Benötige Hilfe für Rechte Hand

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Hallo,
zuerst muss ich sagen, dass ich nicht weiß ob ich mit meinem Anliegen im richtigen Unterforum bin oder ob das doch in den Metal- oder Spieltechnik-Bereich gehört. Falls ich falsch bin, bitte ich einen Moderator, den Thread in das richtige Unterforum zu verschieben.


Ich spiele Zeit ca. einem Jahr autodiktatisch Gitarre. Hauptsächliche spiele rythmische Metalsachen, bei denen die rechte Hand stark beansprucht wird. Nun ist es so, dass bereits nach kurzer Spielzeit eine deutliche Ermüdung meiner rechten Hand auftritt. Zudem fühle ich mich, was meine rechte Hand betrifft, allgemein nicht sehr sicher und bleibe öfters an den Saiten hängen bzw. habe das Gefühl meine rechte Hand macht nicht immer das was ich will. Deshalb vermute ich, dass ich irgendetwas falsch mache. Ich habe meine rechte Hand mal beim spielen gefilmt. Kann mit bitte jemand sagen, wo meine Fehler liegen bzw. was ich anders machen muss? Wäre wirklich super nett von euch! :)

Hier das Video: http://www.vidup.de/v/JNJpe/

Viele Grüße
Tobi
 
Eigenschaft
 
Hi,*


(1) Zur Handhaltung:

Es gibt hier zwar keine Gesetze. Und viele individuelle Stile. Aber, es sieht in Deinem Video für mich so aus, als würde Deine rechte Hand frei in der Luft hängen. Dein Stützpunkt scheint genau die Stelle am Handgelenk zu sein, an der sich Selbstmörder die Pulsadern aufschneiden (sorry...).

Du kannst versuchen eine völlig neue Handhaltung zu entwickeln. Z.B. könntest Du mit Handkante und kleinem Finger einen Bogen über alle sechs Saiten spannen. Dann hättest Du zwei neue Stützpunkte. Den kleinen Finger unter den Saiten (z.B. an einem der Tonabnehmer fixiert) und über den Saiten den Handballen/kante. Dann würdest Du allerdings ständig die tiefe E-Saite (unfreiwillig) dämpfen. Um das zu umgehen musst Du die Hand etwas zurücknehmen. Und zwar so weit, dass der "Stützpunkt-Handballen" direkt hinter dem Ende der Saiten liegt.

Allerdings würdest Du die Saiten dann etwas weiter hinten anspielen als bisher (weil Deine Hand weiter hinten ist). Dadurch verändert sich der Sound... Du musst einfach ein bischen mit der Handhaltung experementieren.


(2) *Spielgefühl/sicherheit rechte Hand:

Um ein sicheres Gefühl für die rechte Hand zu entwickeln (Anschlagstechnik), solltest Du das für eine Zeit lang separiert üben. Als Aufwärmübung nur für die rechte Hand.*

Dazu kannst Du mit der linken Hand alle Saiten abdämpfen. Und dann sei kreativ. Denk Dir methodische Anschlagsmuster aus. Beispiele:

- Alle Saiten nur von oben anspielen (Downstroke)
- umgekehrt, nur Upstrokes.
- Wechselschlag nur zwischen zwei benachbarten Saiten, dabei ein Anschlag pro Saite, nur zwischen den Saiten, dann nur "außen"
- Dann mit zwei, drei, vier Anschlägen pro Saite
- Dann eine Saite überspringen, dann zwei Saiten überspringen etc.
- Akkordspielweise (also mehrere Saiten gleichzeitig), zuerst die fünf Zweier, dann die vier Dreier, dann die drei Vierer etc.
- usw...


Grüße, Floralangriff***

Ergänzung: Schau mal im Metal-Unterforum den "Probleme mit Tremolo Picking"-Thread an.
 
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Kann es sein, dass du ziemlich verkrampft spielst? Wenn ja musst du versuchen lockerer zu werden, vll Sachen erstmal etwas langsamer üben, dann schrittweise (mal große mal kleine Schritte, dann wieder langsamer, dann wieder schneller) die Geschwindigkeit erhöhen. Dann wirds auch sauberer. Ein Metronom solltest du am besten auch benutzen gibts z.B. hier: http://advanced.bestmetronome.com/
Vll bekommst du mehr Sicherheit rein wenn du bei solchen Sachen einen Finger (kleinen oder Ringfinger) auf dem Schlagbrett oder auf ner Saite abstützt (Anchoring) oder Probier mal den Zeigefinger der Schlaghand mit den restlichen Fingern zu unterstützen, also die bei dir ausgestreckten Finger ein bisschen schließen (allerdings keine Faust), einfach den Mittelfinger quasi an den Zeigefinger anlegen, daran dann den Ringfinger etc.
Dein Unterarm sollte nicht freischwebend sein sondern den Korpus berühren, kann man nicht genau sehen wie du s machst. Vielleicht wird es etwas entspannter wenn du den Ellenbogen etwas tiefer hängen lässt, die Schulter solltest du jedenfalls nicht hochziehen, falls du das machst.
Eigentlich sieht die Handhaltung gar nicht so schlecht aus finde ich, sollte aber möglichst entspannt sein.

Gruß
 
Fehler: Netzwerk-Zeitüberschreitung
Der Server unter www.vidup.de braucht zu lange, um eine Antwort zu senden.

Hm, sonst mal YouTube oder so? ^^
Jedenfalls ist das von Floralangriff schon sinnvoll, die Handkante liegt fast die ganze Zeit auf den Saiten bei Rhythmen wegen des Dämpfens und wird nur manchmal etwas hoch gehoben, wenns frei schwingen soll. Guck dir doch sonst mal an, wie andere Metler anschlagen, hab ich mal Stundenlang auf Wacken gemacht :)
Locker werden ist klar, kommt aber durch Übung irgendwann.. Kann auch mal länger als 1 Jahr dauern, bis man entspannt spielt ;) Plektrenstärke ist ne Kleinigkeit, die man vllt mal prüfen sollte, bei dicken Plektren musst du evtl weniger Gewalt anwenden/Weg zurücklegen, weil die sich nicht durchbiegen.. Klingt etwas paradox, aber hab ich heute im Proberaum festgestellt, als ich kein Plektren dabei hatte und mit den Pappteilen von den anderen spielen musste.
 
Also mir ging es ne ganze Zeit lang ähnlich, aber bei mir hat sich mit der Zeit alles gelegt. Musst einfach immer wieder darauf achten, dass die rechte Hand macht was sie soll und sonst musste wohl oder übel das Tempo drosseln. Also ich selber spüre, wie die Bewegungen mit der Zeit natürlicher werden.
 
Hängenbleiben beim Aufschlag kannte ich auch.
achte mal drauf , das du dein Plek moglichst senkrecht zur Gitarre hälst.
ich hatte es immer leicht nach unten gewinkelt, geht beim Abschlag gut, beim Aufschlag aber wie eine Schaufel unter die Saiten.
Noch wichtiger für mich war aber, und das wird in so gut wie keinem youtube video erzählt, das Plektrum nicht parallel zu den Saiten zu halten, sondern leicht gedreht, so das die Saiten über die Rundung des Plek flutschen könnnen.
ich muss mich immer wieder mal dran erinnern und die Plek Haltung kontrollieren, aber beides zusammen hat bei mir wirklich geholfen.
 
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Das Pick sollte eigentlich nicht wirklich senkrecht sein sondern beim Abschlagen zeigt die Spitze eher in Richtung Himmel (etwas nach oben eben) beim Aufschlag zeigt sie eher in Richtung Boden.
 
Hallo,
entschuldigt bitte, dass ich mich erst jetzt melde, aber ich war letzte Woche im Urlaub und hatte daher keinen Internet-Zugang.
Auf jeden Fall schon mal vielen lieben Dank für die vielen Antworten, da war schon einiges hilfreiches dabei! :)
Zum Handhaltung: Wenn ich Sachen ohne palm-muting spiele, dann liegt meine Hand auf dem Steg auf, der kleinen Finger habe ich immer an dem Steghumbucker eingehängt. Bei Sachen mit palm-muting fahre ich dann mit der Hand etwas richtung Hals, so dass ich die Saiten abdämpfe, gleichzeitig klappe ich die Hand zum Korpus hin ab, so dass ich, wie Floralangriff schon richtig erkannt hat, mit den Pulsadern auf dem Korpus aufliege und meine "Ninja-Handkante" nur die oberste bzw. obersten zwei Saiten abdämpft. Bei Einzelnoten/Powerchords, die zwischendrin nicht gepalmmuted werden, hebe ich die Hand dann kurzzeitig an (sieht man im Video ab 0:33 ganz gut, oder auch ab 0:50, wie ich die Hand immer nach oben "wegwerfe"). Probleme habe ich bei Riffs die ungefähr 50:50 palmmuted/ nicht-palmmuted sind (z.B. Metallica-Jump In The Fire), weil ich es dann bei den nicht gepalmmuteten Noten nicht schaffe, die Hand schnell genug auf den Steg zu verschieben und deshalb diese mit freischwebender Hand spielen muss. Das klappt nicht wirklich gut.
Zu den Plektren, ich spiele die Dunlop Jazz III Plektren in 1,38mm.
Viele Grüße
Tobi
 

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