Holz, evt. Auswirkungen auf den Sound und ggfls. Empfehlungen

  • Ersteller Philipp_Montague
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Das ist ein anderes Thema, aber auch mit dem Argument kommst du hier auch nicht weit. Ich habe hier schon so viele Diskussionen über Holzeinfluss und seit einiger Zeit auch über Cryo gelesen, am Ende läuft dann immer, immer darauf hinaus: "Ich spiele seit 30 Jahren, ich bemerke einen Unterschied durch meine Erfahrung. Messen kanns man nicht, in Aufnahmen hört mans nicht, aber ich bemerke es, beim Spielen ist es ein riesiger Unterschied. Jemand ohne 30 Jahre Erfahrung kann das gar nicht beurteilen, wer nicht tausende Euro investiert hat um es selbst zu hören auch nicht". Und wenn dann man jemand versucht es wissenschaftlich anzugehen wird die Argumentation verrissen, wie bei Physik der E-Gitarre.

Kurz gesagt: Vergeude nicht deine Lebenszeit, spiele was dir gefällt und spiele einfach.

Ja, das leidige Problem, dass es immer, immer unterschiedliche Meinungen zu ein und demselben Thema gibt! Scheusslich das auch! :great: (Der andere will aber nicht einsehen, dass ich Recht habe!)

VG
Jacky
 
Super Einstellung! :great:

Es gibt 2 Kategorien von Gitarristen:
1. Die, die spielen koennen, und
2. die, die sich mit allen Moeglichen Details aufhalten und haargenau wissen, welche Saitenstaerke Eric Clapton auf seiner 57er Les Paul names "Lucy" hatte, als er sie von George Harrison bekam...

Ich hab mit der Kategorie 2 absolut nix zu tun!! :engel:
Aber eins muss ich noch anfuegen:
Selbst die "Spezialisten" aus Kategorie 2 wissen meist nicht, dass diese LP urspruenglich von John Sebastian kam, der ja ein Bigsby auf der original als Goldtop ausgefertigen LP hatte ... :twisted:

VG
Jacky


Ich persönlich gehöre ebenfalls zur 1. Kategorie.

Ich kann weder Noten lesen noch kann ich dir erklären wie ein Pick-Up funktioniert.

Jedoch schadet es nie wenn man seinen Horizont erweitert :)
 
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Ein netter User hier hat mal bei einer Gitarre den Hals gegen einen baugleichen gewechselt, von Palisandergriffbrett zu Ahorngriffbrett und sonst möglichst alles gleich gelassen (was ja eh schon sehr, sehr schwer ist, Saiten, Saitenlage, PU-Höhe etc.) und beides mit guten Aufnahmen dokumentiert. Wenn man sich sehr gut konzentrierte und genau zwischen den gleichen Stellen sprang konnte man in der Tat einen ganz leichten Unterschied hören, aber der war so gering, dass das auch ein Husten gegen einen EQ-Regler oder ein um 1mm verschobenes Mikro auf der Aufnahme gewesen sein könnte. Oder vielleicht war der Druck in der Halstasche minimal anders, wer weiß.

Ja, es gibt Unterschiede, aber sie aus den Einzelteilen bei einem Gesamtinstrument abzuleiten ist schwer, da vorher drauf zuschließen ist eigentlich unmöglich. Man kann sicherlich eine klangliche Richtung vorgeben, aber das Resultat wird man ganz sicher nicht genau vorher bestimmen können.
 
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Ich persönlich gehöre ebenfalls zur 1. Kategorie.

Ich kann weder Noten lesen noch kann ich dir erklären wie ein Pick-Up funktioniert.

Jedoch schadet es nie wenn man seinen Horizont erweitert :)

Man kann andere fragen und herrlich ueber das eine oder andere diskutieren und sogar manchmal streiten, oder aber eigene Erfahrungen machen. Eigene Erfahrungen decken sich oft nicht mit den Erfahrungen, die andere gemacht haben. Davon sollte man sich aber nicht ins Bockshorn jagen lassen.
Kann ja sein, dass der andere mit seiner Meinung dennoch falsch liegt, oder? Dazwischen gibt es noch 100 verschiedene Meinungen, die den Anspruch auf Alleingueltigkeit fuer sich reklamieren. Was kann ich denn dafuer, wenn der andere nicht HOERT! dass die Gitarre trotzdem anders klingt? :eek:

Wie gesagt, ich hoere gewisse Unterschiede, andere nicht, dennoch lege ich keinen gesteigerten Wert auf das verwendete Holz, weil mir andere Dinge wichtiger sind. Ich hab auch mal gedacht, dass man sich voll gut auskennen muss. Am Ende sollte die Ahnung dafuer reichen, das gute Instrument aus den anderen auswaehlen zu koennen. Jeder hat seine eigenen Massstaebe dafuer.

Alleingueltigkeit kann keiner fuer sich reklamieren ...

... ausser ich!

VG
jacky
 
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Man kann andere fragen und herrlich ueber das eine oder andere diskutieren und sogar manchmal streiten, oder aber eigene Erfahrungen machen. Eigene Erfahrungen decken sich oft nicht mit den Erfahrungen, die andere gemacht haben. Davon sollte man sich aber nicht ins Bockshorn jagen lassen.
Ich versuche, so etwas möglichst rational zu erfassen, wo es geht.
Erfahrungen können sehr trügerisch sein.
 
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Ich versuche, so etwas möglichst rational zu erfassen, wo es geht.
Erfahrungen können sehr trügerisch sein.

Erfahrungen und Rationalitaet schliessen sich gegenseitig also aus? Sind Erfahrungen immer truegerisch, oder nur dort, wo die Ratio anderes vermuten laesst?

Ich halte viel von Erfahrungen, weil dass das einzige ist, was das Alter ganz automatisch zur Verfuegung stellt ... :redface:

Ah... Blasphemie! Schon wieder diese Physiker ... lasst mich doch mit euren Statistiken in Ruhe!

:twisted:
VG
Jacky
 
Zuletzt bearbeitet:
Erfahrungen und Rationalitaet schliessen sich gegenseitig also aus? Sind Erfahrungen immer truegerisch, oder nur dort, wo die Ratio anderes vermuten laesst?
Das hat Giusto nicht gesagt, sondern Letzteres.

Wenn ich mich nur auf meine mühsam gemachten Erfahrungen (jede Menge) verlassen würde, würde ich noch öfter scheitern. Nur ein ständig misstrauisches Gegendenken und -Prüfen bewahrt mich davor, weitere schlechte Erfahrungen zu machen.

Bei mehrfach positiv bestätigten ähnlichen Erfahrungen mache ich es mir allerdings leichter. ;-)

Ich halte viel von Erfahrungen, weil dass das einzige ist, was das Alter ganz automatisch zur Verfuegung stellt ... :redface:
Nein, Erfahrungen wollen erarbeitet sein, heißt, man muß sie machen. ;-)

Ah... Blasphemie! Schon wieder diese Physiker ... lasst mich doch mit euren Statistiken in Ruhe!
Die Diskussionen darüber sind aber sehr unterhaltsam, und so ganz nebenbei lernt man ne Menge. :D

So, zur Ergänzung möchte ich noch hinzufügen, dass nicht nur der Hals entscheidend zum Klang einer E-Gitarre beiträgt, sondern zum größten Teil die Bauart und Konstruktion der Gitte, wozu ich auch die Hardware und Elektrik zähle.

:hat:
 
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Nimm mir doch auch noch die letzte Illusion, die ich ueber das Aelterwerden hatte... danke! :weep:
:patpat:

Es ist nicht alles Mist!

Je mehr positiv bestätigte Erfahrungen Du machst, desdo leichter fällt es...

So kannst Du Dich auch mal ganz entspannt zurücklehnen, oder einfach einmal nur Deiner Intuition und Intention vertrauen...

Alles halb so wild...:D
 
Erfahrungen und Rationalitaet schliessen sich gegenseitig also aus?
Nein. Sie sind aber nicht der Weisheit letzter schluss, den nicht alles was man erfährt ist auch wirklich so. Man liegt damit sogar oft daneben oder zieht falsche Schlüsse.

Erfahrungen und Rationalität können auch Hand in Hand gehen, zum Beispiel bei einem korrekt durchgeführten Doppelblindversuch.
Würden wir die Frage nach den Hölzern wirklich verlässlich klären wollen, kämen wir alleine mit Erfahrungen nicht weit.
Meine bisherigen Erfahrungen lassen die Vermutung zu, dass sich das Holz nicht deutlich bemerkbar macht. Ich würde aber nie behaupten, dass sich das sicher weiß.
Dazu reicht es einfach nicht, ein paar Klampfen in die Finger zu nehmen und zu vergleichen. Ich bin mir meiner Beeinflussbarkeit durch andere Faktoren sehr wohl bewusst und weiß, dass ich so nicht zu einem verlässlichen Ergebnis komme.

Dazu bräuchte es schon viele Klampfen (weil ja auch zwei Baugleiche unterschiedlich klingen können), einige Versuchspersonen und einen Versuchsaufbau, der alle anderen Einflüsse bis auf den Klang möglichst eliminiert.
Man muss vorher genau festlegen, welche Daten zu sammeln und wie sie auszuwerten sind, dann kann man anfangen zu testen.
Die so gewonenen Erfahrungen können ausgewertet werden und man bekommt ein verlässliches Ergebnis.
 
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Dem stimme ich überwiegend zu.

Wird dem TE aber erstmal nicht viel weiter helfen.

Also müssen wir ihm erstmal unsere wohl gemachten Erfahrungen vermitteln.

Soll heißen, die meisten Beiträge oben!

Und auch noch weitere...

:hat:
 
Wird dem TE aber erstmal nicht viel weiter helfen.

Also müssen wir ihm erstmal unsere wohl gemachten Erfahrungen vermitteln.
So wie ich es auch gemacht habe. Man muss allerdings betonen, dass es sich nur um Eindrücke und Vermutungen handelt, so lange man nichts belegen kann. Sonst sorgt man nur für mehr Verwirrung.
 
Dem stimme ich überwiegend zu.

Wird dem TE aber erstmal nicht viel weiter helfen.

Er hat ja schon signalisiert, dass ihm weitergeholfen wurde.

Also müssen wir ihm erstmal unsere wohl gemachten Erfahrungen vermitteln.

Ich glaube, er ist alt genug, um seine Erfahrungen selber zu machen. :engel:

Wie ging der Spruch:
Erfahrung ist das, was man nicht hatte, als man sie dringend brauchte?

VG
Jacky
 
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Dann muß ja fast jede Aussage hier in Frage gestellt werden, solange keine gesicherten Testergebnisse zu jeder Behauptung vorliegen.

Sehr aufwändig, aufwendig das Ganze...
 
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Nein, guter Spruch, ist was dran!
 
Dann muß ja fast jede Aussage hier in Frage gestellt werden, solange keine gesicherten Testergebnisse zu jeder Behauptung vorliegen.

Sehr aufwändig, aufwendig das Ganze...

Nein, man darf sich auch ruhig davon emanzipieren, wenn die eigene Erfahrung dagegen spricht. Auch und gerne irrational.

VG
Jacky
 
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Dann muß ja fast jede Aussage hier in Frage gestellt werden, solange keine gesicherten Testergebnisse zu jeder Behauptung vorliegen.

Sehr aufwändig, aufwendig das Ganze...
Man muss nicht alles testen. Beispiel Kabelklang. Das kann man alles erklären, ohne aufwändig testen zu müssen.
Eine Aussage ist auch nicht immer eine Tatsachenbehauptung.
Wenn ich lese: "Ich habe die Erfahrung gemacht, dass...", oder "Ich vermute dass..." oder "Ich habe den Eindruck....", dann weiß ich das einzuordnen. Das muss kein gesichertes Wissen sein, hilfreich ist es unter Umständen trotzdem.
 
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