Bandcamp und lyrics?

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Eigentlich eine Spitzenseite, um Musik zu finden, die man sonst nirgends findet, jedoch...kein digitales Album kommt mit lyrics oder einem digitalen booklet.
Wenn ich es mal abschätze, habe ich nach einem höflichen Anschreiben von ca. 3/40 Gruppen die Songtexte bekommen.
Mich würde interessieren, ob dies immer noch ein verbreitetes Problem ist, oder eher nicht?
Da ich kein native speaker bin, komme ich ohne die Texte meist nicht weiter und ich höre Musik ungern, wenn ich nicht weiss, was dort gesagt wird.
 
Eigenschaft
 
Mich würde interessieren, ob dies immer noch ein verbreitetes Problem ist, oder eher nicht?

Sorry, ich verstehe die Frage nicht? Warum sollten die User dieses Forums die Frage beantworten können? Da musst du die User von Bandcamp fragen.

Da ich kein native speaker bin, komme ich ohne die Texte meist nicht weiter und ich höre Musik ungern, wenn ich nicht weiss, was dort gesagt wird.

Das ist natürlich doof für dich, aber doch ein recht individuelles Problem.

Ich persönlich habe nur einen einzigen Song bei Bandcamp. Ich habe auch nur die erste Strophe des Textes gepostet. Ich verfasse meine Texte in Deutsch, also für eine Zielgruppe, die meine Sprache spricht. Und da ich teilweise mit Pointen und Wendungen arbeite, möchte ich diese nicht vorwegnehmen.

Ich vermute, die meisten Bands haben eine Zielgruppe im Auge, die ihre Sprache versteht. Andere legen vielleicht keinen großen Wert auf ihre Texte.
 
Hmmm, es gibt kein Bandcamp Forum, soweit ich weiss. Ich dachte halt, dass es hier auch Leute gibt, die sich die gleiche Frage gestellt haben.
Es erschliesst sich mir eben nicht, dass man zunächst Schallplatten, Kassetten, CDs gekauft hat, alle mit Booklet und lyrics und seit der Ära
der digitalen Alben ein simples .pdf bereits an die Grenze des Machbaren stößt. Aber vielleicht sind Quantencomputer und KI-Entwicklungen
wichtiger als ein simpler Songtext.
 
Es erschliesst sich mir eben nicht, dass man zunächst Schallplatten, Kassetten, CDs gekauft hat, alle mit Booklet und lyrics und seit der Ära
der digitalen Alben ein simples .pdf bereits an die Grenze des Machbaren stößt.

Ist das wirklich so? Da ich das nicht glauben mag, habe ich mal kurz sowohl in meinem Platten/CD/Kassettenregal als auch bei Bandcamp gestöbert. Ca. jeweils 10 zufällige Stichproben bei den Hardcopies. Etwa 100 Sichtungen bei Bandcamp.

Ergebnis: Deine Behauptungen sind nicht belegbar.

Bei den Schallplatten bin ich auf 2 von 10 mit Texten gekommen (Ja, ich habe auch die inneren Schutzhüllen berücksichtigt). Auf Kassetten geht die Tendenz schon aus Mangel an Druckfläche gen Null. Bei CDs hängt es vom Erscheinungsdatum ab. Kommerzielle Pop-Produktionen aus der CD-Ära haben normalerweise ein Lyrics-Booklet, bei älteren Produktionen meist nur dann, wenn auch der Vinyl-Release bereits mit Texten geliefert wurde. Von aufwändigen Sammler- und Re-Editionen abgesehen.

Bei Bandcamp: Im Schnitt bieten 7 von 10 Künstlern neben dem günstigen, reinen Digital-Download auch eine CD und sehr häufig sogar Vinyl oder beides zum Kauf an. Es ist durchaus wahrscheinlich, dass diese Lyrics enthalten, sofern die Band wert auf ihre Texte legt.

Also zurück zu deiner Frage:

Mich würde interessieren, ob dies immer noch ein verbreitetes Problem ist, oder eher nicht?

Es ist weder ein "verbreitetes Problem", noch hat es was mit Bandcamp zu tun. Weder in der digitalen, noch in der analogen Ära gab es jemals es eine Garantie, dass die Texte mitgeliefert wurden. Und schon gar nicht, dass man sie vor dem Kauf lesen durfte.

Natürlich wäre ein PDF-Download mit den Lyrics kein enormer Aufwand. Ich kann aber sehr gut verstehen, wenn Bands, die Geld, Kreativität und Zeit in eine Produktion gesteckt haben, das nicht machen. In Zeiten, wo kaum noch komplette Alben konsumiert werden, muss man halt Kaufanreize bieten. Wem der reine Musik-Download genügt, zahlt eben auch nur dafür. Wer mehr will, muss für die teurere Hardcopy bezahlen. Und mit etwas Glück ist ein Booklet mit Lyrics dabei.

Es ehrt dich zwar, dass du wert auf die Texte legst und sie gern lesen möchtest, bevor du etwas kaufst. Aber es bleibt doch eher ein persönliches Anliegen deinerseits als ein generelles Problem. Aber einen Vorteil hat es: Das Überangebot bei Bandcamp wird durch dein Aussschlussverfahren stark reduziert auf die wenigen, die deinem Wunsch entsprechen und damit umso wertvoller sind.
 
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Es kommt auch sehr auf die Künstler und Bands an: je mehr (selbst empfundener oder tatsächlicher) Anspruch, desto wahrscheinlicher ein gut gestaltetes booklet oder eine LP mit Texten. Die waren direkt für die Hörer und Hörerinnen gedacht - weil die Künstler oder Bands die Texte für wuchtig erachteten - oft waren sie unverzichtbarer Teil des Gesamtkonzepts.

Beispiele sind Prog-Rock-Bands wie Genesis, Pink Floyed oder ähnliche. Aber auch da gibt es keine Garantie. Wie es Tool, Porcupine Tree oder Dream Theatre halten, kann ich noch nicht mal sagen. Dylan Texte gibt es, glaube ich, auf seiner Web-Seite, bei Neill Young wäre ich überfragt.

Für Schlager, Top 40 und Popsongs gab es früher eigene Hefte, wo Text und Noten versammelt waren und die konnte man käuflich erwerben.
Online gibt es diese Option auch. Ansonsten schmeißt man eine Suchmaschine an und wühlt sich durch Fanseiten, Archive oder ähnliches und wird entweder schnell oder langsam fündig oder nicht.

Kann schon recht mühsam sein, zugegeben.
Nicht-Natives oder Leute, die sich die Sprache nicht so drauf geschafft haben, bräuchten bei den anspruchsvolleren Texten eh eine Übersetzung.
Und da kann man gut beraten sein, sich eher offiziellen oder autorisierten Quellen zuzuwenden. Mag sein, dass es auch von Liebhaberseite her sehr gute Übersetzungen gibt - aber wie will man das einschätzen?

just my 2,36 cent

x-Riff
 
Für Schlager, Top 40 und Popsongs gab es früher eigene Hefte, wo Text und Noten versammelt waren und die konnte man käuflich erwerben.

Online gibt es diese Option auch. Ansonsten schmeißt man eine Suchmaschine an und wühlt sich durch Fanseiten, Archive oder ähnliches und wird entweder schnell oder langsam fündig oder nicht.

Hi x-riff,

es geht ihm um unbekannte Bands auf digitalen Plattformen wie Bandcamp. Alles Bekannte gibt es ja mittlerweile ohnehin auf diversen Lyrics-Servern.
 
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Es kommt auch sehr auf die Künstler und Bands an: je mehr (selbst empfundener oder tatsächlicher) Anspruch, desto wahrscheinlicher ein gut gestaltetes booklet oder eine LP mit Texten. Die waren direkt für die Hörer und Hörerinnen gedacht - weil die Künstler oder Bands die Texte für wuchtig erachteten - oft waren sie unverzichtbarer Teil des Gesamtkonzepts.
x-Riff

Vermutlich wird das die Erklärung sein.
Ich würde mir dann halt nur wünschen, dass, wenn man schon keinen Anspruch an seine Texte hat, sich doch bitte ganz auf die Instrumentalmusik zu konzentrieren,
dann fällt für den Konsumenten die lästige Suche nach Sinn und Inhalt des gesungenen Wortes direkt weg. Würde mir jedenfalls die ganzen grauen Haare ersparen.
Andererseits fallen damit auch so schöne Detektivgeschichten weg, wie z.B. den Sinn hinter dem Text von Songs wie "Feel good Inc." von den Gorrilaz herauszufinden.
Den findet man aber wenigstens überall.
 
Ich finde es ja grundsätzlich gut, dass du wert auf Texte legst. Aber es als Selbstverständlichkeit vorauszusetzen, dass Musiker/Bands dir beim Verstehen ihrer Texte entgegenkommen, weil deine Englischkenntisse nicht ausreichen, halte ich für etwas egozentrisch.

Ich würde mir dann halt nur wünschen, dass, wenn man schon keinen Anspruch an seine Texte hat, sich doch bitte ganz auf die Instrumentalmusik zu konzentrieren,

Genauso könnte man sagen: Wenn man hohe Ansprüche an Texte hat, sollte man doch bitte gute Bücher lesen, statt Songs zu hören.

Du befindest dich hier im Forum für SängerInnen. Damit, die Funktion eines Sängers ausschließlich auf die Wiedergabe von Texten zu reduzieren, lehnst du dich ziemlich weit aus dem Fenster. Es soll Leute geben, die hören Musik nur wegen einer Stimme. Viele Leute. Nebenbei haben auch Songtexte wie "Da da da, ich lieb dich nicht, du liebst mich nicht" in der Nachbetrachtung mehr historische Bedeutung als viele vermeintlich anspruchsvolle. Songtexte sind also auch eine Sache der Perspektive und des Kontext'.
 
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Ich finde es ja grundsätzlich gut, dass du wert auf Texte legst. Aber es als Selbstverständlichkeit vorauszusetzen, dass Musiker/Bands dir beim Verstehen ihrer Texte entgegenkommen, weil deine Englischkenntisse nicht ausreichen, halte ich für etwas egozentrisch.



Genauso könnte man sagen: Wenn man hohe Ansprüche an Texte hat, sollte man doch bitte gute Bücher lesen, statt Songs zu hören.

Du befindest dich hier im Forum für SängerInnen. Damit, die Funktion eines Sängers ausschließlich auf die Wiedergabe von Texten zu reduzieren, lehnst du dich ziemlich weit aus dem Fenster. Es soll Leute geben, die hören Musik nur wegen einer Stimme. Viele Leute. Nebenbei haben auch Songtexte wie "Da da da, ich lieb dich nicht, du liebst mich nicht" in der Nachbetrachtung mehr historische Bedeutung als viele vermeintlich anspruchsvolle. Songtexte sind also auch eine Sache der Perspektive und des Kontext'.
Ok.
 

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