Tipp gesucht (Klang Bandoneon): An alle Akkordeonkenner, -sammler, -verkäufer .....

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sanista
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:rolleyes:.........nun denn ihr Lieben,
darum geht es:

Den Klang des Bandoneons finde ich umwerfend. Leider habe ich, trotz Sturkopf einsehen müssen, dass ich nicht fanatisch genug bin, um es zu lernen. Sprich: Es würde einfach viel zu lange dauern. Egal ob Einheits-, B-Griff, C-Griff, rheinisch, ...... -diatonisch nach Noten spielen- (vergiss es !!!!)
Daher:
Ich bin auf der Suche nach einem Akkordeon, dass dem Klang des Bandoneons möglichst ähnlich ist.
Und wer weiß wie das klingt, weiß auch, dass jeglicher Hightech Kram ziemlich unpassend ist. 2-chörig reicht, converter, x- Melodien + Register, Cassotto, ist eigentlich alles nicht wichtig für mich.
Max 96 Bass. Knopf- oder Piano ist egal (wenn Knopf, dann aber C-Griff). Gebraucht wäre perfekt. Neu, wenns gar nicht anders geht. Und hoffe, dass ihr mir nicht schreibt: Vergiss es. Lass dir ne Spezialanfertigung bauen :(.
Habe die Hohner Tango ausprobiert und ein paar neue Modelle mit Bandon. Melodie.
Das Problem war immer, dass es einfach zu voll, zu direkt klang, irgendwie zu wenig Luft im Klang, vielleicht auch zu sauber, oder wie auch immer ich das beschreiben soll. Leises, feines Spielen und stark wechselnde Dynamik ging auch nicht wirklich.

Vielleicht hat ja irgendjemand einen Tipp für ein Model, egal ob alt oder neu.
Das wäre klasse.
Interessieren würden mich auch Adressen von Akkordeonbauern, welche solch ein Akkordeon herstellen könnten (scherzeshalber, falls ich im Lotto gewinnen sollte : )
..... ps : natürlich weiß ich, dass ein Akkordeon nie ein Bandoneon sein wird, seufz.

... so,:gruebel: jetzt bin ich gespannt wie ein Flitzebogen, was ihr schreibt........
 
Eigenschaft
 
Guten Morgen,

ich habe noch kein Bandoneon real gehört... Ich hatte mal eine alte Barcarole Prominenz, die einen sehr hellen und dünnen Klang hatte. Leider habe ich die einst verkauft. Sie hatte normale Dix-Stimmen.
Wenn Du dem Bandonionklang nahe kommen willst, ist Cassotto natürlich verboten. Schau doch mal nach einem 2-chörigen Akkordeon, das keine Schwebung sondern eine Oktavstimmung hat.

Ich weiß jetzt nicht, ob Uwe Hartenhauer oder Udo Schneeberg, min. einer von beiden baut Bandoneons etc.

Wer ein Bandonion auf Zug und Druck spielen kann, hat meine Hochachtung!

Grüße

Ippenstein
 
In einem anderen Faden habe ich auf die http://www.akkordeonwerkstatt.ch hingewiesen. Deren Piandoneon entspricht eigentlich genau Deinen Anforderungen:

Unser "Piandoneon" schliesst die Lücke zwischen Bandoneon und Akkordeon: ein Instrument mit der Ausdruckskraft des Bandoneons, aber wie ein Akkordeon zu spielen. Ohne Kompromisse haben wir dabei die Idee der "Reduktion aufs Maximum" befolgt. Dementsprechend hat hat das Instrument z.B. keinerlei Umschaltmöglichkeiten.
Allerdings habe ich das Instrument noch nie gesehen oder gehört.

PS: Betreffend Bandoneon lernen ist es mir gleich wie Dir ergangen: keine Chance..... Ich finde allerdings, dass das übliche Bandoneon Register (16' & 8') je nach Akkordeon dem Bandoneon wirklich nahe kommt.

PPS: die grosse Herausforderung ist wohl der Bass: der Standardbass ist vom Charakter her ganz anders als die linke Seite des Bandoneon. Ev. wäre ein Freebass System näher beim Bandoneon.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo accordion
Das ist ein toller Tipp. Muss man natürlich hören u. spielen. Aber immerhin eine weitere Stecknadel im Heuhaufen.

PS: Betreffend Bandoneon lernen ist es mir gleich wie Dir ergangen: keine Chance.....
..........ja, daran sind sicherlich so mancher verzweifelt. Wie heißt es so schön;): 4 Ebenen gleichzeitig zu erfassen trennt die Spreu vom Weizen.

Ich finde allerdings, dass das übliche Bandoneon Register (16' & 8') je nach Akkordeon dem Bandoneon wirklich nahe kommt.

Die Problematik steckt hier in "je nach Akkordeon". Und davon gibt es verdammt viele.

PPS: die grosse Herausforderung ist wohl der Bass: der Standardbass ist vom Charakter her ganz anders als die linke Seite des Bandoneon.

Yes;Yes, Yes................

Vielen Dank
Grüße
Sanista

Motto: Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen.
____________________________________

Hallo Ippenstein

"Wenn Du dem Bandonionklang nahe kommen willst, ist Cassotto natürlich verboten. Schau doch mal nach einem 2-chörigen Akkordeon, das keine Schwebung sondern eine Oktavstimmung hat."
Stimme dir in allen Punkten zu.

"Ich weiß jetzt nicht, ob Uwe Hartenhauer oder Udo Schneeberg, min. einer von beiden baut Bandoneons etc."
Beide bauen Bandoneons, aber Hartenauer ausschließlich (sagt Internet). Zumindest könnte ich die mal kontaktieren, zwecks Tipps.

"Wer ein Bandonion auf Zug und Druck spielen kann, hat meine Hochachtung!"
Jaaaaa, heul, der Killer steckt eben in dem Wörtchen "und" .... führt zu vier Ebenen..... dazu ist mein Hirn zu alt....................



Danke für den Hinweis.... wie gesagt, freue mich über jeden Tipp.

Grüße
Sanista
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Hallo Sanista,

ich habe gerade mal den Wikipedia-Artikel über Bandoneons gelesen, und da ist angegeben, dass es auch gleichtönige Bandoneons gibt:
Gleichtönig C-Griff oder B-Griff, kann mit fünf Fingern gespielt werden. Das Knopfsystem entstammt dem Knopfakkordeon. Dieses Instrument kann von Knopfakkordeonspielern, die den Bandoneonklang haben wollen, gespielt werden. Die Anzahl der Tasten geht von 2 x 37 bis 2 x 39.
(http://de.wikipedia.org/wiki/Bandoneon)

Vielleicht wär das ja auch was für Dich?

Gruß,
Seelchen
 
dass es auch gleichtönige Bandoneons gibt

Stimmt! Und ich habe inzwischen schon von mehreren Seiten gehört, dass dies sogar zunehmend gefragt sein soll. Andreas Hinterseher, der bei Quadro Nuevo normalerweise das Akkordeon spielt, hat mal erzählt, dass er sich ein gleichtöniges hat machen lassen, weil er beim "normalen" sonst noch irgendwann wahnsinnig geworden wäre. Also insofern lohnt es sch vielleicht erstmal die Bandoenenbauer kurz zu fragen, wie es denn so damit aussieht.

Gruß, maxito
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo, habe heute zufällig bei der Freiburger Akkordeonwerkstatt ein Akkordeon von Ernst Arnold mit Bandoneonstimmplatten gefunden. Das Teil ist potthäßlich klingt aber super.www.akkordeon-maurer.de

viel spass
tastenfux
 
........ bei der Freiburger Akkordeonwerkstatt bin ich zuvor auch schon gelandet :rolleyes:.
Das Ding gewinnt wahrlich keinen Schönheitspreis, hehehe. Müsste man natürlich in echt hören. Bin bei online streams immer a bisserl skeptisch. Aber die Werkstatt ist bestimmt keine schlechte Adresse für ne Suche, zumal ich nächste Woche sowieso in die Ecke fahren muss.
Zu allen anderen netten Tipps hinsichtlich der C-, B- Griff Bandoneons, die chromatisch und nicht wechseltönig sind:
Habe davon natürlich auch schon gehört. Sie werden anscheinend noch nicht lange hergestellt. Und sind natürlich für alle, denen es so wie mir ging, ein "unspielbares", orginal Bandoneon in den Griff zu bekommen um es letztendlich wieder in den Koffer zu packen (bevor man den Verstand verliert). Ich weiß allerdings nicht, ob man diese Bandoneons mit den geichen Noten wie ein chromatisches Knopfa. spielen kann. Wahrscheinlich schon....mmmh...? Falls nicht müsste man die Fingersätze neu zusammenbasteln und noch ein paar andere Dinge umschreiben....... Noten gibts dafür bestimmt noch keine.

Anyway, vorerst bleibe ich bei meiner Suche nach einem Akkordeon, schon allein weil ich meinen Frust über das viereckige Ding im Koffer verdauen muss.
Vielleicht fallen euch ja noch ein paar Tipps für ein Akkordeonmodel ein.:D das wäre super.
Mille Grazie bis hierhin.
sanista
 
Hallo sanista,
die Bandoneons mit gleichtönigem B- oder C-Griff müssten sich logischerweise mit gleichem Fingersatz wie (dreireihige) Knopfakkordeons spielen lassen. Links hast du dann ein dreireihiges M III (Melodiebass), wofür es ja auch erprobte Fingersätze gibt.
 
Von Pigini gibt es m.W. ein gleichtöniges Bandoneon. Konnte ich aber noch nie live hören. Zum Klang kann ich sagen, Bandoneons klingen genauso unterschiedlich wie Akkordeon. Auch da kommt es auf die verwendeten Materialien an. Generell klingen die "alten" Bandoneon im Diskant ziemlich spitz und im Bass etwas röchelnder und wenn Sie nicht überholt sind, klappern die Knöpfe wie Wäscheständer im Wind. :D Tremoloklang gibt es garnicht beim Bandoneon und das genau mag ich am Akkordeon. Einfach mal reinhören, zb. im Finnischen Tango wird viel mit Tremolo gespielt, richtig klasse.

Mein Eindruck ist, dass sich der typische Bandoneonklang, vor allem auch, durch die unterschiedliche Spielweise und Instrumentenhaltung ergibt. Der Balg ist länger und liegt auf dem Oberschenkel, Diskant und Bass sind leichter, dadurch lassen sich diese sehr spitzen Staccatobetonungen machen.

Zur Info Jan Budweis ( http://www.budweis-wunderlich.de/janvita.htm ) macht regelmäßig Bandoneonkurse.
 
Hallo Sanista

Ich erlaube mir, hier einen kleinen Beitrag zur Diskussion zu leisten. Ich kann deinen Wunsch nach einem authentischen Bandoneonklang auf Akkordeon gut nachvollziehen. Ich komme selber ursprünglich vom Akkordeon und bin auf der Suche nach einem Instrument mit Einzeltonbass und der Möglichkeit des zweihändigen polyphonen Spiels auf das Bandoneon gestossen. Die letzten zwei Jahre hab ich mich intensiv mit dem Thema beschäftigt und die verschiedenen Möglichkeiten ausgetestet.

Zuerst bin ich auf das C-/B-Griff-Hybrid-Bandoneon von Harry Geuns gestossen.

http://www.youtube.com/watch?v=GAzQRwhVyVQ&feature=related

Da schien mir vorteilhaft, dass die durchgehend symmetrische Tonanordnung (wie ein dreireihiges C-Griff-Akkordeon, im Bass mit tiefen Tönen oben) und die identischen Fingersätze für rechte und linke Hand eine schnellen Lernfortschritt ermöglichen. Ich hab mir so ein günstiges Einsteigermodell gekauft, und tatsächlich, man lernt darauf rasend schnell (ich kannte C-Griff schon vom Akkordeon). Nachteile waren mit der Zeit für mich der rel. geringe Tonumfang (E bis b1 im Bass und g bis cis3 im Diskant), die Notwendigkeit, den Arm unter den Halteriemen vertikal zu verschieben, um den ganzen Tonumfang bespielen zu können und, am wichtigsten, der Sound, der zwar einem Bandoneon nicht unähnlich ist, doch aufgrund der Akkordeonstimmzungen und der maschinellen Fertigung eben doch deutlich anders klingt und bezüglich Ansprache nicht durchgehend gleich gut ist. Ich hab dann auf das Profi-Hybrid-Modell von Geuns geschielt, welches es nur auf Bestellung in Einzelanfertigung gibt (Wartezeit 1,5 bis 2 Jahre).

http://www.youtube.com/watch?v=9WyWF-P8sbw&p=3AF61CB32D3949B2&playnext=1&index=38

http://www.youtube.com/watch?v=Z2ccq3SoPTw

http://www.youtube.com/watch?v=YaOYzoG7LBM


Da ich mir nicht die Katze im Sack kaufen wollte, hab ich das Instrument bei einem anderen Käufer ind der Nähe angespielt. Das Instrument ist sehr edel verarbeitet und hat Zink-Stimmplatten. Es kommt dem historischen Bandoneon sehr nahe, doch wie soll ich sagen.... irgend etwas hat mir gefehlt.... das Instrument klang irgendwie sehr metallisch/kühl, es fehlte mir dieser holzig-luftige Anteil am Sound, die Wärme, die trotz aller Schärfe bei den alten Bandoneons durchdringt. Ich hab dann nachgefragt, woran das liegen könnte. Es hätte mit der Qualität der Stimmplatten zu tun, die sie vorgefertigt geliefert bekämen und die je nach dem variiere. Vielleicht war das Instrument auch nicht voll eingespielt. Meiner Meinung nach hat es auch ganz einfach mit der symmetrischen Anordnung der Töne in kleinen Terzen zu tun. Dadurch kommen auf eine Stimmplatte die immer gleichen vier Töne zu liegen. Da beim Spiel ja nicht nur die eine Stimmzunge schwingt, sondern die ganze Stimmplatte Virbrationen erfährt, ergibt sich dadurch ein ganz anderes Obertonspektrum als bei einem Bandoneon in rheinischer Lage, wo durch das "bunt gemischte" Layout und die Wechseltönigkeit (zwei unterschiedliche sich gegenüberliegende Stimmzungen für Druck und Zug auf den Stimmstöcken) die Anzahl unterschiedlicher Töne pro Stimmplatte um einiges höher liegt. Ich möchte betonen, das ich nur dieses eine Hybrid-Instrument gehört habe und ich keine generelle Aussage über diese Instrumente machen möchte. Falls du wirklich absolut entschieden bist, dich nicht auf ein wechseltöniges Instrument einlassen zu wollen, würde ich dir ein solches Bandoneon empfehlen, da es als gleichtönige Alternative mit logischem Layout dem Original am nächsten kommt.

Nun, da mir unter den oben beschriebenen Voraussetzungen das Risiko zu hoch war, ein Instrument zu erwischen, mit dessen Klang ich nicht so glücklich bin, hab ich weiter gesucht. So bin ich auf die Bandonion- und Concertinafabrik in Klingenthal gestossen.

http://www.bandonion-klingenthal.de/deu/index2.htm

Die haben sich das Alfred Arnold-Label schützen lassen und haben in den letzten Jahren intensiv am Klang der alten Arnold-Bandoneons geforscht. Seit einiger Zeit bauen sie solche Instrumente nach historischem Vorbild neu. Ich kann diese Firma sehr empfehlen, die Leute sind sehr nett und hilfsbereit, und sie bieten die Möglichkeit, ein Bandoneon auf Probe zu mieten. Abgeschreckt von all den Klagen über das fürchterlich schwierige System der wechseltönigen Instrumente, entschied ich mich, ein chromatisch gleichtöniges Instrument auszuprobieren. Ich war vom Instrument recht angetan, der Klang des Bandoneons war authentisch, doch auch hier ergibt sich ein leicht anderes Obertonspektrum aufgrund der Tonanordnung auf den Stimmplatten. Natürlich musste es erst eingespielt werden, vor allem die noch steifen Lederventile liessen das Instrument noch etwas roh klingen, doch das gab sich nach einigen Wochen. Allerdings konnte ich mich mit der chromatischen Tonanordnung nicht anfreunden. So gut dieses System sich für ein Knopfakkordeon eignet, so sehr fühlt es sich beim Bandoneon wie etwas an, was nicht für dieses Instrument konzipiert ist. Da der Daumen nicht für das Spielen verwendet werden kann und man die Tasten nicht von oben (mit beweglichem Unterarm wie beim Akkordeon) erreicht, ergibt sich eine in vielen Fällen unergonomische Spielweise, vor allem an den Enden der beiden Tastaturen.

Nun, zu guter letzt hab ich mich an das Undenkbare gewagt. Ich hab mir bei der Bandonionfabrik das klassische Bandoneon in rheinischer Lage bestellt. Ich spiele es seit drei Monaten und bin damit überglücklich. Ich kann diese Instrumente wärmstens empfehlen. Die Bandonionfabrik ist meines Wissens die einzige, welche ihre Stimmplatten selbst herstellt, und das Instrument klingt wirklich genau so, wie man es von einem alten Bandoneon erwartet (auch hier mir der Einschränkung, dass die Instrumente eine gewisse Einspielzeit benötigen). Von einem Instrument dieser Bauart gibt es meines Wissens (noch) keine Videos auf You-Tube.

Ich weiss nicht, wie lange du es mit dem wechseltönigen Bandoneon versucht hast. Ich kann dir nur raten, einfach noch mal einen Anlauf zu nehmen. Es stimmt, es ist am Anfang etwas schwerer zu lernen als andere Instrumente (auch im Vergleich mit dem Hybrid-Bandoneon ist das festzustellen). Doch chaotisch ist die Tonanordnung nicht, denn wenn man sich eine Weile damit beschäftigt, stellt man fest, wie wunderbar die meisten Skalen und Akkorde in der Hand liegen und wie schnell und flüssig sich Passagen spielen lassen, für die man auf einem Akkordeon weite Sprünge ausführen müsste. Unser Gehirn besitzt die wunderbare Fähigkeit, Bewegungsabläufe zu automatisieren, und so lässt sich auch ein solches Instrument bändigen. Der Schlüssel dazu ist so einfach wie selbstverständlich: üben, üben, üben!!! Ich hab mich jedenfalls dafür etschieden, weil ich mich in diesen Klang verliebt habe und dies der Bereich ist, wo ich keine Kompromisse eingehen will. Nicht zuletzt ist dieses Instrument ein Segen für die Gehirnzellen :)

Nach meiner Odyssee und all dem Ausprobieren wage ich zu behaupten: Wenn du den Bandoneonklang suchst, wirst du nicht darum herum kommen, genau dieses Instrument zu lernen. Alles andere ist ein Kompromiss (mit dem man natürlich auch leben kann, wenn man will). Beim "Akkordeon mit Bandoneonklang" wirst du vor allem auf der Bassseite Probleme haben, wie hier auch schon angesprochen wurde. Selbst wenn du eines mit MIII zulegst: es wird konstruktionsbedingt (die Töne werden beim Bandoneon auf der Basseite durch das sog. Brummkästchen geschickt) völlig anders klingen. Das erwähnte ELA-Akkordeon mit Zinkplatten auf http://www.akkordeon-maurer.de/verkauf.asp?id=2&id2=1&lang=1 klingt übrigens für mich immer noch klar nach Akkordeon und nicht nach Bandoneon.

Lieber Gruss und ich hoffe, ich konnte dir mit diesen Überlegungen ein bisschen weiterhelfen

Robi
 
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Hallo Robi

Es freut mich zu hören, dass es noch andere gibt, die Gleiches suchen. Vor allem in einem Akkordeon Forum.
Natürlich bin ich auch auf die Bandonion- und Concertinafabrik in Klingenthal gestoßen. Wer sich mit dem Thema Bandoneon beschäftigt, kommt an ihr sicherlich nicht vorbei. Sie sind meines Wissens die Einzigen, die neue Bandoneons so herstellen können, dass sie hinsichtlich des Klangs an die alten AAs herankommen. Ich sage das aber nur, weil ich sie live schon gehört habe und mit meinen Laienohren vollkommen begeistert war.

Michael Zisman spielt sie.
http://www.michaelzisman.com/
Wenn du dich auf seiner Seite ein bisschen umsiehst und die Videos durchklickst, wirst du die Neuen aus Klingenthal finden und anhören können. Natürlich spielt er auch alte. Seine Seite ist überhaupt klasse für Infos hinsichtlich Bandoneons. Er hat Links zu namhaften Lehrern in Europa und gibt selbst Unterricht, sogar online. Nur für rheinische Tonlage. Ist natürlich teuer.
Manche seiner Videos sind auch auf youtube.
Vielleicht hast du mal die Gelegenheit auf eines seiner Konzerte zu gehen. Ich finde ihn unglaublich. Wer schon einmal versucht hat wechseltönige mit rheinischer Tonlage zu spielen, weiß was er drauf hat, um so spielen zu können. Und er ist noch nicht einmal 30. Unfassbar.
Alle guten Bandoneonspieler (die ich kenne), haben als Kind angefangen zu spielen und hatten Lehrer.

Ich glaube mir hätte es viel geholfen, wenn ich beim Beginn mit dem Bandoneon nicht schon Noten gekonnt hätte und nach Noten hätte spielen wollen.
Klar kann man auch nur mit Griffmustern arbeiten. Allerdings haben mich die Stücke, welche ich dafür gefunden habe gar nicht interessiert.
Mein Kopf hat ständig versucht Systheme zu finden, so wie ich es vom Lernen bei anderen Instrumenten kenne, und da brach der Wahnsinn aus:D.
Vor allem hat es mich irre gemacht, dass man eben nicht alles einfach so spielen kann. Kommt eben darauf an, wo der Balg gerade steht.
Ich habe manche Spieler gesehen, die Stücke sehr zerhackt gespielt haben, weil das, was sie gespielt haben, nicht an die Balgbewegung angepasst war.

Ich weiß nicht, was der richtige Weg ist um Bandoneon zu lernen, kann mir aber vorstellen, dass es einfacher ist viel mit dem Gehör zu arbeiten.

Ein wunderschönes altes orginal AA Bandoneon, allerdings ein Einheitsb., steht immer noch in meiner Küche im Koffer. Ist geliehen und wird in einer Woche zurück gebracht werden. Ich werde es leider nicht ":(" kaufen.

Für mich habe ich beschlossen, mich erst mal voll und ganz auf das chromatische Knopf. zu konzentrieren, da es keinen Bandoneonlehrer in meiner Nähe gibt. Nach meinen Selbststudien würde ich B. nur nochmal mit Unterricht angehen. (Es war ein harter Kompromis, denn beide haben nichts miteinander zu tun, außer Balg und Knöpfe).

Ich weiß nicht wo du wohnst, aber vielleicht hast du ja Glück und es gibt in deiner Nähe einen Lehrer.
Und wenn nicht, drücke ich dir alle Daumen und freue mich zu hören wie du vorankommst.
Auf jeden Fall bringst du die richtige Hartnäckigkeit mit und die braucht man definitiv.
Außerdem kommt es ja auch immer darauf an, was man eigentlich spielen will.

Beste Grüße
Sanista

PS. Natürlich klingt die ELA von Maurer immer noch wie ein Akkordeon.:D
 
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Hallo Sanista

Michael Zisman kenne ich. An ihm kommt man kaum vorbei, wenn man sich für Bandoneon interessiert. Ich hab ihn schon mal persönlich getroffen, und er hat mir auch den Tipp mit der Bandonionfabrik gegeben.

Ich kann schon nachvollziehen, dass dir das wechseltönige System zu kompliziert ist. Und was die Balgbewegung betrifft: das ist in der Tat anfänglich sehr gewöhnungsbedürftig. Allerdings kommt es auch drauf an, welche Art von Stücken man spielen will. Wenn es auskomponierte Sachen sind, kann man vorher in aller Ruhe bestimmen, an welchen Stellen man am besten den Richtungswechsel durchführt und das dann auch so einüben. Auf dem Instrument zu improvisieren ist sicherlich ungleich schwerer. Ich habe bei vielen Bandoneonisten zudem festgestellt, dass sie überwiegend auf Zug spielen und die Druckrichtung meist nur für gehaltene Töne/Akkorde verwenden, um so wieder in die Anfangsposition zu kommen. Oft wird mit dem Balghebel in kurzen Phrasierungspausen auch nur ganz wenig Luft herausgelassen, um wieder etwas "Weg" für die Zugrichtung zu gewinnen. Und gerade dieses "Luftholen" finde ich eine Seite des wechseltönigen Instruments, die ich unheimlich schön und organisch finde. Es fühlt sich beinahe so an, als würde man mit seiner Lunge atmen, um Luft für die nächste Phrase zu holen.

Ich habe mir vorgenommen, mich Stück um Stück an das Instrument heranzutasten. Ich übe zur Zeit die immer gleichen zwei Stücke, die ich mittlerweile recht flüssig spielen kann. Wenn ich sie gemeistert habe, kommt das nächste dran und so weiter. Was du betreffend dem frühen Beginnen im Kindesalter erwähnst, ist sicher richtig, trifft aber auch für alle anderen Instrumente zu. Da ich als Kind mit Akkordeon begonnen habe, ist zumindest die Grundlage der Balgbedienung und das Gefühl für die Knopftasten schon früh angelegt worden, davon profitiere ich auch jetzt noch. Trotzdem ist klar, dass ich nur einen begrenzt hohen Level erreichen kann. Aber was spielt das für eine Rolle? Schliesslich kommt es am Ende darauf an, dass einen das eigene Spielen erfreut und nicht so sehr, wie virtuos man wird. Mich durchströmt jedenfalls jedesmal ein Glücksgefühl, wenn ich den Balg für den Schlussakkord auseinanderziehe :)

Ich bin froh, dass ich mich an dieses Ding herangewagt habe und würde es nicht mehr hergeben.

Lieber Gruss

Robi

P.S. Auf welchem Video auf der Webseite genau meinst du, dass Michael Zisman ein Bandoneon der Bandonionfabrik spielt? Ich hab kein Video dazu gefunden. Am ehesten noch hier:

http://www.youtube.com/watch?v=h9MLey6HIVA (es sieht ziemlich neu aus und die Balgfarben sind genau gleich wie bei meinem Instrument)
 
Hallo Robi

....ooohhhh je..........
Eigentlich hatte ich ja gedacht, dass ich das Thema B. lernen abgeschlossen hätte.
Wenn ich aber so lese was du schreibst, sinke ich hier gleich einen halben Meter tiefer in meinen Stuhl.
Ich weiß genau was du meinst, wenn du vom Klang beim Spielen sprichst.
.......oh man...
Irgendwer schreibt hier, das Akkordeon sei das leidenschaftlichste aller Instrumente.
Für mich ist eindeutig das Bandoneon das leidenschaftlichste aller Instrumente.

Vor einer ganzen Weile saß ich bei einem Mann, der gebrauchte Akkordeons verkauft. Und er hat sehr viele.
Wir haben darüber gesprochen, was mir an "Klang" gefällt. Und er hat mir einige vorgespielt.
Du kannst dir ja schon denken wo das geendet hat.
Mein Standartwort war "nein".
Die Instrumente wurden immer "einfacher", weniger Chöre,... die Bässe gingen gar nicht....
Irgendwann hat er ein Bandoneon geholt. ... und gefragt, wie es denn eigentlich damit aussähe.
Ein paar Töne und ich habe gestrahlt wie ein Honigkuchen. Sonnenklar.
Vielleicht sollte ich es wirklich noch mal versuchen.
Akk ist ok und macht Spaß, aber beim Klang von einem B. geht mir echt das Herz auf.



http://www.michaelzisman.com/de/video.htm
Die Balgfarbe kann man nicht sehen, aber ich glaube auch nicht, dass die so wichtig ist. Er hat bestimmt eh ne Spezialanfertigung.

bin sehr sicher:
swiss jazz orchestra feat. MICHAEL ZISMAN:
Videos:
-in a sentimental mood (d. ellington/ arr. by bert joris)
-waljink tiptoe
-you´re everything
-mr dodo 1+2

Könnte auch sein:
676 NuevoTango Es sieht jedenfalls so aus:
a don nestor (m. zisman) u.s.w.


Liebe Grüße
Sanista

Ps. Mit welchen Stücken hast du angefangen? Hast du ne B. Schule? Welche?. Meine ist furchtbar...... Warum rheinisch und nicht Einheits-. .....?
 
S
  • Gelöscht von Wil_Riker
  • Grund: Ohne Inhalt
Hallo Sanista,

ich habe diesen Spruch. ;) Wenn du hoffnungslos dem Bandonion verfallen bist, dann mußt Du Dich auch ihm ergeben. Also Augen zu und durch! :great:

Grüße

Ippenstein
 
Hallo Sanista

....ooohhhh je..........
Eigentlich hatte ich ja gedacht, dass ich das Thema B. lernen abgeschlossen hätte.
Wenn ich aber so lese was du schreibst, sinke ich hier gleich einen halben Meter tiefer in meinen Stuhl.
Ich weiß genau was du meinst, wenn du vom Klang beim Spielen sprichst.
.......oh man...

Freut mich, dass ich dich zum Grübeln gebracht hab! :) Ich denke einfach, wenn du einen so deutlichen Unterschied im Klang zwischen Akkordeon und Bandoneon wahrnimmst, wie du selbst beschreibst, wirst du mit dem Akkordeon doch immer "irgendwie nicht ganz glücklich" sein, meinst du nicht? Also, vielleicht lohnt sich ein zweiter Versuch. Auf in die Klapsmühle! :D

Warum rheinisch: ich hab die zwei Systeme (rheinisch/Einheitsbandoneon) verglichen, und vor allem die Anordnug der tiefen Basstöne schien mir bei der rheinischen Lage vorteilhafter. Und ansonsten wars einfach eine Bauchentscheidung, da meine musikalischen Vorbilder vor allem die argentinischen Bandoneonspieler sind. Eine Schule hab ich keine, ich mache alles autodidaktisch. Ich bin ziemlich fit in Harmonielehre und Musiktheorie, weiss genau, welche Akkorde/Lagen ich wofür brauche und wie die unterschiedlichen Moll- und Durskalen funktionieren. Ansonsten richte ich mich nach dem Prinzip "der ergonomisch angenehmste Fingersatz ist meist der Beste". Der Rest ist Üben.

Ich habe mit zwei Stücken begonnen, die mir besonders gut gefallen: das eine ist "Adios Nonino" von Piazzolla im Arrangement von Rodolfo Mederos

http://www.youtube.com/watch?v=r9Aob3Kv700

Hab mir die Harmonien/Melodien rausgehört und das Arrangement auf meine Bedürnisse adaptiert. Dieses Stück hab ich auch auf den oben beschriebenen Vorgängerinstrumenten eingeübt und hab so einen guten klanglichen Vergleich zwischen den Insrumenten erhalten.

Das andere Stück ist "Mi Refugio", ein Tango im Arrangement vom Astor Piazzolla. http://www.youtube.com/watch?v=U4Os9G7RP2I

Davon hab ich ein Manuskript mit den Angaben für Zug und Druck. Das Stück ist schon recht anspruchsvoll, doch mittlerweile geht's ganz gut (das Tempo kann man ja anpassen....)

Warum bist du dir so sicher bei den Videos? http://www.michaelzisman.com/de/video.htm

Ich glaube nicht, dass diese Bandoneons Neuanfertigungen der Bandonionfabrik sind. Die auf den Videos zu sehenden Bandoneons haben Ösen für Trageriemen an den Balgverstärkungen, was auf ein altes Instrument hinweist. Die neuen Instrumente haben das kaum, es sei denn auf speziellen Wunsch hin, und ich hab Michael Zisman noch nie mit Trageriemen spielen sehen. Es wäre eigenartig, wenn er sich so eines extra bestellt hätte.

Lieber Gruss

Robi
 
Hi Robi

"Ich bin ziemlich fit in Harmonielehre und Musiktheorie, weiss genau, welche Akkorde/Lagen ich wofür brauche und wie die unterschiedlichen Moll- und Durskalen funktionieren."

...... und ich ne komplette Gurke dabei....mmmmhhhh :(
Kleiner Lichtblick:
Zumindest weiß die Gurke, dass sie darin eine Gurke ist und hat fest vor das Gurkendasein beim Lernen meines jetzigen Instrumets definitiv irgendwann im Gurkenland zu lassen.
Ohne Harmonielehre geht gar nix bei dem was ich gerne machen möchte. ( Ich bisherige Blattspielendenotenabhängige. No Go!!! Finito!!)

Und muss hier wohl nicht erwähnen, dass ich keine Chance hätte die Partituren deiner Übungsstücke im Bass auch nur ansatzweise aufzuschreiben.
Der Diskant in Adios Nonino ist ja nicht so das Problem. Aber der Rest. (Fand das übrigens sehr nett, denn ich kenne das Stück, allerdings in anderen Variationen und die waren viel schwieriger. Kann dir jetzt aber nicht mehr sagen, von welchen Spielern die waren.)

Ok.. aber ich kommuniziere hier auch mit nem Profimusiker, oder zumindest Semiprof, und wahrscheinlich auch Musikstudium und wahrscheinlich auch jemand der schon lange Klavier spielt und AKK...... + dickes Plus bei Harmonielehre sieht das verdammt gut aus hinsichtlich des Bandoneons (und der notwendigen Leidenschaft für das Schätzchen :great:)

Aber trotz allem habe ich doch ganz schön schlucken müssen, als ich mir dein zweites "Übungsstück" angehört habe.
Mama Mia, das ist für den Anfang, du sagst du spielst erst seit 3 Monaten, ein ganz schöner Berg. Und meiner bescheidenen Laienmeinung nach alles an dem Stück. Balgführung, LH, RH, Wechsel Rhytmus + Dynamik.....etc.
Und du kannst es schon spielen!!!!!
Demütig verneigt sich das Eichhörnchen und zieht seinen Hut. Superklasse!!!!

Bei
Adios Nonino finde ich die Balgführung eigentlich sehr schön, es ist wesentlich leichter, aber an ein paar Stellen sieht es auch ganz schön heftig aus die Länge des Balgs zu kontrollieren.
Falls du mal ne Aufnahme machst, würd ich mich jedenfalls riesig freuen, sie zu hören.

zu Zisman + B.
Da hast vollkommen recht. Der Tragriemen kann nicht sein. Hab nicht darauf geachtet. Das Ding sah ansonsten, für meine Greenhornaugen, sehr neu aus.
Und konnte mir nicht vorstellen was es dann sonst hätte sein können, als die Klingenthaler.
In echt habe ich die Neuen bei einem Konzert von ihm gehört. Habe ich ihn aber gefragt was es für ein Bandoneon ist. Der Balg sah bei dem B., wie ich später dann auf der Klingenthaler Seite gesehen habe, auch so aus wie dort abgebildet.

1:0 für dich : )

Übrigens hatte ich mir die Hybrids von Geuns auch schon vor einer Weile angesehen. Allerdings befürchte ich, dass meine Hände damit nicht zurechtkommen werden. Sie sind leider etwas klein. Komisch, das ist mir bei der Gitarre, den Flöten und bei meinen Ausflügen zum Klavier und Fagott bisher gar nicht so aufgefallen. Beim Akk dann plötzlich schon. (Ob man mit dem Alter schrumpft, ? :gruebel:). Spiele dehalb nach Tests auch Knopf und nicht Piano. Und habe leider auch ziemliche Probleme bei meinem Einheitsbandoneon in die oberste Reihe zu kommen. Hab schon rumüberlegt ob man da irgendetwas basteln könnte. Vielleicht ist es auch nur die falsche Technik ...mmmh?

Jedenfalls ist mir bei dem Infoaustausch hier klar geworden, dass das Bandoneon wahrscheinlich doch nie wirklich abgehakt sein wird. Zu dumm, dass ich nicht an ein Leihinstrument mit rheinischer drankomme. Die Griffweise zu vergleichen würde mich brennend interessieren. Die 5. Reihe bleibt natürlich trotzdem Thema. Werde nächste Woche eh an diesem Notenmekka vorbeifahren und schauen, ob ich da etwas Vernünftigeres finde als das Heft das ich hier habe. Gibt es etwas, bleibt das Schätzchen eben noch ne Weile hier, und wenn nicht.......we´ll see.

Beste Grüße
Sanista
 
Hallo Sanista

Ok.. aber ich kommuniziere hier auch mit nem Profimusiker, oder zumindest Semiprof, und wahrscheinlich auch Musikstudium und wahrscheinlich auch jemand der schon lange Klavier spielt und AKK...... + dickes Plus bei Harmonielehre sieht das verdammt gut aus hinsichtlich des Bandoneons (und der notwendigen Leidenschaft für das Schätzchen :great:)

Ja das stimmt. Die Harmonielehre-Kenntnisse sind wirklich sehr wertvoll und hilfreich. Ich mache sehr viel übers Hören und kann mir die harmonischen Strukturen schnell einprägen. Und tatsächlich komme ich vom Klavier her. :)

Aber trotz allem habe ich doch ganz schön schlucken müssen, als ich mir dein zweites "Übungsstück" angehört habe.
Mama Mia, das ist für den Anfang, du sagst du spielst erst seit 3 Monaten, ein ganz schöner Berg. Und meiner bescheidenen Laienmeinung nach alles an dem Stück. Balgführung, LH, RH, Wechsel Rhytmus + Dynamik.....etc.
Und du kannst es schon spielen!!!!!
Demütig verneigt sich das Eichhörnchen und zieht seinen Hut. Superklasse!!!!


Naja, im Moment beschränkt sich mein Können auf wenige Stücke, die ich intensiv geübt habe. Es ist etwa so, wie wenn du dich in einem Labyrinth befindest, und du kennst zwei oder drei Wege, die hinausführen. Das merke ich sobald ich ein neues Stück anschaue, denn dann beginnt die Frickelei von neuem... doch Stück für Stück wird auch das schneller gehen. Tatsächlich komme ich zu meiner eigenen Überraschung ziemlich schnell voran... irgendwie hab ich das Gefühl, als hätte dieses Instrument schon lange auf mich gewartet... dann und wann gibt es solche Momente im Leben, nicht?


Falls du mal ne Aufnahme machst, würd ich mich jedenfalls riesig freuen, sie zu hören.

Ja, mal schauen, vielleicht mach ich das, wenn die Stücke richtig gut sitzen.


Da hast vollkommen recht. Der Tragriemen kann nicht sein. Hab nicht darauf geachtet. Das Ding sah ansonsten, für meine Greenhornaugen, sehr neu aus.
Und konnte mir nicht vorstellen was es dann sonst hätte sein können, als die Klingenthaler.
In echt habe ich die Neuen bei einem Konzert von ihm gehört. Habe ich ihn aber gefragt was es für ein Bandoneon ist. Der Balg sah bei dem B., wie ich später dann auf der Klingenthaler Seite gesehen habe, auch so aus wie dort abgebildet..

Es gibt viele ältere Bandoneon-Modelle, die relativ schnörkellos und unverziert daher kommen und deswegen den neuen Instrumenten ähnlich sehen. Aber wie gesagt ausser auf den beschriebenen Links, kann ich keine Videos finden, wo das Klingenthaler Bandoneon zu sehen ist. Vielleicht hier (sieht sehr ähnlich aus, hab aber irgendwo gelesen, auch das sei keines): http://www.youtube.com/watch?v=2Vvx58bZZnU

Jedenfalls ist mir bei dem Infoaustausch hier klar geworden, dass das Bandoneon wahrscheinlich doch nie wirklich abgehakt sein wird. Zu dumm, dass ich nicht an ein Leihinstrument mit rheinischer drankomme. Die Griffweise zu vergleichen würde mich brennend interessieren. Die 5. Reihe bleibt natürlich trotzdem Thema. Werde nächste Woche eh an diesem Notenmekka vorbeifahren und schauen, ob ich da etwas Vernünftigeres finde als das Heft das ich hier habe. Gibt es etwas, bleibt das Schätzchen eben noch ne Weile hier, und wenn nicht.......we´ll see.

Wenn du wegen der Grösse deiner Hände ein Problem beim Einheitsbandoneon hast, wirst du bei der Rheinischen Lage wohl noch mehr Schwierigkeiten haben, denn da hat der Diskant ja sechs Reihen, wobei man die Töne der äussersten Reihe (hohe Töne der dreigestrichenen Oktave) nur selten braucht, besonders am Anfang. Es gibt aber meines Wissens auch Hersteller, die gegen Aufpreis speziell enge Tastaturen bauen (z.B. Klaus Gutjahr: http://www.inart.de/gutjahr/instrumente.htm )

Liebe Grüsse und frohes Üben

Robi
 
Z
  • Gelöscht von Rockin'Daddy
  • Grund: Crossposting
Hi Robi und alle anderen Leser

Hast du/ Hat jemand zufällig die Bandoneonschule (Selbstunterricht), geschrieben von von Klaus Gutjahr und Melanie Ziesche, in den Händen gehabt. Würde mich interessieren wie die im Vergleich zu der von Peter Fries ist.
Du sagst zwar du machst das komplett in Eigenregie, aber vielleicht bist du bei deiner Recherche ja mal drübergestolpert : ).

Ps. 1 Das AA wurde vorläufig zwischengelagert :D und wartet dort auf mich. Habe mich noch mehr in den gelben Kasten verliebt, als ich die 8 anderen am Donnerstag gehört habe. Es wird entwerder dieses sein oder definitiv kein anderes. Die Griffe muss man dann eben in den Griff bekommen : )))

Ps. 2 Wegen eventueller Aufnahmen: Müssen gar nicht perfekt gespielt sein. Finde Entwicklungsprozesse oft viel interessanter als Perfektion.

Ps. 3 Vid. Link ...wunderschönes Stücke... über seine Bs. geb ich lieber keine Prognosen mehr: )

A. L.
Sanista
 
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