XVive U4 In-Ear-Monitoring - Wie Dropouts live verhindern?

Danke für die Worte. :)

Noch eine Nachfrage: Was mir noch einfiel ist, dass unser Keyboarder ab und zu mit Keytar spielt. Alesis Vortex Wireless 2. Über Bluetooth mit dem Keyboard verbunden.

Soweit ich weiß sendet Bluetooth auch zwischen zwischen 2,402 und 2,48 GHz, oder? Und damit haben wir noch mehr Probleme, wenn ich das richtig sehe? Bzw. weitere Gründe, vom 2,4 Ghz Band wegzukommen?
 
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Ich kann mir schon vorstellen, warum manchmal ein etwas genervter Tonfall aufkommt.
Es gibt unzählige Threads, bei denen auf die unerwünschten Nebenwirkungen bei Funkprodukten hingewiesen wird. (Ich weiß nicht wieviele Fragen inzwischen über Bluetooth als IEM Ersatz ... und alle müssen immer wieder auf die Schnauze fallen)

1. ist die Frage: muss es UNBEDINGT drahtlos sein?
2. wenn ja, welche Frequenzbereiche / Kombinationen verursachen wenig Stress?

Ich selber setze keine Funkstrecke auf der Bühne ein, nur das Tablet für den Soundcheck ist mit WLAN unterwegs.
Es gibt bei mir immer eine drahtgebundene Fallback Lösung, z.B. FOH Laptop per Kabel am LAN.

Die WLAN / Bluetooth Bänder 2.4 GHz und 5 GHz sind für mich wirklich nur genau dafür genutzt.

Für Mikrofone, Gitarrenfunk, InEar würde ich die Bänder meiden (Selbst Wireless DMX bei 2.4 GHz würde ich vermeiden).
Es kann sein, dass alles problemlos funtioniert, aber immer wieder gibt es Berichte über abgestürztes WLAN beim Pult oder gestörter 2.4 GHz Funkstrecke.
(Z.B.: beim Soundcheck alles ok, aber beim Auftritt hatte der Gitarrist plötzlich seine billige 2.4 GHz Funke dabei, was zu Verbindungsabbrüchen beim Tablet Mischer führt - danke auch dafür)
Abgesehen davon sind alle Smartphones der Konzertbesucher auch Störquellen in dem Frequenzbereich.

Wenn man sich unabhängig von anderen Equipment kauft, sollte man versuchen, bei den Frequenzbändern "gute" Frequenzen zu erwischen.
Sollte ich mir ein Funkmikro zulegen, dann wäre es mit hoher Wahrscheinlichkeit eines im 1.8 GHz Band, weil das eher seltener belegt wird und die IEMs meist dort nicht funken (mir ist bisher keines bekannt, will aber nichts heißen). Wenn die dann im UHF Bereich unter 865 MHz funken, sind die so weit weg, dass die nicht stören.

Alle Geräte im 2.4 GHz Band wäre für mich die absolut ungünstigste Kombination, die ich um jeden Preis vermeiden würde. Kann eventuell trotzdem funktionieren. Die Wahrscheinlichkeit ist aber sehr hoch, dass sich da was ins Gehege kommt.

das "Tolle" am 2.4 GHz Band ist, dass es so herrlich unreguliert ist und es billige Sende-Empfangseinheiten gibt. Am besten noch direkter Import vom Chinesen, der einfach alles billig verramscht. Die Versuchung ist groß, da billig seine Funkstrecken zu bekommen, aber die Nebenwirkungen muss man beachten.
Viele dieser Sende-Empfangseinheiten (eigentlich die meisten) suchen sich automatisch einen freien Kanal. Wenn das mehrere tun, gibt es ein lustiges hin-und hergehoppel, das nicht vorhersagbar ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
1. ist die Frage: muss es UNBEDINGT drahtlos sein?
Leider ja. :D Unser Sänger beispielsweise geht gern von der Bühne und singt im Moshpit. Er ist eine Rampensau und schafft es allein durch die direkte Interaktion mit unseren Fans, alle in den Bann zu ziehen. Ersetze die Funke durch Kabel und uns geht sehr viel verloren.

Auch Gitarristen/Bassist/Keyboarder (wenn er Keytar trägt) laufen fröhlich über die Bühne. Ich geh als Gitarrist auch gern von der Bühne runter und spiele vor der Wall of Death gern zwischen den Reihen, um die Leute aufzuheizen. Erst im letzten Moment spring ich dann vorm Breakdown aus dem Empty Space der Wall of Death raus und begebe mich wieder auf die Bühne. Solche Spielchen liebe ich, und das geht leider nur mit Funke.

Aber danke auch für deine Antwort, auch sehr informative Erfahrungen.
 
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... Alesis Vortex Wireless 2. Über Bluetooth mit dem Keyboard verbunden...

An BlueTooth habe ich mir in den letzten zwei Jahren mehrfach die Finger verbrannt, bevor es besser wurde. Unterwegs habe ich folgendes gelernt:

(1.) BlueTooth hat eine recht hohe Latenz, also Verzögerung - etwa 40 bis 50 ms. Das müsste der Keyboarder eigentlich bemerken, aber wenn er sich dran gewöhnt hat, kann er es evtl. durch "Vorziehen" beim Spielen ausgleichen. Aber das nur am Rande.
(2.) Es gibt verschiedene Versionen von BT, heute relevant sind 4.x und 5.x - und 4.x hat geringere Reichweite und höhere Störanfälligkeit. Daran könnte es liegen. Als ich noch auf BT 4.x unterwegs war, durften es nicht mehr als 5m Abstand zwischen Sender und Empfänger sein, und (ganz wichtig) es durfte niemand zwischen Sender und Empfänger stehen, sonst gab es Dropouts. Mit BT 5.x ist das wesentlich besser.
(3.) Ein BT-Empfänger in der Nähe eines Wireless-Mikros (also Sender) kann den Funk stören, unabhängig von Funkfrequenz und BT-Version. Ich musste den BT-Empfänger ca. 3m entfernt aufstellen von allem Funk, dann war es gut.
 
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@mix4munich Bluetooth-Midi könnte von der Latenz her allerdings deutlich problemloser sein als Bluetooth-Audio. Schließlich sind keine psychoakustischen Codecs im Spiel und höchstens 32kbps in seriellen Daten, wenn man sich an die MIDI-Geschwindigkeit hält. Wenn ich es richtig verstehe, ist das Alesis Vortex ein Masterkeyboard in Keytar-Form.
 
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@mix4munich Bluetooth-Midi könnte von der Latenz her allerdings deutlich problemloser sein als Bluetooth-Audio. Schließlich sind keine psychoakustischen Codecs im Spiel und höchstens 32kbps in seriellen Daten, wenn man sich an die MIDI-Geschwindigkeit hält. Wenn ich es richtig verstehe, ist das Alesis Vortex ein Masterkeyboard in Keytar-Form.
This. Es ist ein Masterkeyboard, Latenz spürt er dort nicht. Wir hatten übrigens noch keine Dropouts bisher in Verbindung mit dem Keyboard, auch nicht der Gitarren und Bässe. Nur mein In-Ear-Monitoring kam bisher nur einmal zum Einsatz (das ist das einzige, was ich frisch gekauft hab, und da nicht aufgepasst hab), und da gings größtenteils recht gut. Da kam die Keytar aber auch nicht zum Einsatz. Ist nur eine Frage, die ich mir jetzt im Anschluss gestellt habe, welche Auswirkungen die noch haben wird.
 

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