Linke Hand /Keyboard /Anfänger

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prince_sw
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Nabend,
zur Entspannung wollte ich eigentlich mal anfangen, etwas keyboard zu spielen. Also nur für den Hausgebrauch, keine weiteren Ambitionen.

Die Frage welchses Modell war/ist leider sehr schwierig, weil es die optimale Kaufberatung leider auch nicht geben kann. Dennoch habe ich immer wieder gelesen, dass viele von Keyboard ab-, jedoch beim (Stage-)Piano zuraten. Sehr oft, weil das Keyboard ja weniger Tasten hat und ein späterer Umstieg auf Piano so schwer sei und vor allem, weil man beim Keyboard ja überwiegend die rechte Hand nutzt, die Linke kaum.

Bitte nicht prügeln, aber warum ist das so? Ist denn ein 61-Tasten-Keyboard nicht auch für zwei Hände? Ok, für diese Styles usw. braucht man natürlich auch eine Hand, um da rumzuschalten, aber das macht man doch nicht permanent.

Habe ich da nur einen Denkfehler oder kann man keyboards tatsächlich nur mit einer Hand bedienen?

Hatte mir für den Anfang das Yamaha PSR-295 ausgesucht, weil es mir von der Beschreibung und von der Vorführung her am besten gefallen hat, da hat der Michel Voncken aber auch beidhändig gespielt ...? bin etwas verwirrt. Vielleicht kann mir jemand mal kurz erklären, was es mit der verkümmerten linken Hand auf sich hat. Danke.
 
Eigenschaft
 
Du musst da zwischen Keyboard- und Klavierspielen unterscheiden (nicht so sehr zwischen den Instrumenten)
Ein Pianist spielt alleine oder um ein anderes Instrument zu begleiten, er kann daher komplexe Dinge spielen.
Ein Keyboarder spielt "Banddienlich" das heißt er spielt weniger, wie ein alleinunterhalter, weil eine Band damit nix anfangen kann, also er spielt weniger (zB Akkorde (linke hand) Melodie (rechte hand))

Auf welchem Instrument man spielt ist wieder eine andere Sache, grundsätzlich kann man beide Stile auf beiden Instrumenten spielen, aber eine Klaviertastatur liegt vielen Pianisten mehr und ein höherer Tastenumfang gibt einfach mehr Entfaltungsfreuiheit.

Wenn du nur zum Entspannen Keyboard/Klavier spielen willst, würde ich dir dringend zu einem Keyboard raten, einfach schon vom Preis her, ein Epiano kostet das 5-10 fache eines Keyboards.

mfg Keksbrot
 
Lass dir von den ganzen Klavier-Spielern nix erzählen, für den Anfang ist n einfaches Keyboard sicherlich die beste Wahl, wenn du nich wirklich vorhast, nur Klavier zu spielen.
Du hast einfach mehr Möglichkeiten und ne einfachere Bedienung für nen wesentlich günstigeren Preis.
Man kann auch ein Keyboard mit 2 Händen spielen(In jeder normalen Keyboardschule nach ein paar Wochen:D).
Ich spiele seit 9 Jahren Keyboard und bin diesen Sommer auf Rock-Piano umgestiegen und hab mir deswegen n Kawai-MP4 gekauft, aber eben hauptsächlich, um Klavier drauf zu spielen, mein altes PSR-540 steht immernoch daneben, weil ich einfach die Variabilität mag, da sind auch die kleinen Yamahas ganz empfehlenswert.
Umsteigen ist eigentlich kein großes Problem. Die Pianisten behaupten zwar, von Klavier auf Keyboard sei einfacher als andersrum, aber vernünftig Keyboard spielen bedeutet viel mehr als nur rechts Melodie und links Akkorde und man kann auch auf dem Keyboard lustige Sachen machen und der Spielraum in Sachen Spieltechnik ist meiner Meinung nach genauso groß wie beim Klavier.
Außerdem kann man sich nach ner Weile mit seinem Keyboard viel stärker "Identifizieren", weil es viel mehr verschiedene Keyboards mit viel größeren Unterschieden gibt und man sein eigenes, selber individualisiertes und Einstellungsmäßig zurechtgefriemeltes Instrument halt genau kennen und beherrschen muss und darauf dann im Dauerbetrieb Sachen gehn die auf nem anderen einfach nicht sofort hinzukriegen sind. Klavier spielen kann man(mal abgesehn vom Verhalten der Tastatur) auf fast jedem Klavier gleichgut, egal, ob das jetzt n Vorteil oder n Nachteil ist...
Also: Keine Angst vorm Keyboard haben! Keyboarder sind nicht nur Streicher-Teppich-Verleger im Hintergrund einer Band!(Obwohl Klavierspielen schon geil ist, und die Frauen stehn drauf:cool: )
 
Morgen,
vielen dank für die Antworten. War wirklich sehr hilfreich für meine Entscheidung.

schönen Tag noch

prince_sw
 
Noch ein grundsätzliches Wort zum Thema...;)

Sicherlich kann man auf jedem Keyboard 2-Händig spielen und die meisten tun das auch, aaaaber: Es ist ein riesen Unterschied ob ich "Beidhändig unabhängig" oder einfach nur "Melodie + Akkorde" spiele. Und nun kommt die Ausbildung ins Spiel: während die Klavier-Ausbildung darauf abzielt beide Hände weitgehenst unabhängig spielen zu können, beschäftigt sich die "Keyboard"-Ausbildung an den Msuikschulen hauptsächlich damit Melodie + Akkorde zur Automatik-Steuerung zu lehren. Das hat den Vorteil, dass man in relativ kurzer Zeit einen großen Lerneffekt (vorgegaukelt) bekommt.

Prinzipiell habe ich gar nix gegen diese Spiel-Weise, ich komme selbst ursprünglich von der Orgel und da war das auch nicht so viel anders, ich kritisiere nur meistens die Musikschulen, dass nicht mehr Ausbildung für die linke Hand betrieben wird. Denn ich hab mirs in mühsamer Probezeit erarbeiten müssen - und kanns immer noch nicht so, wie ein "richtiger" Pianist - gell Manu85 ;) !

Oben wurde in einem Post geschrieben, dass Band-Keyboarder auch eher Melodie + Flächen spielen würden - dem muss ich grob widersprechen:
Man spielt auch Flächen aber auch ganz andere Sachen....

Natürlich stark abhängig von der Musikart kommen da ziemlich heftige Sachen zusammen. Nehmen wir z.B. den Joe Cocker Titel "You can leave your hat on " sollte wohl jedem bekannt sein.

Wenn's in der Band keine Bläser gibt hat der Keyboarder folgende Parts/Sounds zu spielen:

1. Bläser-Anfang
2. links Piano Bass, rechts Akkorde in Achteln
3. dazwischen immer wieder Bläser-Einwürfe (rechts oder links)
während des Refrains auch richtig 2-Händig "fett"
4. dezente Orgel-Fläche wenn ein anderes Instrument das Thema übernimmt
5. in der dritten Strophe verzerrte Syntie-Figur mit der linken Hand, während rechts die Piano-Achteln durchlaufen.

So und jetzt erklärt mir mal, wie das mit "nur" Musikschul-Keyboard-Spielweise funktionieren soll.....

Und genau deshalb plädieren soviele für die Klavier-Ausbildung und damit verbunden die unabhängigkeit der beiden Hände !

Also wenn du für dich Keyboard spielen willst und bist mit dem zufrieden was dabei herauskommt tu es, aus Musik-Pädagogischer Sicht und aus der Praxis heraus, ist das halt nich so gut.

Michael
 
Ohja, das war mal eine gute Argumentation, Danke.
Werde mir das ganze nochmal ernsthaft durch den Kopf gehen lassen und dann nochmal entscheiden. Tendiere aber wahrscheinlich doch eher zum Keyboard, da es letztlich ja nur just for fun und zur Entspannung dienen soll. Und ob daraus ein langfristiges Hobby wird, ist ja auch noch nicht abzusehen. So weiss ich aber nun, wo die Unterschiede sind bzw. wo die Vor-und Nachteile sind ...


bluebox schrieb:
Noch ein grundsätzliches Wort zum Thema...;)

Sicherlich kann man auf jedem Keyboard 2-Händig spielen und die meisten tun das auch, aaaaber: Es ist ein riesen Unterschied ob ich "Beidhändig unabhängig" oder einfach nur "Melodie + Akkorde" spiele. Und nun kommt die Ausbildung ins Spiel: während die Klavier-Ausbildung darauf abzielt beide Hände weitgehenst unabhängig spielen zu können, beschäftigt sich die "Keyboard"-Ausbildung an den Msuikschulen hauptsächlich damit Melodie + Akkorde zur Automatik-Steuerung zu lehren. Das hat den Vorteil, dass man in relativ kurzer Zeit einen großen Lerneffekt (vorgegaukelt) bekommt.

Prinzipiell habe ich gar nix gegen diese Spiel-Weise, ich komme selbst ursprünglich von der Orgel und da war das auch nicht so viel anders, ich kritisiere nur meistens die Musikschulen, dass nicht mehr Ausbildung für die linke Hand betrieben wird. Denn ich hab mirs in mühsamer Probezeit erarbeiten müssen - und kanns immer noch nicht so, wie ein "richtiger" Pianist - gell Manu85 ;) !
 

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