Studiengang Schwerpunkt Gitarre...?

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Hallo,

ich bin mir (leider) sicher, dass ich bei Weitem nicht der erste bin, der so eine Frage stellt. Aber ich hab (so als absoluter Neueinsteiger in das Gebiet "Musikstudium") schier den Überblick verloren. Ich wäre schon für ein paar hilfreiche Links dankbar!
Ich erzähl am besten einfach mal ein bisschen was über mich:
Ich bin 20 Jahre alt, hab dieses Jahr mein Abitur beendet und mache zur Zeit ein FSJ. Ich spiel seit ca. meinem 12. Lebensjahr (E-)Gitarre - fünf Jahre davon mit Unterricht. In der achten Klasse habe ich angefangen im Jugendchor zu singen, was sich zwei Jahre später zu einem kleinen, fünfköpfigen A Capella-Ensemble kristallisiert hat. Jetzt kommt aber mein Problem: ich habe nie anständig Noten lesen gelernt und - da es für die Gitarre ja Tabs gibt - mich auch nicht weiter dafür interessiert. Ich singe hauptsächlich nach Gehör und orientier mich nur sehr grob an den Partituren. Nichtsdestotrotz schreibe ich Lieder - einerseits sehr Richtung Metalcore, Deathcore usw. - und andererseits mehr akustisch, mit hauptsächlich deutschen Texten, die ich dann auch in fünfstimmige Arrangements umsetze. Ich arrangiere dabei ebenfalls hauptsächlich nach Gehör und was mir gerade in den Kopf kommt. Musik als Schulfach habe ich nach der 12. Klasse abgewählt, weil mir einfach das Interesse an Sonatenanalysen usw. gefehlt hat.

Natürlich ist mir klar, dass ich komplett ohne Musiktheorie nirgends eine Chance hab. Aber ich bin durchaus gewillt, mein Wissen nochmal aufzufrischen und Notenlesen zu trainieren etc. Ich hab auch schon von einigen Vorbereitungskursen gehört, was wohl 'ne ganz gute Option wär.
Das Erste, wovon ich gehört hab, war die Pop-Akademie in Mannheim. Mein kleiner Lichtblick, weil die eben sehr praktisch orientiert ist. Inzwischen nehm ich allerdings immer mehr Abstand dazu. Die Pop-Akademie macht auf mich einen recht kommerziellen Eindruck und ich denke auch, dass meine Chancen dort sehr gering sind - mangels bisherigen Erfolgs im Bezug auf Band etc.
Kann mir vielleicht jemand ein paar Empfehlungen, Tipps etc. geben? Ein bisschen was, woran ich mich orientieren könnte?

Wie im Titel schon erwähnt wäre es mir auch sehr lieb, wenn mein Lieblingsinstrument involviert wäre...
Und noch eine kleine Sache :( Ich hätte nicht das Geld, an irgendeine Privatschule zu gehen oder so etwas. Ich bin sehr wahrscheinlich auf BAföG angewiesen.

Vielen Dank schon einmal für eure Antworten,
Julian
 
Eigenschaft
 
Puuhhh wo fangen wir denn da mal an


Es gibt eigentlich folgende Möglichkeiten:

1. Musikstudium an einer Musikhochschule - Da gibt es mittlerweile in fast jeder größeren Stadt eine Einrichtung und immer mehr davon bieten auch Pop an und schon sehr viele auch den Studiengang Jazzgitarre. Ich glaube bei Wikipedia oder Google findest du eine Liste mit allen deutschen Hochschulen für Musik. Spontan fallen mir da ein. HFM - Köln, HFM - Berlin, HFM - Nürnberg, HFM - Osnabrück, HFM - München und so weiter und so weiter.

2. Lehrarmt Musik - bezieht sich in Richtung Schulpädagogik. Also das Unterrichten an Haupt, Real, Gymna - Schulen steht im Vordergrund.

3. Berufsfachschulen für Musik - Da kommen für dich wenn es keine privaten sein dürfen nur die paar in Bayern in Frage z. B. die Berufsfachschule für Musik Krumbach.
Was ist eine Berufsfachschule für Musik? Einfach mal informieren steht alles im Netz ;-)


Diese Vorbereitungskurse sind eine nette Sache, aber eigentlich sind die nicht da damit du viel lernst, sondern damit die dir zeigen auf welchem Stand du bist.
Was Theorie angeht reicht auch ein gutes Harmonielehrebuch wo man sich mal eine Zeit lang so richtig rein liest.

Was allerdings den meisten das Genick bricht ist die Gehörbildung. Versuche da fit zu werden. Weiterhin zählt dann nur noch, dass du einfach gut spielen kannst. Das können wir natürlich nicht beurteilen und schon gar nicht ohne eine Aufnahme von deinem Gitarrenspiel.
 
Du schreibst kaum, was du dir als berufliches Ziel vorstellen könntest. Wenn du dazu mehr schreibst, können wir sicher besser und zielgerichteter helfen.

Es ist halt so: es gibt private Schulen und staatliche Musikhochschulen (und einige Zwischenformen wie z.B. die bayerischen Berufsfachschulen). Die staatlichen Musikhochschulen sind am günstigsten, setzen aber die meisten Vorkenntnisse voraus. Bei den privaten Schulen gibt es viele verschiedene Formen von Zugangsvoraussetzungen (Aufnahmeprüfungen bzw. Nachweis von Vorkenntnissen). Insgesamt ist es so, daß man entweder viel Geld oder viele Vorkenntnisse mitbringen muss.

An vielen Schulen ist es so, daß sich Leute bewerben, die sich jahrelang zielgerichtet auf eine musikalische Ausbildung bzw. ein Musikstudium vorbereitet haben. Da musst du dann ebenso viel können bzw. mehr, um eine Chance für einen Studienplatz zu haben. Außerdem brauchst du jahrelange Erfahrung in Gehörbildung, um bei einer beruflichen Ausbildung mithalten zu können. Chorsingen ist dafür gut, aber du musst die dir evtl. bekannten Phänomene auch benennen können. Gehörbildung ist keine Sache, die man innerhalb eines Jahres komplett lernt.

Dann solltest du dir selbst auch die Frage beantworten: wenn du in den vergangenen Jahren nicht dafür gebrannt hast, eine berufliche musikalische Ausbildung anzustreben - wie kommt es, daß es dir jetzt auf einmal so ernst ist? Um gut Gitarre spielen zu lernen, reicht die örtliche Musikschule oder ein Privatlehrer. Fühlst du deine Identität jetzt schon ansatzweise als Musiker, Musiklehrer o.ä.? Du solltest von einer musikalischen Berufsausbildung halt nicht erwarten, daß sie dir eine neue Identität verschafft, oder daß du hinterher ein Musiker bist, wo du vorher keiner warst. Eine Ausbildung verfeinert und professionalisiert hauptsächlich die vorhandenen Anlagen und entwickelt vorhandenes Talent.

Also, im wesentlichen solltest du dir die Frage deiner persönlichen Ziele beantworten.

Harald
 
Danke, ginod, für Deinen kurzen Überblick und auch Dir Harald, für Deine Anregungen.
Ja, seitdem ich den Beitrag verfasst hab, hab ich wirklich noch über einiges nachgedacht und mich bei den Unis umgeschaut und alles...

Also, zumindest hatte ich die letzten Jahre - sagen wir, seitdem ich die erste Gitarre angefasst hab - kaum etwas anderes im Sinn, als Musik. Man könnte schlicht und ergreifend sagen, dass ich mir kaum etwas anderes vorstellen könnte/wollte, als mit Musik mein Brot zu verdienen. Aber das ist wohl auch um einiges leichter gesagt, als getan.
Dass man von heute auf morgen genug aufgebaut hat, um sich so ein Leben leisten zu können sind noch schöne Kindervorstellungen, die auch irgendwo in meinem Hinterkopf noch rumspuken. Mit einem Studium Richtung Musik habe ich mir erhofft, mich selbst musikalische/kreativ fortzubilden, gute Kontakte zu knüpfen und so weiter...
Es geht mir zumindest nicht darum, gut Gitarre spielen zu lernen. Ich wollte mich nur darauf beziehen, dass ich - was meine Musikalität betrifft - sehr Gitarren-fixiert bin, also nicht irgendwie noch Klavier, Geige o.Ä. spiele...

Naja, zumindest steh ich momentan ziemlich auf'm Schlauch. Ich werd' mir nochmal einiges überlegen müssen. Ich befürchte, dass ich für ein ordentliches Musik-Studium vielleicht doch ein bisschen zu sehr Hobby-Musiker bin, aber andererseits ist der musikalische Weg der (fast) einzige im Moment, den ich anstreben möchte... wie auch immer.:confused:
 

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