Seagull S6 trifft Art & Lutherie Cedar Antique burst

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dieimschulchor
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Hier mal wie versprochen den direkten Vergleich der beiden Westerngitarren.

Bei beiden Modellen ist folgendes gleich (habe ich ausgemessen):

Mensur: ca.63,5 cm
Sattelbreite: ca.44mm
Länge: ca.102cm
Saitenabstand voreingestellt 0,4 cm (natürlich am 12.Bund)

Seagull: A & L:
massive Zederndecke / massive Zederndecke
Boden & Zargen Wildkirsche / Boden & Zargen Wildkirsche
Hals Silberblattahorn / Hals Silberblattahorn
Griffbrett Palisander / Griffbrett Palisander
Nitrolack seidenmatt / Nitrolack seidenmatt
Farbe: Natur / Farbe: antique burst

Also das ist ziemlich gleich bis auf die Farbe...

Die Schallochrosette der Art & Lutherie ist irgendwie aufgesetzt und nicht eingearbeitet.
Ich finde aber das es im positiven Sinne sehr originell aussieht.

Nun in laienhafter Ausdrucksweise der direkte Klangvergleich :D

Beide Instrumente haben einen sehr harmonischen vollen Klang.
Von der Bespielbarkeit "spürt" man da keinen Unterschied weil sie ja ziemlich Baugleich sind.
Die Seagull hat ein bißchen mehr diesen speziellen Westernklang, gerade beim anschlagen der Basssaiten. Die Klangunterschiede der diversen Saiten klingt irgendwie differenzierter.
Und sie hört sich etwas heller an.
Die A&L klingt etwas "harmonischer". Keineswegs schwammig aber eben anders und wärmer.

An der Stimmung liegt es übrigens nicht, denn ich habe sie beide vorher per Stimmgerät gestimmt.

Preislich liegen beide Gitarren auseinander.
Die Seagull S6 habe ich für 398,- Euro gekauft. Oft wird sie für 499,- Euro angepriesen.
Die A & L hat mich 298,- Euro gekostet, auch dafür kann man gelegentlich weitaus mehr bezahlen.
Im direkten Preisvergleich ist die Art & Lutherie also 25 % günstiger gewesen.
Den Preis finde ich für beide Instrumente absolut angemessen. Viel Gitarre, viel Sound und gute Bespielbarkeit für einen fairen Preis.
Wer sehr auf Optik achtet, der hat bei der A&L auf jeden Fall einen Hingucker, die seagull ist eben sehr "klassisch".
Ich würde mir auch beide Gitarren wieder kaufen, wenn ich aber 100 Euro sparen möchte dann ist klar dass es wieder die A&L wäre.
Eine klares pro und contra kann ich somit einfach nicht sagen, ausser eben aus ökonomischer Sicht.

Mein Faszit: Mit den Godin-Instrumenten ist man doch gut bestückt...:great:
 
Eigenschaft
 
Hi,
Glückwunsch erstmal zu deinen beiden Schmuckstücken. Mich würde bei deinem Vergleich (bezüglich des Klanges) interessieren, welche Saiten auf den Godin's aufgezogen sind.

Gruss Paule
 
Die bekommen Godin-Saiten.
Beide haben ab Werk die Godin A6 LT Phosphor Bronze light .012-.053 drauf. Wobei Godin nicht selbst herstellt, sondern herstellen lässt, evtl. sogar nur umlabelt. Welcher Hersteller dahintersteckt, schreiben sie nicht, nur dass es der führende Saitenproduzent in den USA wäre.

Gruß,
Matthias
 
Hi.
Auskunft über die Saiten kann ich natürlich nicht geben.
Sehe ich aber das Preisverhältnis Saiten/Gitarre, dann lassen sich solche Voraussetzungen doch preisgünstig anders gestalten indem ich andere strings aufziehe.
Auf beiden Gitarren sind NOCH die Originalsaiten aufgezogen, ich werde aber sie gelegentlich mal in Neue wechseln.
 
Ich lobe mir EHRLICH rancid´s detaillierte Kenntnisse...:great:
 
@ akustikpaule:

Gehe mal davon aus das auf beiden Instrumenten die gleichen Saiten sind, da es sich ohnehin um Schwesterfirmen handelt.
Beide Gitarren wurden innerhalb 2 Wochen gekauft, wie lange die Saiten jedoch auf dem einzelnen Instrument waren ist unkalkulierbar.

Ich wollte den Direktvergleich mal geben, so wie "ab-Werk" geliefert.
Schließe aber nicht aus dass sich die Instrumente mit anderen, neuen strings geringfügig anders anhören könnten.

Viele Grüße,
Michelle
 
Ich lobe mir EHRLICH rancid´s detaillierte Kenntnisse...
Also EHRLICH gesagt hab ich einfach auf der Homepage nachgeschaut ;) :D

Gruß,
Matthias
 
Macht ja nix, Matthias, ich war dennoch beeindruckt von deinem Wissen, die Quelle ist dann doch zweitrangig ;-)
Auf sowas wäre ich erst gar nicht gekommen, auf die Saiten zu achten.
Ich bin da wohl sehr praktisch veranlagt, ganz entgegen der Natur der Frau....
 
Danke für den Vergleich!
 
Ist es jetzt eigentlich ratsam auf eine neue Gitarre auch neue Saiten aufzuziehen?
Man weiß ja eigentlich nicht wie lange die Saiten ab-Werk schon drauf sind...
Ein paar Meinungen dazu wären schon nett.
 
Solange es nicht ein einem durchgenudeltes Vorführmodell ist, die Saiten noch gut klingen und nicht schon angerostet sind, würde ich mich da nicht zum wechseln gedrängt fühlen. :D

Erfahrungsgemäß spielt man die Saiten bei einer neuen Gitarre eh schnell runter, da man sie gerne und oft in die Hand nimmt.

Gruß,
Matthias
 
um bei deinem ursprünglichem threadtitel zu bleiben:

wenn du das gefühl hast, dein lover könnte mal n neues outfit vertragen: einfach das alte zeug runter und andere saiten aufziehen. für mich ist das immer wieder ein aha-erlebnis.
 
Ich hatte ein paar Monate eine S 6 und habe sie dann für eine andere (gebrauchte vollmassive von Framus, gebaut in Japan) in Zahlung gegeben. Warum: 1) Die S 6 hat einen mächtigen Korpus, ich fand sie unhandlich. 2) Die matte Lackierung war meinen Fingernägeln nicht gewachsen. Ich dachte immer, ich gehe sorgsam mit meinen Gitarren um, bei der habe ich es aber geschafft, in die Decke einzuhaken. 3) Die matt lackierte Zederndecke hat mir nicht gefallen. Wenn ich den Koffer aufgemacht habe, dachte ich immer - hm, naja, aber sie klingt doch ganz gut. Und das breite Griffbrett ist auch angenehm. Trotzdem...
Vom Klang her bin ich jetzt ganz bei Fichtendecken gelandet. Und ich persönlich will einen Lack, der die Gitarre schützt, auch wenn der dünne Mattlack angeblich noch so klangfördernd ist.
Also um die puristischen Gitarren wie die S 6, oder die Furch oder die Baton Rouges mit matter Lackierung mach ich künftig einen Bogen. Von den beiden Gitarren käme also auf jeden Fall nur die A & L in Frage.
Sorry, musste ich mal loswerden. Für mich ist Gitarre spielen mit Genuss verbunden - und da gehört Handling und Optik mit dazu.
 
hmmm....

das sehe ich jetzt völlig anders.
ich bevorzuge gits in matt.
die einzigen die ich noch im glanz habe sind die der nobelschmiede mit dem M aus USA.

matte oberflächen haben den vorteil, dass man relativ wenige fingerprints drauf sieht, was, speziell bei glanzlack und unter licht (z.b. bühne) nicht wirklich ein hingucker ist.

was ich allerdings bestätigen kann ist der erhebliche klangliche unterschied zwischen fichte und zeder.
wobei ich nur von vollmassiv mit fichte zu sperrholz mit massiver zeder den vergleich ziehen kann. für vollmassiv mit zeder fehlt mir leider das tonholz :(
 
Ich finde die unterschiedlichen Meinungen zum Holz/Lackierung doch sehr interessant.

Zum Glück gibt es unterschiedliche Anforderungen, denn sonst würde doch jeder das Gleiche kaufen und natürlich auch spielen.

Ich finde auch die Mattlackierungen am Schönsten, auch weil man die Finger nicht darauf sieht. Negativerfahrungen habe ich damit nicht gemacht. Meine alte Höfner Konzertgitarre habe ich seit ca. 25 Jahren, sie ist auch matt lackiert, aber ich finde sie heute noch keineswegs empfindlich und lobe mir auch ihren Klang (massive Fichte - nebenbei bemerkt).
Und in dem Alter in dem ich damals war, habe ich meine Instrumente nicht in Watte gepackt.

Ich habe denn meine beiden Western nun doch mal neu besaitet, und hatte auch ein AHA-Erlebnis. Schön sind sie beide noch, und meine Wertungen bleiben auch bestehen.
Dennoch zeigt sich ein ganz anderes "positiveres" Klangerlebnis.
 

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