Yamaha AW-1600/AW-2400

von Martin Hofmann, 31.12.05.

?

Wie würdest Du am liebsten Deine Musik aufnehmen?

  1. Computer/Software und Soundkarte (DAW)

    107 Stimme(n)
    45,9%
  2. Stand-Alone-Recording-Workstation

    109 Stimme(n)
    46,8%
  3. ich lasse lieber aufnehmen

    8 Stimme(n)
    3,4%
  4. meine Musik will ja doch keiner hören

    9 Stimme(n)
    3,9%
  1. Martin Hofmann

    Martin Hofmann HCA Bass & Band HCA

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    Erstellt: 31.12.05   #1
    ich wollte Euch einfach mal auf diese neuen Stand-Alone-Recording-Workstations aufmerksam machen, denn ich habe den Eindruck, dass diese wirklich wunderbar zu bedienenden Geräte vom Markt gar nicht richtig bemerkt werden, denn jeder "weiß", dass Stand-Alone-Recording-Workstations im Vergleich zu Computer-Recording "verlieren".

    Ich habe 2 Wörter in Anführungszeichen gesetzt weil ich eigenlich anderer Meinung bin. Mich persönlich hat vor Jahren die Arbeit mit einem Computer so genervt, dass ich fortan lieber meine Zeit mit Live-Musik verbracht habe. Ich kenne inzwischen eine Menge Leute, die keinen Bock haben sich ständig mit Updates etc. auf dem laufenden zu halten, bzw. die einfach NICHT mit einem Rechner aufnehmen wollen!

    Auf beiden Produktinfos haben wir sehr gute Videos installiert in denen Arthur Koll für Yamaha die Arbeit mit AW-2400 und AW-1600 erklärt.

    In diesem Zusammenhang möchte ich Euch auch fragen: würdet Ihr lieber mit einer Stand-Alone-Recording-Workstation oder mit einem Notebook/Software-Recording-System arbeiten und diesbezüglich eine hoffentlich lebhafte Diskussion anzetteln
     
  2. Anthrax

    Anthrax Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.12.05   #2
    Ich würde eine Laptop interface kombi bevorzugen, weil ich als schüler so wenig geld hab das wenn ich mal 2000€ ausgeb mit einem Laptop auch noch massenhaft andere sachen machen kann.

    Da is man halt einfach mit nem standalone recorder eingeschränkter.
    Und wenn im Haushalt schon ein guter Pc oder Laptop vorhanden ist, was ja wohl in fast jedem der fall ist, muss nur noch ein interface und software angeschafft werden, was wohl immer noch deutlich billiger ist.


    Da ich mich eh haupsächlich für elektronische Musik interresiere fallen diese geräte sowieso alle weg, weil ich eh nicht um den Laptop herum komme.


    edit: lad grad an dem Video, aber könntet ihr das auch in nem nicht .Wmv format anbieten? da doch gerade Musiker häufig macs verwenden, und ich da probleme hab das abzuspielen.

    Edit2: Ok nachdem das video ersma aufm laptop nich ging, scheint ja wirklich nur mitm modernsten Mplayer abspielbar zu sein :( :( :( , hab ichs dann aber aufm Pc gegugt. mh.. die Usb controler function hat mich schon beieindruckt. Wenn man das ganze jetzt wenigstens noch als normales interface nutzen könnte wärs schon interresant. vorallem die tatsache das es ein master storage device is, rechne ich als großen pluspkt. an. :)

    Hat das große auch nen Sampler eingebaut?
     
  3. TheBum

    TheBum Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.01.06   #3
    Hallo,

    ich arbeite (hobbymäßig) häufiger mit einem AW 4416, und bin begeistert. Die EQs klingen gut, die Dynamics sind sehr flexibel, die Bedienung ist kinderleicht. Außerdem funzt einfach mal alles, ohne irgendwelche nervigen Installationen etc. Plug & Play trifft es hier mal richtig.
    Die Nachteile sind begrenzte 48V (nämlich nur bei 1+2), nur 1-8 haben einen Gain Regler, Songs sind auf 6,4GB begrenzt. Die Auflösung des Displays ist lächerlich, macht es allerdings übersichtlicher, in den Menüs zu arbeiten.

    Ich habe schon öfter das Gerät mitgenommen, um Aufnahmen zu machen: hinstellen, Mikros rein und Rock'nRoll. Und es können halt 16 Spuren parallel aufgenommen werden, das geht ja bei den günstigen PC-Interfaces nicht so.

    Der Preis schockt natürlich erstmal, man bekommt aber dermaßen viel geboten, dass er absolut okay geht. Zumal es schwer sein dürfte, ein 4416 überhaupt noch zu bekommen.

    Außerdem super ist das Teil als Live Mischpult. Ein Livepult mit vollparametrischen EQs und Kompressor in jedem (!) Kanal. Diese Peripherie muss man mal auftürmen. Und man kann das Konzert gleich auf getrennten Spuren mitzeichnen... Schon klasse.

    Gegen Laptop spricht auch schon mal der Preis, denn wer seriös und ehrlich Musikproduktion betreibt ist locker viel mehr Geld los...


    Grüße
     
  4. topo

    topo HCA Recording Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 19.01.06   #4
    Wenn man den OASYS als "Stand-Alone-Recording-Workstation" bezeichnet, würde ich gegen DAW stimmen..........;)


    Topo :cool:
     
  5. Lightning Poker

    Lightning Poker Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.01.06   #5
    Hallo,
    als ich benutze das "virtuelle Tonstudio" Roland VS 1880 und bin damit äusserst zufrieden! Mit meinem zusätzlichen Drumcomputer BOSS DR 770 habe ich alles in kompakter Form um wirklich gute Aufnahmen zu realisieren. Über den Input Mixer die Effect- Sektion, den Aufnahme Mixer auf die Festplatte und dann mit Master Effekts versehen ab zum Brenner. Was will man mehr. Dieser ganze PC Update und Erweiterungs Horror schreckt MICH nur ab!!
    Ich möchte ein Gerät das NUR zum Aufnehmen gedacht ist und nicht zum Internet surfen und Video spielen oder Briefe schreiben.
    Man kann echt gute Demo CDs herstellen (vorausgesetzt man hat die richtigen Einstellungen vorgenommen in allen Teilbereichen, da die Variationsmöglichkeiten alleine bei den Effekten hier schon riesig sind) und man kann sich bequem daran machen seine eigenen Ideen zu ENTWICKELN und nach Monaten wieder alte Sachen aufgreifen und daran weiterarbeiten!
    O.K das kann man am PC auch aber ich mag die Dinger halt nicht, Punkt.
    Mein erstes Aufnahmegerät war ein 4-Spur Bandrekorder (TASCAM PORTA ONE)

    Einen Rhythmus eingespielt, zurückgespult, ein unschönes Solo drüber, zweiter Versuch, nochmal zurückgespult, und da ging die Soundqualität schon deutlich in die Knie:( !!

    Also so ein digtales Mehrspurstudio ist (für mich) eine wirklich sehr feine Sache:great: !!!
    rola.jpg
    Gruß,

    Poker
     
  6. ibox

    ibox Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.01.06   #6
    Hallo zusammen.

    Ich tendiere eindeutig zu den stand-alone-geräten.

    Ich begann vor etlichen Jahren damit meine Musik festzuhalten. Nach den ersten Vewrsuchen mit dem Kasettenrecorder legte ich mir kurz nach Erscheinen den Boss BR-8 zu. Von dem war ich wirklich begeistert, nicht umsonst ist er schon inzwischen legendär. Da mir aber dann das Speichern auf den zip Disketten zu dumm wurde legte ich mir dann im Laufe der Zeit die verschiedensten Festplattenrecorder zu (ebay machte es möglich - Verkauf und Kauf).

    Zwischenzeitlich versuchte ich mich auch am PC. Die Arbeit am PC war mir zu umständlich. Ich war an einen fixen Ort gebunden und deshalb nicht flexibel.

    Nach dem BR-8 hatte ich ein Tascam 788, ein Yamaha AW16G und derzeit ein Korg D1200MKII. Aber keines der Geräte stellte mich wirklich zufrieden.
    Beim BR-8 konnte man ohne tageweise Handbücher zu studieren auf Anhieb intuitiv gute Demos erstellen. Bei den Nachfolgegräten war das für mich nicht mehr so. Die zahlreichen Funktionen und Routingmöglichkeiten stellten und stellen für mich wieder eine große Hürde dar. So einfach Gerät an und los ist da nicht mehr.

    Meiner Ansicht nach hinken die stand-alone Geräte den technischen Möglickeiten immer gewaltig nach! Seht euch mal das auf der Namm neu vorgestellte BR600 von Boss an:
    Speicher auf CF-Card - der billigste MP3-Player hat schon 1GB Festspeicher
    das Display sieht aus wie vor 20 Jahren!!! - vergleicht mal dazu die Handydisplays oder den Gameboy DS (mit touchscreen).
    Da muss sich die nächste Zeit wohl einige tun in diesem Segment
     
  7. Dorgul

    Dorgul Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.01.06   #7
    Hi Martin und auch alle anderen hier!

    Bin relativ neu hier, bzw. hab mir bisher nicht die Zeit genommen ausführlich zu antworten, aber bei dem Thema jucken mir doch die Finger :rolleyes:

    Habe, obwohl ich aus dem Münsterland komme, vor ein paar Jahren bei Euch in Aschaffenburg das AW4416 gekauft, weil Ihr nicht so unverschämt wart, wie einer Eurer Marktbegleiter aus dem Raum Ibbenbüren :great:.
    Bin mit dem Teil sehr zufrieden und habe sogar das Glück gehabt eine von den Waves y56K-Karten bei Euch zum B-Ware-Preis zu bekommen...

    Das Teil ist mit seinen Möglichkeiten schon sehr ausgereift und in der Bedienungsergonimie doch viel weiter als so manche Software. Ich hatte es satt, jedes Mal wenn der PC mal gerade nicht will, oder das Interface bockt mit der Maus irgendwo rumklicken oder gar mit der Maus mischen zu müssen (ich hab sonst nix gegen Computer!) , aber bei sowas geht der Spaß doch verloren.
    Mit nem kleinen Adat-Wandler von Fostex kann ich jetzt locker 16 Spuren aufnehmen, und mit der zweiten Platte auch mal live was mitschneiden.
    Das einzige was nicht soo schön ist, sind die Preamp, die leicht mal anfangen zu Rauschen, wenn das Nutzsignal nicht so stark ist... Dafür helfe ich mir mit einem alten Yamaha Pult aus das quasi gar nicht rauscht :D

    Finde in Sachen Kreativität ist eine dirkete Arbeitsweise besser, wo ich die Fader und Potis anfassen kann, also quasi analog arbeiten mit digitalen Möglichkeiten... zumindest viel besser als ein einfacher PC der mit Interface für 16 Kanäle simultan ja auch schon n bischen was kostet.
    Klar nen PC hab ich auch, aber den brauch ich nur für die Programmierung vom Drumcomputer :)

    Pluspunkte:
    + Kleines Display für Spurenaussteurungen
    + eingebaute Dynamics
    + eingebaute Effekte (schöner Yamaha-Reverb - besser als mancher Lexicon oder TC, aber Geschmackssache)
    + Übersichtlichkeit durch Display, okay fürs Schneiden von Einzelspuren vielleicht, aber das geht so eh genauer, aber cooler Aussehen würds natürlich :) )
    + Effekte der Waves Karte (holla nix mehr ohne Mastering-Prozi!)
    + flexibles Routing
    + stabiler Betrieb
    + eingebaute Masteringspur und CD-BRenner
    + Hi-Z Eingang für Bass super
    + 4BandEQ in allen Kanälen, vollparametrisch ist soo praktisch
    + Motor-Fader (ja die lieb ich)

    Minuspunkte:
    - Verwendete Preamps könnten besser sein (für line-pegel gehts okay)
    - maximale Projektgröße 6,4GB (für live nicht sooo doll, geht aber)

    Wünschenswert:
    USB-Import/Export - aber das gibts ja jetzt bei den neuen AWs
    19" Fähig, wärs praktisch für live

    Grüße
    Dorgul
     
  8. hatti123

    hatti123 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.02.06   #8
    Guten Morgen allerseits!

    Da ich nun allerlei an Erfahrung mit dem AW-1600 gesammelt habe, möchte ich auch mal ein paar Takte dazu loswerden.

    Vorweg: Mit dem Thema Homerecording beschäftige ich mich mittlerweile seit ca. 10 Jahren. Angefangen hat alles mit einem analogen Tascam 4-Spur Recorder. Später bin ich dann nach und nach auf PC-basierende Systeme umgestiegen. Seit nun ca. 1 Monat bin ich im Besitz des AW-1600.

    Ich stecke zur Zeit mit meiner Band mitten in Aufnahmen zu nem Demo, wobei ich den 1. Track fertig habe. Wir sind ne Coverband im Bereich Hard-, Punkrock.

    Nun zum Thema:

    Der AW-1600 hat prinziepiell alles an Board, was man benötigt um von der Aufnahme bis hin zum fertig gemasterten Song zu kommen. Er bietet im 24-Bit Modus max 8 synchrone Aufnahme- und 8 Playbackspuren. Bei 16-Bit, 8 Record und gar 16 Playbacks, was in der Regel im Amateurbereich ausreichend ist. Die ersten 8 Spuren sind komplett eigenständig, die Spuren 9-10, 11-12, 13-14 u. 15-16 sind jeweils "verheiratet", d.H. sämtliche klangmanipulierenden Aktionen ändern das Spurenpaar. Es besteht die Möglichkeit jeden einzelnen Input bereits während der Aufnahme mit nem parametrischen 4-Band EQ, Kompressor/Gate/Limiter/...., Amp u. Speaker Sim., diverse Hall/Chorus/... -FX destruktiv zu bearbeiten.
    Die 8 Eingänge sind kombiniert als XLR/Klinke vorhanden. Jedem Input steht Phantomspeisung zur Verfügung, welche sich mit Hilfe von 2 Schaltern von Kanal 1-4 u. 5-8 schalten lässt. Die Qualität der Preamps hat sich für mich als wirklich gut herausgestellt. Minimales Rauschen kommt eigentlich erst dann auf, wenn der Gain sehr weit aufgedreht werden muss. Das sollte aber mit vernünftigen Mics nicht von Nöten sein, bei ordentlichen Line-Signalen gibts gar keine Probleme. Wer seine passive Gitarre/Bass dirkekt aufnehmen möchte, dem steht ein Hi-Z Eingang zur Verfügung, welcher den Einsatz einer DI-Box überflüssig macht.

    Sind die einzelnen Spuren aufgenommen hat man umfangreiche Bearbeitungsmöglichkeiten. Die Dynamik und EQ Abteilung liefert dabei sehr gute Ergebnisse.
    Etwas Nachteilig gegenüber ner PC-Lösung ist, dass man eine aufgenommene Spur nicht destruktiv bearbeiten kann. Möchte man z.B. die Snare mit nem Gate und Kompressor bearbeiten, muß man erst das Gate setzen, das Ganze dann auf eine freie Spur bouncen. Nun kann man erst den Kompressor verwenden. Das erhöht natürlich den Zeitaufwand. Ist aber in der Praxis unproblematisch, da man zum "zwischenlagern" einfach eine virtuelle Spur einsetzen Kann. Von diesen stehen pro Spur jeweils 8 stück zur Verfügung!
    Im AW-1600 befinden sich zwei Multi-FX Engines, welche vollständig getrennt oder auch kombinierbar eingesetzt werden können. Diese kann man entweder als Insert, oder seriell betreiben. Die Quali der verschiedenen Hall-Algorithmen ist IMO gut. Für alle Effekte gibt es Werkspresets, welche mit leichten Korrekturen für die jeweilige Situaton gute Ergebnisse liefern. Desweiteren hat man umfangreiche Edit-Möglichkeiten. Es gibt Erase, Delete, Move, Copie, Pitch, Timechange Funktionen, welche wiederum destruktiv einetzbar sind. Sehr gut gelungen ist auch die Automation des AW-1600. Man kann sämtliche Parameter als Szene abspeichrn. Die einzelnen Szenen können dann in die "Song-Ablaufliste" gesetzt werden. Dies ist sehr wichtig um Pan, Volume, Komp., EQ, usw... -Parameter der einzelnen Spur automatisch beim Abspielen ändern zu lassen.
    Sind alle Spuren bearbeitet, kann man den Mix auf eine seperate Stereo-Spur bouncen. Hierbei stehen diverse Mastering-Presets zur Verfügung. Ist auch dies vollbracht kann man sein Werk mittels int. CD-Brenners auf eine Silberscheibe bannen.

    Alle wichtigen Informationen kann man in dem übersichtlichen, beleuchteten Display ablesen. Hier wird bei Bedarf auch die Waveform einer einzelnen Spur grafisch dargestellt, um bestimmte Punkte besser und genauer zu finden. Als Erinnerung kann man bis zu 99 Marker setzen, um per Knopfdruck wieder an exakt diese Stelle zu springen!

    Für Ein-Mann-Kapellen, oder Freunde der elektronischen Musik bietet das Gerät sogar einen 4-Kanaligen Quick-Loop-Sampler, welcher sich mit Stereo-Waveforms füttern lässt. Diese kann man wiederum über 4 Pads ansteuern. Im Lieferumfang sind bereits jede Menge solcher Drum/Rythm- und FX-Samples enthalten, welche qualitativ eine gute Figur abgeben. Auch hier hat man sehr viele Editiermöglichkeiten um sich diese nach eigenen Bedürfnissen anzupassen.

    Das Gerät wartet mit einer sogenannten Soundclip-Funktion auf, welche eine Art "Ideen-Notitzettel" darstellt. Hier kann man mit einem Knopfdruck "kurze" Phrasen (max 180 sec.!) aufnehmen, ohne eine Spur zu "verblasen".

    Als wirkliche Stärke des AW-1600 hat sich für mich die USB-Anbindung an den PC herauskristallisiert. Hier kann man direkt auf die interne 40 GB Platte des Yamaha zugreifen. So kann man eben mal die Daten einer Spur, welche intern im Wave-Format vorliegen, direkt im Rechner bearbeiten und wieder im AW ablegen.

    Ich arbeite bei der Produktion des Demos kombiniert mit dem AW-1600 und meinem PC mit Samplitude 7. Die Gitarren/Bass Abteilung spiele ich über den Line6 Toneport UX2 in den Digitaleingang des AW. Drums und Vocals direkt in den AW. Einfache Bearbeitungen erledige ich im AW, komplexe Sachen im Rechner. Gemastert wird auch mit Samplitude, da einfach wesentlich mehr Möglichkeiten!

    Mittlerweile befinden sich einige GB an Daten in meinem AW, was sich aber kaum auf die Zugriffszeit der Festplatte auswirkt.

    Fazit:
    Der AW-1600 ist ein wirklich gelungenes Gerät, welches alle Aufgaben gut bis sehr gut erfüllt. Die Soundqualität hat sich für mich als sehr gut erwiesen. Den Ladenpreis von knapp 1300,- Eur. empfinde ich als absolut gerechtfertigt. Das Gerät hat keine unnötigen Spielereien, alle wichtigen Funktionen und Möglichkeiten sind an Board. Mit den umfangreichen Monitorfunktionen ist man in allen Situationen enorm flexibel. Gerade in Kombination mit einem PC kann man wirklich semiprofessionelle Songs abliefern, aber auch als Standalone macht der AW eine gute Figur. Von der flexiblen Mobilität die einem dieses Gerät bietet ganz zu schweigen! Ich möchte nicht mehr auf dieses tolle Gerät verzichten, aber einige Dinge gehen am Rechner halt doch ein Stück schneller und einfacher von der Hand. :great:
     
  9. jukexyz

    jukexyz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.02.06   #9
    Also ich habe bei diesen Workstations halt irgendwie Angst (vielleicht auch unbegründet), dass man da halt nicht so viel nachbearbeiten kann usw...
    Aber vom Preislichen jetzt: So ein Boss Teil mit 20GB HD und Brenner, 10 Spuren usw usf. geht bei Ebay für so 700€ weg, also wirklich verhältnissmässig sehr billig!

    Ausserdem gibt es so geile Lösungen für den PC - damit meine ich so komplettpakete wie zum Beispiel das Toneport - die Qualität wird warscheinlich nicht an so einen HD-Recorder herankommen, aber kostet recht viel weniger.

    MfG Jukexyz

    btw: das Video beim AW-2400 geht (bei mir zumindest) nicht. Steht "Die Seite wurde nicht gefunden".
    Aber das beim 1600 geht :)

    Edit: Hab das Video mal angeschaut. Echt professionell die Teile! aber, wenn man z.B. ein Solo verstückelt aufnimmt (aus 8 Teilen z.B.) dann wird es dort aber bissl komplizierter als am Computer habe ich das Gefühl.

    Jetzt fehlt nur noch das Geld :D Gut ist, das man ja keine Software mehr braucht bei den Workstations - ist ja alles dabei, auch Effekte...
     
  10. buck

    buck Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.02.06   #10
    Hallo.
    Ich plädiere eindeutig für die Stand alone Lösung. Keine Treiberprobleme, keine Updates für meistens viel Geld, keine "nicht miteinander funktionieren wollende Komponenten jeweder Art", einfach zu bedienen und ganz wichtig "plug and play". Benutze selber eine AW 16G und bin absolut zufrieden. Das Teil hat alles um eine vernünftige "Heimproduktion"
    auf die Beine zu stellen. Die Jagd nach dem letzten Bit und Byte, den max kHz habe ich aufgegeben, weil es sind zuviele Faktoren zu berücksichtigen. Wer hört was, womit, an welchem Ort und mit welchem Equipment denn eigentlich ab? Und manchmal kann man den Eindruck bekommen, nicht das Ziel, die eigene Produktion ist wichtig, sondern eher der Weg dorthin. Nun ja, shoppen hat was für sich aber ist better, bigger much and more immer richtig? Seis drum. Geht mir zuviel ins philosophische, jeder was er meint zu brauchen, wenn denn schön macht.
     
  11. Chigolo

    Chigolo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.02.06   #11
    Für mich ist die beste Lösung ein Mix aus Digital und Analog. Sequencer am PC, mit virt. Synthys zum Bsp. Reason der VSTs in Cubase, das ganze aber dennoch mit analogen outboard Equiment verbunden, also Preamp, Compressoren, Limiter usw. PC wiederum mit Powercore, UAD-1 usw. und natülich software controller, also auf diese Weise kann ich am besten arbeiten. PC als Grundworkstations plus diverse analoge Geräte dazu.
     
  12. Kfir

    Kfir HCA Recording Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 22.02.06   #12
    Also ich finde die Frage ist so nicht ganz sinnig, weil beide Systeme ihre Stärken und Schwächen haben und sich imho - wie so oft - eigentlich gut ergänzen.

    Wie sieht es denn in jedem Profi-Studio aus? Bingo, ein dickes Pult, viel Outboard, und der Kern des ganzen ist dann eine Softwarelösung (ProTools etwa, und ja ich weiß das es ein System aus Hard- und Software ist).

    Finde ich auch nachvollziehbar, denn:

    Analoge Oberflächen haben definitiv den Vorteil der intuitiven Bedienung. In diesem Punkt sehe ich die DAWs auch grundsätzlich als "Verlierer". EQ, Dynamics etc. sind mit echten Reglern einfach schneller da wo man sie haben will. Echte Fader unter den Fingern sind vom Feeling her einfach nicht zu toppen.
    Der Nachteil der Geschichte: um möglichst flexibel zu bleiben, müssen die Bedienlemente frei konfigurierbar sein (siehe DAW-Controller) oder Kompromisse bzgl. Layout etc. eingegangen werden. Die Oberfläche eines Mischpultes mit allen Features digital darzustellen ist verhältnismäßig einfach, auf analoger Basis explodiert der Preis.

    Die DAW bietet einfach eine unschlagbare Flexibilität und sehr komplexe Möglichkeiten, auf Kosten einer realen Benutzeroberfläche.
    Und was heißt hier eigentlich Updatewahn?? Wir reden doch nicht über Zocker-PCs die alle zwei Monate veraltet sind. Und auch eine Software wie Cubase etc. hält doch in einer Version Jahre durch. Wer mehr will muss halt investieren, aber das "Problem" hat jedes Kompaktstudio auch - Stichwort Firmware.

    Ich persönlich mag beides. Der PC bietet mir im Sequenzer eine unschlagbare Übersicht über mein Projekt. Allein der Gedanke einen Song auf diesem Briefmarkendisplay der AWs zu produzieren bereitet mir Kopfschmerzen.
    Zwar habe ich dank der Bedienelemente ein besseres Gefühl für das was ich tue. Aber irgendwie ist man doch immer versucht per Maus "ins Detail" zu gehen und Dinge direkt anzuwählen, ohne Jog-Wheels und Cursor betätigen zu müssen.

    Die VS-Serie von Roland gefällt mir da ehrlich gesagt vom Konzept besser. Monitoranschluss für perfekte Übersicht - beide Welten verschmelzen. Das ist für mich ein sehr interessanter Ansatz.
    Dazu die weiteren Eigenschaften, die natürlich alle Multitracker mehr oder weniger bieten:
    stabiles System, schnell, übersichtlich, Feeling eines echten Pultes.

    Die Yamaha AWs sind sicherlich starke Produkte (vor allem für den Preis), aber für mich immer noch mehr Mehrspur-Recorder als Kompaktstudio. Perfekt für Live-Mitschnitte im kleinen/mittleren Rahmen, und dabei "nebenher" auch noch recht taugliche Live-Mischpulte für kleine Besetzungen.
     
  13. Caleb

    Caleb Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.04.06   #13
    updatewahn ist gar nicht so verkehrt, wenn man wirklich quallität am PC erstellen will muss man sehr viel investieren.
    ein beispiel:
    ein Rechner mit einem intel pentium 4 prozessor (3Ghz) ist von der prozessorleistung her nicht in der lage bei cubasis sx3 mit 32bit zu arbeiten.
    also was machen? entweder auf 24bit runterdrehen oder sich einen neuen prozessor kaufen, dazu noch ein mainboard... usw.
     
  14. Midimaster

    Midimaster Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.04.06   #14
    Also das arbeiten mit den kompaktstudios ist sicherlich intuitiver und geht auch bestimmt bequem von statten und man hat ja bei den heutigen Sequenzer auch eine vielzahl von features, die mehr verwirren, als das sie nützen... Für bands und Künstler die sowieso alles einspielen ist das sicherlich eine gute lösung, bei der sie schneller und sicherer an das gewünschte ziel kommen. Wenn ich mir die diskussionen im Cubase.net anhöre, welche sachen da bitte noch implementiert werde sollen, dann fragt man sich schon, wie man da noch intuitiv musik machen will?!?! Ausserdem mus man schon eine menge ahnung von PC technik haben um eine wirklich astrein laufende DAW auf die beine zu stellen und zu bedienen.

    Allerdings sieht das ganze anders aus, wenn man viel mit Midi arbeitet. bei meinen "dingern" habe ich ca. 60-70% über midi laufen und nur ca 30-40 Prozent audio material. sicherlich kommen die Midispuren vorm abmischen auch aufs band, aber zwischendrin beim produzieren ist das einfach wesentlich angenehmer in jeden vorgang sofort eingreifen zu können.. ebenso durch automatisierungen von Parametern sind moderne sequenzer wesentlich angenehmer gerade beim downmix..
     
  15. Kfir

    Kfir HCA Recording Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 29.04.06   #15
    Eben, es geht um die Übersicht bzw. "Erreichbarkeit" des Arrangements, und die ist bei den gängigen Multitrackern mit ihren Briefmarkendisplays ja wohl großteils unter aller Kanone.
     
  16. Midimaster

    Midimaster Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.04.06   #16
    desegen ist, um mit cubase und dessen Derivaten zu arbeiten, ein zweiter Monitor ein absolutes muss.. ich bin auch gerade auf der suche nach nem zweiten, aber leider wird der TFT den ich hab schon nimmer gebaut... :(

    Vor allem wenn man noch zusätzlich mit VST instrumenten arbeitet wird es spätestens nach dem zweiten plug in einfach nur noch krampfig...:screwy:


    es gibt aber auch Gegenbeispiele.. den hab ich heute bei Amptown in der Vitrine gesehen:

    [​IMG]

    Das ding ist 191 (B) x 145 (T) x 41 (H) mm groß. also nich viel größer als zwei Zigarettenschachteln.. :D :D :D
    Bestimmt praktisch für den Kreativen Ausflug in den Tropen oder Highlands...
    Geiles Spielzeug...
     
  17. jonasbass

    jonasbass Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.05.06   #17
    Ich habe im letzten Monat mit meiner Band ein Demo aufnehmen wollen. Wir haben das dann zuerst über Mischpul/Rechner probiert ... Viel zu viel arbeit (6 Tage), dann noch Malesse wegen der Latenz-Zeiten usw ... und im Endeffekt hats dann auch noch beschissen geklungen.
    Dann haben wir uns das Yamaha AW1600 gekauft, damit aufgenommen (2 tage), das ganze über Connections für wenig Geld mastern lassen, und siehe da, EIN SUPER KLANG, FAST WIE IM STUDIO ... und dass bei einer selbst aufgenommenen Demo

    KANN ICH NUR EMPFEHLEN !
     
  18. xenien

    xenien Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.05.06   #18
    Hallo werte Musiker!
    Wir wollen im Proberaum Aufnahmen machen. Zur Zeit "versuchen" wir uns mit einem Roland 8 Spur Zip Rekorder(VS 840) und nem Behringer Mischer. Da wir das Schlagzeug mit 8 Mics aufnehmen wollen, sind wir in der Combi logischerweise schnell an Grenzen gestossen. Allein schon das 100 MB Zip. Von der Bearbeitung jedes Drumkanals mit Gate will ich jetzt nicht anfangen.
    Wir sind auf der Suche nach einer einfachen Lösung, die Sachen aufs Band zu bringen. Ich habe mich deswegen nach Harddiskrecordern umgeschaut und bin dann bei den Yamaha Teilen geendet. Meine Bandkollegen sind der Meinung, dass ein Recording PC besser geeigent wäre. Keiner von uns hat Ahnung vom Recording auf dem PC. Da wir mindestens 8 Kanälen gleichzeitig aufnehmen wollen, und ich denke der Bass kommt auf jeden Fall dazu, würde es mich sehr interessieren, was für einen PC man braucht. Und wie gesagt. Keiner von uns hat Ahnung von der Materie. Ich bin der Meinung, dass wir mit dem AW 2400 einfacher und schneller zu besseren Ergebnissen kommen würden. Wieviel würde ein PC für diesen Rahmen kosten? Wo liegen die Vor- und Nachteile beim PC und bei dem Yamaha AW 2400? Man könnte doch die einzelnen Spuren des AWs auf meinen Athlon 1700 schieben und dann das Mastering betreiben. Ich habe irgendwie großes Bedenken wegen der Einarbeitungszeit in die PC Recording Software. Ihr seht. Hier steht ein absoluter Anfänger, der seinen Kollegen großes Kopfzerbrechen ersparen möchte. Ich wäre für Tipps und einer Auflistung wegen des PCs sehr dankbar.
    Mit freundlichen Grüßen
    Dirk
     
  19. Martin Hofmann

    Martin Hofmann Threadersteller HCA Bass & Band HCA

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    Erstellt: 20.05.06   #19
    genau um diese Frage geht es in diesem Thread. Ich kenne viele Musiker, mich inbegriffen, die eben nicht den ganzen Tag in ihrem PC leben. Als ich mir seinerzeit Logic zugelegt habe wars mit dem Spaß vorbei, ich hatte keine Lust mich ständig mit Problemen auseinanderzusetzen, die durch die Software oder Hardware des Computersystems vor mir standen. Das AW-2400 ist ein wunderbares Gerät, das man sehr schnell begreifen kann, ohne graue Haare zu kriegen und es klingt hervorragend
     
  20. Kfir

    Kfir HCA Recording Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 20.05.06   #20
    Genrell voll deiner Meinung, reizen würde mich das Teil auch. Allein aufgrund der lecker Motorfader jamjam :cool:
     
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