Live-Gesang: Abstand zum Mic variieren oder nicht?

Und wenn Prince, Beyonce, Alicia Keys, Adele uva. das so umsetzen, dass der Abstand zum Mikro variieren "darf/kann/muss", dann kann es doch wohl nicht verkehrt sein, oder?

Und wenn locker 90% aller bekannten Hip Hop/Rock/Metal Sänger das Mikro cuppen, kann es doch wohl nicht verkehrt sein, oder?

Merkste selber..... ;)
 
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Ist wohl eher eine Spezialtechnik, die ausserhalb der hier geführten Diskussion steht. ;)
 
Funktioniert halt leider nur, wenn es nen Monitor gibt. :ugly:

Natürlich, aber es gibt für Veranstaltungen ein paar Mindestanforderungen, und ich stelle mich nicht an ein Pult, wenn diese nicht erfüllt sind. Da ich neben meinen Diensten normalerweise auch das Equipment stelle, habe ich das zum Glück in der Hand, und wenn ein Veranstalter sich das nicht leisten will, ist das nicht mehr mein Problem. Wie gesagt, lieber veredle ich gutes Ausgangsmaterial als eine Show retten zu müssen - das habe ich früher oft genug gemacht, muss nicht mehr sein. Ich muss meinen Stresslevel niedrig halten, und der Mix eines guten Gigs ist für mich Entspannung pur. Katastrophen ausbügeln zu müssen ist Stress.


... Das überlassen die sinnigerweise lieber den Vocal Coaches, also denen die sich damit auskennen. ;)

Da hast Du natürlich recht. Aber für mich ist der Vocalcoach (genau wie Manager, Produzent, Tanzlehrer, Choreograph, Stylist, uvm.) eben nur ein anderes Zahnrad einer gut geölten Maschinerie. Diese Idols sind ein Produkt und liefern eine hochprofessionell Show ab, aber ich kann da weder Leben noch Spontaneität drin erkennen. Es ist also nicht das, was meiner Vorstellung von Livemusik entspricht. Wahrscheinlich haben wir hier sehr verschiedene Ansichten und werden uns nicht auf einen Konsens einigen können.


Nicht so drastisch =/= gar nicht. ;) Zumal dann immer noch die Tatsache bleibt, dass weniger Abstand = weniger Bleed. ;)

Korrekt, aber dieser leicht andere Sound kann in bestimmten Situationen auch gewollt sein, meinst Du nicht? Das mit dem Bleed stimmt natürlich, darum sagte ich in meinem Beitrag weiter oben auch, dass es Vorteile hat, nah am Mikro zu bleiben.
 
Natürlich, aber es gibt für Veranstaltungen ein paar Mindestanforderungen, und ich stelle mich nicht an ein Pult, wenn diese nicht erfüllt sind. Da ich neben meinen Diensten normalerweise auch das Equipment stelle, habe ich das zum Glück in der Hand, und wenn ein Veranstalter sich das nicht leisten will, ist das nicht mehr mein Problem. Wie gesagt, lieber veredle ich gutes Ausgangsmaterial als eine Show retten zu müssen - das habe ich früher oft genug gemacht, muss nicht mehr sein. Ich muss meinen Stresslevel niedrig halten, und der Mix eines guten Gigs ist für mich Entspannung pur. Katastrophen ausbügeln zu müssen ist Stress.

Ich weiß was du meinst, aber gibt auch genug Geschichten, bei denen Monitore schlicht nicht erforderlich sind und bei denen man keine Katastrophen ausbügeln muss. Aber das nur am Rande, ist schließlich nicht das eigentliche Thema..... :)

Da hast Du natürlich recht. Aber für mich ist der Vocalcoach (genau wie Manager, Produzent, Tanzlehrer, Choreograph, Stylist, uvm.) eben nur ein anderes Zahnrad einer gut geölten Maschinerie. Diese Idols sind ein Produkt und liefern eine hochprofessionell Show ab, aber ich kann da weder Leben noch Spontaneität drin erkennen. Es ist also nicht das, was meiner Vorstellung von Livemusik entspricht. Wahrscheinlich haben wir hier sehr verschiedene Ansichten und werden uns nicht auf einen Konsens einigen können.

Och, ich habe gar kein Interesse dich davon zu überzeugen, dass dir Idol Mucke/Idol Live Shows gefallen müssen (tun sie mir genau genommen nämlich auch nicht :whistle:). Wobei ich es immer erstaunlich finde, wie viele Leute die komplette Durchgeplantheit der Live Shows als Grund dafür angeben, dass sie damit nichts anfangen können und dabei völlig ignorieren, dass die Live Shows der meisten erfolgreichen "westlichen" Bands genauso von A bis Z durchgestylet sind. :ugly: Aber ich schweife ab.....

Das entscheidende hast du ja selber gesagt: Die Idols werden von Anfang darauf trainiert, jederzeit die "perfekte" Show abliefern zu können. Darüber wie sie am besten ihr Mikro zu halten haben, wird sich also jemand schon eine Menge Gedanken gemacht haben. ;)

Korrekt, aber dieser leicht andere Sound kann in bestimmten Situationen auch gewollt sein, meinst Du nicht?

Das ist ein interessanter Gedanke. Mir fällt jetzt zwar spontan keine Situation ein, in der das gewollt sein könnte, schon gar nicht wenn das mit dem Abstand variieren durchgängig passiert, aber es ist zumindest ein interessantes Gedankenspiel.....
 
Mir fällt jetzt zwar spontan keine Situation ein, in der das gewollt sein könnte
Schon klar, wenn du generell eine Aversion gegen variablen Abstand hast.
Aber es ist ja toll das es unterschiedliche Zugangswege gibt und letztendlich jeder seinen findet mit dem es Erfolge am Pult gibt. Da gibts ja genug andere Aspekte, für die es durchaus unterschiedliche Ansätze gibt, damit umzugehen.
 
Das KSM 8 dagegen ist darauf entwickelt worden, eben keinen Nahbesprechungseffekt zu haben.

Können wir uns auf 'weniger' einigen?
Alle Designs, die im Laufe der Jahrzehnte in diese Richtung entwickelt wurden, haben einen reduzierten Nahheitseffekt, nicht 'keinen'. :)
 
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Schon klar, wenn du generell eine Aversion gegen variablen Abstand hast.

Naja, eigentlich ist es ja eher umgekehrt. Die Aversion gegen variablen Abstand hab ich ja hauptsächlich deshalb, weil ich nicht möchte, dass sich der Sound meiner Signalquelle ständig ändert. :ugly:

In welchen Sitautionen könnte das denn nun gewollt und/oder vorteilhaft sein? Wie gesagt, den Gedanken finde ich nicht uninteressant, ich bin aber auch noch nie in einer Sitation gewesen, in der ich mir gedacht hätte "Mensch, das würde gerade aber richtig gut kommen, wenn sich der Vocal Sound ständig ändern würde" und wüsste auch nicht, in was für einer Situation das passieren können sollte. :)
 
weil ich nicht möchte, dass sich der Sound meiner Signalquelle ständig ändert.
Hmm, und die Lautstärke, die Tonhöhe und Artikulation usw haben gar keinen Einfluss auf den Sound? ich hatte mal einen Sänger der mal nach Lou Rawl, eher wenn er leise bis normal laut sang, und dann wieder schon fast nach Steve „war ich das etwa?“ Urkel, wenn es deutlich lauter wurde, klang. Ich hatte da extra einen Mindprint mit um damit schnell eingreifen zu können. Heute wär das wohl ein Fall für einen dynamic EQ.
Wie gesagt, den Gedanken finde ich nicht uninteressant, ich bin aber auch noch nie in einer Sitation gewesen, in der ich mir gedacht hätte "Mensch, das würde gerade aber richtig gut kommen, wenn sich der Vocal Sound ständig ändern würde" und wüsste auch nicht, in was für einer Situation das passieren können sollte.
Für mich ein typischer Fall ist wenn die Gesangstalente mal Lead, mal Background singen. Lead näher ran und mit etwas Nahbesprechung etwas voller im Sound, Background etwas weiter weg und nicht mehr soo fett im Sound. Mit etwas Abstandskontrolle bekommt man das quasi geschenkt.
Dazu sagen sollte man aber auch dass es hier nicht um die Frage 1cm oder 5cm Abstand geht. Je nach Mikro reichen dann schon Millimeter um den gewünschten Effekt zu erzielen. Je geübter das Talent ist, desto besser sind die Ergebnisse.
Es sollte vielleicht noch erwähnt sein dass meine Idealvorstellung eines Livejobs, etwas übertrieben ausgedrückt, ist wenn ich am Foh maximal noch die FX sends der Stimmen fahren muss. Für die Eingangskanäle wäre „set it and forget it“ das Optimum. Ich bin nicht so gern der Dauerkurbler.
 
Gut, daß wir Drummer damit keine Probleme haben! :great:
 
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Hmm, und die Lautstärke, die Tonhöhe und Artikulation usw haben gar keinen Einfluss auf den Sound?

Sicher, aber dagegen kann man halt nichts machen. :nix: Und es wird auch bestimmt nicht besser, wenn man durch albernes Mikrofon-Rumgefuchtel noch eine weitere Variable einbaut.....

Heute wär das wohl ein Fall für einen dynamic EQ.

Tja, wenn man alle Pulte überhaupt sowas bieten würden. :ugly: Es ist mir sowieso ein absolutes Rätsel, warum viele digitale Pulte heute immer noch so unglaublich spärlich bestückt sind, bzw. warum eine native Einbindbarkeit von VSTs nicht schon längst Standard ist; müsste doch eigentlich super easy umzusetzen sein!? Aber ich schweife schon wieder ab.....

Für mich ein typischer Fall ist wenn die Gesangstalente mal Lead, mal Background singen. Lead näher ran und mit etwas Nahbesprechung etwas voller im Sound, Background etwas weiter weg und nicht mehr soo fett im Sound. Mit etwas Abstandskontrolle bekommt man das quasi geschenkt.
Dazu sagen sollte man aber auch dass es hier nicht um die Frage 1cm oder 5cm Abstand geht. Je nach Mikro reichen dann schon Millimeter um den gewünschten Effekt zu erzielen.

Das klingt natürlich absolut sinnvoll. :great: Das wäre dann allerdings eine minimale Anpassung pro Song (oder vielleicht auch noch pro Song-Abschnitt) und damit auch wieder ein ganz anderer Schnack als das typische "der Sänger versucht Kompressor zu spielen", was ja üblicherweise gemeint wird, wenn man vom variieren des Mikrofonabstands spricht. :ugly:

Es sollte vielleicht noch erwähnt sein dass meine Idealvorstellung eines Livejobs, etwas übertrieben ausgedrückt, ist wenn ich am Foh maximal noch die FX sends der Stimmen fahren muss. Für die Eingangskanäle wäre „set it and forget it“ das Optimum. Ich bin nicht so gern der Dauerkurbler.

Och, da bin ich absolut bei dir. Ich glaube auch nicht, dass es allzu viele Tonleute gibt, die Bock darauf haben, im Laufe einer Show so viel wie möglich schrauben zu müssen. :ugly:
 
Tja, wenn man alle Pulte überhaupt sowas bieten würden. :ugly: Es ist mir sowieso ein absolutes Rätsel, warum viele digitale Pulte heute immer noch so unglaublich spärlich bestückt sind, bzw. warum eine native Einbindbarkeit von VSTs nicht schon längst Standard ist; müsste doch eigentlich super easy umzusetzen sein!? Aber ich schweife schon wieder ab.....
Zu den Dynamic EQs ist zu sagen, dass es inzwischen eine ganze Anzahl von Pulten gibt, die so was ‚on Board' haben auch ohne VST Plattform und dass man so was auch schon zu Analogzeiten haben konnte, wenn man verstanden hatte, wozu das gut ist. In den Pulten gibt es zum Thema 'processing' zwei Entwicklungsstränge, von denen wir noch nicht so genau wissen, wer gewinnt.

Zum Thema des Threads gibt es in meinem Langzeitspeicher zwei Erkenntnisse, die sich ganz unabhängig vom Stand der Technik als Wahrheiten heraus kristallisiert haben:

1. Es gibt ganz wenige Künstler, die das wirklich drauf haben mit der eigenen Dynamikkontrolle und dem Mikrofonabstand. Wenn's so ist ... suuuper!
2. Die überwältigende Mehrheit der Sangesbrüder und -schwestern hat das definitiv nicht drauf und nix ist schlimmer als das Mikrogewedel mit pseudodramaturgischen Lautstärkeschwankungen, dass man sich dabei unterm Pult verstecken möchte, damit keiner sieht, dass man da mit bei ist. Dann ist es viel zielführender folgende Vereinbarung zu treffen:
„Du singst so laut Du kannst und klebst mit den Lippen am Mikro ... den Rest mache ich."

OT
Ich wo sind die fucking smileys/emoticons in diesen fucking Forum geblieben???
 
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wo sind die f*****ng smileys/emoticons in diesen f****ng Forum geblieben???
Na na, man muss ja nicht gleich so tief sinken und eine derartige Sprache verwenden. ;)

Aber es ist doch alles da:
1614018711400.png

und wenn es nicht angezeigt wird, weil der Schirm so klein ist, dann versteckt sich das unter den "weiteren Funktionen":
1614018824207.png
 
10" und man muß schon ins nächst tiefere Menue für einen smiley???
Ach so das ist die digitale Dividende :rolleyes:
 
Die überwältigende Mehrheit der Sangesbrüder und -schwestern hat das definitiv nicht drauf und nix ist schlimmer als das Mikrogewedel mit pseudodramaturgischen Lautstärkeschwankungen, dass man sich dabei unterm Pult verstecken möchte, damit keiner sieht, dass man da mit bei ist. Dann ist es viel zielführender folgende Vereinbarung zu treffen:
„Du singst so laut Du kannst und klebst mit den Lippen am Mikro ... den Rest mache ich."

Haha, das fasst meine Meinung zu dem Thema eigentlich ziemlich akkurat zusammen. :rofl:

Rest des Beitrags ausgelagert nach https://www.musiker-board.de/threads/wohin-geht-die-reise-der-digitalpult-entwicklung.716808/ um die Themen auseinander zu halten
 
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