Gibson Les Paul Standard 50s Gold Top - Gewichtsunterschiede?

  • Ersteller banjogit
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Gewinnt denn auch mal einer..? 😐

Bei meiner SG brauchte es 5 Lieferungen um eine einwandfreie und die für mich richtige zu finden. Bei all meinen Fender Gitarren hab ich immer gleich die erste behalten. Die waren stets makellos.
 
@banjogit ich habe ja kürzlich eine ähnliche Erfahrung gemacht. Klar kann man einen Sattel tauschen, wenn sonst alles passt. Aber ich finde auch, dass in diesem Preissegment dies nicht sein darf. Wenn ich an einer 500 oder auch noch 1000 EUR Klampfe den Sattel tauschen muß, ist das noch ok. Ich habe das Projekt Gibson LP Goldtop bis auf Weiteres verschoben, bis bei T...... wieder ordentlich was zur Auswahl steht, also ich meine Standards, nicht die 5000 EUR Teile. Dann werd ich mit dem Wohnmobil ein WE dort verbringen und Vorort testen. Klar das kann nicht jeder. Wenn eine vernünftige Endkontrolle nur noch bei Custom Shop Gitarren stattfindet, denn ein zu tief gekerbter Sattel ist Murks und hat an KEINER Gitarre was verloren. Das sind Basics und haben auch nix mit Transport, Temperaturschwankungen oder Verstellen zu tun. Bei 2000 EUR einfach Murx. Für mich ist Gibson NICHT BACK..... Aber..... ich werd trotzdem eine kaufen, wenn sie mich dann nach zig Tests anspringt.
 
Ab dem 2. Bund war das Problem übrigens auch weg.

Na wenn der Sattel die Ursache sein soll dann sollte das Problem aber schon ab dem ersten Bund weg sein.

Toll dass alle Gibsons schon ab Werk geplekt sind, oder???

.
 
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Was nutzt es wenn die Bünde perfekt abgerichtet sind und beim Sattel wird zu tief gekerbt? Völlig egal, ich hab schon lebst einen Sattel hergestellt, als Azubi damals. Sowas sollte nicht sein an einer Gibson, auch wenn es keine Custom Shop ist.
 
Toll dass alle Gibsons schon ab Werk geplekt sind, oder???
wenn die Bünde perfekt abgerichtet sind

Die Plek Maschinen bei Gibson bearbeiten die Bünde und den Sattel.

Allerdings bleibt jede Gitarre laut Jim de Cola nur ca. 8 Minuten in der Maschine.

Nachdem normalerweise alleine ein herkömmlicher Plek Scan "mehrere Minuten" dauert und der "komplette Vorgang nach gut drei Stunden zu Ende" ist - nachzulesen hier - kann man wohl davon ausgehen, das Gibson ein universelles Plek-Profil bzw. die gleiche Anleitung zur Bearbeitung für alle Gitarren nutzt, oder zumindest gröbere Arbeitsschritte.

Anders ist das in der kurzen Zeit kaum zu schaffen. Und wird vermutlich auch nicht immer das beste Ergebnis abliefern.
 
Zuletzt bearbeitet:
versteh ich, dass Maschinen nur das machen was man ihnen sagt. Um so weniger versteh ich nun, warum die Klampfen dann so viel kosten. Ja ich weiß, andere Hersteller machen das auch so. Das schlimme ist, das ist bei anderen Marken auch nicht viel besser. Die Gitarren, welche ich in ende der 80er gekauft habe, hatten solche Probleme nicht. Meine sämtlichen Gibson SGs aus dieser Zeit waren alle tiptop. Eine hab ich zum Glück behalten. Das ist meine Referenz. Wahrscheinlich ist das mein Problem und muß davon loskommen, heute so ein Instrument für 1500 EUR zu bekommen.... ohne selbst daran rumzubasteln....
 
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Ja ich weiß, andere Hersteller machen das auch so.

In dem Fall nein.
Kein anderer Hersteller bundiert die Griffbretter vor dem Aufleimen mit Hydraulikpresse und nimmt somit Huckelpisten oder zu tief ins Griffbrett gematschte Bünde in Kauf.
Das macht Gibson nur, um Zeit und Arbeitsschritte zu sparen.

Wie bei der Plek Maschine dann auch.
Wenn du da eine Gitarre einspannst, bei der einzelne Bünde hochstehen, weil das Griffbrett eine Welle gemacht hat, schleift die Plek Maschine diese Bünde gnadenlos runter und orientiert sich insgesamt auch an den niedrigsten Bünden, dh. wenn du Pech hast, wird auch insgesamt viel zu viel abgetragen (das gibt dann diese "eckigen" Bundkronen).
Natürlich muss das nicht immer so sein, aber es gibt diese Exemplare und das ließe sich eben vermeiden, wenn man andere Produktionsschritte hätte.
Gibson hat da durchaus eine Sonderstellung.

Wenn alles glatt läuft, lohnt es sich.
Der Kunde übernimmt dann eben die Qualitätssicherung bzw. entscheidet, was er behalten möchte und was nicht. :)
 
ok, danke für die Aufklärung. So genau wusste ich das jetzt nicht. Hätte wohl mal lieber den Mund gehalten. Aber es ist doch schon ärgerlich, wenn man für so viel Geld so lange suchen muß, bis dann mal eine "Gute" dabei ist.
 
... muß davon loskommen, heute so ein Instrument für 1500 EUR zu bekommen.... ohne selbst daran rumzubasteln....

Genauso geht's mir auch. Ich hatte mir damals meine SG Standard im Jahr 2012 zugelegt. Von all den o.g., gelieferten Modellen habe ich die mit der ältesten Seriennummer behalten. Die stammt aus dem 2010, hatte damals das schönste Griffbrettholz und die wenigsten bzw. keine Verarbeitungsmängel - und gekostet hat sie 825 €. Man stelle sich das mal vor! Das war kurz vor Weihnachten, soweit ich mich entsinne, und da gab's die Vorgängermodelle günstiger, da im nächsten Jahr neue (aber nicht unbedingt bessere) Modelle auf dem Markt kamen.
 
Hätte wohl mal lieber den Mund gehalten.

Nein, eben nicht!
Nur wenn sich die Käufer nicht mehr alles gefallen lassen, wird man bei Gibson auch mal darüber nachdenken, Fertigungsprozesse zugunsten der Kunden zu optimieren bzw. mehr auf die Qualitätskontrolle zu achten.
Solange aber alles gekauft wird, weil halt "Gibson" draufsteht und anscheinend der Markt recht leer gefegt ist (auch dank Corona und der damit einhergehenden höheren Nachfrage nach Musikinstrumenten), wird sich leider gar nichts ändern.

Ich bin da ganz sicher nicht pingelig. Eine gute Gibson Les Paul, bei der nur der Sattel ein Problem ist, hätte ICH nicht zurückgeschickt.
Eine mit leichten Lackfehlern auch nicht (sowas stört mich eher weniger, wobei ich es schon frech finde in der Preisklasse).

Eine mit vermurksten Bünden oder Griffbrett aber sehr wohl.
Nur sind das auch Dinge, die viele Käufer gar nicht auf dem ersten Blick sehen, weil das Instrument zunächst (noch) spielbar ist.

Wenn dann irgendwann Rillen in den Bünden drin sind und ein Leveling (Bundabrichten) ansteht, kann es aber sein, dass der Gitarrenbauer sagt, da sei nicht mehr viel drin bzw. nicht mehr ausreichend Material vorhanden - und dass ggf. gleich ein Re-Fretting (Neubundierung) sinnvoll wäre. Dann gibt es halt das große Erstaunen. Ist alles schon vorgekommen.
 
Hätte wohl mal lieber den Mund gehalten.
@C_Lenny Du hast natürlich völlig Recht, sorry ich war in Fahrt und halte mich jetzt aber zurück, es sei denn, es hat was mit dem Thema zu tun.....
Tja, die lieben Vorsätze.......:D........

Eigentlich/eingangs ging's ja thematisch hier "nur" um das Zustandekommen der unterschiedlichen Gewichte einer Gibson LP Std. Goldtop ;) . Bevor dieser Thread nun erneut zur x-ten "Generalabrechnung" mit dem Hersteller abdriftet, wäre es angesichts der bisher festgestellten "Unzulänglichkeiten" dann für den TS möglicherweise zielführender, sich bei den LP-Goldtop-"Kopierern" umzusehen.....falls dieser Modelltyp überhaupt noch auf der Wunschliste steht :gruebel:.

LG Lenny (für die Moderation)
 
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...wäre es angesichts der bisher festgestellten "Unzulänglichkeiten" dann für den TS möglicherweise zielführender, sich bei den LP-Goldtop-"Kopierern" umzusehen.....falls dieser Modelltyp überhaupt noch auf der Wunschliste steht :gruebel:.

LG Lenny (für die Moderation)

Doch, tut er schon noch. Nur aufgrund der momentanen Lieferschwierigkeiten verzögert sich alles. Die letzte (mit dem vermutlich schlecht gekerbten Sattel und den Humbuckern) wog übrigens nur 4,1 kg. Es steht jetzt nochmal eine P90 aus, und es wird spannend wie schwer die dann ist.
Aber ich bringe das hier zu Ende - versprochen, auch was die Gewichtsberurteilung anbelangt.
 
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Auch hier nochmal der Verweis auf Maybach Gitarren. Die sind gechambert und damit v.a. relativ leicht, z.B. 3,6 kg. Manche mögen die, manche nicht. Aber: Jedes theoretische Feedback kann ich damit leichfüßig ausbalancieren. Sozusagen schwebe ich damit wie ein Schmetterling und steche wie eine Biene. Die Leute denken, wie kräftig ich bin - gehen sie doch von einer mindestens 4 kg schweren Les Paul aus. Ha, wenn sie wüssten.... Ich bin alt und gebrechlich und habe gar keine Gitarre über 4 kg hier...

Mal im Ernst: Ich hatte letztens eine der schweren Thomann-Telecasters in der Hand. Die war sehr schwer, das ist auch bekannt. Insgesamt stimmte damit das Gefühl nicht. Ich bewerte das Gefühl das man hat, wenn man sich die Gitarre umhängt, das Gefühl der linken Hand am Hals und das Gefühl der Rechten am Steg, das alles bewerte ich fast sogar noch höher als den Klang. Der ist wichtig, natürlich, aber wenn der grundsätzlich passt, kann man an dem - irgendwie - immer drehen. Aber wenn dich das Teil nicht packt - oder Du es nicht - dann wird es schnell langweilig oder halt misstrauisch.

Daher finde ich Deine Entscheidung richtig, das Stück zurückzuschicken.
 
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Ich bewerte das Gefühl das man hat, wenn man sich die Gitarre umhängt, das Gefühl der linken Hand am Hals und das Gefühl der Rechten am Steg, das alles bewerte ich fast sogar noch höher als den Klang.

Wohl zu Recht, wenn man keine schöngeistigen Studioaufnahmen macht. Ich habe eine Les Paul, die hörbar anders (= besser) klingt als meine Ersatz-LP. Sie ist aber auch deutlich schwerer als die Zweitgitarre. Im Proberaum mit Band, ist der Unterschied vernachlässigbar und ich wette 50 Euro, meine Mitmusiker hören das überhaupt nicht. Ich selbst finde es unter den Umständen auch nicht relevant. Dann sehr viel mehr das halbe Kilo, was die Zweitgitarre weniger wiegt.
 
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Ich sag mal so - prinzipiell würde mich das hohe Gewicht einer Les Paul nicht stören. Mit einem breiten, gepolsterten Gurt ist das im Stehen ok, und man spürt beim Spielen die Masse und hat damit auch Stabilität, und man hat was "vorm Bauch". Ich denke sogar, dass die P90 genau aus diesem Grund so gut geklungen und geschwungen hat. Nur - sie darf halt im Sitzen nicht wegkippen, nur weil man mal kurz die linke Hand vom Hals lässt. Das geht gar nicht. Die Telecaster B-Bender in meinem Profilbild ist auch relativ schwer (4,5 kg) - aber die kippt nicht weg! Und deshalb hatte ich die damals auch sofort behalten, trotz des Gewichts.
 
... Es steht jetzt nochmal eine P90 aus, und es wird spannend wie schwer die dann ist.
Aber ich bringe das hier zu Ende - versprochen, auch was die Gewichtsberurteilung anbelangt.

So, jetzt zitiere ich mich mal selber, denn heute ist diese P90 gekommen, und was soll ich sagen - sie hat gewonnen !!!

Ich kann keine Verarbeitungsmängel erkennen, die Leersaiten schwingen perfekt und gleichmäßig von E nach e (ohne jegliches Schnarren), die Saitenlage ist prima, die Bundreinheit auch. Und jetzt kommt's - die Gitarre wiegt 4,5 kg. Ihr erinnert Euch an die erste P90 mit 4,8 kg? Man glaubt gar nicht, was 300g ausmachen. Das scheint die magische Grenze zu sein, denn sie kippt grade nicht mehr weg, ist aber immer noch schwer genug, so wie es sich für eine Les Paul halt gehört. Die Burstbucker-Modelle mit 4,1kg waren mir nämlich fast schon zu leicht.

Ich fasse zusammen:
Genauso wie damals bei meiner SG bedurfte es auch bei dieser Gold Top Les Paul fünf (!) Lieferungen, bis die perfekte Gibson-Gitarre für mich dabei war.
Die drei Burstbucker-Modelle hatten allesamt Mängel, die für mich nicht hinnehmbar waren.
Die beiden P90-Modelle dagegen waren perfekt, nur dass mir die erste halt zu schwer war.

Für mich stellen sich jetzt zwei Fragen:
1) Liegt das alles vielleicht daran, dass sich Gibson bei den seltener verkauften P90-Modellen mehr Mühe gibt?
2) Baut Gibson die P90-Modelle von vorneherein etwas schwerer um den Output-schwächeren Pickup auszugleichen?

Wird man letztlich nicht beantworten können, aber ich hoffe für den ein oder anderen in diesem Forum war mein Erfahrungsbericht hilfreich.

Danke für Eure rege Teilnahme in diesem Thread :)
-banjogit-
 
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Glückwunsch zu deiner Goldtop..... ich hab mein Projekt bis auf Weiteres verschoben. So lange, bis meine Händler im Umkreis wieder welche unspielbar haben.

zu 1: glaub ich nicht, denn ich hatte letztes Jahr eine P90 Goltdop in der Hand. Die war miserabel eingestellt und die Verarbeitung nicht so gut.
zu 2: bin mir auch ziemlich sicher, dass kein Mensch (Gitarrenbauer) auf dieser Erde im Vorfeld das Gewicht einer E-Gitarre bestimmen kann. Jedes Stück Holz wiegt eben anders... und ich glaube auch nicht dass 300g Holz soooo viel Output bringen, das ist bei der LP eher die Bauweise allgemein (Korpus, Decke, Leim usw). Und.... P90 haben eben nicht den selben Output wie ein Doppelspuler. Aber genau deshalb will man den ja, deshalb klingt ein P90 wie ein P90....

ABER.... ist doch auch egal, wenns klingt und die Qualität jetzt passt, ist doch alles gut.
 
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Glückwunsch zu deiner Goldtop.....
Danke :)
.. und ich glaube auch nicht dass 300g Holz soooo viel Output bringen
Nun, zwischen der "leichtesten" Burstbucker mit 4,1 kg und der schweren 4,8 kg P90 sind es doch 700g Unterschied. Mir kam es so vor, als ob die Resonanz und das Sustain bei den schwereren Modellen besser/länger war. Kann natürlich auch vom Zustand der Saiten beeinflusst sein, und die Psychologie spielt da sicher auch eine Rolle. Aber je weniger der Korpus selbst mit schwingt (und das tut er, bzw. tut es nicht, wenn er mehr Masse hat) desto besser resonieren die Saiten. So stell ich mir das zumindest vor. Insofern ist die 4,5 kg Paula jetzt ein guter Kompromiss geworden.
 

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