Zum üben immer das gleiche Lied benutzen?

von Bingoman, 11.08.06.

  1. Bingoman

    Bingoman Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 11.08.06   #1
    Ich brauch mal einen Ratschlag...
    Es geht darum, sollte man, wenn man singen übt immer das gleiche Lied benutzen oder ist es egal was man singt, hauptsache man singt eben? Es geht um so Sachen wie Intonation und Stütze.
     
  2. Brigitte

    Brigitte Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.08.06   #2
    Das ist nicht ganz einfach zu beantworten.
    Grundsätzlich gilt: Je öfter man ein Lied singt, um so besser kann man es irgendwann auch singen.
    Es kann aber auch sein, dass man mit einem Lied nicht wirklich weiter kommt und es "zu Tode singt", also solange singt, bis man es echt nicht mehr hören kann. Dann ist es Zeit, es erst mal wegzulegen.
    Ich würde schon mehrere Stücke üben, um eine gewisse Vielseitigkeit zu erreichen (schnelle Stücke, langsame Stücke, hohe, tiefe Stellen usw.)
    Ganz pauschal kann man schon sagen: Singen ist immer gut :)

    Ich hoffe, meine Antwort war jetzt nicht zu pauschal.

    Grüße
    Brigitte
     
  3. DerJan

    DerJan Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.08.06   #3
    Also mir bringts am Meisten, wenn ich variiere und mich immer neuen Herausforderungen stelle, wenn du immer nur die 10 gleichen Lieder kennst, hast du auch nur den Erfahrungsschatz von 10 Liedern und kannst dich schlechter auf neue Sachen einstellen, wenn du 150 Lieder kennst, aber jedes nur einmal angesungen hast bringts dich aber auch nicht weiter...
     
  4. StayTuned

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    Erstellt: 11.08.06   #4
    Am besten ist du singst was dir gefällt und was machbar ist. Wenn du Spass dabei hast ist die Motivation viel grösser als wenn du immer die selben Songs übst. Klar wirst du mit jeder Wiederholung besser aber es soll Spass machen. IMHO
     
  5. Franzie

    Franzie Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.08.06   #5
    ..wenn du damit deine stimme auch erweitern möchtest, müsste es schon ein sehr vielseitiges lied sein, mit allen höhen und tiefen- das ist aber eher selten der fall, also wären schon mehrere songs nötig, um viele töne zu trainieren. sonst bleibst du ja immmer nur in einem gewissen bereich und der rest der stimme verstaubt unterdessen, muss aber auch "angespielt" werden.

    und wie oben schon erwähnt, kann man einen song irgendwann bzw manchmal recht schnell nicht mehr hören.. und das wäre schade drum.
     
  6. Bingoman

    Bingoman Threadersteller Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 11.08.06   #6
    Das sind doch schon ein paar hilfreiche Tipps :)
     
  7. Feeble

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    Erstellt: 11.08.06   #7
    never only one song.
    Also ich übe momentan pro Woche einen Song ganz intensiv, aber
    dabei immer noch etliche andere dazu ansonsten würde ich mich irgendwann langweilen.
    Oft hilft es mir auch weiter bei Stellen die echte Probleme machen sagen zu könnnen, warte da bei dem und dem Song ist ein ähnlicher Wechsel, geh den nochmal durch dann krieg ich es beim geübten Stück auch schneller hin. Geht eben darum möglichst breitgefächerte Erfahrungen zu haben, von schnell bis langsam, Metal bis Dixieland und von clean bis superrauchig.
     
  8. Franzie

    Franzie Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.08.06   #8
    ..genau, vergleiche sind gut. wenn man in einem song die mischstimme hinbekommt und bei einem anderen noch rumkrächzt, obwohl es doch die selben töne sind, kann man sich daran machen, die technik zu übertragen & beides hinzukriegen- muss man sich nur anschauen, wo das problem bei dem einen song ist. und das geht musikalisch wirklich queerbeet, wie Feeble schon meinte.. auch wenn das jetz manche nich hören mögen, könnte man irgendwas pophaftes durchaus mit nem metalfetzen vergleichen, nur um die töne zu trainieren.
     
  9. antipasti

    antipasti Singemod Moderator

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    Erstellt: 12.08.06   #9
    Bei mir entwickedlt sich jeder Song in vier Stufen:

    1. Grund- Melodie lernen
    2. Phrasierungen lernen
    3. Text auswendig lernen
    4. Die "eigene Stimme" zu finden, den Song ausbauen
    ...erst dann kann ich eigentlich erst beginnen, das Singen zu trainieren, mich auf die Technik zu konzentrieren. Ob ich das bei einem Song zur Zeit oder mehreren gleichzeitig mache, hängt von der Zeit ab, die ich habe und spielt eigentlich keine so große Rolle. Was ich damit zum Ausdruck bringen will ist: solange ich die ersten vier Stufen noch nicht hinter mich gebracht habe, singe ich noch gar nicht richtig. Je mehr Songs ich zu lernen habe, desto länger dauert es natürlich, bis ich bei einem davon Schritt vier erreicht habe.
     
  10. Brigitte

    Brigitte Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.08.06   #10


    1. Das hast du sehr schön beschrieben :great:
      Zum Punkt "Text auswendig lernen" kann ich nur sagen, dass ich zwar oft eigentlich zu faul dazu bin, aber der Text, wenn er abgelesen wird, eben auch wie abgelesen klingt. Also, fast würde ich sage, das Lernen des Textes müßte an erster Stelle stehen, denn spätestens, wenn man das Lied öffentlich aufführen will, muss der Text ja sitzen. Ausserdem lenkt das Ablesen des Texts zu sehr ab, weil man sich dann nicht richtig auf die Melodie und den Rest konzentriert. Immer halte mich aber nicht 'dran (siehe oben). Soviel zu Theorie und Praxis :)

      Grüße
      Brigitte
     
  11. antipasti

    antipasti Singemod Moderator

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    Erstellt: 12.08.06   #11
    Naja - wenn alle Stricke reißen, habe ich lieber einen Text zum Ablesen mit auf der Bühne, als eine CD, die ich mir erst anhören muss, weil ich den Song gar nicht kenne. Deswegen: erst mal die Melodie kennen lernen, dann den Text mit den Phrasierungen.
     
  12. lunaberlin

    lunaberlin Guest

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    Erstellt: 12.08.06   #12
    Antipasti, dein 4-Stufen-System ist absolut vorbildlich - so sollte ich das auch mal machen.
    Irgendwie bin ich dafür immer zu ungeduldig und dann dümpeln die Songs so halbfertig über Wochen dahin (bei mir hakt es vor allem immer am Text lernen!), bis ich dann irgendwann Panik kriege, weil ich damit auf die Bühne soll und ja gar nicht so richtig den Text kann. :eek:

    Ich bin dabei, mich zu bessern (klappt aber noch nicht immer), zumal ich es auch für mich total wichtig finde, dass der Text sitzt - denn erst dann kann ich mich wirklich frei daran machen, eine eigene Interpretation zu finden.... wie ihr beiden ja auch schon schreibt.

    In den nächsten Wochen werde ich mal wieder ein paar neue Stücke lernen, da werde ich mich mal zwingen, zuerst den Text zu lernen.

    LG Luna
     
  13. Bingoman

    Bingoman Threadersteller Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 12.08.06   #13
    Echt ein tolles System das du da hast :great: Bei mir würde Text auswendig lernen an erster Stelle kommen (außer es ist ein Coversong), weil ich den meistens schon kann nachdem ich ihn geschrieben hab.
     
  14. antipasti

    antipasti Singemod Moderator

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    Erstellt: 12.08.06   #14
    Klar : bei selbstgeschriebenen Texten passiert das natürlich ganz automatisch. Ist aber auch kein "ausgeklügeltes" System von mir, sondern passiert ganz automatisch so (vorwiegend bei gecoverten Songs zum Üben, denn darum geht es hier ja), denn

    1. ich kann ein lied nicht beginnen zu singen, solange ich noch keine Melodie habe
    2. ich kann den (vorhandenen) Text solange nicht richtig singen, wie ich nicht weiß, wie die einzelnen Silben phrasiert werden
    3. ich kann nicht richtig phrasieren, wenn ich die zu singenden Text-Silben nicht weiß (Punkt 2 und 3 gehören eigentlich zusammen)
    4. ich kann keine "eigene Stimme" und Interpretation formen, solange ich mich noch mit Punkten 1,2,3 beschäftigen muss
    5. Jetzt hab ich all das "Beiwerk" drin und kann mich voll und ganz auf den Klang meiner Stimme konzentrieren
    Kann allerdings passieren, dass es nicht immer klappt und ich auf der Bühner dennoch ablesen muss. Dementsprechend mäßig ist dann auch der Vortrag.
     
  15. Franzie

    Franzie Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.08.06   #15
    ..hm, mein system ist zwar so ähnlich.. aber das hat nicht wirklich was mit der frage des themas zu tun oder hab ich was verpasst.. ;-)
     
  16. antipasti

    antipasti Singemod Moderator

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    Erstellt: 12.08.06   #16
    Im gewissen Sinne durchaus. Wenn man nämlich mehrere Songs gleichzeitig, aber halbherzig übt, ist der Weg zu Schritt 4 oder 5 viel länger. Im schlimmsten Fall bricht man - als Anfänger - sogar vorher ab, weil man es nicht "reinkriegt"... Wenn man sie aber alle drinhat, kann soviele Lieder üben, wie man lustig ist.

    Was ich sagen will ist, dass jenem welchen Punkte, an dem man den Songs überhauopt erst richtig "üben" kann, diese Vorbeitung vorrausgeht. Deswegen würd ich als Anfänger nicht so viele Songs zugleich singen, sondern erst wechseln, wenn er mir zum HAls raushängt, oder ich das Gefühl habe: "Jetzt sitzt es ganz gut".
     
  17. Feeble

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    Erstellt: 12.08.06   #17
    schenkt dem Meister aus Hannover Recht. ooder so ähnlich.
    Also ich persönlich beschäftige mich als allererstes mit dem Text und den Phrasierungen,
    wenn das sitzt kann ich eventuell anfangen die Töne zu üben.
    Und wenn das dann sitzt, kann ich den Song auf meine Weise interpretieren, denn das ist das was man bei cover-Songs ist Interpret. Wobei mir das Texte lernen echt leicht fällt wenn ich weiß das ich einen Song lernen will, summe und singe ich Ihn im kopf immer wieder durch auf der Arbeit, dem Klo im Bus ohne auf irgendwas zu achten ist der Text dann echt schnell drin.
     
  18. Bingoman

    Bingoman Threadersteller Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 12.08.06   #18
    Gehört die Phrasierung nicht eigentlich schon zur Interpretation?
     
  19. Soulless B

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    Erstellt: 12.08.06   #19
    kann mir mal einer intonation erklären. ich hab keine ahung, was das sein soll
     
  20. antipasti

    antipasti Singemod Moderator

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    Erstellt: 13.08.06   #20
    Eigentlich ja. Da ich persönlich aber zu Beginn - wenn ein Song noch ganz fremd ist - erst mal gucken will, wie er überhaupt geht, muss ich erst mal gucken, wie er im Original phrasiert wird (genauso wie bei der Melodie. Ich muss sie erst kennen, bevor ich sie variieren kann). Eigene Phrasierungen kann ich erst starten, wenn dich den Song schon halbwegs auf dem Schirm habe.
    Es gibt sicher erfahrene Sänger, die alle Schritte mehr oder weniger zugleich machen können. Aber die Frage wurde ja von einem Anfänger gestellt und auf Übungen bezogen.

    Kommt drauf, worauf es bezogen ist. Beim Gesang bedeutet es schlicht, "richtig" zu singen, also möglichst keine schiefen Töne. Genauer bei Wikipedia:

    Beim Gesang sowie bei Streich- und Blasinstrumenten bezieht sich der Begriff vornehmlich auf die Exaktheit der Tonhöhe beim Vortrag, da diese hier variable ist und dessen Genauigkeit Aufgabe des Interpreten ist.

    Bei Tasteninstrumenten, bei denen für jeden Ton ein separater Tonerzeuger (in der Regel Saiten oder Pfeifen) exisitiert, meint Intonation hauptsächlich die Angleichung von Lautstärke und Klangfarbe der Tonerzeuger untereinander. Dies geschieht durch Eingriffe am Tonerzeuger oder der dazugehörigen Mechanik wie dem Hammer beim Klavier. Die Intonation ist dann Aufgabe des Instrumentenbauers. In der Regel wird ein Instrument einmalig beim Bau intoniert. Besonders aufwendig ist das Intonieren einer Orgel, da hier jede Pfeife einzeln intoniert werden muss.

    Bei Gitarren bezeichnet man den Grad der Stimmigkeit der Tonhöhen auch als Bundreinheit.
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