Ebonolgriffbrett abziehen

  • Ersteller klausmajor
  • Erstellt am
klausmajor
klausmajor
Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
15.02.18
Registriert
14.09.05
Beiträge
355
Kekse
891
Ort
Osnabrück
Hallo Freunde,

ich muss mal das Griffbrett (aus Ebonol) meines Fretless etwas abziehen.
Leider habe ich kein Geld, um das von einem Profi machen zu lassen, geschweige denn, ein neues Griffbrett draufmachen zu lassen.

Ich habe zwar zwei linke Hände, bin aber glücklicherweise Linskhänder ;-)

Hat jemand ein paar gute Tips für mich?
Also, welches Schmirgelpapier, Körnung etc...?


Liebe Grüße

Klaus
 
Eigenschaft
 
Ich mache das so:

- Saiten runter, Halsdurchbiegung gerade einstellen, mit Stahllineal überprüfen. Bei geschraubten Hals diesen abnehmen

- Damit die Rillen auch weggeschliffen werden, diese mit weichem Bleistift ausmalen, dann sieht man die besser

- Optimal ist ein Schleifklotz, der dem Griffbrettradius angepasst ist. Wenn nicht vorhanden, dann stabiles, absolut gerades Holzstück nehmen, Länge wie Schleifpapier, Breite ca. 8-10cm, das Schleifpapier an den Seiten des Klotzes antackern

- Beginnend mit 120er Nassschleifpapier das Griffbrett sanft vom Sattel her zur Bridge gleichmäßig abschleifen parallel zum Griffbrett. Zwischendurch immer mit sauberem Tuch den Abrieb abwischen

- Dann 240er Papier, den Endschliff nass ausführen mit 400er, 600er, dann 1200er

- Bei Ebonol das Griffbrett nach dem Schleifen mit Schleifpaste (oder Stahlwolle "000" und Öl) auf Hochglanz wienern

Vermeiden solltest du:

- Normales Sandpapier, da lösen sich die Körnchen und verschrammen das Griffbrett
- Querbewegungen
- Zu großen Druck auf eine Stelle ausüben

Gehen die Rillen beim ersten Grobschleifgang nicht raus, dann die Schleifdurchgänge wiederholen


Für die Grundüberholung von Palisandergriffbrettern wende ich folgende Rosskur an:

1. Das Griffbrett mit Nitro Einlassgrund dünn einsprühen/lackieren (ist nötig, weil Palisander eine grobe Struktur hat und sich der helle Lack des folgenden Schrittes in die "Löcher" der Oberflächenstruktur zu tief einsaugen würde)

2. Jetzt einen hellen Fillerlack dünn und gleichmäßig auf das Griffbrett sprühen (weiß oder hellgrau). Gut trocknen lassen

3. Schleifen (bei großen Schäden sogar mit 80er beginnen), bis die Farbe weg ist. Wenn die Farbe noch in den Rillen ist, 2.) wiederholen

4. Endbehandlung mit Stahlwolle 000 und feinem Öl

Das Ganze mit der Farbe mache ich allerdings nur bei stark verhunzten Griffbrettern mit ausgeprägten Rillen und Kuhlen, weils doch etwas aufwändig ist.
 
Prima, vielen, vielen Dank, bassick!


Liebe Grüße

Klaus
 
@bassick:

Nur mal so aus reiner Neugierde:
Wie Lackierung vom Palisandergriffbrett hat also nur den Zweck die Unebenheiten, Furchen...was auch immer besser sichbar werden zu lassen und wird anschließend komplett abgeschliffen, sehe ich das richtig?

Klingt echt interessant und ist auch garnicht dumm. Für Fretless-Spiler sicher ein sehr brauchbarer Tipp!:great:
 
The Dude schrieb:
Wie Lackierung vom Palisandergriffbrett hat also nur den Zweck die Unebenheiten, Furchen...was auch immer besser sichbar werden zu lassen und wird anschließend komplett abgeschliffen, sehe ich das richtig?

Genau, dient nur zur Kontrolle und ist auch nur eine dünne Schicht. Ich hatte immer Probleme zu erkennen, wo ich schon geschliffen habe und wo nicht. Dann habe ich das ganze Griffbrett mit Bleistift angemalt, dauerte aber zu lange.
Der Einlassgrund dient nur dazu, dass der Filler nicht zu tief ins Griffbrett eindringt und man hinterher keine hellen Stippen sieht. Ausserdem wird auch ein Palisandergriffbrett durch den Einlassgrund spiegelglatt.
Spielen möchte ich allerdings nur auf Holz. Manche mögen ja lackierte Fretlessgriffbretter; diese allerdings zu überholen ist zu aufwändig und der Sound ist mir zu synthetisch.
 
mir wurde beim kauf der tipp gegeben, dass ich das griffbrett regelmäßig mit 000 stahlwolle mal abreiben soll, so entstehen erst garkeine tiefen rillen. ausprobiert hab ich es nocht nicht, da ich den bass erst seit knapp 2 wochen hab.

die jetzigen roundwound saiten kratzen aber schon wesendlich mehr, als wie die flats auf meinem selbstdefreteten. ist ja auch klar. ich werde werd wohl bald mal "abschleifen" und dann auch flats aufziehen.*
 
mobis.fr schrieb:
mir wurde beim kauf der tipp gegeben, dass ich das griffbrett regelmäßig mit 000 stahlwolle mal abreiben soll, so entstehen erst garkeine tiefen rillen. ausprobiert hab ich es nocht nicht, da ich den bass erst seit knapp 2 wochen hab.
Kann ich nicht so ganz nachvollziehen. Mit Roundwounds entstehen schon nach ein paar Stunden deutliche Spuren, die aber normal sind und den Ton nicht stören. Tiefe Rillen kommen sowieso erst nach langem Spielen. Wenns den Ton stört, muss komplett abgerichtet werden. Bei meinen Fretlessen (und intensivem Spielen) so ca. nach einem Jahr. Da hilft auch die Stahlwolle nix - wohl aber für die Optik, denn dann verschwinden die leichten Spuren. Ich würde es trotzdem nicht machen, denn mit Stahlwolle von Hand benutzt kannnst du das Griffbrett u. U. ungleichmäßig abschleifen.

Das Griffbrett ist ein Verschleißteil, mit Flats kannst du zwar den Verschleiß hinauszögern, aber auch nicht gänzlich verhindern, denn auch mit Flats wird direkter Druck auf das Griffbrettholz erzeugt. Mir persönlich gefällt der Flatwoundsound überhaupt nicht; ich bleibe bei Roundwound.
 
naja, mir wurde das eben so gesagt.

und auf meinem alten fretless hören sich flat in meinen ohren besser an.*aber probieren geht über studieren. ich werde einfach welche aufziehn und dann sehe ich, ob sie mir besser gefallen. ich bin auch nicht gerade ein verfechter der brillianten höhen :rolleyes:

dass das brett ein veschleißteil ist, ist mir klar, ich schätze mal das aus diesem grund die punkte am seitlichen griffbrett auch nicht mittig ins griffbrett gesetzt, sondern so, ein bisschen "tiefer"
 
mobis.fr schrieb:
naja, mir wurde das eben so gesagt.

und auf meinem alten fretless hören sich flat in meinen ohren besser an.*aber probieren geht über studieren. ich werde einfach welche aufziehn und dann sehe ich, ob sie mir besser gefallen. ich bin auch nicht gerade ein verfechter der brillianten höhen :rolleyes:

dass das brett ein veschleißteil ist, ist mir klar, ich schätze mal das aus diesem grund die punkte am seitlichen griffbrett auch nicht mittig ins griffbrett gesetzt, sondern so, ein bisschen "tiefer"

Ser Sound ist immer Geschmacksache. Ich liebe es halt, wenn die Saiten saubere Flageolets bringen. Die Höhen habe ich trotz Roundwound auch rausgedreht, sonst sind die Nebengeräusche zu stark zu hören.

Das mit den Punkten ist ja interessant, klingt logisch und würde darauf deuten, dass der Hersteller sich Gedanken gemacht hat. Bei meinem Yamaha (fretless ab Werk) ist das aber leider nicht so, die Punkte sitzen mittig. Bei meinem Preci (fretless nachgerüstet) kann ich nur noch erahnen, wo die Punkte waren - so oft wurde der schon abgeschliffen.:eek:
Wenn der Preci fällig ist, werde ich mir ein Ebenholzgriffbrettrohling für ein Cello besorgen und das draufmachen. Wäre ein guter Tipp für Selbermacher. Hat man einen Bass, wo der Spannstab platt ist - eingfach das alte Griffbrett entgräten, runterhobeln, den Stab ersetzen und drauf mit dem Cellobrett (muss natürlich noch etwas angepasst werden). Wenn ich die Aktion beginne, werde ich darüber berichten.:)
 
bassick schrieb:
...*Hat man einen Bass, wo der Spannstab platt ist - eingfach das alte Griffbrett entgräten, runterhobeln, den Stab ersetzen und drauf mit dem Cellobrett (muss natürlich noch etwas angepasst werden). Wenn ich die Aktion beginne, werde ich darüber berichten.:)


hmmm da bin ich schon gespannt drauf.*:great:
hab nämlich n alten bass den ich nicht mehr benutzen kann, weil der spannstab hinüber ist.
 

Ähnliche Themen


Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Zurück
Oben