Improvisationsschwierigkeiten

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Liebe Mitmusiker ,

habe da so meine Schwierigkeiten mit der Improvisation , wie der Titel schon erahnen lässt .

Und zwar bin ich bis jetzt immer folgendermaßen an die Improvisation rangegangen :
Ich bring die Tonart des Backingtracks etc. in Erfahrung , z.B C-Dur, und spiele dann meine Pentatonic , Blues Scale und die Modes Ionisch,Dorisch,Phrygisch,Lydisch,Mixolydisch,
Aeolisch und Locrisch in der C Tonart also CDEFGAHC (Ionisch), DEFGAHCD (dorisch) usw.
Doch dann werd ich darauf aufmerksam gemacht , dass dies nicht richtig sei . Ich hingegen fand , dass es nie auf irgend eine Weise prägnant falsch geklungen hat .

Jetzt frag ich mich natürlich , wie denn die richtige Herangehensweise ist.

Außerdem wollte ich erfragen , welche scales ich benutzen "darf" , wenn der Backing z.B in C-Phrygisch stehen würde .
Hoffe ihr könnt mir da helfen.

mfg
 
Eigenschaft
 
Was war denn die Begründung dafür, dass das was Du gemacht hast "nicht richtig sei"?
 
Was war denn die Begründung dafür, dass das was Du gemacht hast "nicht richtig sei"?

Man könne z.B keine Phrygische in Dur spielen , oder so ähnlich . Hat mich so aus der Fassung gebracht ,dass ich aber nicht mehr richtig alles mitbekommen hab . ^^
 
Also das kommt bei mir immer drauf an wer das sagt und mit welcher Haltung:

Wenn das von nem Musiklehrer kommt oder von einem guten Gitarristen mit der Haltung: das ist schon ganz okay so was du machst, aber versuch mal das und das - da kann ich was mit anfangen.

Aber wenn einer ankommt und direkt meint: so und so geht ja gar nicht (ich aber weiß, dass das grundsätzlich funzt) - und keine Begründung liefert (oder keine verständliche) und mir keine konstruktiven Tipps gibt - dann gehe ich mal davon aus, dass der nur Revierpisserei betreibt, seinen was-weiß-ich raushängen läßt und angeben will - dann zeig ich dem meinen Rücken und lass ihn reden.

Deswegen meine Nachfrage.
 
Aber wenn einer ankommt und direkt meint: so und so geht ja gar nicht (ich aber weiß, dass das grundsätzlich funzt) - und keine Begründung liefert (oder keine verständliche) und mir keine konstruktiven Tipps gibt - dann gehe ich mal davon aus, dass der nur Revierpisserei betreibt, seinen was-weiß-ich raushängen läßt und angeben will - dann zeig ich dem meinen Rücken und lass ihn reden.

Deswegen meine Nachfrage.


Naja ein befreundeter Gitarrist und Bandkollege meinte das zu mir während des Song-Writing-Prozesses . Ich denke schon , dass er weiß , wovon er redet , oder ich weiß es ziemlich sicher .

Wäre es denn so wie ich beschrieben habe erst einmal grundsätzlich richtig ?
 
Naja ein befreundeter Gitarrist und Bandkollege meinte das zu mir während des Song-Writing-Prozesses . Ich denke schon , dass er weiß , wovon er redet , oder ich weiß es ziemlich sicher .
Okay - dann war es vielleicht einfach die Situation.

Dann frag doch noch mal genauer nach.
Wäre es denn so wie ich beschrieben habe erst einmal grundsätzlich richtig ?
Also ich bin jetzt weder der große Solo-Zocker noch der große Theoretiker.
Ich bin bisher so vorgegangen wie Du: also als Vorlagen oder Ausgangspunkt passende Pentas und Skalen genommen und von da aus was gestrickt. Ist bisher immer was rausgekommen, mit dem ich zufrieden war.

Kann sein, dass es eine effektivere Variante gibt, oder ich bestimmte Sachen nicht kenne, die sich besser eignen oder so.

Für mich gilt der Grundsatz: Erlaubt ist was gefällt.

Aber es kann auch sein, dass er insofern Recht hat als dass er ein paar Sachen kennt, die Du und ich nicht kennen. Aber da müßte er was zu sagen.

Kann auch sein - wegen des song-writing-prozesses - dass er eher meinte: so wie Du die Akkordfolgen jetzt aufbaust, machst Du es Dir schwer, später darüber zu improvisieren oder so. Mein Bruder hat mir ein paar Tipps zur funktionalen Harmonie gegeben (findest Du hier in ein paar Workshops auch), wo ich sagte: so bin ich da noch nie rangegangen.

Möglicherweise meint er ja auch sowas.


x-Riff
 
Man könne z.B keine Phrygische in Dur spielen , oder so ähnlich . Hat mich so aus der Fassung gebracht ,dass ich aber nicht mehr richtig alles mitbekommen hab . ^^

ich stehe zar noch kurz vor der kompletten verständnisphase was theorie anbelangt, hab aber kürzlich das thema mit meinem lehrer durchgenommen. ich glaube mich zu erinnern, dass das mit der "position" der halbtonschritte und den stufen zusammenhängt. ich müsste mir das aber noch genauer ansehen (was jetzt grad nicht geht).
 
hallo,
kurz als aufklärung wenn du in C bist ( und in den dazugehörigen modes) dann hast du ja die töne CDEFGAHC und wichtig ist es zu wissen was für ein grundakkord der mode hat. bleiben wir bei Ionisch dessen grundakkord ist Cmaj7 ( ein dur akkord mit einer grossen septim). Was dein kollege gemeint hat du kannst nicht E-phrygisch über E-dur spielen hat zu bedeuten, dass phrygisch den grundakkord Em7 ( ein E moll akkord mit kleiner septim)
-> phrygisch ist eher eine moll tonart als eine durtonart also klingt es nich so über dur

zusammen gefasst sind aeolisch(grundakkord m7), dorisch(m7), phrygisch(m7), lokrisch(m7) molltonarten und ionisch(maj7), lydisch(maj7) und mixolydisch(dom 7) durtonarten.

zu deinem Beispiel: C-Phrygisch und die C-mollpenta/blues

hoffe konnte ein wenig licht ins dunkle bringen sonst sufu dort findest du genug

EDIT: aber wenn du's schräg klingen lassen willst go for it!;)
 
Ich bring die Tonart des Backingtracks etc. in Erfahrung , z.B C-Dur, und spiele dann meine Pentatonic , Blues Scale und die Modes Ionisch,Dorisch,Phrygisch,Lydisch,Mixolydisch,
Aeolisch und Locrisch in der C Tonart also CDEFGAHC (Ionisch), DEFGAHCD (dorisch) usw.

Du bist einem Missverständnis aufgesessen.

1. Vereinfacht angenommen, Du spielst nur über einen einzigen Akkord C-Dur. Mit den Tönen CDEFGAHC bleibt das immer ionisch, egal in welcher Reihenfolge und mit welchem Anfangston Du diese spielst.

2. Dorisch klingt es erst dann, wenn Du die selben Töne zum Akkord D-moll spielst.

3. Sofern zu Akkorden gespielt wird (was ja fast immer der Fall ist - entweder real oder gefühlt), entscheidet nicht der Anfangston einer Leiter/Scale über das Erklingen eines bestimmten Modes sondern der Bezug dieser Leiter zum darunter liegenden Akkord. (Also CDEFGAHC über D-Moll = dorisch, über G7 = mixolydisch usw.)

Hier ist das alles ausführlich und verständlich erklärt:

http://msjipde.uteedgar-lins.de/ms-primer-4-2.html
 

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