Leise Proben mit In-Ear: Ampsound

Chridz
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Hallo allerseits,

unsere Band versucht grad die Probensituation umzustellen. Wir haben keinen festen Proberaum und sind aufgrund der Lautstärke immer auf Räume angewiesen, in denen wir zwar niemanden stören, die aber nicht immer frei sind. Daher haben wir uns einen Kopfhörerverstärker und ein E-Drumset besorgt und wollen uns u.a. mit Hilfe unseres Mischpultes Personal Monitoring einrichten. Damit würden wir uns alle gut hören und der Raum wäre weitestgehend egal, auf jeden Fall lautstärkeunabhängig.

Schwierigkeiten bereitet uns allerdings noch der Gitarrensound. Nach wochenlanger Recherche haben wir feststellt, dass wie so oft auch in diesem Bereich unzählige Lösungen für das "silent" proben bzw. recorden Lösungen gibt, die uns aber bisher nicht überzeugen konnten. Getestet haben wir bis jetzt:
Amp-/Speaker-Simulation über PC, Roland Cube als 'Preamp' bevor das Signal ins Pult geht, Palmer Pocket Amp, AMT F1, Tech21 Flyrig. Diese Lösungen hatten verschiedene Mankos, angefangen bei schlechtem Grundsound, Rauschen oder Unvereinbarkeit mit anderen Pedalen.

Weitere Ideen wären Röhrenpreamps von Koch, z.B. Koch Amps Superlead Guitar Preamp oder Two Notes (Two Notes Le Clean Dual Channel Preamp). Ebenfalls denkbar wären Silent Cabinets oder Loadboxen wie die Torpedo-Modelle von Two Notes (Two Notes Torpedo Live).

Wir drehen uns gefühlt seit einiger Zeit im Kreis mit diesem Thema, daher möchte ich an dieser Stelle mal nach euren Meinungen bitten. Geräte oder Setups die ihr empfehlen könnt etc. Haben wir etwas übersehen, was fällt euch dazu ein?

Live möchten wir weiterhin mit Amps und Akustik-Drumset spielen, oben beschriebene Problematik bezieht sich nur auf Proben. Der Fokus liegt klar auf dem Sound - die beiden Gitarristen spielen normalerweise Fender Amps (Blues Junior und Hot Rod Deluxe) in Kombination mit einigen Pedalen, die je nach Setup gerne weiterbenutzt werden sollen. Hierfür müsste nur die vorgeschlagene Lösung ähnlich gut mit den Pedalen zusammenarbeiten wie ein richtiger Amp. Das Charmante, was wir an Pedalen wie von Koch sehen, ist ein für Proben geringerer Transport- und Schleppaufwand, weil eben die Amps wegfallen. Uns ist klar, dass die meisten Optionen nie den Klang eines Verstärkers direkt neben dir ersetzen können - vielleicht müssen wir auch einfach nur unsere Ansprüche runterschrauben? Das Budget ist zwar nicht egal, aber wir sind bereit für guten Sound Geld in die Hand zu nehmen - also gerne Vorschläge bis 1000,- p.P.

Hier nochmal das Setup in der Übersicht (derzeit leider ohne Basser):
E-Drums
E-Git1 - ?
E-Git2 - ?
---> Allen & Heath ZED14FX ---> ART Headamp 6 Pro ---> Kopfhörer/In-Ears der Musiker

Ich hoffe, das Thema gibt es so noch nicht und ich bin hier auch im richtigen Bereich des Forums. Uns ist bei der Recherche aufgefallen, dass es doch recht schwierig ist, online nach Lösungen zu suchen, wenn man zwar die Funktionsweise genau vor Augen, aber keinen passenden Namen für die Geräteart parat hat.

Vielen Dank im Voraus für eure Hilfe, beste Grüße
Chridz
 
Eigenschaft
 
Wir hatten mal ein ganz ähnliches Setup und Setting und in diesem Falle ist ein Kemper wirklich sehr sehr gut. War schon wirklich fast surreal: Im Raum nur das Pock Pock der E-Drum-Pads, unter den Kopfhörern irre fetter Bandsound :great:
Ich weiß natürlich nicht, welchen Gitarrensound ihr so sucht, aber für Proben muss es doch nicht 100%perfekt sein, oder?
 
Moin,

Schaut aus, als würd euch ne vernünftige Cabsim fehlen.
Die Frequenzkorrigierten Ausgänge der anderen Lösungen sind galt nett, aber nicht mehr.

N Two Notes Torpedo z.B. wär was.
 
Wir haben vor kurzem auch komplett auf Digitalpult, InEar, EDrums und Kemper umgestellt. Die Vorteile sind immens. Jeder kann seinen eigenen individuellen und perfekten Mix erstellen, jeder kleinste Fehler ist sofort hörbar. Ein ganz grosser Vorteil ist, dass keinerlei Übersprechung mehr auf die Vocal Mics stattfindet. Hierdurch kann man grosszügig mit Kompression arbeiten wodurch der Gesamt Sound unglaublich stark profitiert.

Die Lösung hat uns so überzeugt, dass wir auch live genauso verfahren werden. Die Menge des zu tranpotierenden Equipments verringert sich zudem auch gewaltig.

Wenn man auf Kemper keinen Bock hat, dann würde ich auf jeden Fall das Torpedo Live nutzen. Beide Lösungen können perfekte Ergebnisse liefern.
 
Ich bin gerade an der gleichen Sache dran.
Nach einigen Versuchen mit Modellern weiß ich jetzt das ich meinen Amp weiterspielen will, allerdings ohne Box.
Meine Lösung heißt Amp - Blubox (IR-DIbox) - Reaktive Last (Tonehound)
 
Ein kleiner Tipp über die Gitarrenebene hinaus... Arbeitet mit den Drummern zusammen an der EDrum Lösung. Oftmals wird mangels Informationen irgendein Roland Modul gekauft welche selbst in der teuersten Variante einfach furchtbar klingen. Ich hab ewig dafür gebraucht, es aber tatsächlich hinbekommen, sämtliche Top Libraries von Toontrack, BFD, Steven Slate usw. inkl. aller Sample Layer für die 2BOx Module ohne Verluste zu konvertieren und direkt auf dem Gerät zu nutzen... Ich bin bei jeder Probe immer wieder begeistert... und der Drummer erst recht.

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Zuletzt bearbeitet:
Ich habe ihn leider selber noch nicht testen können, aber wenn Kemper und Axe FX zu viel des guten sind, könnte ein Laney IRT Studio eine lösung sein. Torpedo wurde ja schon genannt. Ansonsten habe ich mit Kopfhöreranschlüssen und ähnlichem leider keine guten Erfahrungen gemacht.
 
Der braucht aber auch ne ordentliche Cabsim, damits auf die Weise läuft. Wird ja keiner n PC rumschleppen wollen zu Proben und Gigs...

Der Kandidat hat 100 Punkte.

>>>
  • Leistung: 15 W
  • kompletter Ironheart Preamp: 3 Kanäle, Pre-Boost, Pull Boost EQ Controls, Reverb
  • <1 W Input Modus für High Gain Sounds thomann bei geringer Lautstärke
  • 2 Endstufenröhren EL84
  • 3 Vorstufenröhren ECC83
  • Speaker-emulated Record Ausgang direkt aus der Endstufe - für vollen Röhren-Sound bei Recording und Live
  • eingebaute Dummy Load: kein Anschluss einer Box nötig
  • USB Audio Schnittstelle und Re-Amp Klinkenausgang
  • MP3 Eingang: Miniklinke
  • Bauform: 19" / 2 HE
<<<

https://www.thomann.de/de/laney_irtstudio.htm?ref=search_rslt_laney+irt+studio_305321_0
 
@tylerhb
Werden die Kessel dann mit Kontaktmikros abgenommen?
Ist das Schlagzeug denn nicht genauso laut? Oder sind da spezielle Auflagen au den Fellen?
 
Speaker-emulated Record Ausgang direkt aus der Endstufe - für vollen Röhren-Sound bei Recording und Live
Das ist halt, wie gesagt, nur ein frequenzkorrigierter Ausgang.
Keine vollwertige Cabsim.
Ich würd dem TE nach mehreren solchen Versuchen eher n Upgrade empfehlen...
 
@tylerhb
Werden die Kessel dann mit Kontaktmikros abgenommen?
Ist das Schlagzeug denn nicht genauso laut? Oder sind da spezielle Auflagen au den Fellen?

Nein, das ist ein echtes EDrum Kit von Jobeky aus UK. Im Grunde ist das die gleiche Technik wie bei den Roland VDrums Pads. Also ein Kessel mit Mesh Heads und Piezo Triggern, also fast vollkommen lautlos. Auch die Becken machen nur ein leises Klack. Allerdings sieht dieses Kit wie ein echtes aus und ist zudem noch viel günstiger. DrumTec bietet ähnliche Kits, die sind aber viel teurer und nicht zwingend besser. Von den Vocals mal abgesehen könnten wir mit der gesamten Band problemos in einer Mietswohnung proben.
 
Aaahhh, ein E-Drum also was nicht total beschissen aussieht. :great:
Der Transportvorteil ist dann natürlich dahin.
Aber ein paar richtige Becken hat er ja trotzdem:)
 
Aaahhh, ein E-Drum also was nicht total beschissen aussieht. :great:
Der Transportvorteil ist dann natürlich dahin.
Aber ein paar richtige Becken hat er ja trotzdem:)

Naja, unser Drummer ist eh speziell, sonst hätte er nicht zwei Kicks. Aber es ist nur eine 20" und daher doch schon viel transportabler. Wenns ganz eng wird könnte man die Reso Felle einfach weglassen und die Kessel ineinander stapeln.

Die Becken sind keine echten Becken, sondern auch leise Edrum Pads, allerdings aus Metall.

http://www.jobekydrums.co.uk/index.php?main_page=index&cPath=72&zenid=temeo5snnpgpso11r5trdoqc67
 
Wie geil! Ein Drumset was kein Lärm macht und Röhrenamps die ihre Leistung in Loadboxen verbraten:D
Die Tage des Rockn´Rolls sind gezählt:eek::)
 
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der Raum wäre weitestgehend egal, auf jeden Fall lautstärkeunabhängig
Unterschätze nur nicht die Lautstärke des Gesangs, der kann je nach Sänger und Musikrichtung auch unverstärkt ein Haus beglücken. ;)
 
Vor allem so ein Grunzgesang sollte sich ohne Musik interessant anhören:evil:
 
Vor allem so ein Grunzgesang sollte sich ohne Musik interessant anhören:evil:

Ohja, dazu noch ein bisschen Geklacker von den Drum Pads... Das klingt echt saulustig wenn man die Kopfhörer rausnimmt. :great:
 
Wow, vielen Dank schon mal für alle Beiträge! Auf das Musiker Board ist doch immer wieder Verlass :great:

@mjmueller : Nein, es muss nicht 100%ig perfekt sein, sind andererseits aber auch durch die Fender Amps sehr verwöhnt. :D Die 'Lösung' sollte nur gut mit Pedalen zusammenpassen, oder eine eigene, möglichst flexible Effektlösung parat haben.

@thomult : Das klingt ganz interessant. Wie ist das verkabelt? Die Blubox macht ja nur Speaker-Sim und erst der Tonehound gibt den Widerstand, oder?

@tylerhb : Sehr cooles Set! Ja, wir waren ewig mit allen unterwegs, sind durch Musikhäuser gezogen und haben gefühlt tagelang irgendwelche Sachen angespielt. Als Einstieg soll es jetzt ein Roland TD-12 werden, damit haben auch Freunde von uns gute Erfahrungen gemacht. Irgendwann ist dann vielleicht mal eine Aufrüstung dran.

@DerThorsten : Deine Lösung schaut auch gut aus. Welche Stile bespielst du denn mit dem Setup so?

@crazy-iwan : Danke auch für deinen Input. Wir haben auch noch kleine Röhrentopteile im Blick (Blackstar HT-1R, Bugera G5 Infinium etc.). Aber da würde ja das gleiche Problem mit dem frequenzkorrigierten Ausgang bestehen, oder?

@Rake5000 : Besten Dank für den Hinweis. Zu nachtschlafender Zeit im Reihenhaus ist das mit dem Gesang wohl auch schwierig, ansonsten allgemein sozialverträglich und im Gartenschuppen hoffentlich auch für die Nachbarn auszuhalten. :engel::D

Danke und beste Grüße,
Chridz
 

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