Studieren, aber was...?

Einfachdeno
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Hallo Musiker,

die letzten 2,5 Jahre verbrachte ich mit dem Nachholen meiner Hochschulreife. Nun, da ich diese endlich in der Tasche habe, stelle mir die Frage:
"ich würde gerne etwas studieren, was mich musikalisch weiterbringt und mein Hobby in Zukunft sogar zu meinem Beruf machen könnte, aber was genau?"
Zu mir: ich schreibe seit Jahren eigene Texte und bin seit einiger Zeit Sänger bzw. Rapper. Mittlerweile verfolgen einige Tausend Menschen auf den Sozialen Netzwerken meine Machenschaften, sodass ich scheinbar nicht der untalentierteste Mensch auf Erden bin. Einen Plattenvertrag gab es in der Vergangenheit ebenfalls. Gerne würde ich ein Studium beginnen, welches meine musikalischen Fähigkeiten fördert, ich würde gerne mein Songwriting verbessern und möglicherweise sogar audiotechnische Fähigkeiten erlangen, allerdings scheint dies nur im Rahmen einer privaten Uni möglich zu sein und da diese enorme Kosten entstehen lassen, weiß ich nicht, wie ich diese decken soll. Habt ihr evtl ein paar Tipps für mich? Gibt es hier ein paar studierte Musiker, die mir ihre Erfahrungen mitteilen würden? Ich wäre euch sehr dankbar :)

beste Grüße
 
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Bemühe doch mal die Suchfunktion mit dem Titel "Musikstudium", dann bekommst Du viele interne links zum Thema.
 
hey,
würd irgendwas in richtung toningineur, oder generell in richtung tonstudio geht.
irgendws, womit du irgendwann in deinem leben deine eigene musik vernünftig aufnehmen kannst, weil du ahnung hast.
wieviel leute heutzutage ein "studio" haben....tz
als künstler würd ich dir sowas empfehlen.
songwriting kommt automatisch wenn du am ball bleibst. auch verändert er sich mit den jahren und deiner persönlichr Entwicklung.
Versuch dich unabhängig von anderen zu machen.....
 
Mein gutgemeinter Ratschlag: Lern ein Handwerk und lass das Studieren.

Bilde dich lieber autodidaktisch weiter im Bereich der Musik, so das es deine Muse und Leidenschaft bleibt.

Schau Dir bitte mal folgendes Video an, vor allem die Stelle ab Minute 28.



Und schau Dir bitte auch hier in diesem Video die Stelle ab Minute 18:20 mal genau an!

 
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Hör auf den Lesch! Musik ist ein gutes Hobby... ;)
 
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hmm... rapper sind doch die sänger, die nicht singen können....
 
Moin!
Sorry Leute, Hinweise wie "lerne ein Handwerk" sind schon ganz schön platt - ich könnte ja auch sagen: "Studiere Musik und mache Handwerk autodidaktisch", geht nämlich auch. Und ich finde das ist schon ganz schön anmaßend, jemandem so einen "Rat" zu geben, ohne irgendwelche Hintergründe zu kennen. Nach Eurer Logik schickt ihr Eure Kinder auf die Hauptschule oder? Sollte ja ausreichen für ein Handwerk :rolleyes:

Auch wenn ich Herrn Lesch gerne in ein paar Punkten zustimme, sollten wir nicht ausser acht lassen, wer das ist: ein gut saturierter Physiker. Der kann natürlich aus seiner Position mehr Handwerker fordern. Total easy. Der muss nicht mit ein paar Kröten über die Runden kommen, sondern hat eine gut dotierte C-irgendwas Professur und diverse weitere Einnahmen.
Und am Rande: Wenn man/frau die Einsichten von Herrn Lesch ernst nimmt, ist eine berufsorientierte akademische Ausbildung sowieso falsch.
Und da gebe ich ihm recht: auch heute mit Bachelor und Master, sollte ein Studium einer Berufung folgen und nicht einem Beruf.

etwas studieren, was mich musikalisch weiterbringt und mein Hobby in Zukunft sogar zu meinem Beruf machen könnte
Hier sehe ich ein kleines Problem. Wenn Du nämlich Dein Hobby zum Beruf gemacht hast, hast Du kein Hobby mehr ;)
Deine Unsicherheit im Hinblick auf eine Studienwahl zeigt mir aber auch, das Du gar kein klares Ziel hast. Und deswegen würde ich Dir im Moment von einem bestimmten Studienfach abraten. Denn egal ob Musik, Musikwissenschaften, Pädagogik oder was auch immer in Frage käme, Du solltest für Dein Ziel "brennen". Ein Studium ist nur Mittel zum Zweck. Wenn Du nicht weisst, wofür Du das machst, wirst Du es nicht durchziehen.
 
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Moin!
Und ich finde das ist schon ganz schön anmaßend, jemandem so einen "Rat" zu geben, ohne irgendwelche Hintergründe zu kennen.
Naja was er im ersten Post schreibt, schreit ja grade NICHT nach nem Studium. Sondern nach der "Selfmade-Nummer". Das ist auch ok so und deswegen sind die Ratschläge hier imho auch absolut vertretbar.

Auch wenn ich Herrn Lesch gerne in ein paar Punkten zustimme, sollten wir nicht ausser acht lassen, wer das ist: ein gut saturierter Physiker. Der kann natürlich aus seiner Position mehr Handwerker fordern. Der muss nicht mit ein paar Kröten über die Runden kommen, sondern hat eine gut dotierte C-irgendwas Professur und diverse weitere Einnahmen.
In der Regel ist es aber der hauptberufliche Musiker, der mit ein paar Kröten und weniger durchkommen muss. Der Hauptberufliche Handwerker sollte sich eigentlich wenig sorgen machen müssen.

Hier sehe ich ein kleines Problem. Wenn Du nämlich Dein Hobby zum Beruf gemacht hast, hast Du kein Hobby mehr ;).
Amen
 
ich schreibe seit Jahren eigene Texte und bin seit einiger Zeit Sänger bzw. Rapper. Mittlerweile verfolgen einige Tausend Menschen auf den Sozialen Netzwerken meine Machenschaften,
Du mußt mit Deinem Beruf ca. € 2.000,- bis € 3.000,- im Monat erwirschaften.

Wenn jemand Musik studiert, studiert er in der Regel ein Instrument oder Gesang. Wenn er sehr viel Glück hat, landet er in einem Projekt, bei dem er z.B. von Auftritten leben kann, das ist aber selten. Noch seltener ist es, wenn jemand durch den Verkauf von Platten/mp3s/CDs etc. leben kann. Es gibt immer wieder den Fall, daß jemand eine Zeit lang von so einem Projekt leben kann. Was macht er danach?

Wichtig ist, daß man breit aufgestellt ist: Stilistisch vielfältig (Jazz, Klassik, Volksmusik, Rock, Top40 ...), bereit und fähig sein zu Unterrichten, Ahnung haben von Musikproduktion etc. Die meisten freelancenden Musiker aus meinem Umkreis haben mehrere Standbeine: Manche leiten einen Musikverein, manche spielen Top40-Band oder organisieren für Geld in einer Kneipe eine Karaoke-Show, manche haben einen guten Ruf als Instrumentalist in der Orchesterszene (Weihnachtsoratorium etc.) oder machen Musik an Theatern, viele spielen außerdem in einer Band. Aber ausnahmslos alle, die ich kenne und die davon leben, geben Musikunterricht - auch die in den gut laufenden Bands.

Mit Rappen alleine kann das funktionieren, muß aber nicht. Vielleicht läuft es auch eine Zeit lang gut, und dann plötzlich nicht mehr. Wenn Du z.B. 3.000 Follower in den sozialen Netzwerken hast, nüzten die Dir nur etwas, wenn jeder von denen Dir jeden Monat für einen Euro einen Song abkauft, und zwar über Jahrzehnte, bis Du in Rente gehst (oder länger :D).

Irgendwann hast Du evtl. Familie und die Kids sperren das Maul auf, das gestopft werden will. Dann muß regelmäßig Kohle fließen.

Ich kenne einen Musiker, der über 10 Jahre lang in einer wirklich großen deutschen Rockband, die es jetzt nicht mehr gibt,
auf den großen Bühnen gespielt hat. Er hat jetzt ein Tonstudio. Das läuft, weil er eben bekannt ist. Aber auch er gibt AFAIK wieder Unterricht und spielt Gigs. Ansonsten gibt es Tonstudios wie Sand am mehr, die meisten produzieren zu Hause am Schreibtisch. Ein Tonstudio ist also auch nicht unbedingt eine sichere Angelegenheit.

Deshalb: Wenn man von Musik leben will, sollte man sich breit aufstellen und für nichts zu schade sein. Weihnachtslieder im Seniorenheim, Oldieband im Countryclub, Schunkellieder in der Saalfasnacht, Hintergrundsmucke beim Hochzeitsdinner etc. pp. Und unterrichten!

Wenn es trotzdem klappt mit dem Rappen ist es ja klasse, aber wenn nicht, brauchst Du einen Plan B.

Viele Grüße,
McCoy
 
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