Yamaha´s Holztastatur bei einigen Pianos der neuen CLP-Serie

von Cruiser, 20.04.05.

  1. Cruiser

    Cruiser Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.04.05   #1
    Ich möchte nur vorher erwähnen, um Missverständnisse und Ärger zu vermeiden, dass Nachfolgendes meine Privatmeinung ist.

    Also da lob ich gerade Yamaha´s GH3 Tastatur (im Thread "E-Piano oder akustisches Piano"), mehr so in Bezug auf die neue Holztastatur und ein paar Tage später lese ich folgendes:

    Die Tastatur ist aber weiterhin eine GH3 Kunststofftastatur, aber mit einem Holzkern bei den weißen Tasten. Die schwarzen Tasten sind aus Plastik. Es kann also nicht! von 88 Holztasten gesprochen werden. Das Holz dienst im wesentlichen nur zur Optik und weniger zum besseren Spielgefühl.

    Ich bin ja nicht der Tastaturfreak, aber wenn man schon mit "Holztastatur" wirbt. Da kommt man sich doch ein wenig verschaukelt vor. Die Info ist nicht auf meinem Mist gewachsen, deshalb lasse ich mich gerne belehren, wenn es jemand besser weiß.

    Und bevor der Eine oder Andere jetzt denkt, ich hätte mich auf Yamaha "eingeschossen", (wo ich mich doch gerade erst aufwärme ;-) , Yamaha spielt noch immer im UEFA-Cup der Digitalpiano-Liga, aber Championsleague...?

    Nicht nur wegen der Polyphonie (64 Stimmen bei den meisten Pianos der neuen Serie) und der "Holzkernklaviatur" finde ich, dass Yamaha eher abbaut.

    Gruß
    Cruiser
     
  2. cder

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    Erstellt: 21.04.05   #2
    Ich halte das mit den Holztastenkult eh für fraglich, ich habe da meine spezielle Meinung - letzendlich ist Kawai (CA-Serie, MP9500) so beliebt in Sachen Tastatur, weil die Tasten nun mal gut mit ihrer Wichtung und Hebelwirkung ausbalanciert sind. Das ist eine Pysikalische Frage von Massenverteilung und Hebelarm und unabhängig von Material.

    Und überhaupt - wo bitte schön ist beim einer richtigen Tastatur der Kontakt mit Holz? Da ist eine Schicht Lack und Kunststoff drauf und wenn man schon von wirklicher Klaviertastatur spricht - dann ist das Orginal nun mal aus Elfenbeinauflage und Ebenholz - und nicht aus Holz mit weißem Plastik drauf (was ja auch die meisten Orginalklaviere nun mal nur anbieten)!

    Kawai hat eine spitzen Tastatur - keine Frage! Ich denke jedoch nicht, dass das etwas zwingend mit Holztasten zu tun hat.
     
  3. toeti

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    Erstellt: 21.04.05   #3
    @cder,

    da gebe ich dir vollkommen recht. Mir war aber bisher auch nicht bewußt, dass Yamaha mit so etwas wirbt.
    Aber ich denke nicht, dass dadurch ein Nachteil entsteht und das Yamaha abbaut.
    Woran erkennt man das?

    Ich denke eher, dass die anderen langsam an das Niveau rankommen, bzw. es teilweise schon erreicht haben.

    mfG
     
  4. cder

    cder Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.04.05   #4
    ... achja, noch zur polyphonie. das verstehe ich auch nicht bei der neuen yamaha clp-f0-serie - zwar schickes design (aber nicht meins, sieht aus wie ein in die wand eingemauerter flügel, in sachen design finde ich das roland dp-900 am besten; nicht die farbe aber die form), aber nur 64-polyphonie finde ich bei dem preis fraglich. erst recht in zeiten in denen arbeitsspeicher eigentlich nichts mehr kostet. klar nicht jeder braucht 128-poly, aber bei einem preis von 4000 euro kann das den braten wohl kaum noch fett machen.

    trotzdem bin ich jetzt neugierig geworden und wenn die neue clp-serie im laden steht werde ich mal probespielen! ;)

    ansonsten zur neuen tastatur von yamaha: diese gab es auch schon im clp170er und ist wirklich eine verbesserung (ich habe sie ausreichend probegespielt) - aber den unterschied würde ich mal so von einem anständigen guten klavier zu einem guten flügel bezeichnen, also beide tastaturen sind gut und wenn der preis eine rolle spielt ist auch die alte tastatur absolut zu empfehlen und gut. ich habe mich selber in form des clp150 für die alte entschieden und bin zufrieden.
     
  5. lucjesuistonpere

    lucjesuistonpere Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.04.05   #5
    Ob ich gerade ne Holztastatur oder eine Plastiktastatur traktiere, merke ich durchaus. Es ist weniger eine Frage der Gewichtung (denn die ist auch bei den Yamaha- und Nichtholz-Kawai-Tastaturen hervorragend getroffen), auch nicht, ob ich das Holz "in meinen Fingern spüre". Es gibt da einen subtilen Unterschied beim Anschlag und den spürt man schon, wenn man lange Jahre echtes Klavier gespielt hat.
     
  6. Cruiser

    Cruiser Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.04.05   #6
    Hallo,

    @toeti:
    1. Wenn so etwas in der Produktbeschreibung steht, werbe ich damit.
    2. Wie kommt es, dass man (wenigstens ich) schon soviel über die "Holztastatur" in der neuen Serie gehört hat?
    3. Schau mer mal...

    1. allzuhäufig nasaler Klang
    2. Polyphonie (wird ja eher schlechter als besser), aber selbst gleichbleibend wäre nichts, denn ...Stillsstand = Rückschritt
    3. Man scheint versuchen zu wollen, zur Konkurrenz mit Holztastaturen bei den günstigeren Modellen aufzuschließen. Wenn schon, dann bitte richtig.
    4. Optik und Verarbeitung (kann man darüber streiten)

    Gruß
    Cruiser
     
  7. cder

    cder Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.04.05   #7
    also kawai hat eine andere hebeltechnik als yamaha. daher ist auch das mp9500 so hochgebaut, während das p90, p120 etc. ja recht flach sind hinter der tastatur - ich denke das ist auch ein hauptgrund warum sich kawai einfach besser anfühlt.

    in punkte plyphonie frage ich mich manchmal ob man nicht da viel mehr erreichen könnte, wenn man z.B. da mal ein bisschen rumexperimentiert. z.B. in punkto saitenresonanz.

    Beispiel: ich baue ein digi-piano mit 256-polyphnie. davon beleg ich 128 so wie ich es bisher kenne mit den stereo-sampling und die restlichen 128-mit saitenresonanz-sampling oder so ähnlich. was mich nähmlich beim digital-piano grundsätzlich enttäuscht ist einfach, dass der klangteppich den man bei passagen mit viel pedal erzeugen will, recht schnell flöten geht, da würde ich mir mal eine experimentierfreude bei den herstellern wünschen - vielleicht macht es auch keinen sinn - ist nur so eine idee. ... und vielleicht auch nicht für jeden interessant.
     
  8. Jay

    Jay HCA Piano/Spieltechnik Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 21.04.05   #8
    Ich behaupte mal, dass der in den Bereich der Bedeutungslosigkeit fällt im Vergleich zu dem Unterschied, den nun mal alle noch so guten E-Piano-Mechaniken im Vergleich zu "richtigen" haben. Man kanns auch übertreiben, Prinzessin auf der Erbse ... :rolleyes:

    PS: Zynismusalarm ... :D
     
  9. toeti

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    Erstellt: 21.04.05   #9
    Sorry, aber die Homepiano klingen in meinen Augen echt gut und nicht Nasal.
    Diese "Macke" hat in meinen Augen nur das P90.
    Polyphonie reicht mit vorne und hinten. Mein p50m hat nur 32.

    Ich kenn die Yamaha Werbung nicht. Deswegen habe ich das oben gesagt.

    mfG
     
  10. cder

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    Erstellt: 22.04.05   #10
    der sound ist bei den hompianos ab 1500 € ok - da ist nichts nasal!

    und zur polyphonie: 32-poly reicht z.B. für klassik definitiv nicht! ab 64 ist es ok und die meiste klavierliteratur dürfte spielbar sein.
     
  11. toeti

    toeti Keys Moderator

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    Erstellt: 22.04.05   #11
    Morgen,
    ok, stimmt ich dir zu. Aber 64 reicht bei der heutigen Stimmenaufteilung locker. Da würde ich mir keine Gedanken machen. Ich denke, das auch die wenigsten hier im Forum bisher an die Grenzen ihrer Polyphonie herangekommen sind.
    mfG
     
  12. cder

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    Erstellt: 22.04.05   #12
    richtig - in der klassik kommt man auch eher selten an die grenze :)
     
  13. lucjesuistonpere

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    Erstellt: 22.04.05   #13
    Jap, mit der Polyphonie wirds höchstens beim Layern hakelig. Wie ich in der Keyboards gelesen hab, haben die Kawais übrigens ne ziemlich ausgefeilte Technik der Stimmenverteilung, im Gegensatz zur Konkurenz, wo die Töne bei Überschreiten der Polyphoniegrenze einfach "chronologisch" abgeschnitten werden. Deswegen sollten sich v.a. da keine Probleme mit Stimmenklau ergeben.

    @Jay:
    Cool, Ehrentitel "Prinzessin auf der Erbse". Werd ich mir fortan in die Signatur schreiben. :D (Paßt auch irgendwie, bei meiner Haltung zu Stagepianos ;))
     
  14. Cruiser

    Cruiser Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.04.05   #14
    Hallo,

    Yamaha-Spieler unter sich ;-)

    @toeti
    Gutes Beispiel. Vor 3 Monaten habe ich mir für 50 Euro ein Alesis Nanopiano von 1997 gekauft. Das hat schon 64 Stimmen. (Hat Yamaha damals schon hinterhergehinkt?) Von wann ist das p50m?

    Ist das p50m Stereo gesampelt?
    Wenn ja, bedeutet das 16 Stimmen, noch ein paar effekte, etwas Pedalspiel und man kann froh sein noch einen 7er Akkord spielen zu können ;-) Von Sounds layern wollen wir gar nicht sprechen.

    Gruß
     
  15. toeti

    toeti Keys Moderator

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    Erstellt: 22.04.05   #15
    Ja, Stereo und Mono und nicht nur Kawai hat eine dynamische stimmenverteilung. Bei Yamaha wird auch nicht einfach der letzte Ton abgeschnitten.
    Ist von 1996 das Teil :-) Und man kann zwei zusammen basteln und hat dann auch 64 Stimmen. Also mitgedacht ansich.
     
  16. cder

    cder Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.04.05   #16
    @lucjesuistonpere:
    chronologisch abschneiden tut nun wirklich keiner mehr, wir sind doch nicht im mittelalter.

    und dass kawai von stereo auf mono umlegt ist auch eine alte technik. man höhrt es auch: legt man einen akkord mit pedal quer über die oktaven, dann klingt es einfach nicht so brillant wie bei größerer poly ohne mono-umlege-effekte!
     
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