Was für ein Aufwand bei CD-Aufnahme als Band?

  • Ersteller crazy-iwan
  • Erstellt am
Wenn Ihr vorher noch nie im Studio aufgenommen habt, dann solltet ihr diese Erfahrung gut dosiert machen. Egal wie stark man im Proberaum und auf der Bühne spielt - im Studio ist alles ein wenig anders, und das kann auch routinierte Musiker aus der Komfortzone herauskicken.

Der erste Schritt ist "gute Vorbereitung". Jeder Musiker sollte wissen, wann was wie im Song gespielt wird. Das klingt selbstverständlich, ist es aber nicht. Bands die live kommunikativ miteinander musizieren, entwickeln sehr viel aus dem Moment heraus - steht dann jeder allein im Aufnahmeraum, verliert sich das als sicher gefühlte Konzept im Nichts. Deswegen - die Pilotspur auf jeden Fall gemeinsam einspielen. Spur für Spur kann dann nachgebessert werden.

Als Hobbymucker mit Vollzeitberuf werdet ihr möglicherweise im Zuge der Aufnahmen feststellen, dass ihr weder so dynamisch spielt wie gefühlt, noch so tight wie ihr dachtet, noch so sauber intoniert wie beim Spielen wahrgenommen. Das ist normal und auch gut so. Vom Bezirklsliga-Fußballer wird auch nicht erwartet, zu kicken wie die Bundesliga-Profis. Nur wir Mucker, wir messen uns immer mit Vollprofis, und verwechseln dann auch gerne musikalische Limitierung von Mainstream-Musik mit der Perfektion kommerziell gut gemachter Produktionen.

Meine ersten Studioerfahrungen waren davon geprägt, dass wir uns viel zu viel vorgenommen haben, so dass wir schnell an den Punkt kamen, uns mit halbgar eingespielten Spuren zufrieden zu geben. Aber ein Mischpult ist ein Mischpult und kein Klärwerk. Und egal wie viel technisch möglich ist, im Nachinein jeden einzelnen Ton zu manipulieren: sauber eingespielt ist besser und schneller. Nur nicht eben einfach.

Mein Tipp: 1 Wochenende im Studio kann schon für 2 Songs knapp werden, mehr nähme ich mir nicht mehr vor. Wichtig ist, frühzeitig isolierte Einzelspuren anzuhören, sich nicht von irgend welchen Roughmixen mit viel Hall blenden zu lassen und brutal ehrlich mit dem eigenen Werken zu sein. Da steckt viel Konfliktpotential drin, aber es ist ein Weg in Richtung "gutes Ergebnis". Falls ihr individuell so stark seid, dass Samstag um 16.30h alles im Kasten ist, dann kann man ja immer noch zusätzliche Songs aus dem Repertoire ziehen, aber als Ziel rate ich davon ab.

Um sich als Band vorzubereiten: übt mit Click. Was im Mikrotiming auf der Bühne undramatisch ist, kann Studioaufnahmen in den Grundfesten erschüttern. Timing ist oft das allerallergrößte Problem. Wer sich individuell vorbereiten möchte: einfach mal mit Metronom ein paar einfache Skalen aufnehmen und kritisch hören. Das schärft schon mal ganz ungemein. Die meisten Hobbymucker üben einfach viel zu wenig mit Metronom, da werden feine Backingtracks oder unsauber selbst eingespielte Loops bedaddelt, aber solides Arbeiten an der Basis, das geht sehr oft unter. Ja, es gibt Ausnahmen. Selten. Und es ist anfänglich frustrierend und stupide. Ich schweife ab...

Übt mit Click!
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: 7 Benutzer
Um sich als Band vorzubereiten: übt mit Click. Was im Mikrotiming auf der Bühne undramatisch ist, kann Studioaufnahmen in den Grundfesten erschüttern.

Bzgl. Timing als große Herausforderung im Studio bei ich voll bei Dir :great:

Wenn die Band bis dato aber OHNE Click gespielt hat (und vor allem NICHT der Drummer), dann rate ich davon ab, 1-2 Wochen bevors in's Studio geht, den Drummer zum clickfesten Buben zu erziehen.

Das geht meistens schief: manche Drummer können wirklich nur ganz schlecht mit Click spielen. Darüber hinaus braucht es eine ordentliche Zeitstrecke vorab (ich rede von einigen Monaten und nicht Wochen) bis sich das so verinnerlicht hat, dass es den Drummer nicht zu sehr "behindert".

Wie gesagt: Man kann auch OHNE Click Songs im Studio einspielen. Ordentliche Drummer kriegen auch ohne Click eine Song mit weni9ger akls 5 bpm Abweichung über die Bühne.
Wenn allerdings alles mit Click aufgenommen ist, kann man den recordingprozess dadurch teilweise beschleunigen: z.B. kann man einen guten R-Gitarrenpart der ersten Strophe für die zweite Strophe verwenden, wenn dieser misslungen ist und man nicht noch einmal aufnehmen kann/will.

Ohne Click haben schließlich viele der 60er/70er Jahre-Musiker ihren ersten Alben eingespielt. Bei diesen alten Aufnahmen sind teilweise merkliche Timingabweichungen drin und sie klingen dennoch gut.


Grüße aus Franken - wolbai:great:
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
Hi,
wir haben 10 Stücke an einem Wochenende eingespielt. Freitag Abend Aufbau, die Aufnahmen von Samstag Vormittag bis s Sonntag Nachmittag. Allerdings waren wir sehr gut eingespielt und unser Drummer sehr klickfest.
Aber das Einspielen ist nur ein kleiner Teil der Gaudi. Danach kommt noch
- Mix
- evtl. Mastering
- Coverdesign, evtl. auch gute Bandbilder machen
- Der ganze Gema-Freigabe Akt
- Produktion der CD
- Organisation CD-Release Party
- Werbetechnischer Einsatz der CD

Danach: Mitschleppen von CD-Koffer, Verwaltung und Buchführung, Anpreisen bei den Gigs
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Studiozeit ist teuer, deshalb haben wir einiges an Vorarbeiten gemacht:

- alle Songs im Cubase eingespielt, bzw. Drums programmiert: damit hat man schon mal ein Gefühl ob ein Song funktioniert, das Tempo passt und kann an Details arbeiten, die im Proberaum untergehen. Außerdem kann man die Aufnahmen als Piloten nutzen

- Reamping: wenn man schon mal die Songs im richtigen Tempo hat, kann man Gitarren und Bass direkt auf nehmen und im Studio reampen. Das spart Zeit und man kann zu Hause in seiner Komfortzone aufnehmen. (wobei es noch besser ist die finale Drumm-Aufnahme als Piloten zu nutzen)

Mit beiden Maßnahmen war das endgültige Ziel 6 (Punkrock!) Songs in 3 Tagen. Plus Mischen und Mastern.
12 Songs in 2 Tagen ist schon sportlich. Da werdet ihr reichlich Kompromisse eingehen müssen, das Ergebnis wird dann nicht optimal werden.


Das waren unsere Planungen zum Studiobesuch. Alles war wie beschrieben mit dem Tonmann abgesprochen. Dummerweise ist unser Sänger ein paar Wochen vor Termin ausgestiegen und die Sache hat sich für dieses Jahr erledigt:mad:)


CDs? Braucht die noch wer?
Unsere Idee war: CDs brennen und labeln wir selber. (Wir haben einen Grafiker dabei). Aber wir brauchen CDs ausschließlich als Werbung an Bekannte und Veranstalter. Wobei Veranstalter mittlerweile Links auf Youtube, Website, Facebook bevorzugen, weil sie da alle Infos auf einen Blick haben.
Wichtiger ist der Vertrieb über Spotify, ITunes und Amazon Music. Der Tonträger ist eher eine Nische für "Freaks", deshalb wollten wir statt auf CD eher auf Vinyl oder Kassette(!) setzen.


Kurzer Sinn: 2 Tage reichen nicht.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
Ist alles richtig, aber imho darf die Kirche durchaus im Dorf bleiben. ;)
@crazy-iwan schreibt ja nicht, dass die Band plant im Sturm die Charts zu erobern, sondern dass es um einen Tonträger geht, der sie aktuell gut repräsentiert.

Hier (auf'm Board) gibt es zahllose Beispiele, wo der Feinschliff von Tracks diskutiert wird - was unter'm Strich idR groteske Formen erreicht. Rohaufnahme und danach durch 8 Plugins gewickelt - klingt etwas anders, aber gemessen an Aufwand und musikslischem Ergebnis war es im Grunde für die Katz.
Kann man machen, muss man aber nicht... speziell wenn es Geld kostet.

Ein guter Hinweis war das Timing der 70er Jahre - vieles hat nicht nur ohne Click funktioniert, manches ist gerade wegen dem etwas driftenden live-timing besser anhörbar, vor allem wenn eine Band 'gut spielt'.
Kommen Leute an der DAW beim Mix nicht mehr ohne Raster klar, ist das eher deren Problem. :D

Das ist zwar mein persönlicher Geschmack, aber diese Fissel-Mixe in denen jedes Detail von jedem Bandmitglied perfekt herausgearbeitet ist, sind einfach nur ermüdent zu anzuhören.
Mit mehr Fokus auf der Gesamtwirkung wird das vermieden und nebenbei eine Menge Zeit bei Aufnahme und Mix gespart.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 6 Benutzer
@crazy-iwan, viel Erfahrung hab ich damit nicht, aber bissl. Wie schon beschrieben: nehmt das ganze mal gut im Proberaum auf, gern auch mehrspurig. Da hört ihr sehr schnell wo's hakt und ob 2 Studiotage ausreichen werden. Das war vielleicht zu Zeiten der ersten Beatles Alben so, heute ist das eher unrealistisch.

Um Kosten zu drücken- gibt es in Hamburg keine Musikuni bzw. Ausbildung für Tontechniker, zB SAE, wo die Leute sowieso Praxis sammeln müssen und euch daher einen Mix für günstiges Geld machen. Evtl. sogar gratis (aber hoffentlich nicht umsonst). Da würde ich mich mal umhören.

Melde mich auf jeden Fall an, ein Exemplar eurer CD erhalten zu wollen, gerne auch von euch handsigniert. :D
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
gibt es in Hamburg keine Musikuni bzw. Ausbildung für Tontechniker, zB SAE, wo die Leute sowieso Praxis sammeln müssen und euch daher einen Mix für günstiges Geld machen. Evtl. sogar gratis (aber hoffentlich nicht umsonst).
Leider oft umsonst. Man kann 1-2 Songs aufnehmen, und die sind oft eher mau.
Die Leute die hier von der SAE kommen sind so hart auf Pop und Überproduktion gedrillt, die müssen Rock erstmal lernen.
Melde mich auf jeden Fall an, ein Exemplar eurer CD erhalten zu wollen, gerne auch von euch handsigniert. :D
Klaro :great:
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Es kommt alles in allem auf euren eigenen Anspruch an. Wichtig ist, dass ihr euch in der Band alle vorab auf ein gemeinsames Ziel einigt. Wenn einer meint, man kann das alles in zwei Tagen für 500 Euro einspielen, ist er womöglich schwer dafür zu gewinnen, dass eine richtig gute Einspielung schon ohne den ganzen Rattenschwanz an Nachbearbeitung diese 500 Euro pro Track(!) kosten kann, und bis zur "fertigen, geilen CD" typischerweise nochmal so viel(!!) wie die Aufnahmen alleine, und es auch eher 3 Monate dauert als 3 Tage... und damit bewegt man sich immer noch auf einem sehr bodenständigen Planungsrahmen. Lest euch mal Interviews mit vielen Künstlern und Bands durch: es gibt mehr die davon berichten, dass sie für soundsoviele Monate im Studio waren, als solche die Mal eben in ein paar Tagen was tolles, fertiges hatten.

Theoretisch kann man so ein ganzes Album schon auch irgendwie irgendwo für 500 Euro an einem Wochenende einspielen, aber dann muss man entweder auf Gott-Niveau spielen und noch dazu die perfekte Welle reiten, oder man hatte von vornherein nicht den Anspruch der die Nutzung eines richtigen Studios notwendig macht sondern eher einen etwas besseren Proberaummitschnitt, den man dann am Merch-Stand für nen 5er verscherbeln kann. Es wird aber auf keinen Fall die Endqualität eines Albums haben, wie man es sich normalerweise von einer CD Produktion erwarten könnte.

Wenn ihr da nicht vorher definitiv einig werdet kann soviel Reibung entstehen dass eine Band deswegen auseinanderfällt!

Es macht auch einen deutlichen Unterschied, wo ihr seid bzw wieviel ihr jenseits des finanziellen zu leisten bereit seid. Wohnt ihr in einer teuren Großstadt und wollt dort möglichst vor Ort was finden, oder nehmt ihr euch die Zeit vielleicht für 2 Wochen ganz woanders hinzufahren, wo man eben mehr Zeit für das gleiche Geld bekommt, aber dafür von vornherein mit viel weniger Druck herangehen kann?
Wenn ihr selbst noch nie echte Studioaufnahmen gemacht habt, dann sucht euch auf jeden Fall ein Studio/Techniker, der euch seinerseits mit Erfahrung in diesem Bereich führen kann und keine Eintagsfliege/Neuling, der euch viel verspricht aber den tatsächlichen Weg dorthin selber auch noch nie beschritten hat, sonst dauert alles ewig lang und das Ergebnis ist trotzdem sicher nicht den Aufwand wert. Ein guter Techniker macht mit günstigem Equipment bessere Produktionen als eine Pfeife mit einem Haufen teuren Spielzeug mit goldenen Knöpfen. Genau wie Musiker und ihre Instrumente eben.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: 4 Benutzer
Die Leute die hier von der SAE kommen sind so hart auf Pop und Überproduktion gedrillt, die müssen Rock erstmal lernen.
Das Argument hat was für sich. Also doch woanders schauen.
Aber wichtig ist sowieso, dass ihr in der Band euch mal einig werdet, wie das Endprodukt werden soll und auch den Kostenrahmen absteckt.
Ich finde es gut, dass du dir hier Infos holst, denn da kommen Punkte auf, die du vielleicht noch gar nicht im Blick hattest, die aber in die Kalkulation einfliessen müssen. Damit ihr dann am Ende keine bösen Überraschungen erlebt.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
Wir haben unsere CD komplett in Eigenregie aufgenommen, hatten weder optimale Raumakkustik-Verhältnisse, noch high-tec Equipment, sondern lediglich ein 8-CH-Audiointerface, eine Handvoll verschiedener Mikros, die wir sonst auch für Live- Abnahme nuzten, ein einfaches Analogpult und einen Rechner mit DAW. Allerdings haben wir einen technisch versierten Gitarristen, der sich da richtig rein gekniet hat.
Wir haben eine Pilotspur auf 8 Kanälen aufgenommen, jedes Instrument getrennt, um dann im Nachhinein, jedes Instrument einzeln neu aufzunehmen, erst Drums, dann Bass, Gitarre, Keyboards, am Schluss dann die Vocals und Backing-Vocals - und dann folgte die Arbeit des Mixens. Da war dann hauptsächlich unser Gitarrist mit beschäftigt, meist am Wochenende oder nach Feierabend. Wenn‘s mal gut lief, kamen die erste vorzeigbaren Ergebnisse nach ein paar Tagen, manchmal dauerte es länger. Am Ende hat er für 10 Songs, von den 12, die wir eingespielt haben, und die es dann letztendlich auf die CD geschafft haben, ein gutes halbes Jahr gebraucht, aber das war dann ohne zu übertreiben ein wirklich vorzeigbares Ergebnis, dass in Sachen Klangqualität sich nicht vor anderen CDs verstecken muss (Feedback von Hörern).
Heutzutage ist das ganze durch den Einsatz von Digitalpulten etwas einfacher geworden. Wir schneiden bereits jede Probe im Multitrack mit, haben unser Digitalpult auch auf der Bühne, egal ob wir uns selber mischen, oder fremd-gemixt werden, schneiden auch dort im Multitrack mit, haben aufgrunddessen so viel Material, dass wir eigentlich jederzeit ohne viel zusätzlichen Einspiel-Aufwand (abgesehen natürlich von dem Mix) eine CD erstellen könnten. Wir nutzen das aber eher, um die Videos von den Gigs mit gutem Sound zu versehen.
Eine CD für Veranstalter ist heutzutage nicht mehr gefragt. Durch den Verkauf von CDs bei Gigs holst Du auch nicht einmal ansatzweise die Kosten für die Erstellung ein. Wozu also? Für einen selbst - verstehe ich. Da braucht man dann aber auch nicht die großen Auflagen, sondern die erstellt man sich selber am Rechner. Und auch das bedrucken der CD ist kein Hexenwerk, es gibt ne Reihe Standard Home-Printer, die CDs bedrucken können, das Cover sowieso.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 4 Benutzer
Der Vorteil von Bands, die da ein engagiertes Mitglied haben der sich da rübertraut. Spart Geld, wenn auch nicht immer Zeit und Nerven.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 4 Benutzer
Wozu also? Für einen selbst - verstehe ich. Da braucht man dann aber auch nicht die großen Auflagen, sondern die erstellt man sich selber am Rechner. Und auch das bedrucken der CD ist kein Hexenwerk, es gibt ne Reihe Standard Home-Printer, die CDs bedrucken können, das Cover sowieso.
Grad dafür solls aber richtig sein :)

Und fürn Ticketvertrieb. Ganz viele fragen, was für Musik wir machen. Mit repräsentativen Aufnahmen ist das viel schneller zu zeigen ;)
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Unsere Erfahrung ist, dass sich die wenigsten eine CD anhören. Ein YouTube Video, das man mal schnell als Link verschickt, ist viel einfacher zu handhaben, denn ein Smartphone ist doch heutzutage immer am Mann. Außerdem sagt ein Video mehr als eine reine Tonaufnahme. Eine perfekte CD produzieren, kann jeder, im Zweifelsfall mit dem entsprechendem finanziellen Aufwand, den man einer CD nicht ansieht. Und ob die Band das auch live auf die Bühne bringt, ist immer die Frage.
Natürlich soll und muss auch der Ton bei einem Video gut sein, und selbst wenn er ziemlich gut ist, quasi fast an Studioqualität heranreicht, bleibt immer noch der Eindruck, dass es live gespielt wurde.
 
Wobei es sich durchaus gut macht, wenn man eine CD anbieten kann. Ich denke viele Musiker, und ich würde mich selbst auch dazu zählen, sind da recht Old School unterwegs und die Veröffentlichung einer CD ist nun mal was Besonderes. Selbst wenn sie bei den meisten Käufern nur verstaubt und hauptsächlich dem eigenen Ego dient.
Aber genau darum wäre ich auch ein Befürworter des "Do-It-Yourself" beim Aufnehmen, wenn einer von Euch sich die Mühe macht, sich in die Materie einzuarbeiten, @crazy-iwan. Den Mix kann man dann noch immer extern machen lassen, wenn es einem zu viel wird. Aber gute Aufnahmen sollte man heutzutage im Proberaum problemlos schaffen.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Ein YouTube Video, das man mal schnell als Link verschickt, ist viel einfacher zu handhaben, denn ein Smartphone ist doch heutzutage immer am Mann.
Machst Du Witze? N gutes Video zu machen jst deutlich aufwendiger, als gute Musik :D
Die Leute kriegen n Spotifylink und gut! ;)
Eine perfekte CD produzieren, kann jeder, im Zweifelsfall mit dem entsprechendem finanziellen Aufwand, den man einer CD nicht ansieht. Und ob die Band das auch live auf die Bühne bringt, ist immer die Frage.
Bei uns ist es andersrum. Wir kriegen seit Jahren gesagt, dass wir unbedingt ne CD aufnehmen sollen, weil wir so geil sind. Aber es klappt einfach nicht.

Wie gesagt, ist nur für uns, aber da solls keine olle bedruckter-Rohling-in-zweckentfremdeter-Hülle-CD sein.

Aber genau darum wäre ich auch ein Befürworter des "Do-It-Yourself" beim Aufnehmen, wenn einer von Euch sich die Mühe macht, sich in die Materie einzuarbeiten, @crazy-iwan.
Wie schon mal gesagt, klappt nicht. Brauchen definitiv Hilfe von Außen.
 
Machst Du Witze? N gutes Video zu machen jst deutlich aufwendiger, als gute Musik :D
Man kann es mit ein paar kleinen Kameras (<50€) die auf der Bühne verteilt werden, und ein wenig Videoschnitt am heimischen Rechner, wobei man auch hier für die Software nicht sonderlich viel Geld ausgeben muss, erstellen. Der Ton kommt über einen Multitrack-Mitschnitt dazu. Ja, ist ne Menge Frickelei, und man muss sich da sicherlich auch einarbeiten und Erfahrung sammeln, bekommt es aber auch ohne Hightech ansehnlich hin.
Beispiel:


Ich finde, es geht auch ohne aufwendigen Videoschnitt, hier ein Beispiel mit nur einer Frontkamera, bisschen dunkel, aber für nen Veranstalter trotzdem ein guter Eindruck, wie wir auf der Bühne drauf sind:
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie schon mal gesagt, klappt nicht. Brauchen definitiv Hilfe von Außen.
Dann eben mit Hilfe von aussen - probiert es vielleicht mit Crowdfunding, vielleicht finden sich ja paar Unterstützer, die euch finanziell unter die Arme greifen. Werden dafür auf dem CD Cover in den Credits genannt. :D

Und ganz im Ernst: setzt euch zusammen, macht einen Plan, auch finanziell. Und dann arbeitet ihr den Plan ab. Und du hast hier ja schon einige gute Vorschläge bekommen, was alles zu bedenken ist.

Und ganz so aus der Luft gegriffen finde ich den Vorschlag von @dr_rollo ja nicht. Aber zugegeben, wenn alle berufstätig mit Familie sind, hat wahrscheinlich keiner von Euch mehr die Kraft sich da einzuarbeiten, wenn ihr noch gar keine grosse Ahnung vom Aufnehmen habt.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Ich würde so was auch nicht in der Qualität hinbekommen, wie unser Gitarrist das kann. Aber Stoffel hat schon recht, mir würde schon die Zeit, aber auch die Muße fehlen, mich da einzuarbeiten. Ich wollte ja nur zeigen, dass es geht, vor allem ohne großen finanziellem Aufwand.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Man kann es mit ein paar kleinen Kameras (<50€) die auf der Bühne verteilt werden
Damit kann ich mich leider überhaupt nicht anfreunden.
Wir sind schon so ziemlich die geilsten auf diesem Planeten, da können wir nicht mit sonem Video ankommen. Lieber ohne Bild, dafür richtig Ton!


;)
macht einen Plan, auch finanziell. Und dann arbeitet ihr den Plan ab.
Den nehm ich mit :)
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Es sind ja schon viele Tips genannt worden. Und wie eure Skills an den jeweiligen Instrumenten sind, kann ich aus der Ferne nicht beurteilen. (Aber wenn ihr die geilsten seid, sollte das passen.:D)

Ansonsten ist der o.g. Rat, nämlich das ganze zunächst einmal selbst vorzuproduzieren sehr sinnvoll, auch wenn das Ergebnis zunächst vllt. laienhaft sein wird.
Hab ich mit meiner Band vorm letzten Studiobesuch auch gemacht und es hat folgendes im Vorfeld aufgezeigt:

1. Wie gut kommen die Arrangements der Songs rüber
2. In welchem Tempo sollte jeder Song genau sein.
3. Wie groß ist die Performancequantität der Band? Also wieviele Songs pro Tag sind realistisch? (Bei uns waren es 4 Tracks an zwei Tagen reine Recordingzeit mit Drums/Bass/1x Gitarre/Vocals)
4. Wo machen zusätzliche Overdubs und Backingvocals sinn.
5. Wo müssen Skills geübt werden
6. so geil wie wir dachten sind wir teilweise gar nicht. Konnten dies aber vor dem Studiobesuch korrigieren:cool:
7....usw.

Außerdem haben wir bei den Proben bestimmt ein halbes Jahr vor dem Studiotermin ausschließlich die 4 geplanten Songs geübt. Sie hingen uns zwar irgendwann aus den Ohren raus, die anschließenden Aufnahmen gingen dadurch aber flüssiger von statten.
Probleme sind trotzdem noch zu hauf aufgetreten, die wir nicht auf dem Schirm hatten.
Absolute Vorbereitung ist extrem wichtig um möglichst kostengünstig aus dem Projekt zu kommen. Die Vorgespräche mit dem Tonmeister sind auch wichtig. Hier können schon viele Aspekte geklärt werden, die ansonsten zu Verzögerungen führen könnten.

Aber am Ende lohnt es sich, stolz wie Oskar eine saubere fertige und vorzeigbare Aufnahme bzw. einen Tonträger in der Hand zu halten und tolles Feedback der Fangemeinde zu erhalten.

Das wünsch ich Euch in jedem Fall!

Ausserdem macht die Studioarbeit auch Spaß und bringt Erfahrung.

Meine Jungs glauben dass sie in 2 Tagen alles einspielen und dann kriegen sie ne Woche später ne fertige geile CD zugeschickt, und dass man das mal eben bezahlen kann, und ich schätze da einen deutlichen Aufwand für uns in Vollzeit arbeitende Hobbymukker.

Die Euphorie kann ich deshalb auch nachvollziehen. Ich möchte auch nicht in deiner Haut stecken, derjenige zu sein, der das vllt. abbremsen muss. Die Gefahr besteht, dass plötzlich behauptet wird, dass man die Gegenargumente nur vorschiebt weil man angeblich keine Lust auf eine Aufnahme habe und man einen niedrigeren Anspruch an das Musizieren habe als andere Bandlollegen... Hab ich leider mal erlebt, obwohl vorher ganz klar „Hobbyband“ kommuniziert war. War eine schwierige Zeit in der Band die damals leider sogar zur Auflösung führte.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer

Ähnliche Themen


Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Zurück
Oben