgeschwächt, wenn man sie "falsch"herum benutzt? Da wäre ja auf Grund des schwachen Signals von den XLR Outs nötig.

Oder muss es dann doch eine aktive DI-Box bzw. Reamping-Box dafür sein?
 
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Ich verstehe auch nicht, wie du darauf kommst, dass dein Imperial über die beiden XLR Buchsen das Signal auf Mic Level ausgibt?

Wenn über die Ausgänge ein IR-Signal ausgegeben wird, was man auch direkt auf eine FRFR Box geben kann, würde ich davon ausgehen, dass das Signal schon Line-Level haben müsste. Die wenigsten FRFR Boxen verfügen über einen Mic-Preamp.

Edit:
In diesem Review zu dem Pedal schreiben sie, dass die beiden XLR Outputs ein Line-Signal liefern.

 
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*edit*
Dass dem so ist, war eine Annahme geformt aus anderen Diskussionen über ähnliche Anwendungsbereiche, also Preamp/Modeler Balanced XLR Out zu Endstufe. Diese hatten meist Mic Level XLR Ausgänge.

Welches Signal der Imperial letztendlich schickt, weiß ich leider nicht, da es nicht in der Anleitung steht.

Bei sowas gehe ich lieber auf Nummer sicher, vor allem wenn es um unterschiedliche Spannungen und Impedanzen geht. Da kann doch schnell mal etwas kaputt gehen.

Wenn das stimmt was du sagst, ist das doch aber wieder unpraktisch als FOH Ausgang, weil Mischpulte es oft nicht mögen, mit Line-Level direkt über die Kanäle gefüttert zu werden. Mit anderen Worten, man bräuchte auch dort eine DI-Box, um das Signal wieder auf Mic Level zu bringen, bevor es in den Mixer geht.
 
Grund: edit by C_Lenny -> Vollzitat Vorpost
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Also, Audio-Interfaces und vermutlich auch Mischpulte mit XLR-Klinken-Kombibuchsen, können über die Buchsen sowohl Mic- als auch Line-Level ohne Probleme annehmen.

In unserem Proberaum haben wir ein altes Behringer Mischpult und da gibt's für die Kanäle jeweils einen XLR-Eingang für Mikros, als auch einen symmetrischen Klinkeneingang für Line-Level. Ich gehe von meinem IR Loader via XLR -> Stereo-Klinke auf das Pult und mein IR Loader bringt definitiv Line-Level.

Und auch bei Gigs nehme ich gewöhnlich das XLR Kabel, was am Mikro zur Abnahme des Cabs hängt und stecke das in meinen IR Loader. Also ich hole mir nicht das Kabel, sondern es wird mir vom Tontechniker so gegeben. Ich glaube nicht, dass er am Pult dann noch großartig umsteckt, aber das weiß ich jetzt natürlich nicht 100%ig.
 
Was du beschreibst macht Sinn. Allerdings wäre es am einfachsten, wenn man von XLR auf XLR bleibt. Also nicht erst zu TRS am Pult wechseln muss. Ich mag XLR auch generell mehr als Steckverbindung im Vergleich zu TRS.

Daher meinte ich, dass Mic Level, zumindest nach meinem Verständnis, mehr Sinn ergeben würde. Aber ich will nicht behaupten, dass ich mich da super gut auskenne.

Ich werde es jedenfalls erstmal mit einer DI-Box, die ich noch habe, probieren. Wenn das klappen sollte, hole ich mir eine Stereo DI-Box und damit sollte das Thema erledigt sein, hoffentlich.

Es ist auch eher ein Luxusproblem, muss ich zugeben. Aber den Imperial hole ich mir unter anderem auch wegen dem Stereo FX-Loop und dann würde ich den auch gerne in allen Situationen nutzen können.
 
Um welche Endstufe geht es denn konkret? Es ist so viel einfacher und zielführender, anhand von Daten etwas zu bewerten, als auf Basis spekulativen Halbwissens zu mutmaßen
Ich gehe davon aus, dass es mit einem einfachen Adapterkabel getan ist. Impedanzen sind in dem Fall egal, da es weder um hochohmige Quellen, noch um nennenswerten Stromfluss geht. Pegel lassen sich über die zugehörigen Potis anpassen.
 
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Im Moment sind es zwei Harley Benton GPA 100. Später wird es vermutlich eine Seymour Duncan Power Stage Stereo 100.
Technisch sollte das jedoch kaum einen Unterschied machen.

Je nach dem, ob die XLR Ausgänge Mic oder Line Level sind, handelt es sich doch gerade aber um hochohmige Quellen, oder?

Eine DI-Box nimmt, soweit ich gelesen habe, zwischen 68 und über 200 kOhm auf und wandelt diese in ein 600 Ohm Signal um.
Das ist schon ein großer Unterschied in der Impedanz. Die meisten Endstufen haben wiederum eine Eingangsimpedanz von 1 MegOhm. Line Signale haben wiederum zwischen 100 bis zu den von DI-Boxen ausgegeben 600 Ohm.

Ich will es auch nicht komplizierter machen, als nötig. Ich möchte nur ein möglichst störfreies, klanglich unverändertes und außreichend starkes Signal, welches nicht überteuert und sicher übertragen wird.
 
Ich habe mich jetzt international noch einmal mit den Schlagwörtern "Line Signal into Powerramp" informiert. Die Quellen, die ich vorher gefunden hatte, haben mich verwirrt, da sie widersprüchliche oder ungenaue Angaben gemacht haben. Meiner erneuten Recherche
in englischsprachigen Foren und euren Aussagen zufolge, ist es wohl kein Problem, ein Line Signal direkt in den Poweramp zu schicken. Also reichen zwei Adapter-Kabel. Das ist natürlich noch viel einfach und günstiger, als eine Stereo DI Box o.Ä.

Danke nochmal an euch alle!

Ich werde hier noch ein Update posten, sobald ich es ausprobiert habe, damit auch andere, die vielleicht das selbe vor haben, diese Info finden können.
 
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Die Harley Benton GPA-100 ist für ein Stereo Rig ne feine Sache, weil kompakt und preislich einfach unschlagbar.

Laut Anleitung erwartet sie auch für die optimale Leistung ein Line-Signal am Eingang. Hab aber auch schon Distortionpedale mit Instrumentlevel an meiner GPA-100 dran gehabt. Leise(r), aber kein Problem.

Eine Stereo-Endstufe ist für dich letztlich schon praktischer. 👍
 
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Ich schreibe am Wochenende noch ein paar ausführlichere Zeilen zum Thema Impedanzen und Pegel, da ich hier Erklärungsbedarf sehe.
 
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Je nach dem, ob die XLR Ausgänge Mic oder Line Level sind, handelt es sich doch gerade aber um hochohmige Quellen, oder?
Nein. Als hochohmig (> 10 kOhm) sind nur passive Tonabnehmer einzustufen. Sobald irgendeine aktive Elektronik vorhanden ist, kann man davon ausgehen, dass ein niederohmiger Ausgang vorliegt. In Zahlen heißt das deutlich unter 1 kOhm.
Grundsätzlich arbeiten wir immer mit Spannungsanpassung. Das heißt, die Impedanz der Senke sollte mindestens eine Faktor 10 größer sein, als die Impedanz der Quelle. Deswegen haben Eingänge zum Anschluss passiver Tonabnehmer in der Regel eine Impedanz um 1 MOhm oder auch mal bis zu 10 MOhm für passive Piezos.
Wir haben es hier nicht mit Hochfrequenztechnik zu tun, in der man mit Leistungsanpassung arbeitet und der Wellenwiderstand von Leitungen relevant ist. Aus HF-Sicht ist Audio nur nervöser Gleichstrom.
Eine DI-Box nimmt, soweit ich gelesen habe, zwischen 68 und über 200 kOhm auf und wandelt diese in ein 600 Ohm Signal um.
Eine passive DI-Box ist erst einmal nur ein Übertrager mit einem bestimmten Übertragungsverhältnis. Schließt man eine Last an der einen Seite an, wird diese auf die andere Seite transformiert und man kann dort die transformierte Impedanz messen. Das geht in beide Richtungen. Somit hängt die Eingangsimpedanz davon ab, welche Last am Ausgang angeschlossen ist. In einem seriösen Datenblatt ist dieser Wert mit angegeben. Z.B. findet man für die Palmer Wipper 47 kOhm bei 1 kOhm Last. Ebenso stehen dort 33 Ohm Ausgangsimpedanz, gemessen mit einer 600 Ohm Quelle.
Die 600 Ohm stammen wiederum aus längst vergangenen Zeiten der analogen Telefonübertragung und halten sich aus mir nicht ganz ersichtlichen Gründen immer noch in Teilen der Audiotechnik.
Die meisten Endstufen haben wiederum eine Eingangsimpedanz von 1 MegOhm.
Eine solch hohe Eingangsimpedanz ist wie schon gesagt nur sinnvoll, wenn daran passsive Tonabnehmer angeschlossen werden sollen. Bei reinen Endstufen ist so ein Wert unüblich, da diese auf den Betrieb mit einer davorgeschalteten Aktiv-Elektronik ausgelegt sind. Deine GPA100 hat laut Datenblatt eine Eingangsimpedanz von 10 kOhm.
Es wäre aber auch egal. Wichtig ist nur, dass die Eingangsimpedanz mindestens den Faktor 10 über der Quellenimpedanz liegt (Spannungsanpassung). Eine "zu hohe" Impedanz gibt es damit nicht.
Hohe Eingangsimpedanzen werden in der Praxis nur dort realisiert, wo sie auch gebraucht werden, da sich damit das Rauschen eines Geräts verschlechtert. Das ist aber keinesfalls zu verwechseln mit Brummproblemen!
Line Signale haben wiederum zwischen 100 bis zu den von DI-Boxen ausgegeben 600 Ohm.
Ein Audio-Signal hat erst einmal keine Impedanz. Diese Angabe bezieht sich immer auf Ein- und Ausgänge und ist bei Geräten mit Übertragern wie gesagt von der Last bzw. Quelle mit abhängig.

Kommen wir zurück zu deinen Geräten.
Dass im Handbuch des Tone King Imperial Preamps keine Angabe zur maximalen Ausgangsspannung zu finden ist, ist ein Armutszeugnis für den Hersteller.
Ich halte nichts von einer Einstufung in "Mic- oder Line-Pegel". Die maximale Ausgangsspannung von Mikrofonen umfasst ebenso einen weiten Bereich, wie der von Mischpulten oder anderen Quellen, die als "Line" einsortiert werden. Nur absolute Zahlen sind aussagefähig.
Die GPA100 will laut Datenblatt 0.775 V rms (= 0 dBu) am Eingang für die Vollaussteuerung sehen. Das ist eher im unteren Bereich. Die meisten Mischpulte liegen in ihrem maximalen Ausgangspegel 20 dB und mehr darüber.
Somit sehe ich es als sehr wahrscheinlich an, dass du mit dem Tone King Preamp diese Endstufe nicht voll aussteuern kannst, auch wenn wir nicht genau wissen, was aus dem Preamp tatsächlich maximal herauskommt.
Der Preamp hat Potis um die Ausgangsspannung herunterzuregeln, sollte sie zu hoch sein und der Eingang der Endstufe übersteuert werden.

Für die Verkabelung ist ein einfaches Kabel XLR-female auf TS-Klinke ausreichend. Die Belegung entspricht Variante 3B aus dieser Übersicht:
https://www.ranecommercial.com/legacy/note110.html
Man lässt den 2. Signalpin des symmetrischen Ausgangs einfach frei und verwendet den Ausgang damit unsymmetrisch. Das macht dem auch überhaupt nichts aus.
Erst wenn es dann zu einer Brummschleife kommt, kann ein Übertrager eine sinnvolle Option sein.

Die verlinkte Seite ist eine gute Quelle für alle möglichen Verkabelungsoptionen. Ich sehe aber das Problem der Brummschleifen als nicht mehr so gravierend an, wie es dort beschrieben ist. Der Text ist schon 40 Jahre alt, in der Zeit haben sich Dinge verändert. Bei einer sauberen Stromverkabelung brummt es heute meiner Erfahrung nach nur noch selten. Allerdings sind im Bereich der E-Gitarre leider auch noch viele historische Schaltungskonzepte und eher Bastelei anstatt Entwicklung unterwegs, weshalb da alles möglich ist.

Ich bin gespannt auf deine Rückmeldung nach dem Test mit den Adapterkabeln.
 
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Wow, vielen Dank für diese ausführliche und spannende Erläuterung zu dem Thema!

Meine Informationen habe ich mir zum großen Teil nur online zusammengesucht und sie sind demnach, wie du offensichtlich gezeigt hast, voller Lücken und Fehlern. Um so besser, wenn jemand mit tatsächlicher Ahnung etwas dazu beiträgt und meine laienhaften Annahmen korrigieren kann. Mehr hätte ich mir gar nicht wünschen können!

Bis Montag sollte ich alles an benötigtem Equipment zusammen haben, um das Stereo-Setup aufbauen zu können. Also werden wir Anfang nächster Woche die praktische Antwort darauf erhalten, ob das alles einfach mit Adaptern funktioniert. Nach deinen fachkundig fundierten Ausführungen rechne ich aber nicht wirklich mit irgendwelchen Überraschungen. ;)
 
Sooo, ich bin heute dazu gekommen das Setup aus Tone King Imperial Preamp, Effekten, zwei Endstufen und zwei Gitarrenboxen aufzubauen und zu testen.

Was soll ich sagen, die Adapter funktionieren und es klingt wahnsinnig gut! :juhuu:
Bisher habe ich nur auf Wohngegend-verträglicher Lautstärke gespielt ( na gut, auch etwas lauter :D),
deshalb weiß ich noch nicht, wie es dann auf der Bühne unter schwierigen und wirklich lauten Bedingungen ausschaut.
Allerdings bin ich guter Dinge und würde es so handhaben, dass wenn ich hier nicht noch einmal etwas dazu schreibe,
auch live alles gut gegangen ist.

Erneut danke an euch alle, denn durch euch habe ich die einfachste Lösung gefunden, mit der ich diesen fantastischen Klang in vollen Zügen genießen und teilen kann!
Eine frohe Weihnachtszeit wünsche ich allen miteinander! :hat:🎅
 
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Jetzt kann das gesparte Geld für eine unnötige StereoDI in eine festlich klingende Seymour Duncan Stereo Endstufe investiert werden.

Süßer die Glocken nie klingen.

Frohes Fest!
 
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