Hm, das wird wohl nicht die allein seelig machende Lösung sein. Aber gut, wenn das alles ist was du in diesem Thread raus gelesen hast.....
So denke ich auch.
Aus meiner Sicht ist es, völlig unabhängig davon, welche Umstände das Problem im Einzelnen ausgelöst haben, so, dass das Problem in der Konstellation nicht gelöst werden konnte, es aber an der Einsicht fehlt, dass man damit überfordert war.
Man sollte auch als technisch nicht ganz unbegabter Musiker lernen, eine klare Grenze zu ziehen, was man sich an technischer Betreuung selbst zumutet und ab wann es besser ist, das abzugeben. Diese Grenze kann man sehr wohl unabhängig von den finanziellen Gegebenheiten ziehen. Man findet entweder jemand, der das zu wie auch immer der Situation angepassten Bedingungen macht (gibt genug Tontechnik-Amateure, die ganz erstaunliche Kenntnisse und Fähigkeiten mitbringen oder es werden die Mittel aufgebracht, die einen bezahlten Profi zulassen) oder man spürt, dass man unter xy Bedingungen lieber nicht spielt.
Diese Grenze wird immer eine sehr individuelle Sache sein aber aus meiner Sicht zwei einfache Eckpunkte dazu:
1. Drei Talente auf sich so vereinen zu können, dass man das eigene Spiel als Musiker auf der Bühne, das Betreuen der PA mit allem was dazu gehört, also nicht nur das Technische sondern auch das Organisatorische und Logistische und das Mischen weiterer Programmpunkte unter einen Hut kriegt, ist sehr selten.
Ich bin überzeugt dass jemand wie ‚mfk0815‘ das hin kriegt, und ich finde auch super, dass das Vorbildcharakter hat, ich bin aber auch davon überzeugt, dass das 98% der hier Mitlesenden, aus welchen Gründen auch immer, nicht können.
2. In diesem und vielen anderen Fällen wäre diese Grenzziehung eigentlich einfach:
Alles was über die Betreuung des Bekannten, also eigene Band, eigene Anlage, bekannte location (die Stammkneipe, das Gemeindehaus, der Schuppen in dem man schon gespielt hat und die Bedingungen kennt ...) hinaus geht, kriegt einen Risikopunkt.
Ein Risikopunkt ( in diesem Fall z.B. das Zelt mit der Bühnenkonstruktion als Unbekannte) ist schwer genug aber vielleicht noch zu verkraften.
Zwei Risikopunkte (in diesem Fall Zelt/Bühne und die anderen zu betreuenden Programmpunkte) stellen die Ampel auf gelb und man sollte sich das genau überlegen, ob man sich das ohne sachkundige Unterstützung antut.
Drei Risikopunkte (in diesem Fall Zelt/Bühne, zusätzliches Programm und fremde PA) sollten für die meisten Musiker, auch die etwas technikaffinen, die Ampel auf rot stellen, also entweder kompetenter Soundman oder Finger weg von der Veranstaltung.
Klar ist das eine Vereinfachung, die einer Modulation nach Fähigkeiten bedarf aber so wäre die grobe Richtung.