[Diatonische Harp] Einstieg, Tips, Motivation

SVIS
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Hi,

habe seit einem halben Jahr eine diatonische Harp und auch sehr viel Spaß wenn ich spiele. Ich möchte Richtung Blues und Jazz gehen. Mein Problem ist, dass ich nicht so richtig reinkomme ins Spielen. Die Übung gerät immer wieder in den Hintergrund, weswegen ich noch nicht viel spielen kann. Meine Frage lautet: wie habt ihr geübt (Bücher, Internet)?
Habt ihr Tips für Bücher oder Websites? Welche Motivation hattet ihr, wenns mal schleppend läuft oder sehr wenig Zeit ist?


Danke für eure Hilfe

BG, Svenja
 
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Hallo Svenja,
ich spiele auch diatonische Harps und die erste war damals eine C-Dur. Ich habe ohne Notenkenntnisse nach Gehör zu Tonbandaufnahmen von Blues- und Bluesrockstücken versucht mitzuspielen. Mit der Zeit ging das dann auch etwas besser und ich merkte, daß es unterschiedliche Tonarten gibt. Inzwischen ist das über vierzig Jahre her und ich spielte in diversen Bands mit und wenn es sich ergibt, geht es auch heute zu Sessions oder Auftritten befreundeter Musiker. Was Bücher angeht, kann ich "The Harp Handbook" von Steve Baker und "Der Bluesharp Ratgeber" von Dieter Kropp sehr empfehlen. Im Internet bin ich beim harpforum.de , eine sehr interessante Seite, die nach Themen aufgegliedert ist und wo es auf (fast) jede Frage eine Antwort gibt.
Also dann weiterhin viel Spaß mit dem Instrumet
und viele Grüße aus Thüringen
von
UNI
 
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Hi Svenja,

weiI die Harp so klein ist nutze ich Zeitlöcher zum Üben. Zum Beispiel beim Autofahren. Du brauchst auch gar nicht so viel üben. Hab festgestellt das mir 10 Minuten ausreichen - aber dafür eben täglich was tun.

Gibt natürlich noch massig Zeug im Netz. Mir hat da als Musik-Neuling irgendwie die Struktur gefehlt und hab alles mögliche probiert aber am Ende auch nichts hinbekommen. Aber wenn man mal ein gewisses Level erreicht hat sind die Tutorials sicher hilfreich um mal was neues zu probieren.

Dann habe ich mir als Buch noch Rock und Country Harp von Martin Rost gekauft. Was aber total chaotisch ist und mir gar nix gebracht hat.

Und danach hatte ich nen Lehrer, der mir die wichtigsten Dinge gezeigt hat, so dass ich jetzt alleine klar komme.

Deutsche Websites: Harmonica Rocks finde ich immer wieder motivierend.

Mit was hast du denn jetzt angefangen und wie gehst du es gerade an?

BG Tom
 
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Hallo Svenja
Ich find es ganz praktisch, wenn man sich eine methodisch geordnete Songsammlung zulegt oder selbst erstellt. Dann ist es leichter, Schritt für Schritt voran zu kommen.
Kleine Melodien machen mehr Spaß, als pure Technikübungen. Also spielt man die auch eher mal zwischendurch.
Zwischendurch mal ein paar Minuten auf eine kurze Melodie konzentrieren bringt mehr, als zu überlegen wann man sich (endlich) mal Zeit nehmen kann, um richtig gründlich zu üben. (Sankt Nimmerleinstag)
Leerlauf nutzen - Geht natürlich nur, wenn man das Instrument überall dabei hat.
Einen Plan machen, was man erreichen will und nach und nach abarbeiten.
Mit einem Recorder Aufnahmen machen. Das spornt an, gut zu spielen und man hört seine Fortschritte.

Da ich mich mehr mit Folksongs/Volkslieder und Tanzmelodien (Volkstanz, Mittelaltermelodien) beschäftige, bin ich musikalisch woanders unterwegs und habe daher keine konkreten Notenbuch-Empfehlungen für Dich.

Gruß
Lisa
 
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Tolle Vorschläge Lisa!

Ich hatte halt auch das Problem, dass mir der Fahrplan fehlte. Genau sowas empfiehlst du ja - goldrichtig.
Aber wenn man keine Ahnung hat isses eben auch schwer sich selbst nen Plan zu machen.

Bei mir wars jedenfalls so, dass ich das nicht alleine hinbekommen hab, obwohl ich schon seit ein paar Jahren auch Gitarre spiele.
Das hat mir mein Lehrmeister abgenommen und nach ein paar wenigen Sitzungen hatte ich dann doch so viel Durchblick, dass ich seit dem alleine klar komme.

Mit den Technikübungen, naja ab einem gewissen Punkt, kommt man da nicht drum rum. Manche Spieltechiken musste erst als Trockenübung hinbekommen. Aber ich meine das Svenja noch gar nicht so weit is.

Hier gehts ja um Svenjas Motivationsproblem.

Man kann ja sowas empfehlen wie Ziele definieren und abarbeiten. Aber sind wir ehrlich. Den meisten von uns gehts einfach drum Spaß zu haben. Darum ist es wichtig sich Sachen raus zu suchen, die dir Freude machen und das oft zu spielen.

Oft is es auch so, dass du keine Lust hast irgendwas zu spielen. Weil der Tag so stressig war oder du meint du müsstest ewig lang üben. Da hilfts wenn du dir sagst "Ich spiel jetzt 5 Minuten und gut is". Das isn Trick, der gut funktioniert. Denn meistens spielste dann länger als 5 Minuten.
Kommt bei mir oft vor, das ich dann länger als ne halbe Stunde was tu. Obwohl ich vorher Null Bock hatte.
Und wenns nur 5 Minuten sind is ja auch gut.

Grüße Tom
 
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Hi Tom

Aber wenn man keine Ahnung hat isses eben auch schwer sich selbst nen Plan zu machen.
So ist es. Deshalb schrieb ich
... zulegt oder selbst erstellt.
Zum "... sich etwas zulegen ..." gehört natürlich, dass man es (eine Notensammlung) irgendwo zu kaufen findet.
Ich gehöre zu denen, deren "Job" und Leidenschaft es ist, Lernpläne zu machen.

Technikübungen, naja ab einem gewissen Punkt, kommt man da nicht drum rum.
Absolut richtig. Bis jedoch der "gewisse Punkt" erreicht ist, kann man viele grundlegende Übungen in kurzen Melodien verpackt trainieren. Lieder weisen für gewöhnlich die Eigenheit auf, dass sie mehrere Strophen haben. Spielt man diese und motiviert obendrein jemanden zum Mitsingen, ergibt sich daraus fast schon zwangsläufig ein "Looptraining", bei dem man viel Spaß haben kann.
Außerdem ist es generell von Vorteil, wenn man für die jeweilige "Trockenübung" direkt das ein oder andere Liedbeispiel oder Musikstück parat hat. Wenn einem das Musikstück gut gefällt und man es gerne spielt, machen die Trockenübungen viel mehr Sinn. Wenn man beim Spielen der Melodie wiederholt an der Stelle hängen bleibt, die in der Trockenübung trainiert wird, wird man normalerweise automatisch zwischendurch aus dem Melodiespiel aussteigen und die Technikübung spielen. Das setzt natürlich voraus, dass man diese Vorgehensweise kennt.

Man kann ja sowas empfehlen wie Ziele definieren und abarbeiten. Aber sind wir ehrlich. Den meisten von uns gehts einfach drum Spaß zu haben. Darum ist es wichtig sich Sachen raus zu suchen, die dir Freude machen und das oft zu spielen.
Genau soo ist meine Empfehlung gemeint!
Ein Lied/Musikstück, das einem gefällt, ist ein Ziel! Und wenn es eines ist, das ziemlich schwer ist, dann braucht man einen guten Weg, sich dieses zu erarbeiten/erspielen/erobern ... nenn es wie Du willst ... :)
Genau das mache ich mit meinen Schülern.
Wenn diese keine konkreten Wünsche mitbringen, fange ich erst einmal mit meiner methodisch geordneten Sammlung an.
Sobald sie dann Noten mitbringen, die nicht in dieser Sammlung enthalten sind (bzw. wegen Copyright nicht enthalten sein können), sehe ich mir die mitgebrachten Noten an und ordne sie dann methodisch ein. Je nach Schwierigkeitsgrad der Melodie zerlege ich diese dann in mehr oder weniger große Lerneinheiten und dann "arbeiten" wir die systematisch ab.

Gruß
Lisa :)
 
Lisa, stimme zu 100% zu :)

Sobald sie dann Noten mitbringen, die nicht in dieser Sammlung enthalten sind (bzw. wegen Copyright nicht enthalten sein können), sehe ich mir die mitgebrachten Noten an und ordne sie dann methodisch ein. Je nach Schwierigkeitsgrad der Melodie zerlege ich diese dann in mehr oder weniger große Lerneinheiten und dann "arbeiten" wir die systematisch ab.

Siehste, und das war bei mir der Knackpunkt. Du als Lehrerin hast nämlich das Know-How und kannst das einschätzen. Wie schwer ist der song zu spielen, was muss man dafür noch können/lernen. Bei mir als Anfänger war das Wissen damals nicht vorhanden. Und so hab ich mir oft Lieder ausgesucht, die ich cool fand aber nicht spielen konnte.

Das war sowas von demotivierend. Könnte das Svenjas Problem sein?

Erst ein Lehrer hat das bei mir gerade gerückt. Natürlich gibts auch Leute die genug Talent haben und das selbst ausknobeln können. Oder wie @Bahnsteig 2 Platten anhören und dann spielen können. War/ist bei mir aber nicht der Fall. Schäme mich auch nicht dafür das zuzugeben das Hilfe manchmal ganz nützlich sein kann.

Copyright - naja im Internet bekommste ja alles umsonst.

Schönen Samstag euch allen ;)
 
... ist tatsächlich der Knackpunkt.
Die Schwierigkeit im Unterricht mit Erwachsenen ist nicht selten, dass diese zumindest am Anfang nicht genügend Geduld aufbringen, einen methodisch aufgebauten Lernplan durchzuarbeiten. Sie wollen am liebsten sofort eines Ihrer Lieblingsstücke spielen können. Das liegt ganz sicher nicht an mangelndem Willen. Ich denke, dass es am fehlenden Verständnis für methodisch strukturiertes Lernen liegt. Da muss ich dann erst einmal Überzeugungsarbeit leisten.
 
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Ich habe mir die Tage einen Kurs bei udemy von Ben hewlett gekauft, als er im Angebot war. Ich habe auch ein Buch, aber ich habe das Gefühl, dass ich eher am Handy pc etc. schaue, als ein Buch rauszuholen.
Da ich Anfänger bin kann ich den Kurs nicht groß vergleichen, aber bis jetzt kann ich nicht klagen und zur Not kannst du bei udemy alle Kurse innerhalb von 30 Tagen abbrechen und bekommst die Kohle zurück
 
Danke für eure Beiträge! War sehr inspirativ :) Ich werde versuchen die Tips so umzusetzten
 
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Hallo Lisa2,

Du bist Musiklehrerin? Für Mundharmonika? Nicht zufällig in der Nähe von Velbert/Essen/Düsseldorf oder?

LG,

Lars
 
Hallo Lars, hast du gewusst dass es in Hilden einen Mundharmonika - StammTisch gibt?

LG Handi
 
Hallo Lars, hast du gewusst dass es in Hilden einen Mundharmonika - StammTisch gibt?

LG Handi
Huhu.

Nein das wusste ich nicht aber gut das zu wissen. Da kann ich ja fast hinspucken. Haben die ne Homepage oder FB Seite?
 
Guckst du hier.
Harmonika Orchester Notenzauber Hilden
 
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Mein Musiklehrer hat bei Hohner studiert und macht es auch methodisch im Chro Kurs die Takte mit Schieber zuerst, wenn die sitzen ist der Rest meist kein Problem mehr.

Bei der Bluesharp, beginnt es meist bei Bendings nicht mehr ohne Üben zu gehen. Also ich spiele auch mal am PC zu Hippe oder Harpoli etc. Bei der Berton wird es schon sehr schwer.

Zum Liedlespielen nehme ich auch gerne mal die Bluesharps. Allerdings sollte man da schon ein wenig Oktavieren können, weil eben nur 20 Töne zur Verfügung stehen.
 

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