Zupfen mit 3 Finger... wie macht man das?

von Daniscb, 28.10.08.

  1. Daniscb

    Daniscb Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.10.08   #1
    Hallo

    Ich spiele seit 4 Jahren Bass und kann sagen ich kann es nicht schlecht!

    Aber mit was ich mühe habe, ist schnelles spielen....

    Mit 2 Finger komme ich nicht wirklich auf ein gutes Tempo....

    Wie lernt man am besten, mit 3 Finger zu spielen?

    Ziel sollte sein etwa so schnell wie Aces High von Iron Maiden (auch wenn der nur mit 2 Finger spielt)

    Greezz
     
  2. Nashrakh

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    Erstellt: 28.10.08   #2
    http://www.ultimate-guitar.com/forum/showpost.php?p=16845572&postcount=13
    http://www.ultimate-guitar.com/forum/showpost.php?p=16852461&postcount=20

    Also. Mit 3 Fingern spielt man 3213 2132 1321. Die Betonung verschiebt sich mit jedem Durchgang, also musst du dran arbeiten.

    Das wird dauern. Lange. Am besten benutzt du ein Metronom, stellst es langsam ein, und machst einfach bei der 1 die Betonung. Logischerweise immer mit nem anderen FInger, aber das ist ja, was wir üben wollen... Langsam schneller werden, niemals die BEtonung aus den Augen verlieren.

    Fingerübungen mit 3 Fingern sind auch sehr hilfreich - auch hier wechselt immer der Finger, zb beim Saitenwechsel (ganz wichtig fürs flüssige Spiel!)
    Und wie in meinem Post #2 kannst du auch mit den FIngern Paare bilden und mit denen im gewohnten 2er-System spielen. Das bildet die Fingerunabhängigkeit. Schwer sind Mittel- und Ringfingerkombination, weil sie sich die selben Sehnen teilen (ist das richtig? Meine ich mal gelesen zu haben)

    Es wird aber ne WEile dauern, bis der Ringfinger genug Gefühl und Koordination für das Bassspiel hat. So etwa nach nem Monat kann man schon bisl was damit spielen, war zumindest bei mir so... ich mach das jetzt ein halbes Jahr oder so und mir hats schon viel gebracht.

    Das Thema Geschwindigkeit ist was eigenes... bis du auf die selbe Geschwindigkeit wie mit 2 Fingern kommst, kanns etwas dauern. Manche haben das 3-Fingerspiel angefangen und deswegen aufgegeben - mMn ein Irrtum. Dauert halt.
    Ich persönlich spiele mit 3 FIngern schneller... gut, sind vielleicht nur 20 bpm, aber ich finde, es ist einfach relaxter zu spielen weil jeder FInger einzeln weniger tun muß...

    EDIT: Wenn du willst, stelle ich dir gerne Übungen dazu als Guitar Pro Tab hier rein. Ich überlege auch schon, ein Tutorial zu schreiben, aber 3-Finger-Spiel scheint noch ziemlich belächelt zu werden ("braucht doch keiner", "bin mit 2 fingern genauso schnell" etc)
     
  3. K-Bal

    K-Bal Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.10.08   #3
    Also Nashrakh, ich kann dich nur zu einem Tutorial ermutigen ;) Habe damals ja auch irgendwann meinen 3-Finger-Selbstversuch aufgegeben, aber ich denke ich kanns nochmal drauf ankommen lassen. Ich schreib mir nur ungern Übungen selbst, deshalb von meiner Seite: Mach es! :D
     
  4. Xarfax

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    Erstellt: 29.10.08   #4
    Üben, üben, üben...
    Für den Anfang muss ich Nashrakh Recht geben. Da spielst 3213 2132 und vorallem auch darauf achten, dass der Anschlag bei allen Fingern gleich klingt, wenn er gleich klingen soll. Eine Betonung darf dann nicht mehr Fingerabhängig sein...das find ich ist mit das schwierigste, was aber auch zu lernen ist.
    Ich belächle fast alle, die "nur" mit 2 Fingern spielen. Nicht, weil ich mit 3 Fingern schneller spielen kann als mit 2 en (was bei 8eln bei mir nicht mal der Fall ist), sondern weil's meiner Meinung nach damit viel einfacher ist Oktaven oder sonstiges was in mehr als 2 Saiten Abstand ist, zu spielen. Da hat man noch 2 Finger, an der Saite, die man eigentlich spielt und noch einen, um mal eben schnell hoch zu greifen und Akzente zu setzen.
    Später kannste auch 3212 3212 3212 usw. spielen...das ist für Sachen wie Seemann (Rammstein), die ein regelmäßiges Anschlagschema über 3 Saiten haben sehr komfortabel.

    Und was ich am Anfang auch schwierig fand ist Lieder, die ich immer mit 2 Fingern gespielt habe nun mit 3en zu spielen. Da war der Doppelschlag noch zu sehr in den Fingern und vom Kopf schon so entkoppelt, dass es nichts brachte darüber nachzudenken. Ich würd dir also empfehlen nach dem "einfachen" Üben neue Sachen anzufangen und das gelernte anzuwenden. Später, wenn dus dann drin hast sind die alten Lieder dann auch kein Problem mehr mit 3 Fingern.
     
  5. Nashrakh

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    Erstellt: 29.10.08   #5
    Ich werds versuchen ;)

    Die Übung, seine Finger in Paare aufzuteilen, sollte dir aber bekannt vorkommen... du hast in deinem Selbstversuch Übungen geschrieben, die ich sehr toll fand... und den Part hab ich dann mal übernommen, weil er sehr sinnvoll ist :great:
     
  6. MortWP

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    Erstellt: 29.10.08   #6
    Nee. Zwar teilen sich alle Fingerbeuger (ohne Daumen) die Sehnenscheiden (die sogenannten Viersehnenquartette), aber Finger 3+4 haben - normale Anatomie vorausgesetzt - auch nicht mehr gemeinsam als Finger 2+3.
     
  7. Blastphemer666

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    Erstellt: 29.10.08   #7
    Hallo Daniscb,

    die Tipps von Nash (Schreib das Tutorial verdammt! :D) und Xarfax solltest du am Anfang ruhig beherzigen, alles richtig, was sie geschrieben haben!

    Ich spiele jetzt schon seit einem Jahr mit drei Fingern und kann resümieren, dass es mit der Zeit immer besser läuft. Am Anfang muss man sich regelrecht dazu zwingen, aber mit der Zeit nutzt man alle drei Finger automatisch und man fühlt sich regelrecht komfortabler. So war es zumindest bei mir.

    Ich habe nun das Problem, dass ich in mittleren Geschwindigkeiten (sowas in etwa) immer noch triolisch spiele, das wird wahrscheinlich auch am Anfang dein Problem sein.

    Da hilft nur viel Üben mit dem guten, alten Freund des Bassisten: dem Metronom.

    In langsamen Geschwindigkeiten besteht das Problem dadurch nicht mehr, kurioserweise auch nicht in extrem hohen. :screwy: Ich hab das noch nicht gemessen, aber 16tel bei 220 BPM sind kein Problem. [Okay, also ich habe damit weniger Probleme als mit "What is hip?" z.B., sauber ist auch noch nicht.]

    Naja. Man lernt nie aus.

    Ich werde diese Technik weiter üben, denn schon jetzt merke ich erste Vorteile (die bereits Nash teilweise in den Posts im UG-Forum beschrieben hat), allen voran die Ausdauer. Auch bei rythmisch komplexen Figuren habe ich inzwischen kein Problem mehr, das Galoppieren, das auch Steve Harris praktiziert, ist dabei das simpelste Beispiel. Wirklich nur längere 16tel-Linien sind noch schwer.

    Also, Daniscb, bleib dran, übe fleißig und verzeifel nicht, so kommst du auch garantiert in den Genuss der Drei-Finger-Technik. Wenn du mal keinen Bass zur Hand hast, kann auch das simple Klopfen mit den Fingern auf der Tischkante helfen, wirklich empfehlen kann ich dir auch die Übung, die Nash bereits beschrieb. Besonders den Ringfinger in einem normalen Wechselschlag mit einem anderen zu benutzen, bringt gute Fortschritte was den Aufbau der Einsatzfähigkeit des Ringfingers anbelangt.

    Gruesse,
    Franco
     
  8. Nashrakh

    Nashrakh Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.10.08   #8
    Sollte doch einfacher sein, nicht triolisch zu spielen, weil man die Betonung bewusster hinkriegt? :confused:

    Ich denke, man merkt hingegen viel eher, dass der Ringfinger etwas anders klingt als die anderen (ist zumindest bei mir so - daran zu arbeiten dauert noch länger als die Sache mit der Betonung mMn). Im Bandkontext fällt das aber keinem mehr auf, wenns nicht extrem ist...
    :great:

    Das Dingen zu benutzen zahlt sich echt aus. Ich mag garnicht an den Rhythmusgitarristen meiner Band denken, der spielt zwar ne ESP Custom Explorer, hat aber anscheinend noch nie ein Metronom gesehn...
    16tel auf 220? xD

    Das ist schnell. Verdammt schnell. Mein Rekord liegt bei 8teln auf 260, aber das hat mich schon gute Mühe gekostet, weil ich in dem Tempobereich nie unterwegs bin. Gibt eigentlich nur zwei Lieder die ich spiele, die über 200 bpm hinausgehen (Sodom - Agent Orange und Exhumed - Decrepit Crescendo).

    Kudos dafür. Solche Geschwindigkeiten zu erreichen braucht ne Menge Übung, der Nutzen ist jedoch fraglich (weil man das mMn irgendwann einfach nicht mehr hört, wenn man nicht genug Attack hat)
     
  9. Daniscb

    Daniscb Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.10.08   #9
    Mit 3 Fingern spielt man 3213 2132 1321.

    3=Ringfinger
    2=Mittelfinger
    1=Zeigefinger?

    Vielen Dank für deine Tipps!!
     
  10. Xarfax

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    Erstellt: 29.10.08   #10
    Genau...für den Anfang musst dich schön in dieses Schema zwingen.
     
  11. Daniscb

    Daniscb Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.10.08   #11
    ok. Und wen wir schon beim Thema sind:

    Wie üb ich am besten schnell Griffwechsel?
     
  12. Nashrakh

    Nashrakh Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.10.08   #12
    Konkretisiere Griffwechsel.

    Lagenwechsel? Saitenwechsel?

    Bei beidem können dir Skalen helfen... bei ersterem einfach mal zwischendurch in ne andere Lage wechseln (übt auch in der Zielgenauigkeit ;)) oder weit auseinanderliegende Intervalle spielen, bei Saitenwechseln entweder Skalen rauf und runter oder halt ganz einfach immer Grundton- Quinte oder Grundton - Oktave spielen. Bei letzterem haste ja ne Saite zu ÜBERspringen, das will auch gekonnt sein (hakt bei mir auch noch)
     
  13. kaffeetrinker

    kaffeetrinker Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.10.08   #13
    Zum 3-Finger-Spielen: "Teen Town" von Jaco hat mich ziemlich ermutigt, das anzufangen, würd ich weiterempfehlen, schon weil ich finde, dass einem das Feeling mit 3 Fingern einfach viel besser gelingt :)
    Ich bin zwar mit 2 Fingern auch noh schneller (naja, je nachdem, wobei genau), aber es ist halt wie gesagt einfach auch nen anderes Feeling, was sich dann ja letztendlich auch musikalisch wiederspiegelt...und natürlich für die Finger auf Dauer entspannter ;)
     
  14. affenmama

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    Erstellt: 30.10.08   #14
  15. Blastphemer666

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    Erstellt: 31.10.08   #15
    Ich dachte eigentlich, dass das ein gängiges Problem sei? :confused:
    Mein Problem rührt aber daher, dass ich den Ringfinger nicht exakt in time nach dem Zeigefigner einsetze, eine kleine Pause entsteht und das klingt meiner Meinung nach dann leicht nach Triolenfeeling. Richtige Triolen krieg ich daher auch viel einfacher hin als richtig straighte 16tel oder Achtel. :D

    Richtig! :)
    Mein Problem wird durch diesen Effekt noch verstärkt, aber du hast Recht, im Bandkontext fällt das eigentlich kaum auf.

    Ich weiß nicht, wie übst du daran, das Problem zu beheben? Wenn ich das bei mir so ansehe, dann resultiert das aus der unterschiedlichen Position meiner Finger auf der Saite. Der Ringfinger ist ziemlich nah an der Bridge, Zeigefinger dagegen eher Richtung Neck, am äußeren Ende des Bridge-Pickups.

    Schweineteure ESP des Gitarristen? Same here... :rolleyes:

    Ja, ich meinte tatsächlich 16tel. ;):D
    Allerdings muss ich meine Aussage diesbezüglich revidieren. :o:(

    Ich hab jetzt bewusst mal wieder versucht auf Geschwindigkeit zu kommen, ich kriegs nicht einmal mehr annähernd so schnell hin... wahrscheinlich zu sehr vernachlässigt...
    Aber versprochen: Ich übe es wieder eifrig, und dann versuche ich mal eine Aufnahme zu machen! :)

    Naja, nicht so voreilig mit den Kudos. ;):D
    Das war glaube ich eine sehr großzügige Tempoangabe meinerseits.

    Aber 130 bpm (16tel) sind auf jeden Fall sehr respektabel und mMn braucht ein Bassist auch nicht wirklich höhere Geschwindigkeiten. :great:
    Wie du schon andeutest, die tiefen Töne sind dann eher sehr schwammig, weil das Attack fehlt.

    Ich konnte meinen (wenn auch möglicherweise falschen :o) Wert auch nur auf der G-Saite bzw. bei mir Böse Metaller auf der hohen E Saite erreichen. Je dicker die Saiten werden, desto schwieriger wird es imho.

    Aber wie gesagt, wirklich Sinn macht es nicht konstante 16tel auf dem Bass jenseits der 180 bpm zu zocken. :D Für das Galoppieren ist es auf jeden Fall praktisch.

    Gruesse,
    Franco (der sich jetzt erstmal mit Metronom und Bass ins stille Kämmerlein zurückzieht :o)
     
  16. Tieftonsüchtiger

    Tieftonsüchtiger Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.10.08   #16
    Dieser halbe Zentimeter andere Fingerposition fällt wohl nur ein einer Camera Silens auf.
    bei mir ist es zumindest so, dass sich der Ringfinger wesentlich weicher anhört, was daran liegt, dass er im vergleich zu den anderen beiden nur einen Hauch von Hornhaut hat. Das fällt allerdings auch nur im Solospiel im Kämmerlein auf, und da allerdings recht stark.

    Wenn wir schon beim 3-Finger-Thema sind: Wie haltet ihr eure Hand im Vergleich zum zwei-Finger-spiel? Mein Mittelfinger ist wesentlich länger als die anderen beiden. beim zweifingerspiel kann mans ja noch durch die leichte "schrägstellung" richtung hals kompensieren, aber mit drei fingern..? da sist nämlich das problem, das mich am allermeisten am richtig schnelleren spielen hindert.
     
  17. Cervin

    Cervin Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 31.10.08   #17
    Das soll bitte nicht wieder in sinn und unsinn über 3-Finger spielen enden, ich sags schonmal weil mein beitrag schon darauf verleitet, wenn das jemand nochmal ausdiskutieren will dann bitte einen entsprechenden thread ausgraben :D

    Für mich klingt das auch in weiteren Fragen nicht so, das dein Geschwindigkeitsproblem durch das 3 finger System lösbar ist. Es liegt viel mehr an der Übung. Soll heißen ich wage zu behaupten das du mit 3 fingern nicht automatisch schneller spielen wirst. Wer schnell 2 finger kann, wird auch mit 3 fingern relativ fix hohes tempo erreichen, wer aber schon bei 2 an tempo grenzen stößt, wirds bei 3 nicht leichter haben, zumal das Betonungs problem noch dazu kommt
    Soll heissen: Überleg dir ruhig ob du mit 3 fingern spielen willst, dis,ussionen, vor udn nachteile gibts dazu genug. Ich sag dir nur das es mir nicht so scheint als ob das dein problem ist, sondern das du zu schnell zu viel erwartest. Das problem ist eher bei gitarristen und drummern bekannt: schneller ist nicht besser.
    Es gibt einige gitarristen die können vllt verdammt schnell anschlagen, aber jeder ton klingt nach müll. Also mit 2 lässt sich schon ein extrem hohes tempo erreichen (klar mit übung) und ich denke nicht das du diese grenze erreicht heisst.

    Hoffe is klar was ich mein :D
     
  18. Nashrakh

    Nashrakh Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.10.08   #18
    Da eure Frage in etwa auf das selbe abzielt, antworte ich gleich auf beide ;)

    Also, ich winkle meine Hand etwas Richtung Bridge an. Wenn bei mir die Hand im 90°-Winkel auf die Saiten treffen, hört man den Tonunterschied SEHR deutlich, wenn ich anwinkle, fast garnicht mehr. Ob das jetzt daran liegt, dass ich das auch so geübt habe, ist ne gute Frage...

    Übrigens habe ich mal gemerkt, dass mein Anschlag bei 3 FIngern wesentlich sanfter ist. Das hat sich wahrscheinlich so ergeben, weil ich mir einbilde, dass es gleichmäßiger klingt, je weniger Kraft ich aufwende. Diese Technik versuche ich gerade auf mein 2-Finger-spiel zu übertragen, weil ich daraus klare Vorteile in Ausdauer und allgemeiner Leichtigkeit des Spiels sehe. Ist aber ne Frage des Sounds und des Geschmacks halt.

    Das ist nachher reine Übungssache, denke ich... Also keine Panik, kann man beheben^^
    Ach mach dir mal keine Mühe, wir sind ja unter uns, da brauchste niemandem was beweisen ;)

    Falls dir Erlend Caspersen (Bassist von Blood Red Throne) was sagt, der schafft 250 mit 4 Fingern... DAS ist abartig^^ (->Youtube)
    Also ich bilde mir ein, dass die Gleichmäßigkeit des 3-Finger-Anschlags mit der Dicke und/oder der Straffheit einer Saite sogar zunimmt, aber dafür Geschwindigkeit auf dicken Saiten verlorengeht (kommt halt drauf an, ob das soviel ausmacht)
    Je mehr Höhen man im Sound hat, desto eher hört man auch Ungleichmäßigkeiten beim Fingerton. Bei meinem Preci mit Flats bei komplett zugedrehter Höhenblende hört man das überhaupt nicht... :D (Jaja, is cheating^^)

    Galoppieren muss ich selbst nochmal verstärkt üben... hab mich damit aus Faulheit nie beschäftigt, weil das nie in den Songs vorkam, die ich spiel(t)e.

    Ich gebe dir vollkommen recht damit, dass Geschwindigkeit nicht DAS Argument für das 3-Finger-Spiel ist. Mit Übung hat man auch mit 2 FIngern ordentlich Luft nach oben (wie du schon sagtest, die vermutete Grenze beim Threadersteller ist wahrscheinlich noch nicht erreicht).
    Zudem ist es fragwürdig, ob hohe Tempi von Bassisten "mitgezogen" werden müssen... half time reicht meist (wenn wir von schnellem Rock bzw Metal ausgehen) mMn.

    Bei mir persönlich ists eher ne Frage der Ausdauer... auch Übungssache, ich weiß, hat sich auch schon gebessert, aber wenn man zb 16tel-Linien auf mittlerem bis gemäßigt hohem Tempo durchzockt, ists mit 3 Fingern wesentlich entspannter, finde ich. Und 16tel-Figuren gehen mir damit auch leichter von der Hand, das ließe sich aber dadurch erklären, dass man nen Finger mehr zur Benutzung hat... :p
     
  19. Kappa

    Kappa Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.11.08   #19
    Tag auch.

    Ich habe vor nem dreiviertel jahr auch angefangen mit 3 fingern zu spielen, da ich mal was neues lernen wollte und slappen/poppen und andere techniken schon einigermaßen gut drauf hatte.
    Ich habe es mir völlig alleine beigebracht und kann behaupten ich kann es genausogut oder sogar noch besser wie mit 2 Finger.
    Ich bin der Meinung du solltest deine eigene Technik suchen. Hab ich auch so gemacht auch wenn ich zuerst bei John Myung geguckt hab. Aber ich fand die 321 321 321 321 Technik für mich suboptimal und habe dann mit 1213 1213 1213 angedangen und finde es besser,da es mit der 321-Technik anfangs stark triolisch klingt.

    Ich habe so angefangen:
    1. Ich hatte übermäßig viel motivation und zeit^^
    2. Ich habe mich an Jonh Myung orientiert
    3. Ich habe für mich die beste Technik gefunden

    Geübt hab ich so:

    1. Ich hatte mir ein einfaches aber recht flottes Lied mit vielen 16tel gesucht und habe dann Parallel Universe von den Red Hot Chili Peppers genommen.
    2. Ich habe mit Hilfe von Guitar Pro erst mal alles eine Oktave höher einstudiert(da meiner meinung nach höhere saiten besser zum Üben von Schnelligkeit sind)
    3. Dann habe ich die Guitar Pro Datei verlangsamt (halb so schnell) und habe dann mitgespielt
    4. Als ich es dann nach ner Woche einigermaßen gut hinbekommen habe, habe ich es eine Oktave tiefer einstudiert und habe es auf den Saiten E,A und D(vorher D und G) gespielt und geübt

    So jetzt habe ich dir mal tipps gegeben wie du es vielleicht angehen könntest wenn du gar keinen Plan hast.
    Ein tipp von mir: wenn das mit dem 321 nicht auf anhieb klappt versuche 1213 und wenn du das kannst kannst du auch 321(so erging es mir :-D)

    Gruß. Max
     
  20. papero

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    Erstellt: 05.11.08   #20
    Das ist meine Handhaltung:

    [​IMG]

    Handrücken und "oberes" Fingerglied liegen im Wesentlichen parallel zum Bassbody und im rechten Winkel zu den Saiten. Die Hauptarbeit das Anschlags kommt aus dem "Hauptgelenk" der Finger.
    Das fühlt sich recht entspannt an und der Längenunterschied der Finger wird durch die Haltung ausgeglichen.
    Ich spiele 3213-2132-...

    Grüße, Pat
     
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