[BB] Harley Benton Jazz Bass Style Baubericht inkl. Lackierung

  • Ersteller j.konetzki
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da ist die Arbeit mit Dosen ja regelrecht einfach. Das zeug ist nach 1-2 Tagen komplett durchgehärtet (ich nutzen Molotow Belton 1+ Graffity Farben).
 
Das Anwendungsgebiet ist halt ein anderes ... dennoch eigen sich Wasserbasierende 2K Lacke meiner Meinung nach sehr gut für den Instrumentenbau, da der Lack nie spröde wird und flexibel bleibt. Man beachte z.B. Kotflügel die man eindrücken kann und der Lack trotzdem nicht reißt oder platzt ... Leider nur ist es auwändiger mit Wasserlacken zu lackieren, somit fällt das für die meisten auf Masse getrimmten Gitarrenbaufirmen aus kostengründen raus!

Wir geben reparierte Fahrzeug nach einer Nacht die Lack Zeit hat zum härten auch raus an die Kunden ... das ist kein Thema und auch gängige Praxis. Nur reden wir bei lackierten Blechen von einer Lackkammertemperatur von 60-70 °C ... das kann man Holz auf keinen Fall zumuten! In diesem Fall war es sogar etwas zu viel bzw. zu lange Hitze, da sich die kleinen Bläschen gebildet haben ...

Ich könnte den Body auch schon Heute mitnehmen und den Bass komplett montieren ... nur besteht somit die Eventualität das was passiert mit dem ich unzufrieden sein werde. Da ich eh genug Gitarren habe und auch schon einen fertigen Bass habe ich auch die Zeit und Geduld noch was zu warten ;)
 
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Fertig ... also zumindenst ist der Lack soweit bearbeitungsfähig. Ich habe den Body gerade eben schon inspiziert und schon mal grob mit der Blüte beigeschliffen. Bearbeitet wurden die Klarlackbläschen die sich aufgestellt haben und ebenfalls bearbeitet wurden die kleinen Lackläufer am unteren Horn auf der Vorderseite des Bodys. Grundsätzlich eine schwierige Stelle zum Schleifen! Da aber an der Stelle eh das Pickguard drüber geschraubt wird habe ich nur das Nötigste gemacht. Auch die Halstasche ist schon beigeschliffen worden ...

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Zu Hause werde ich ggf. noch die Vorder und Rückseite mit 2000er Nass nachschleifen und polieren ... da ich jedoch die Lackstrucktur mit den parallelen Riefen mag überlege ich jedoch diesen Nachbearbeitungsschritt durchzuführen!

Hier der aktuelle Stand .... leider teils etwas unscharf ...

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Das grün hat wirklich einen schönen Tiefeneffekt ... je nach Lichteinstrahlung von satt leuchtend smaragtgrün bis hin zu einem tiefen dunkelgrün ... je nach Umgebung und Reflektion ist auch blauschimmer zu erkennen. Ich denke mit dem schon fertig vorbereitetem Palisanderhals wird das ein echtes Prachtstück :)
 
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Die Farbe gefällt mir richtig gut, schaut super aus! :great:
 
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Muhahaha ... das wurde u. a. hier schon mal in meinem Hamer Thread beantortet. Die Blüte ist ein sehr feiner und selbstklebender Schleifaufsatz für den Elefantenfuß ;) ... schau tmal hier: https://www.musiker-board.de/modifi...urations-lackierunsprojekt-6.html#post6793678 auf dem siebten Bild seht Ihr den Elefantenfuß (rot) mit aufgeklebter Blüte ... und in diesem Beitrag gehe ich zu unterst etwas genauer darauf ein: https://www.musiker-board.de/modifi...urations-lackierunsprojekt-5.html#post6781374 ;)
 
Ach ja :) ... der Lack war Gestern schon erstaunlich hart und somit konnte ich es dann doch nicht abwarten und habe den Bass bereits gestern komplett montiert. Zumindest erst mal Funktional mit allen im Paket enthaltenen Parts ... und zumindest erst mal so das Töne heraus kommen ;)

Was jedoch gegenüber dem J-Bass auffällt den ich zuerst gefertigt habe, ist dass der Hals ein Shimm braucht um korrekt ausgerichtet zu sein ... Das hat beim Jazzie viel besser funktioniert! Grundsätzlich aber nicht schlimm, da ja Shims sebst auf vielen Fendermodellen gängige Praxis der User sind. Auch ist der halnicht ganz exakt gerade. Die dicke E-Basseite hat ein wenig mehr Abstand zum Griffbrett als die höhe G-Saite. Da werde ich noch mal in Ruhe feilen und rücken bis der Hals optimal ausgerichtet ist. Ebenso was den Hals betrifft gibt es mindesens eine Stelle wo die Saiten beim Anspielen ordentlich zirpt - also den nächsten Bund mitnimmt. Die Saitenlage ist grundsätlzich OK, viel besser kriege ich das auch auf den J-Bass nicht hin ... Nun habe ich dem Bass noch die Nacht gegeben dass sich der Hals dank eingestelltem Trussrosd noch ein wenig setzen kann .. und siehe da ... das zirpen ist weg!

Nun bekommt der Bass in jedem Fall noche den Satz Sec-Pins den ich noch rumliegen habe und ggf. auch neue Potis und eine neue Buchse ... Ich habe Gestern Abend nur alles ordentlich neu verlötet. Dem China Löt-Driss traue ich nicht über den Weg. Hätte ich mal besser gleich alles neu gemacht ... der Regelweg der Potis ist gewöhnungsbedürftig und die Buchse hält die Klinke alles andere als sicher fest. Zum ein wenig rumspielen und testen langt es aber alle mal :)

Tjo ... Fotos gibts leider noch keine. Die werde ich aber nachreichen sobald der Bass komplett fertig ist und sich das Wetter anbietet für ein paar Außenaufnahmen ;)

Frage: Gibt's eigentlich eine Fausregel wie rum die P-Coils eingebaut werden müssen? Also beispielsweise beide Pickups so herum einbauen, dass das Anschlusskabel in Richtung der Verschaltung zeigt? Ich war da ohne das schon mal gemacht zu haben bzw. in einem anderen P-Bass gesehen zu haben etwas überfragt ???
 
Grosses Kino! Echt toll!

Ich bewundere Lackierarbeiten immer, aber ich trau mich selbst nicht drüber.:eek:


Abgesehen davon würde ich diese Trocknungszeiten nervlich einfach nicht aushalten!
3 Tage nur für eine Lackschicht???:ugly:
 
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Danke danke danke :) ... Ich ja genau so wenig ... das lasse ich immer von unseren Lackboys machen. Nur die Vorarbeiten leiste ich ... also alle Schleif- und Abklebearbeiten. Der "Normalo" hat ja nicht die Möglichkeiten der Trocknungszeiten wie wir hier im KFZ Betrieb.

Der Lack ist in der Summe auch sehr dünn ... Der Füller wird quasi als Porenfüller und Haftgrund lackiert und das auch recht dick, nur wird diese Schicht fast komplett wieder abgetragen vor der Farbschicht. Der Farblack selbst besteht meisstens nur aus zwei aufeinanderfolgenden Schichten ... gerade mal so viel das alles deckend lackiert ist. Die Klarlackschicht hingegen wird wieder etwas dicker aufgetragen ... in der Summe auch so viel, dass genügen Material vorhanden ist um die Orangenhausbildung bei Nichtgefallen auszuschleifen.

Ich habe hier gerade keinen Lackmesser zur Hand (der funktioniet auch nur auf lackiertem Metall). Wir / Unsere Lackierer erreichen in der KFZ Instandsetzung Lackdicken, die von einer Werkslackierung nicht zu unterscheiden sind. Wir sprechen also von einer Lackdicke von ungefähr 300 Mikrometerm, was 0,3 mm entspricht ;)
 
Hier aktuelle Bilder meiner beiden DIY Bässe ... aufgenommen bei bestem Wetter um 23° Heute im Garten :)

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Die zwei sehen richtig gut aus. Gratuliere! Wenn die sich jetzt auch noch so spielen und auch anhören, hast Du allen Grund ordentlich stolz zu sein. :great:
 
Vielen lieben Dank :) ... habe mir auch ausnahmsweise ein wenig Mühe gegeben :D ... Na ... Aussehen ist ja auch bekanntlich nicht alles :)

Bei Eierschneider Gitarren tue ich mir leichter sie klanglich einzuordnen ... Grundsätzlich bin ich aber zufrieden und die beiden werden auch sicher bald Ihren Einsatz bei mir im Studio finden. Die Hälse sind entgegen der Beschreibung auf der Thomann Seite doch unterschiedlich ... aber eben doch typisch je nach Art des Basses. Der J-Hals ist schnlank und spielt sich komfortabel ... dachte das ich mit dem P-Bass Hals eher meine Probleme habe ... aber dem ist erstaunlicher Weise doch nicht so. Ein wenig muss ich jedenfalls noch an der Saitenlage feilen. Der P-BAss ist aktuell noch was flach. Da scheppert es ab und an noch! Tragisch ist das nicht ... ein zwei Umdrehungen höher und auch das hat sich erledigt ;)

Nach der Fotoaktion dachte ich - ach kommt, den Sattel beim P-Bass hast Du so schön nachbearbeitet ... machst Du das auch mal bei meinem J-Bass. Ja ... so schnell kann das gehen, dass man ein wenig zu tief feilt. Ist aber halb so wild. Ich konnte ein dünnes Stück Faserband einkleben, womit der Sattel nun die optimale Höhe hat. Wenn es sich ggf. irgendwann mal ergibt rüste ich vll. mal Knochensättel nach ... dafür müssen sich die beiden Ladys allerdings erst mal bei mir verdient machen ;)

Was seit diesem Bauthread immer noch ausseht ist ein Test zumindest unter Probenbedingungen ... Letzte Woche hat das nicht geklappt, aber dafür eventuell die nächste. Unser Bassist wartet eh noch auf die Fertigstellung seines Custom Shop Sandberg P-Bass (California Serie wenn ich nicht irre) ... und dann haben wir in jeden Fall genügen Material zum Testen da. Maßgeblich denke ich, dass wir die Fames gegen meine Bässe testen werden ... das sind zumindest die beiden Bässe mit der unser Bassist aktuell auf den Bühnen rumturnt.

Eine Frage war allerdings noch offen von meiner Seite ... vielleicht kann mir die ja jemand von Euch beantworten?

j.konetzki schrieb:
Frage: Gibt's eigentlich eine Fausregel wie rum die P-Coils eingebaut werden müssen? Also beispielsweise beide Pickups so herum einbauen, dass das Anschlusskabel in Richtung der Verschaltung zeigt? Ich war da ohne das schon mal gemacht zu haben bzw. in einem anderen P-Bass gesehen zu haben etwas überfragt ???
 
Frage: Gibt's eigentlich eine Fausregel wie rum die P-Coils eingebaut werden müssen? Also beispielsweise beide Pickups so herum einbauen, dass das Anschlusskabel in Richtung der Verschaltung zeigt? Ich war da ohne das schon mal gemacht zu haben bzw. in einem anderen P-Bass gesehen zu haben etwas überfragt ???
Also ich glaube eine allgemeine Regel gibt es da nicht, zumal die beiden Teile des Splitcoils meines Wissens nach nicht speziell auf jeweils die E und A oder die D und G Saiten gewickelt sind.
Ich habe da meine eigene Faustregel entwickelt:
Beim Splitcoil kommt ja das (+)(oder hot)-Kabel vom Poti in den einen Teil des Splitcoils, von dem aus dann sein (-)-Kabel dann als (+)-Kabel in den anderen Teil des Splitcoils geht, von dem aus wiederum dessen (-)-Kabel zur Masse der Elektronik läuft. Im Prinzip also als würde man zwei Lautsprecher in Reihe an eine Stereoanlage anschliessen. Ich hab mir das so angewöhnt, dass ich den PU-Teil, der das (+)-Kabel von der Elektronik bekommt oben unter der E- und A-Saite sitzt und der andere Splitcoil-Teil dann halt unter der D- und G-Saite. Die Anschlusskabel in die Richtung der Verschaltung auszurichten macht Sinn, da dort mehr Platz ist (durch den Fräskanal) und die Kabel nicht u.U. zu kurz sind am Ende.
Hier mal ein Bild aus einem älteren Projekt von mir:
attachment.php
 
genau so mach ich dit auch. quasi dass das Verbindungskabel immer von oben in die Pickups läuft
 
Ok ... ich dache das ist ähnlich wie bei Humbucker, das man sonst eine Phasenauslöschung bekommt oder was in der Richtung? Ich haeb die jetzt so angeschlossen wie die magnetwirkung der Pickups es optimal zugelassen haben :)

Ich als möchtegern Bassist :) würde mal gerne wissen was man so am Bass spielen (aufnehmen) kann um das Potential von einem Bass zu erfahren und in etwa abzuschätzen?
 
... Ich als möchtegern Bassist :) würde mal gerne wissen was man so am Bass spielen (aufnehmen) kann um das Potential von einem Bass zu erfahren und in etwa abzuschätzen?
da gibt es unterschiedliche typen und auffassungen. mir persönlich ist wichtig, wie sich das instrument weitgehend unverfälscht artikuliert. auch die obertöne, harmonics ... und das nicht nur in "fünftbundmarnier" (ich nutze das griffbrett schon bis ... sagen wir mal 18. bund aus) ;). je nach lage klingt es ja anders. gerade, wenn auch noch leersaiten im spiel sind.
wenn man dann noch das klangverhalten mit unterschiedlichen spieltechniken aussagekräftig demonstrieren kann ... und auch noch die möglichkeiten der elektronik demonstriert ... hat man viel zu tun.

aus dem kreis der board-user hat burn-e eines meiner lieblingsvids produziert.

da macht dann eben auch noch das zugucken spass :)
 
Hey cool ... danke für die Info :)

Wie bei Gitarren stehe ich auf klassische Designs und nüchterne Schaltugnen bestehend aus wenigen Reglern und Funktionen. Höchstens ein Coilsplit ist noch interessant ... Selbst einen Toneregler nutze ich live eher selten. Es ist aber trotzdem beruhigend das er an Board ist ;)

Auch aktive Bässe verwirren mich in deren Komplexität ... ich brauche -den- einen Sound der mir gefällt. Diesen Sound tune ich denn im Detail mit einem Preamp oder vergleichbar ... was ja unterm Strich auch nichts anderes ist als ein aktiver Bass nur mit ausgelagerter Elektronik - ich weiß ... komplett vergleichbar ist das nicht ;)

Prächtig ... ich versuche mich mal am Vorbild des Videos und suche mir ggf. ein paar Songs raus (oder denke mir was aus) die das Spiel mit Plektrum, Fingern und Slappen (das wird grausam!) abdecken ... möglichst über so viele Lagen als möglich ... so gut ich es halt bewerkstelligen kann für einen Noob am Bass :D
 
Hier aktuelle Bilder meiner beiden DIY Bässe ... aufgenommen bei bestem Wetter um 23° Heute im Garten :)

Das ist mir erst jetzt aufgefallen: die Korpusproportionen der beiden stimmen ja gar nicht. Beim "Preci" noch weniger, als beim "Jazz". Das ist besonders am oberen Korpushorn zu erkennen.

Du kannst da ja gar nichts für. Aber ich dachte, das wäre bei den Bausätzen, den Vorbildern nach, korrekt eingehalten.

Nichts desto trotz finde ich die Lackierung des "Preci" sehr passend. :great:

Grüße, Pat
 
Das habe ich im Detail nicht verfolgt ... ist aber eigentlich logisch wo Du es sagst, da es sont eine Menge Streitigkeiten in Sache Vergabe von Fender Lizenzen gäbe. Mal abgesehen vom Potential die Bausätze profesionell zu fertigen und als Original Instrument oder Original Bodyparts zu verkaufen. Die vorgefertigte Kopfplatte lässt sich ja auch nicht exakt nach Fender Style stuzen, weil alleine schon der Winkel zur Seite der Bohrlöcher der Mechaniken auch minimal anders ist als bei F-Original ...

Mich stören die Unterschiede nicht ... die Instrumente sind erstaunlich gut für das Budget. Auch das Korpusholz aus Linde würd eich grundsätzlich nicht ausnahmslos als Low Budget einstufen. Der Tone ist fett und entfaltet sich schnell ... kein Wunder das viel Ibanesen Flitzfinger auf Linde als Bodyholz setzen.

Mit ein wenig handwerklichem Geschick kann man noch was mehr rauskitzeln ... Viel Potential steckt noch im Hals in Sachen Haptik durch eine entsprechende Behandlung ... Ein Rennpferd macht man nicht draus, aber was durchaus solides was sicher so manchen anderen Bassisten verwundern würde ;)
 

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