Kaufberatung: Martin 000-15SM Pickup nachrüsten

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Moin!

Ich habe eine Martin GPCPA4, die von Haus aus mit einem Fishman-System ausgerüstet ist. Klanglich erfüllt es meine Ansprüche vollumfänglich. Ich spiele nur für mich allein, möchte aber gelegentlich einen Amp einsetzen, um mehr Ohren zu erreichen oder auch nur, um den einen oder anderen Effekt (Chorus, Delay, Hall) zu nutzen.

Seit heute habe ich den Yamaha THR30IIA bei mir, und ich möchte nicht nur die GPCPA4 am Amp spielen. Die am meisten von mir gespielte 000-15SM ist rein akustisch, und die soll einen Pickup bekommen, der klanglich mit dem Fishman der anderen Gitarre vergleichbar ist (gerne etwas geschönt, schon garnicht wie der Taylor ES2, den ich gar nicht leiden kann).


1. Welches A-Instrument soll einen Pickup erhalten?
Martin 000-15SM

2. Wieviel Geld steht zur Verfügung?
Geld spielt keine Rolle - bis 150€. Gerhe mehr, wenn's Sinn macht.

3. Werden gewisse Stile (Fingerpicking, Strumming mit Plek etc.) bevorzugt?
Primär Fingerpicking (da stören die Nagelgeräusche des Taylor ES2)

4. Welche baulichen Veränderungen an der Gitarre wären für Dich akzeptabel, welche nicht?
Kein Sägen, Bohren nur für die Buchse (Gur
a. Gurtpin durch Kabelbuchse ersetzen (i.d.R. etwas aufbohren nötig) ja
b. Piezoeinlage unter dem Steg einsetzen (Steg etwas abschleifen, ganz dünnes Loch durch Decke bohren) nein
c. Magnetischer Pickup im Schallloch (Optik?) nein
d. Pickups auf der Decke nein
e. Pickups im Korpus ja
f. Ganzes Preamp-System in der Zarge (i.d.R. nicht nötig) nein

5. Soll der Pickup aktiv sein (Batterie) oder wäre auch ein externer Preamp eine Option? beides

6. Für welchen Anwendungszweck ist der Pickup gedacht?
a. Nur Recording nein
b. Solomusiker

7. Wie soll das Instrument Live oder im Proberaum verstärkt werden?
b. A-Verstärker

Ich bin auf den K&K Pure mini (Western) gestoßen. Der scheint sehr beliebt zu sein und noch preiswert.
Dann entdeckte ich den JourneyTek CL Passive 4-Piezo, bei dem ich gedanklich noch nicht die Installation rekonstruieren konnte.

Eine zeitlang habe ich mit dem LR Baggs Anthem geliebäugelt. Aber der erschien mir zu teuer, und für Selbsteinbau zu aufwändig.
Könnten der K&K oder JourneyTek was für mich sein? Vorteil für mich: Wenn's der Griff ins Klo sein sollte, ist die Gitarre nicht gleich verhunzt.
 
Ich habe selber keinen Tonabnehmer in meinen Gitarren, ich benutze Mikrofone. Aber wenn ich einen bräuchte würde ich wohl den K&K Pure mini nehmen, weil ich im Martin Forum nur Gutes darüber gelesen habe.
 
Eine zeitlang habe ich mit dem LR Baggs Anthem geliebäugelt. Aber der erschien mir zu teuer, und für Selbsteinbau zu aufwändig.

Ich würde sagen er ist das Geld wert, aber ich empfehle auch immer den Einbau durch einen Fachmann.

Ich habe ihn selbst in meiner Sigma 000-15 die als ich noch aufgetreten bin meine Bühnengitarre war und kenne bisher nichts besseres. Einfach plug and play.

Bei der Sigma musste für die Montage des Preamps im Schalloch die Beleistung bearbeitet werden.

*
 
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Ich sage - auch wenn es nicht ganz in Dein Budget passt - ganz klar: LR Baggs Anthem. Das ist m.E. der beste Tonabnehmer, der auf dem Markt zu haben ist. Die Microphon-Technik mit zumischbarem Piezo (genauer gesagt ist der Piezo mit 30% immer mit im Spiel, das Mikro lässt sich von 70% bis 0% dazumischen) macht einen (fast) akustischen Ton, der mir an meiner Martin 000M und an meiner Martin D18 wunderbar gefällt. Den Einbau in die 000M habe ich selber gemacht - ist etwas tricky, weil bei (meiner) 000m die inneren Streben um das Schallloch dafür ein wenig im Wege sind - ich habe mir daher Abstandhalter gemacht, damit ging es dann gut.
Bei meiner D18 habe ich den Einbau (gleich nach dem Kauf) bei Thomann machen lassen - hat etwa 'n Hunni mehr gekostet. Was ich bei beiden Gitarren auch gemacht / machen lassen habe ist: ein Batterie-Fach in die Zarge. Sonst musst Du jedes Mal, wenn die Batterie leer ist, die Saiten runter machen, um die Batterie zu wechseln.
Jedenfall meine ich, dass der Mehrpreis (der LR Baggs Anthem kostet bei Thomann derzeit 299,00 € und ist damit 40 Euro günstiger als bei meinem Kauf im Oktober 2023) durch den ausgesprochen guten Klang absolut gerechtfertigt ist!!!
Eventuell findest Du ja auch einen gebrauchten LR Baggs? Würd ich mal recherchieren...
 
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Vielen Dank für eure Tipps. Ich will mal laut denken:

Klar, dass der LR Baggs Anthem die erste Wahl ist. Wenn das System eingebaut ist, ist ein Zurück schwerlich möglich, aber auch potenziell unnötig. Nehme ich den K&K Pure Mini, ist der einzige irreparable "Schaden" das vergrößerte Gurtpin-Loch, das ich auch beim Anthem vergrößern muss. Gefällt mir der K&K nicht (was von der Beliebtheit her nicht unbedingt zu erwarten ist), bin ich zum Anthem hin offen.
Aktuell finde ich einen neuen OVP Anthem sehr günstig. Gehe ich mit dem zum Gitarrenbauer, was ja einhellig empfohlen wird, wird der mich wahrscheinlich vom Hof jagen, mindestens aber schief angucken, da ich weder die Gitarre noch den Anthem von ihm habe. Oder er nimmt einen Preis, bei dem ich schlucken muss.
Hinzu kommt, dass das Bracing in der 000-15SM sehr nahe an den Schalllochrand kommt, und ich nicht eindeutig erkennen kann, ob die Preamp-Einheit des Anthem überhaupt reinpasst.

Das alles sind Bedenken, die beim Gang in einen Gitarrenladen mit einem Wisch weg wären. Nun haben wir in Flensburg zwei "halbe" (ist schon geschönt) Musikläden. Die Tendenz in der nördlichen Provinz zwingt mich immer weiter in die Arme des großen T und anderer Online-Händler. Ihr seid mir dabei bisher eine gute Hilfe gewesen.

Noch eines macht mich nachdenklich beim LR Baggs Anthem: Auf dem Bild in der Beschreibung sieht man die PreAmp-Einheit auf einer Deckenleiste liegen, die sehr flach ist. Bei meiner 000-15SM ist sie 8mm hoch. Müsste da nicht etwas abgetragen werden? Wieviel Platz ist unter der Einheit vorhanden.
 
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Ich würde Dir auch sehr zu dem LR Baggs Anthem raten. Mir reicht es für den Batteriewechsel die Saiten kräftig zu entspannen... ich nehme sie nicht runter. Dann kann ich mit der Hand in das Schalloch greifen. Der Batterietausch ist bei mir eine Sache von 5 Minuten.

Martin Hense ist ein guter Tipp! Sehr kompetent und er ist immer bereit, Auskunft zu geben.
Ich denke aber auch, dass ein Gitarrenbauer Dir den Pickup einbaut, auch wenn Du nicht bei ihm gekauft ist. Fragen lohnt da sicherlich.
 
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Müsste da nicht etwas abgetragen werden?

Hatte ich ja oben in #3 bereits gesagt. Die Beleistung muss modifiziert werden.

In #4 wurden alternativ Abstandshalter erwähnt, was ich persönlich nicht bevorzugen würde.

In einer sehr wertvollen Vintage-Martin würde ich die Beleistung nicht modifizieren wollen, aber in einer aktuellen Martin oder den Sigma-Kopien würde ich eher empfehlen auch alle anderen Leisten von unnötigem Gewicht zu befreien - obwohl: für eine Bühnengitarre eher nicht, denn guter resonanter akustischer Klang bedeutet immer auch hohe Rückkopplungsgefahr.

Flensburg ist weit, aber ich würde den natürlich einbauen sofern neu gekauft.

*
 
Bin zu dem Entschluss gekommen, den Anthem nicht zu nehmen. Eine Änderung der Beleistung will ich nicht. Die Gitarre hat unverstärkt meinen Traumklang. Und der soll auf keinen Fall verschlechtert werden. Was ich erreichen will, schafft der K&K Pure Mini (oder der SchattenDesign HFN).
Ein paar direkte Erfahrungen mit dem Pure Mini aus dem Userkreis hätte ich schon erwartet, wo der sich doch einer ziemlichen Beliebtheit erfreut.

Vielen Dank für eure freundliche Hilfe und Angebote.

Liebe Grüße, Jürgen
 
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Eine Änderung der Beleistung will ich nicht. Die Gitarre hat unverstärkt meinen Traumklang. Und der soll auf keinen Fall verschlechtert werden.

Ich kann Dir versichern dass der Klang durch die nötige Veränderung nicht verschlechtert würde.

Ich will Dir das aber nicht aufquatschen und wünsche Dir viel Erfolg mit Deiner gewählten Alternative und natürlich auch `nen guten Rutsch!

*
 
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Hier ein YT-Video von Ted Woodford (ein toller Typ & Mensch), wie er ein K&K Pure Mini mit einem bestehenden LR Baggs Zargenradio kombiniert.
Ich fand das sehr interessant und hätte nicht gedacht, dass das so einfach funktioniert.


View: https://youtu.be/XyaUgwpr2_M?si=veD5eFaloZD_xLwh
Ab Minute 14:10

Zur Ausgangsfrage: Meine persönliche Präferenz wäre das K&K, da ich finde, dass es den Klang am wenigsten "verfälscht".
Es ist aber IMHO eine Geschmacksfrage, wenn nicht schon fast philosophisch. ;)

Allen ein gutes und gesundes Neues Jahr!
LG, Anderl
 
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Hinzu kommt, dass das Bracing in der 000-15SM sehr nahe an den Schalllochrand kommt, und ich nicht eindeutig erkennen kann, ob die Preamp-Einheit des Anthem überhaupt reinpasst.
Ich vermute, dass das das Problem ist, das ich so gelöst habe:
 
Moin!
Um meinen Thread zu "finalisieren", melde ich euch, dass ich gestern den K&K Pure Mini eingebaut habe. Hat auf Anhieb geklappt und klingt sehr gut. Das Piezo-Geklirre, das ich von einigen Gitarren kenne, höre ich nicht. Mir kommt alles sehr natürlich vor, und ich bin voll zufrieden.
 
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Gute Wahl! :great:

Danke für die Rückmeldung!

LG, Anderl
 
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Leider zu spät gesehen aber ich bin ein riesen Fan von den K&K Pickups.
Für mich sind sie erste Wahl!

Minimaler Eingriff, federleicht und die Transducer machen einen super Job und geben den Klang der Gitarre sehr natürlich wieder.

Evtl lohnt es sich (je nachdem was du für einen Verstärker hast noch einen kleinen Preamp dazu zu kaufen


Ist optimal auf den K&K pure ausgelegt.

In die Königsklasse kommst Du mit der Erweiterung auf das Trinity System - absolutes Profi Niveau! :evil:


Auf jeden Fall, alles richtig gemacht 👍
 
Gute Wahl! :great:

Danke für die Rückmeldung!

LG, Anderl

Leider zu spät gesehen aber ich bin ein riesen Fan von den K&K Pickups.
Für mich sind sie erste Wahl!

Minimaler Eingriff, federleicht und die Transducer machen einen super Job und geben den Klang der Gitarre sehr natürlich wieder.

Evtl lohnt es sich (je nachdem was du für einen Verstärker hast noch einen kleinen Preamp dazu zu kaufen


Ist optimal auf den K&K pure ausgelegt.

In die Königsklasse kommst Du mit der Erweiterung auf das Trinity System - absolutes Profi Niveau! :evil:


Auf jeden Fall, alles richtig gemacht 👍
...ich finde die Lösung mit externem Preamp suboptimal, denn dann hast Du immer das Kästchen am Gurt. Wenn Du dann auch noch (wie ich...) mit Funk unterwegs bist, wirds unübersichtlich und - doch wieder .Kabelsalatär. Da sind doch Zargenlösungen wesentlich funktionaler.
 
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möchte aber gelegentlich einen Amp einsetzen, um mehr Ohren zu erreichen oder auch nur, um den einen oder anderen Effekt (Chorus, Delay, Hall) zu nutzen.
Danke an @Rolling Kannnix für die Ergänzung!
Das Beispiel klingt beeindruckend, schießt aber über mein Ziel weit hinaus.
 
Sehr gerne - ich wollte nur mal die Möglichkeit des Upgrades erwähnen.
Ein befreundeter Musiker hat diese System im seiner Klassik umd Westerngitarre verbaut und für mich ist es das Beste System, minimalinvasiv, und auch noch erschwinglich.

Den Preamp muss man nicht zwingend am Gurt haben, einmal eingestellt kann der auch ruhig auf dem Amp stehen.

So handhabe ich das mit meinem Pure Mini und Pure Preamp auch - abhängig vom Verstärker geht das noch mal eine Liga höher.

Der Vorteil von einem externen Preamp ist ganz klar, dass man das Gewicht nicht mit sich rumschleppt wenn man nur akustisch spielt.

Ich habe auch eine 000 15sm und schätze es sehr, dass die Gitarre so federleicht ist 👍.

Bei der Gelegenheit.... 😁

wie pflegst und reinigst Du denn den Body & Hals von deinem Mahagoni Schätzchen?
 
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