Warum fehlt unseren Aufnahmen das gewisse Etwas?

  • Ersteller mietschie
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Also bei den Teststreifen die du da gepostet hattest reicht auch ne Filterbank zum Aufräumen und nen bisschen api Equipment hinterher, schon sieht das Ganze anders aus. Diese Aufnahmequali langt eigentlich aus für einen "konkurenzfähigen sound auf heutigem niveau". Denn viele songs hören sich momentan im Rohstadium noch so oder so ähnlich an. Bei immer besserer Aufnahmesituation (sprich Raum und Geräte) wird das natürlich cremig aber dafür gibts dann recording Studios :great: Im zweifel kommt dich das wesentlich günstiger bei bestem Equipment und besten Technikern.
Wollte das nur mal so angemerkt haben :)

PS.: schau dir mal den Audient Mico an, das ein Mic-pre mit in dem Preisbereich super selten gutem "Klang".
 
@Telefunky
Hast du einen Vorverstärker Tipp für mich?
Wohnzimmer-Balladensinger mit OctaCapture NT1a und NT5.
 
da ich ja eher auf der altmodischen Schiene rutsche ... hier mal als zweite Wahl: Golden Age Pre73 :D
den Audient hab' ich noch nicht gehört, der ist vermutlich etwas 'offener' im Ton
Neve gefällt mir persönlich auch gut, aber das ist schon ein ernsthafter Preissprung...

weil ich mir den nicht leisten mag, bin ich bei den alten Telefunken Teilen hängen geblieben.
Als Fan von dynamischen und Bändchenmics auch relativ unproblematisch...
ist mit etwas Handarbeit verbunden, was Verdrahtung und Stromversorgung betrifft.
(wer da Initiative entwickelt, kann schon den einen oder anderen Euro sparen)
Mit Phantomspeisung wird es aber zum Problem, wie ich gerade selbst erfahren darf. :gruebel:
soooo leicht ist das nicht gefrühstückt... (aber ein anderes Thema)

cheers, Tom
 
PS: Weil du schreibst "wenn sonst alles stimmt" muss ich noch sagen, dass ich kein Studio habe, sondern im Wohnzimmer aufnehme. Nicht dass du später sagst, wenn du das gewusst hättest, hättest du niemals zu einem hochwertigen Vorverstärker geraten :)

Ein Wohnzimmer mit nicht zu wenig Möbeln und etwas Teppich hat oft eine bessere Akustisk als das, was viele kleine Projektstudios Aufnahmeraum nennen.

Das NT1 würde ich auch behalten.

Als Preamp habe ich ja schon einen Tipp gegeben.

Der Golden Age ist sicher nicht schlecht fürs Geld. Doch es ist halt erst mal eine Me Too Schaltung, etwas abgekupfert und mit nicht so besonderen Übertragern garniert. Fürs Geld sicher sehr gut. Doch diese Art von Preamps sind immer nur sehr eng einsetzbar, d.h. sie klingen geil für eine bestimmte Anwendung oder Spielweise. Kommt dann was Anderes zum Aufnehmen, bleiben solche Lösungen dann schnelle wieder in der Ecke stehen.

Ich habe auch splche Sachen. Die habe ich mir aber erst zugelegt, nachdem ich etwas universeller Einsetzbares und hochwertigeres hatte.
 
Also bei den Teststreifen die du da gepostet hattest reicht auch ne Filterbank zum Aufräumen und nen bisschen api Equipment hinterher, schon sieht das Ganze anders aus. Diese Aufnahmequali langt eigentlich aus für einen "konkurenzfähigen sound auf heutigem niveau". Denn viele songs hören sich momentan im Rohstadium noch so oder so ähnlich an. Bei immer besserer Aufnahmesituation (sprich Raum und Geräte) wird das natürlich cremig aber dafür gibts dann recording Studios :great: Im zweifel kommt dich das wesentlich günstiger bei bestem Equipment und besten Technikern.
Wollte das nur mal so angemerkt haben :)

PS.: schau dir mal den Audient Mico an, das ein Mic-pre mit in dem Preisbereich super selten gutem "Klang".

dat seh ich so auch - wie schon oben ausführlichst in meinem vorigen Post beschrieben.

Meiner Ansicht nach ist die Nutzung des kompletten Potentials der heiligsten Wandler und Mics mit sehr sehr viel knowhow und Erfahrung verbunden. Mitunter sind die Unterschiede marginal und gehen in einem Mix unter. Bei rein akustischer Musik, ohne viel produzierte Anteile sieht das wieder anders aus :)
 
Meiner Ansicht nach ist die Nutzung des kompletten Potentials der heiligsten Wandler und Mics mit sehr sehr viel knowhow und Erfahrung verbunden. Mitunter sind die Unterschiede marginal und gehen in einem Mix unter. Bei rein akustischer Musik, ohne viel produzierte Anteile sieht das wieder anders aus :)

Die besten Preamps und Wandler geben ihren Klang auch an jemanden mit weniger Know How ab. :)

Die Unterschiede sind oft gerade nicht marginal, wenn man auf der Suche nach etwas Besonderen ist.

Nicht nur bei akustischer Musik wirken sich diese Unterschiede aus. Ich habe schon fette Brattgitarren mit dem Forssell SMP-2 aufgenommen undmit einem Feld-Wald-und-Wiesen-Preamp verglichen. Der Unterschied war deutlich. Der geht dann auch nicht im Mix verloren. Ganz im Gegenteil! Das was Du bei der Aufnahme mit einem 08/15 Preamp verloren hast, holst Du auch mit den besten Mix-Fähigkeiten nicht mehr rein.
 
Zum Thema marginale Unterschiede zwischen Preamps: Das hab ich früher auch gedacht. Und wenn man sich Klangbeispiele in den verschiedenen einschlägigen Foren, Youtube, etc. anhört kann man auch zu dem Schluss kommen, dass die Unterschiede ja nur mit großer Aufmerksamkeit und unter guten Abhörbedingungen herauszuhören sind.

Was bei solchen Klangbeispielen naturgemäß immer fehlt, ist der Vergleich mit dem tatsächlich Klang im Raum. Und man hat diese Sachen auch nicht selbst eingespielt.

Wenn man selbst während der Aufnahme den original Klang gehört hat oder sogar selbst eingespielt hat, dann findet man diese kleinen Unterschiede oft gar nicht mehr so klein. Wenn man wirklcih ansprechende Aufnahmen machen will, kann ich nur dazu raten, mindestens einen guten Mic-Preamp zu besitzen.

Und mit "gut" meine ich nicht einen Möchtegern-Preamp der 200€-Klasse, der mit einer Röhre einen angeblichen edlen Charaktersound produzieren soll. Dann sogar lieber die pres aus einem kleinen Mackie-Pult oder so...
 
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Wenn man selbst während der Aufnahme den original Klang gehört hat oder sogar selbst eingespielt hat, dann findet man diese kleinen Unterschiede oft gar nicht mehr so klein. Wenn man wirklcih ansprechende Aufnahmen machen will, kann ich nur dazu raten, mindestens einen guten Mic-Preamp zu besitzen.

Das ist genau der Punkt. :great:
 
Also das Unterschiede im Mix untergehen würde ich auch nicht umbedingt so sagen. Die werden doch schon recht deutlich allerdings sehe ich das so, wenn kein direkter Vergleich vorhanden macht das nicht groß was; zumindest solange keine Qualitätsmängel auftauchen.

Und mit "gut" meine ich nicht einen Möchtegern-Preamp der 200€-Klasse, der mit einer Röhre einen angeblichen edlen Charaktersound produzieren soll.
Deswegen der Tipp auf den Audient mico, das is nen Class-A teil mit ner klaren Klangführung ohne diesem Schnickschnack. Dafür aber mit anderem Schnickschnack xD
 
Zum Thema marginale Unterschiede zwischen Preamps: Das hab ich früher auch gedacht. Und wenn man sich Klangbeispiele in den verschiedenen einschlägigen Foren, Youtube, etc. anhört kann man auch zu dem Schluss kommen, dass die Unterschiede ja nur mit großer Aufmerksamkeit und unter guten Abhörbedingungen herauszuhören sind.

Was bei solchen Klangbeispielen naturgemäß immer fehlt, ist der Vergleich mit dem tatsächlich Klang im Raum. Und man hat diese Sachen auch nicht selbst eingespielt.

Wenn man selbst während der Aufnahme den original Klang gehört hat oder sogar selbst eingespielt hat, dann findet man diese kleinen Unterschiede oft gar nicht mehr so klein. Wenn man wirklcih ansprechende Aufnahmen machen will, kann ich nur dazu raten, mindestens einen guten Mic-Preamp zu besitzen.

Und mit "gut" meine ich nicht einen Möchtegern-Preamp der 200€-Klasse, der mit einer Röhre einen angeblichen edlen Charaktersound produzieren soll. Dann sogar lieber die pres aus einem kleinen Mackie-Pult oder so...

Na den Nutzen der Geräte will ich keinster Weise in Frage stellen - finde ich ja auch toll. Die Frage der Priorität muss jeder für sich selber klären/testen.

Das geht mit der (technischen) Beurteilung ja munter weiter - was ist die Referenz? Die Edelabhöre, die Konsumerminianlage, unter Kopfhörern hört man die Flöhe husten...? (eng stehende Lautsprecher machen mehr Effekte hörbar, weiter auseinander stehende machen mehr Raumeindruck, leicht aus der Achse rausgedreht noch etwas mehr...) - unter Abwägung dieser Kriterien und meinem bezahlten Lehrgeld sag ich für mich: Ein vernünftiger Mix ist enorm wichtig - mitunter wichtiger als das heilige Gerät. Wenns dann am Ende doch richtig toll wird (klappt ja nicht immer...) und die Akustikgitarre wie Omo-Export tönt - ist der Ärger groß, das ist man sicher. Müll darf da nicht produziert werden.
Mitunter ist bei den heiligen Geräten ja nicht unbedingt die super Neutralität gewünscht sondern vielmehr ein spezieller Charakter (klar, Klirren und Rauschen soll nicht und eine definierter Impuls wäre schon wünschenswert...).

Mal ne extreme These: Wenn der Gesamtsound Grütze ist (bittebitte losgelöst von etwaigen Hörbeispielen), nutzt mir die brillante Bassdrum auch nix.

Man muss sich mal die ein oder andere Robbie Williams Aufnahme in echt anhören. Da sind bei den Endmischungen teils sehr eigenartige Prioritäten gesetzt worden - das ist alles andere als Highend - darum geht es der Clientel anscheinend nicht. Deshalb bin ich schon ein Verfechter des "ziegruppenorientierten Sounds".

Gilt die alte Regel noch? Der Mischmann/frau darf definitv kein Instrument auf einer Aufnahme spielen, die er selber mischen will (Ausnahmen bestätigen die Regel). Er ist dann komplett befangen. Der Eine ist total stolz auf seinen handgespielten Shaker, der dann brettlaut tönt. Ein Anderer ist recht unzufrieden mit seinem Basspart, wo der Bass dann in Folge nicht zu hören ist...

Übrigens die Rolling Stones hatten bei ihrer Bridges to Babylon Tour live 2 Stück 19Zoll Racks Behringer Zeugs am FOH in Betrieb (digitale Pulte gab's noch nicht so richtig). Argument: Was sollen wir hier mit irgendeinem cleanen sauberen Sound?


...schöner Disput hier - gefällt mir gut...
 
... irgendwo in einem Post vorher wurde ja schon was von "Wolken" erwähnt, d.h. in der Frequenzzusammensetzung des Signals
sind einige "ungünstigen" Bereiche überbetont und überdecken somit quasi die für das "offene" Hörempfinden verantwortlichen
Frequenzanteile.
Hab mal auf die Schnelle versucht, das ein wenig rauszufiltern:

Vielleicht geht das ja in die gewünschte Richtung !?

- ViPa -
 
ja ich finde die Richtung ok (bin hier aber auch nur Klugscheißer und nicht der Betroffene) - so die Richtung: 400...800Hz ausdünnen :)

Hab auch mal rumgetestet mit dem Master von dem betroffenen Kollegen.

Original
http://soundcloud.com/garage-records-official/last-broken-silence-rise-and-fall-hd-preview

Fälschung


oder auch hier ein weiterer Song (etwas längere Sequenz)


Bei allem Peppeln wirds immer etwas mülliger, das Direkte verschwindet leider etwas.
 
hat dir der track was getan ? so dass du ihn totmachen musstest ? :eek: :D
 
...ohja - weniger geht immer und überall :)
(nicht vergessen wir sind im 128KB MP3 Doppelkodiersegment - da ist Highend vorbei :) - rechtfertigen muss ich nicht, gelle)
 
natürlich nicht - du hast ja genau beschrieben was du verzapft hast... hörst du das wirklich nicht ?
(das ist jetzt keine Ironie)

cheers, Tom
 
Bei allem Peppeln wirds immer etwas mülliger, das Direkte verschwindet leider etwas.
Sobald das passiert weiß man: dies ist die falsche Richtung!
Wenn ich einen Effekt versuche welcher das Signal nicht besser oder exakt nach der Vorstellung klingen lässt kommt er sofort wieder runter!
Die Mitten und Tiefmitten sind extrem sensible Frequenzbereiche; Du willst doch, dass es wie eine Einheit erscheint, also müssen die Klangfarben zu einander passen. Damit es nicht nach nem "Haufen" sondern ausgewogen klingt hat jedes Instrument einen unterschiedlichen Anteil an verschiedenen Mittenregionen. So dass sie wie Zahnräder perfekt ineinander greifen aber trotzdem noch eine gemeinsame Basis vorhanden ist.
 
Sobald das passiert weiß man: dies ist die falsche Richtung!
Wenn ich einen Effekt versuche welcher das Signal nicht besser oder exakt nach der Vorstellung klingen lässt kommt er sofort wieder runter!
Die Mitten und Tiefmitten sind extrem sensible Frequenzbereiche; Du willst doch, dass es wie eine Einheit erscheint, also müssen die Klangfarben zu einander passen. Damit es nicht nach nem "Haufen" sondern ausgewogen klingt hat jedes Instrument einen unterschiedlichen Anteil an verschiedenen Mittenregionen. So dass sie wie Zahnräder perfekt ineinander greifen aber trotzdem noch eine gemeinsame Basis vorhanden ist.

JA sicher dat, wenn man die Chance hat im kompletten Mix zu rühren und die Quellen taugen, ist's herrlich und man hat ne Chance mit geringen Kompromissen seine Vorstellung zu realisieren (die ja mitunter auch gehörig auseinander gehen - halt Geschmackssache und höchstkomplex, mit einfachen Pauschalerklärungen bin ich immer sehr zurückhaltend. Aus der Livemischerszene weiß ich, dass die sich nicht immer so grün sind, weil teils sehr unterschiedliche Auffassungen existieren). Ich finde ja dass die Instrumente im Mix gut zusammenklingen müssen. Rein einzeln ist das nicht zwingend erforderlich (was gelegentlich zu aberwitzigen Automatisierungsarien führen kann). Du beschreibst das sehr passend - es MUSS ineinander greifen!

Im vorliegenden Fall war es mal ein Test von mir, einen bestehenden Mix zu biegen (klar in eine extreme Richtung). Interessant dabei ist für mich immer der Kompromiss den man eben eingeht. Etwas radiotauglich "soundig" für kleinere Anlagen oder eben schön die Dynamik erhaltend. Auch empfinden Musiker (und/oder Techniker) diese Sache nach meiner Beobachtung anders als die Konsumenten :) - die Radiosender schicken ja aus Überzeugung so einen Matsch mit 2 dB Dynamik in die Welt und pflegen ihren sich dynamisch anpassenden EQ als großes geheimes Heiligtum - der stumpf auf alles Gesendete draufgepackt wird.

Jetzt noch so richtig off topic: Wie weit komprimiert ihr eure Aufnahmen zusammen?
...Kenne ich als ewigen Diskussionspunkt.
Grad läuft live Rock am Ring im Fernsehen (Evanescence) - die bieten so gefühlt noch 4dB Dynamik an , der Rest ist weg :) (und gewaltig viel FX auf den drums) (auf Einsplus)
 
Eine gute Methode sich von dem (auf die Frage bezogen) unabhängig zu machen ist immer verschiedene Master zu erstellen/ lassen; einen mit hoher Dynamik und vielleicht sogar vom Band, einen mit moderater Limiterung und einen mit 'radiotauglicher' Limitierung sprich so, dass die Leute da gerne was draufhauen können denn kaput gemacht wurde es schon. Nur mit besseren Tools und dem nötigen Know-How sprich die Chance, dass die Qualität letztlich höher scheint ist gegeben bzw. höher.
Diese highquality/-dynamic Versionen sollte man IMHO immer machen. Du weißt ja nie wie die Wiedergabelautstärke der songs im Mediaplayer unterwegs oder zu Hause in den nächsten Jahren gehandhabt wird.
was gelegentlich zu aberwitzigen Automatisierungsarien führen kann
Bin ja immer mächtig stolz wenn sich nicht nur die Gesangsfader bewegen sondern mehr oder weniger alle :) Ist alles Ansichtssache :D
 
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Da ich nicht mit kommerziellen Produktionen konkurrieren muss/will, stelle ich den Limiter am Schluss so ein, dass er gerade Mal an den lautesten Stellen 1-2 db absenkt; und sonst eigentlich nichts tut.
Kriege aber eigentlich auch so relativ laute Mixe hin.
 
Ich mische in den Kompressor hinein. Spätestens wenn wenn Vocals und Bass stehen oder wenn Drums stehen, d.h. wenn z.B. Drums fertig sind, dann fahre ich den Threshold des Master Kompressors so weit herunter, dass die Gain Reduction Anzeige gerade mal gekitzelt wird.

Ich halte nichts davon erst am Schluss einen Limiter drauf zu klatschen. Ein gutmütig eingestellter Kompressor ist m.M.n. viel besser. Der Limiter dient nur als Wächter und niemals Lautmacher.
 
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