Kritik zu eigenen Kompositionen

Fero63
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Hallo,

Ich bin neu im Forum und habe mich einfach aus meinem Interesse am Komponieren und Klavierspielen registriert. Leider habe ich noch nicht allzuviel Erfahrung, was sich in meinen (durchweg recht kurzen) Werken auch wiederspiegelt.
Ich hoffe also, hier etwas lernen zu können :).

Dieser Thread ist zum "Hallo Sagen" gedacht und zwar nicht nur schriftlich, sondern auch musikalisch: Dem zur Folge sind hier ein paar meiner ersten Versuche, zu komponieren. Hört es euch einfach mal an, gerne dürft ihr mir auch ein Feedback geben - konstruktive Kritik mag ich beinahe schon lieber als uneingeschränktes Lob :D.

____________________________________________
P.S.: Wenn das hier das falsche Forum sein sollte, dann entschuldige ich mich hiermit und möchte darum bitten, dass der Thread entsprechen verschoben wird, danke.
 
Eigenschaft
 
hast du eine üblichere datei?? ich kann das nicht öffnen.
mp3 oder midi wär besser:)
 
Ich hab mal über deine Stücke drüber geschaut.

Mal abgesehen von dem Klavierstück müssen wir grundsätzlich erst mal mit der notation anfangen.
Du hast da Percussion und Drumset drin, schreibst aber nicht was sie spielen sollen.
Ist klar, man notiert natürlich das, was man im Midiklang hört, aber für den Schlagzeuger is dadurch nicht klar, was er zu spielen hat.
Deswegen ist es gut vorher eine kurze Legende zu machen, auf welcher Linie welches Instrument liegt.

Das nächste ist, dass du mehrere Instrumente wild durcheinander in deiner Partitur anordnest.

Normalerweise notiert man Orchesterinstrumente, bzw. Orchesterstücke so:

Oben Holzbläser:
Flöten
Oboen (Englisch Horn etc.)
Klarinetten (Saxofone etc.)
Fagotte

Darunter Blech:
Hörner
Trompeten (Flügelhörner etc.)
Posaunen
Tuben

Darunter Schlagzeug (falls benötigt):
Die Anordnung hier ist freier. Oben stehen meist Pauken.

Darunter Streicher:
1. Geigen
2. Geigen
Bratschen
Celli
Kontrabässe

Du hast auch in deinen Beispielen natürlich nicht alle Instrumente eines romantischen Sinfonieorchesters drin. Macht aber nix, denn die Anordnung bleibt erhalten. Wenn du keine Holzbläser hast, dann kommt halt als oberstes Blech, dann Percussion und dann Streicher, etc.

Trotz allem empfehle ich dir aber als nächstes beim komponieren nicht in so großen Besetzungen zu schreiben.
Das Instrumentieren ist nochmal eine Sache für sich und kann gerade am Anfang die Dinge eher verkomplizieren.
Kleine Besetzungen wie etwa dein Klavierstück, oder Klavier gepaart mit Geige, oder Cello, oder gleich ein Trio machen das Komponieren am Anfang erst mal viel leichter, wenn man sich daran üben will.

Vielleicht ein paar Kleinigkeiten bei deinem Walzerstück:
Der Schlussakkord klingt in Midi nicht so differenziert, aber auf dem echten Klavier merkst, dass da was in der Luft steht. Daher würd ich dir raten unter all das noch ein tiefes C zu setzen. Dann wirkt es wie ne runde Sache. Der Akkord davor bräuchte da natürlich die gleiche Behandlung. Der Quartsextakkord (G-C-E) ist eigentlich dissonant, wirkt wie ein Vorhalt zur Dominante, weswegen man das Gefühl bekommt, es muss noch weiter gehn).
Das Fis im letzten Schlag Takt 14 schwächt die Schlusswirkung des Klanges ab. Willst du eine bessere Schlusswirkung, dann mach das Fis zum F und das H im Bass zu einem G. Die Akkordstruktur bleibt erhalten.
Da lassen sich jetzt noch ein paar Sachen sagen (vor allem die ganzen Leittonverdopplungen und speziell Stimmführung), aber da wäre es vielleicht erst mal angebracht ein neues Stück zu schreiben und das alte jetzt mal so gut es geht ruhen zu lassen.

Ich kann dir nur empfehlen, wenn es dich wirklich interessiert, dann auch Unterricht zu nehmen.
Für solche Sachen am besten Musiktheorie, Tonsatz im Allgemeinen und danach Kompositionsunterricht. Gäbe es in deiner Nähe die Möglichkeit Unterricht zu nehmen?
Im Internet können wir dir Tipps geben, aber keinen wirklichen Unterricht. Wenn du dir einen Lehrer suchst, dann kann er gezielt mit dir an solchen Sachen arbeiten und dir alles im Detail erklären.
 
Du hast da Percussion und Drumset drin, schreibst aber nicht was sie spielen sollen.
Ist klar, man notiert natürlich das, was man im Midiklang hört, aber für den Schlagzeuger is dadurch nicht klar, was er zu spielen hat.
Deswegen ist es gut vorher eine kurze Legende zu machen, auf welcher Linie welches Instrument liegt.
Das weiß ich bereits, habe ich aber bei den Stücken schlicht und einfach vergessen, da sie ja nie wirklich gespielt worden sind/werden.
Normalerweise notiert man Orchesterinstrumente, bzw. Orchesterstücke so:

Oben Holzbläser:
Flöten
Oboen (Englisch Horn etc.)
Klarinetten (Saxofone etc.)
Fagotte

Darunter Blech:
Hörner
Trompeten (Flügelhörner etc.)
Posaunen
Tuben

Darunter Schlagzeug (falls benötigt):
Die Anordnung hier ist freier. Oben stehen meist Pauken.

Darunter Streicher:
1. Geigen
2. Geigen
Bratschen
Celli
Kontrabässe
Das ist schonmal gut zu wissen, danke :great:
Bisher habe ich die Instrumente einfach gruppiert (Streicher zusammen, Bläser zusammen, ...) und so ein bisschen nach "Wichtigkeit" geordnet (Melodie, Bass, Percussion, ...).
Trotz allem empfehle ich dir aber als nächstes beim komponieren nicht in so großen Besetzungen zu schreiben.
Das Instrumentieren ist nochmal eine Sache für sich und kann gerade am Anfang die Dinge eher verkomplizieren.
Kleine Besetzungen wie etwa dein Klavierstück, oder Klavier gepaart mit Geige, oder Cello, oder gleich ein Trio machen das Komponieren am Anfang erst mal viel leichter, wenn man sich daran üben will.
Ist es verkehrt, den Klang erzeugen zu wollen, den man erzeugen will? :gruebel:
Ich glaube gern, dass das Instrumentieren "eine Sache für sich" ist, aber sämtliche Regeln beiseite lassen und einfach mal ausprobieren, kann auch Spaß machen. Ich möchte damit sagen: Ich instrumentiere, wie es für mcih gut klingt. Zumidnest solange, wie ich über etwaige Regeln nichts weiß. Aber ich bin immer bereit, zu lernen.
Und so unglaublich viele unterschiedliche Instrumente waren das auch nicht, oder?
Vielleicht ein paar Kleinigkeiten bei deinem Walzerstück:
Der Schlussakkord klingt in Midi nicht so differenziert, aber auf dem echten Klavier merkst, dass da was in der Luft steht. Daher würd ich dir raten unter all das noch ein tiefes C zu setzen. Dann wirkt es wie ne runde Sache.
dann müsste ich das E entweder weglassen, oder in die Rechte Hand schreiben, sonst ist das ganze nicht mehr greifbar. könnte ich nicht auch einfach die Umkehrung weglassen, also statt G-C-E, C-E-G schreiben?
Ich kann dir nur empfehlen, wenn es dich wirklich interessiert, dann auch Unterricht zu nehmen.
Für solche Sachen am besten Musiktheorie, Tonsatz im Allgemeinen und danach Kompositionsunterricht. Gäbe es in deiner Nähe die Möglichkeit Unterricht zu nehmen?
Im Internet können wir dir Tipps geben, aber keinen wirklichen Unterricht. Wenn du dir einen Lehrer suchst, dann kann er gezielt mit dir an solchen Sachen arbeiten und dir alles im Detail erklären.
Das wäre durchaus verlockend, aber ich war mir nicht sicher, ob meine Erfahrung dafür ausreicht (spiele seit 3 Jahren Klavier).

Aber auf jeden Fall danke für die vielen guten Ratschläge. Es ist schon lustig - ich bin nämlich erst durch dich (naja indirekt) auf dieses Board gekommen. Ich habe nämlich, weil ich selber Computerspiele programmiere, das Randwelt-Projekt entdeckt. Da ich mich auch für Musik interessiere, bin ich dann schließlich auch bei deiner Anfrage zum Projekt hier auf dem Board gelandet :D

/EDIT:
Ist es möglich, wenn man keinen Lehrer findet, erstmal mit Hilfe von Literatur autodidaktisch zu lernen?
 
Zuletzt bearbeitet:
Das weiß ich bereits, habe ich aber bei den Stücken schlicht und einfach vergessen, da sie ja nie wirklich gespielt worden sind/werden.
Es ist aber immens wichtig beim Komponieren immer daran zu denken, dass es auch aufgeführt werden könnte, sonst lernt man nichts dabei. Klar kannst du das hinschreiben, was du da stehn hast, aber welcher Schlagzeuger soll daraus schlau werden? Vor allem, was in dem "Epic" Stück steht ist von einem Schlagzeuger nicht zu realisieren.

Ist es verkehrt, den Klang erzeugen zu wollen, den man erzeugen will? :gruebel:
Ich glaube gern, dass das Instrumentieren "eine Sache für sich" ist, aber sämtliche Regeln beiseite lassen und einfach mal ausprobieren, kann auch Spaß machen. Ich möchte damit sagen: Ich instrumentiere, wie es für mcih gut klingt. Zumidnest solange, wie ich über etwaige Regeln nichts weiß. Aber ich bin immer bereit, zu lernen.
Und so unglaublich viele unterschiedliche Instrumente waren das auch nicht, oder?
Die Besetzung war schon groß gemug um in instrumentatorischer Hinsicht viel damit zu machen.
Mir ist klar, dass du am liebsten gleich die großen Orchesterkracher schreiben willst, das klingt ja alles toll mit vielen Instrumenten, ist aber für den Lerneffekt am Anfang hinderlich.
Es sollte erst mal um den Tonsatz an sich gehn. Harmonik, Stimmführung, Kontrapunkt etc. Danach kann man ein Stück immer noch orchestrieren und dann gilt es wieder einige Dinge in der Instrumentation zu beachten.
Dein Epic Stück wird in echt nicht epic klingen. Der Kontrabass alleine wird nicht so reinhauen, wenn ein Cello ihn nicht in der Oktave verdoppelt. Auf die Dauer fehlt dir dann ne Fülle in der Mitte, die man durch die Bratschen wieder ausgleichen kann.
Ich empfehle dir ganz dringend die Midiklänge nicht als Kontrolle zum Klang zu benutzen, sondern ein Gehör und Gefühl für Orchesterklang und die einzelnen Instrumente zu bekommen.
Deswegen das beste: Orchestermusik hören! Von Beethoven, über Schubert, bis Schumann, Dvorak, Wagner, Janacek, usw.
Auch die Kammermusik ist da sehr hilfreich. Die Brahmsstreichquartette, die Beethovenstreichquartette, dann die von Janacek. Am besten lernt man, wenn man studiert, was die großen Meister gemacht haben.
Von manchen Werken bekommt man schon ganz billig Partituren und Aufnahmen. Wieso nimmst du dir nicht mal Dvoraks 9. Sinfonie vor. Kaufst dir Partitur und vor allem eine gute Aufnahme und analysierst die Instrumentation, was genau an Instrumenten vorkommt, wann er sie wie einsetzt und vor allem: Hör gut zu wie es klingt, damit du eine Vorstellung bekommst, was wie klingt und wieso.

dann müsste ich das E entweder weglassen, oder in die Rechte Hand schreiben, sonst ist das ganze nicht mehr greifbar. könnte ich nicht auch einfach die Umkehrung weglassen, also statt G-C-E, C-E-G schreiben?
In Takt 15 auf Schlag eins kannst du das C im Bass weglassen und eine Oktave tiefer setzen.
Das ist greifbar, ob jetzt als schnelles Arpeggio, oder je nach Spannweite auch als Akkord. Klingt sogar schöner, weil der Bass dann nicht so dröhnt (Was ein weiterer Aspekt von Instrumentation und dergleichen ist. Je nachdem wie du Stimmen auffächerst oder Akkorde setzt, erhalten sie andere Klangfarben. Mach mal den ersten Akkord in Takt 15 so, wie beschrieben und beim zweiten Addierst du einfach ein C als untersten Basston).

Das wäre durchaus verlockend, aber ich war mir nicht sicher, ob meine Erfahrung dafür ausreicht (spiele seit 3 Jahren Klavier).
Ich kenne auch achtjährige, die schon Kompositionsunterricht haben, die sind auch keine Profis am Klavier. Wagner war auch kein guter Pianist. Das hat zu erst mal nichts damit zu tun. Du willst ja komponieren, wies aussieht fürs erste wohl eher tonal. Also würde es schon was bringen Musiktheorieunterricht zu nehmen, am besten Einzelunterricht bei einem Lehrer, der sich deine Sachen ansieht. Das funktioniert unabhängig von deinem pianistischen Können.
Aber das sollst du auch pflegen, weil es dir hilft harmonisch zu denken, das Klavier ist einfach ein gutes Werkzeug zur Kontrolle des Komponierten.
/EDIT:
Ist es möglich, wenn man keinen Lehrer findet, erstmal mit Hilfe von Literatur autodidaktisch zu lernen?

Schon, aber nicht empfehlenswert. Es ist immer gut, einen Lehrer zu haben, der kontrollieren kann was du tust und der Dinge anders formulieren kann, wenn du sie beim ersten mal nicht verstehst.
Beherzige erst mal meinen Tipp mit den Partituren und den Aufnahmen.
Nicht nur Instrumentation lässt sich daraus erarbeiten, ich würde mir auch mal Schubertlieder anschauen. Die sind harmonisch wertvoll.
Gepaart mit ein paar Büchern:
http://www.amazon.de/Allgemeine-Mus...=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1283643636&sr=8-1
Ist zwar in angestaubter Sprache und sehr systematisch, dafür aber ein sehr gutes Grundlagenbuch.
Weiterführen kann man es damit:
http://www.amazon.de/Harmonielehre-...1?ie=UTF8&s=books&qid=1283643690&sr=1-1-spell
Und gute Übungen gibt es hier:
http://www.amazon.de/Aufgaben-für-H...=sr_1_5?s=books&ie=UTF8&qid=1283643733&sr=1-5


Du solltest aber wissen, dass es nicht das Harmonielehrebuch oder Kompositionslehrebuch gibt.
Alle haben ihre Stärken und Schwächen, manche mehr Schwächen als Stärken. Vieles lernt man eben auch von einem guten Lehrer, der eben genau weiß, aus welchen Büchern man die nützlichen Informationen herauszieht.
 
Danke nochmal, dass du dir die Zeit genommen hast, meine Fragen zu beantworten :great:

Dein Epic Stück wird in echt nicht epic klingen. Der Kontrabass alleine wird nicht so reinhauen, wenn ein Cello ihn nicht in der Oktave verdoppelt. Auf die Dauer fehlt dir dann ne Fülle in der Mitte, die man durch die Bratschen wieder ausgleichen kann.
Mir scheint, da hab ich noch eine ganze Menge zu lernen.
Ich empfehle dir ganz dringend die Midiklänge nicht als Kontrolle zum Klang zu benutzen, sondern ein Gehör und Gefühl für Orchesterklang und die einzelnen Instrumente zu bekommen.
Deswegen das beste: Orchestermusik hören! Von Beethoven, über Schubert, bis Schumann, Dvorak, Wagner, Janacek, usw.
Auch die Kammermusik ist da sehr hilfreich. Die Brahmsstreichquartette, die Beethovenstreichquartette, dann die von Janacek. Am besten lernt man, wenn man studiert, was die großen Meister gemacht haben.
Von manchen Werken bekommt man schon ganz billig Partituren und Aufnahmen. Wieso nimmst du dir nicht mal Dvoraks 9. Sinfonie vor. Kaufst dir Partitur und vor allem eine gute Aufnahme und analysierst die Instrumentation, was genau an Instrumenten vorkommt, wann er sie wie einsetzt und vor allem: Hör gut zu wie es klingt, damit du eine Vorstellung bekommst, was wie klingt und wieso.
Das ist eine sehr gute Idee. Ich höre derartige Musik sowieso sehr gerne und außerdem verstehe ich gerne, was ich mag. Das nächste mal, wenn ich dann Orchestermusik höre, lege ich mir einfach mal die Noten daneben.
In Takt 15 auf Schlag eins kannst du das C im Bass weglassen und eine Oktave tiefer setzen.
Das ist greifbar, ob jetzt als schnelles Arpeggio, oder je nach Spannweite auch als Akkord. Klingt sogar schöner, weil der Bass dann nicht so dröhnt (Was ein weiterer Aspekt von Instrumentation und dergleichen ist. Je nachdem wie du Stimmen auffächerst oder Akkorde setzt, erhalten sie andere Klangfarben. Mach mal den ersten Akkord in Takt 15 so, wie beschrieben und beim zweiten Addierst du einfach ein C als untersten Basston).
Ich habe es mal auf dem Klavier gespielt und dann deine Vorschläge ausprobiert. Das ist wirklich besser. Vielleicht sollte ich dazu übergehen, auf dem Blatt zu komponieren, statt am PC.
Ich kenne auch achtjährige, die schon Kompositionsunterricht haben, die sind auch keine Profis am Klavier. Wagner war auch kein guter Pianist. Das hat zu erst mal nichts damit zu tun. Du willst ja komponieren, wies aussieht fürs erste wohl eher tonal. Also würde es schon was bringen Musiktheorieunterricht zu nehmen, am besten Einzelunterricht bei einem Lehrer, der sich deine Sachen ansieht. Das funktioniert unabhängig von deinem pianistischen Können.
Das ist gut. Dann werde ich mich mal umtun, wo es Möglichkeiten gibt, Unterricht zu nehmen
Du solltest aber wissen, dass es nicht das Harmonielehrebuch oder Kompositionslehrebuch gibt.
Alle haben ihre Stärken und Schwächen, manche mehr Schwächen als Stärken. Vieles lernt man eben auch von einem guten Lehrer, der eben genau weiß, aus welchen Büchern man die nützlichen Informationen herauszieht.
Naja, wo ist das nicht so? Egal, was man lernen will, am besten und effizientesten lernt man von einem Lehrer, der genau weiß, was er tut. Autodidaktisches Lernen dagegen ist mühseliger und hängt natürlich stark davon ab, wie schnell der Einzelne lernt.
Und was die Sache mit den Büchern angeht - Auch da greift meine einleitende Frage. Gäbe es das perfekte Buch, egal zu welchem Thema, würden wohl kaum noch neue geschrieben werden, wäre keine Innovation mehr notwendig, würde der entsprechende Zweig der Literatur aussterben, bis nur noch dieses eine Buch existieren würde. Da es perfekt wäre, würde das nicht viel ausmachen. Außer vielleicht, dass irgendwann jeder über das Thema nur noch dasselbe Wissen hätte. Die Folge wäre eine gleiche Ausgangssituation, aber was würde sich daraus entwickeln... :gruebel:
 
Und was die Sache mit den Büchern angeht - Auch da greift meine einleitende Frage. Gäbe es das perfekte Buch, egal zu welchem Thema, würden wohl kaum noch neue geschrieben werden, wäre keine Innovation mehr notwendig, würde der entsprechende Zweig der Literatur aussterben, bis nur noch dieses eine Buch existieren würde.
Naja im Grunde lernt man ja immer das gleiche, auch wenn verschiedene Bücher verschiedene Schwerpunkte setzen. Die großen innovationen kommen eigentlich sowieso erst dann, wenn man diese Bücher durch hat.

Die 9. von Dvorak ist eine sehr eingängige Sinfonie aber durch das teilweise hohe Tempo in Kombination mit 2/4 Takt (glaub ich) kann man ihr gar nicht so leicht folgen, da man mit dem Blättern kaum nachkommt. Es lohnt sich diese Musik anzuschauen aber ich konnte mich besser auf die Stimmen konzentrieren wenn mir das Stück etwas mehr Zeit lässt auch mal ein paar Takte vor zu springen oder mal ein paar Sekunden an einer Stelle stehen zu bleiben. Wenn Dich also der erste Satz etwas überfordert warte auf den 2. Satz, da kann man wirklich viel lernen und ganz entspannt mitlesen.

Die kleinen Stücke von Dvorak und Grieg sind auch ganz gut zu lesen. Slawische Tänze, Peer Gynt Suiten...

Noten => Musik
....
http://imslp.org/wiki/Peer_Gynt_Suite_No.1,_Op.46_(Grieg,_Edvard)
 
Hallo fero63,

habe deinen Thread erst heute gefunden und entsprechend verschoben. Bisher stand er unter "Miteinander komponieren", aber das war ja gar nicht dein Thema. Eigentlich hätte ich wegen eines nicht-aussagekräftigen Titels löschen müssen, aber ich habe den Titel mal angepasst. Hier im Kompositionslehre-Forum ist die Diskussion über Tonsatz, Instrumentation und Arrangement natürlich schwer on topic, auch deswegen habe ich den Thread verschoben, damit die guten Antworten hier im Unterforum archiviert bleiben.

Eine Bitte an alle User, die öfters auch in die thematisch naheliegenden Unterforen reinschauen (Neue Klassik, Hörproben, OT-Musikalisches etc.): meldet ruhig Beiträge, die besser in die Musiktheorie-Unterforen reinpassen per "Melden"-Button oder per PM an einen Moderator (z.B. den Musiktheorie-Moderator ;)). Danke.

Harald
 
habe deinen Thread erst heute gefunden und entsprechend verschoben. Bisher stand er unter "Miteinander komponieren", aber das war ja gar nicht dein Thema. Eigentlich hätte ich wegen eines nicht-aussagekräftigen Titels löschen müssen, aber ich habe den Titel mal angepasst. Hier im Kompositionslehre-Forum ist die Diskussion über Tonsatz, Instrumentation und Arrangement natürlich schwer on topic, auch deswegen habe ich den Thread verschoben, damit die guten Antworten hier im Unterforum archiviert bleiben.
Aha! Na dann, danke :)
Werde mir das für künftige Threads merken. Allerdings muss ich schon sagen, finde ich das Board sehr unübersichtlich. Dieses Forum habe ich zum Beisiel überhaupt nicht gesehen und deshalb in "Miteinander komponieren" gepostet.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ich habe es mal auf dem Klavier gespielt und dann deine Vorschläge ausprobiert. Das ist wirklich besser. Vielleicht sollte ich dazu übergehen, auf dem Blatt zu komponieren, statt am PC.

Unbedingt!
Notationssoftware wie FInale, Sibelius, meinetwegen Guitar Pro, sind, wie der Name sagt zum notieren. Dein Geschreibsel kommt am besten erst mal auf ein Blatt, dort kannst du am übersichtlichsten für dich schreiben und musst nicht erst überlegen wie bestimmte Funktionen mit der entsprechenden Software gehn.
Außerdem gibt dir Finale etc. den Klang vor. Das ist natürlich gut, wenns schnell gehn muss und man was kontrollieren will, aber hilft in keinster Weise dem inneren Gehör, weil man sich unbewusst auf die Klangausgabe verlässt und wie wir schon festgestellt haben entspricht sie meist nicht der Realität.
Also die Idee mit "per Hand" schreiben ist sehr gut. Wenn es dann fertig ist, kann man es immer noch mit der Software ins "lesbare" übertragen... :D

Du wirst auch festellen, dass du mit dem überprüfen am Klavier, anstatt den Midisounds von alleine instrumentatorisch denken musst. Du schreibst was für Streichorchester und überprüfst das am Klavier. Da musst dann natürlich auch versuchen wie das geschriebene mit Streichern klingt und wenn man das eine Weile macht, kommt die Routine, mit der man Klänge deutlich schneller erfasst.
 
Ich habe hier mal eine, wie ich finde, gute Aufnahme der 9. rausgesucht, die auch recht transparent dargeboten wird:
http://www.amazon.de/Dvorak-Sinfoni...=sr_1_2?ie=UTF8&s=music&qid=1283798354&sr=8-2

Hier gibts sogar beides in Kombination.
http://www.amazon.de/Sinfonie-e-Mol...ie=UTF8&s=books&qid=1283798409&sr=8-1-catcorr
Ich kann leider nicht sagen, wie die Aufnahme dazu klingt.

Ein Meister der Instrumentation war natürlich Ravel. Sehr bekannt ist die Orchestration der Schilder einer Baustelle... Ähm Bilder einer Ausstellung. ;)
Schon etwas für Fortgeschrittene. Aber zum reinhören schon mal gut.
http://www.amazon.de/Bilder-einer-A...=sr_1_4?s=books&ie=UTF8&qid=1283798565&sr=1-4
http://www.amazon.de/Eloquence-Muss...=sr_1_1?ie=UTF8&s=music&qid=1283799035&sr=8-1
Bin mit der Aufnahme zu frieden, auch wenn sie schon, wie der Dvorak etwas älter ist.

Aber auch von Beethoven lässt sich schon viel lernen. Ich finde gerade keine Partitur der siebten Sinfonie, aber die gibt es auch für wenig Geld und man kann einiges an Information daraus ziehen.

Für Fortgeschrittene bieten dann die Sinfonien von Gustav Mahler, Darius Milhauds "La creation du monde" und "Le boeuf sur le toit", sowie natürlich Wagners Werke viel zum erlernen und verstehen von Instrumentation. Aber lieber erst mal so reinhören und dann nach und nach, wenn man erfahrener ist, intensiver mit der Instrumentation dieser Werke auseinandersetzen. Gerade Mahler ist erst mal sehr unübersichtlich, dafür aber umso genialer.
 
Danke, dass du dir soviel Mühe mit einem Anfänger wie mir gibst :)
Ich kenne auch ganz andere Foren, wo die Hilfsbereitschaft und der Umgangston wesentlich...unterschieden sind, von dem, was ihr hier zu pflegen scheint. Ich kann mir leider nicht allzuviel leisten, aber meine Eltern haben irgendwo noch eine riesige Sammlung von Originalaufnahmen der Stücke unterschiedlichster Komponisten. Vielleicht sehe ich da mal rein, bzw. suche mal nach den Stücken, die hier bisher genannt wurden.
 
Manches gibt es schon ab sechs Euro. Du musst dir nicht gleich alles zulegen, keineswegs. Aber vielleicht mal eine Partitur und die dann mal intensiv studieren. Und bis man die durchhat, ist vielleicht wieder Geld für eine andere da.
 
Für was mal kein Geld da ist, gibts ja notfalls auch noch youtube und imslp (partituren). Ich weiß auf youtube musik hören macht nur bedingt spaß und in einer pdf-partitur rumscrollen genau so, aber vielleicht besser als nichts

Ein Meister der Instrumentation war natürlich Ravel. Sehr bekannt ist die Orchestration der Schilder einer Baustelle...

Hahaha :D OT, aber lustig: Mein Lehrer testet manchmal was bei der Musikschulsekretärin, die Konzertprogramme abtippen muss, so aus ihrem beruflichen Umfeld hängen bleibt. Leider nicht viel. Einmal stand dann eben tatsächlich Schilder einer Baustelle drauf. Oder auch Konzert in 6-Dur und ein Satz aus der gelben Suite (gemeint war "der selben"). Oder was er mit Skalpell und Kopierer aus dem Schließdienstplan gemacht hat...
 

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