Jetzt muss ich auch noch meinen Senf dazu loswerden. Bin gerade ganz selten im Board unterwegs, daher so spät.
Egal ob Piezo oder Elektret-Folie bzw. -Kabel (B-Band oder Fishman): Ein Under Saddle Transducer fängt vor allem die Saitenschwingungen ein. Aus Gründen der Rückkopplungssicherheit wird das sogar konstruktiv begünstigt (teils mit dem Bracing (der Lattung unter der Schalldecke).
Ein Deckentransducer wie der B-Band AST oder Kontaktabnehmer (auch der AKG Wandler) fangen den Schall der Schalldecke ein. Sie sind daher rückkopplungsanfälliger, weil
die Schalldecke mehr Umgebugsgeräusche (vom lauten AMP) einfängt.
Noch anfälliger sind die eingebauten Mikrofone, die es auch gibt.
Dafür lassen sich mit diesen Tonabnehmern auch percussive Effekte wie Klopfen auf Steg und Schalldecke einfangen, was bei den Under Saddle Transducern eher ein undefinierbares Poltern (klopfen auf den Steg) oder kaum etwas (Schalldecke) äußert.
Das andere Extrem sind magnetische Abnehmer, teils im Schalloch, teils am Hals angeschraubt (Nanomag).
Diese Abnehmer nehmen praktisch nur die Saitenschwingung ab, und zwar an der Stelle, an der sie angebracht sind.
Der Nanaomag hat jedoch eine so hohe Resonanzfrequenz, dass er nicht nach
E-Gitarre* klingt.
Den natürlichsten Klang erhält man mit einem guten Mikrophon. Das ist aber auch die Variante, die am anfälligsten für Rückkopplung ist.
P.S. auch kurz vor der Rückkopplung ist der Frequenzgang schon so verbogen, dass die Gitarre recht schnell nach Blech klingt. Daher würde ich bei Live-Anwendungen unbedingt einen eingebauten Tonabnehmer vorziehen, es sei denn die Gitarre wird nur moderat verstärkt.
Gruß
Christoph