[Boxenbau] Abstimmfrequenz 1x15" Selbstbauprojekt

  • Ersteller leroyunso
  • Erstellt am
Könnte man doch eventuell mit genügend großen Unterlegscheiben hinter dem Schraubenkopf sichern, oder? Wo soll das Gitter schon hin, wenn es in allen 4 Richtungen schräg angepresst wird..

Ja das funktioniert. Ist zwar ein wenig gakelig, aber es tut, und zwar auch langfristig. Meist fädele ich dann noch Muttern als Distanzhalter drunter, m5 oder m6.

Die Adam-Hall Befestigungswinkel (die benötigen ebenfalls Kotflügelscheiben, wenn man sie mit Spaxen befestigen möchte) finde ich aber angenehmer zu montieren als Schrauben mit U-Scheiben.
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
Minimal tiefer als die Resonanzfrequenz des Chassis ist noch relativ unproblematisch. Wenn Du allerdings weit unterhalb der Resonanzfrequenz liegst, frisst es Leistung (also Pegel), die Membranauslenkung wird wesentlich höher ...
Außerdem wird es dann schnell "wummerig".

Vor allem wird es "dünn" klingen. Gerade der Kappalite ist da empfindlich. Ihc besitze ja auch einen 3015. Der mag eine recht hohe Abstimmung, in 83 l 55-60 Hz (im Prinzip mag er also eine TL606). Im ersten Wurf hatte ich ihn versehentlich auf 41 Hz abgestimmt. Da klang er dünn und kraftlos.
 
Die Box ist mittlerweile zusammengeschustert, im Proberaum konnte ich sie leider bisher noch nicht ausprobieren. Wenn ich sie aber allein im Wohnzimmer anspiele, drehe ich bisher etwas mehr Mitten als gewohnt rein, Bässe eher weiter raus. Kann aber auch am Raum liegen, starke Bässe haben sich bei uns bisher nie gut vertragen. Dünn klingt die Box bisher jedenfalls nicht. An der Stelle danke nochmal an TheBug, auf den ich da ja bezüglich der Abstimmfrequenz nahezu blind vertraut habe - wohl auch aufgrund mangelnder Erfahrung im Boxenbau.

Die Klammern sind jetzt mittels Unterlegscheibe und Schraube in Einschlagmuttern befestigt. Den Abstand konnten wir mit Distanzstücken, die eher zufällig in der Werkstatt rumlagen, ausgleichen. Hat bisher 4 Transporte im Auto überstanden und allzu oft wird der Kasten seinen Standort auch nicht wechseln denk ich, also das sollte halten.

IMAG0266.jpg
 
Wenn Du das mit den Klammern hübscher Lösen möchtest, kannst Du jederzeit aus z.B. Sperrholz Distanzhalter fertigen, die die Form der Plastikhalter übernehmen.
 
Hatten wir auch schon überlegt, uns dann aber vorerst gegen den Aufwand entschieden. Sollte die aktuelle Lösung versagen, kommen wir aber sicherlich auf genau so etwas zurück und da werd ich dann auch die Metallwinkel von Adam Hall versuchen, denke ich. Je nachdem wo's dann gescheitert ist. Solangs aber hält: Never change a running system.
 
sieht sehr gut aus!
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
(... und Abstimmfrequenz bei 40Hz) und ... Innenvolumen von rund 72l ...

Hi Leroy,

Das Thema ist ja jetzt schon durch. Ich hätte folgendes empfohlen:

Die Abstimmfrquenz soll nicht größer sein, als der tiefste Ton des Instruments - bei Dir also 30Hz +/- 10%. Sonst werkelt die Membran bei eben diesem tiefen Ton gegen einen "akustschen Kurzschluss", weil unterhalb der Reflexresonanz wirkt die Box wie hinten offen. Sie erzeugt dabei auch für die Mitten einen schlechten "Ton". Wenn wegen der tiefen Abstimmfrequenz (wahrscheinlich, sicher beim Gig in der Halle) der Bass zu dünn erscheint, dann setzt man ohne Nachteil einen Equalizer ein, der den tiefsten Bass sehr gezielt anhebt.

Das geht dann ganz gut, weil die Membran durch die tiefliegende Abstimmfrequenz noch sehr effizient von der Reflexfunktion unterstützt wird. Viel elektrische Leistung braucht man dazu nicht: Der Grundton der Saite ist gegenüber den klangbildenden Obertönen (fast) immer um 10dB oder mehr bedämpft. Das bedeutet nur ein Zehntel der Leistung wird für den Grundton (30Hz) benötigt, mehr als neun Zehntel gehen für die Obertöne (60Hz, 90Hz, 120Hz ...) weg. Dann kann man auch den Grundton fett anheben, ohne den insgesamten Leistungsbedarf wesentlich zu erhöhen (kann man nachrechnen).

So long

Klaus
 
Hallo Klaus! Ja, das Thema ist jetzt wirklich vorbei - die Infos deinerseits helfen aber sicher, wenn sich nochmal ein Selbstbau ankündigt.
Jetzt tritt genau der von dir beschriebene Effekt auf: auf dem offenen H bis in den 2ten Bund flattert die Box nur noch. Abhilfe soll da ein Hochpassfilter schaffen àla Thumpinator. Naja, fürs nächste Mal weiß ichs jetzt besser - Versuch macht bekanntlich klug.

Alles in allem gefällt mir die Box aber außerordentlich, mal von diesem behebbaren Problem abgesehen. Derzeit ersetzt sie insgesamt 8x10 Zoll (2 410er) mühelos und klingt obendrein meinen Vorstellungen entsprechender. Hat sich auf jeden Fall gelohnt.
 
... auf dem offenen H bis in den 2ten Bund flattert die Box nur noch. Abhilfe soll da ein Hochpassfilter schaffen ...

Hi,

Der Hochpass würde nur wenig Klang wegnehmen, weil man derart tiefe Tönen nur noch indirekt hört - siehe "Residuumhören" (https://de.wikipedia.org/wiki/Residualton). Dass die Box hoch abgestimmt ist hat Vorteile im Bereich der schon gut hörbaren Frequenzen so ab 40Hz. Der Hochpass muss aber recht steil verlaufen. Am besten etwas mit sogenanntem Überschwinger a la Chebyshew 24dB/Oktave (https://en.wikipedia.org/wiki/Chebyshev_filter). Und die sind mit Hausmitteln nicht ganz so einfach abzustimmen.

Alternativ kannst Du aber auch nachträglich die Box tiefer abstimmen, indem Du die Querschnittsfläche der Kanäle verkleinerst. Du könntest zB "stromlinienförmige" Stücke aus Styropor einsetzen. Um von 40Hz auf 30Hz zu kommen, sollte die Fläche etwa halbiert werden. So genau braucht es nicht zu sein.

So long
 

Ähnliche Themen


Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Zurück
Oben