Combo, kompakt, guter Clean-Sound, KH-Anschluss, auch für A-Git, bis ca. 500€

Ich habe heute zwei Amps im Laden mit meiner eigenen Gitarre ausgiebig getestet. Die Vorberatung hier im Forum und Endberatung durch den netten Mitarbeiter bei JustMusic hat mir gut weitergeholfen. :)

Vox VT20
https://www.thomann.de/de/vox_vt20x.htm

Ja, der kann sehr viel. Bietet sehr viele Einstellungsmöglichkeiten bei den Ampmodellen und auchdie Effektsektion ist nicht von schlechten Eltern. Ich habe auch einen sehr brauchbaren (aber nicht perfekten) Cleansound herausbekommen. Schön klein und kompakt, Lautstärke völlig ausreichend. Allerdings ist es ein wenig Fummelei, den richtigen Sound zu finden, dafür kann man ihn dann abspeichern.

Fender Champion 40
https://www.thomann.de/de/fender_champion_40.htm

Der Cleansound ist noch eine Ecke besser als am Vox. Die Ampmodelle im zweiten Kanal haben mir sehr zugesagt, die klingen auch ohne externen Kompressor so, wie ich mir das zum Üben vorstelle. Die Effektsektion fällt gegenüber dem VOX ein wenig ab. Delay ist per Tap einfach einzustellen. Per Fußschalter kann man sowohl den Kanal als auch die Effekte schalten (sehr schön). Größer als der VOX, aber mit knapp 9 kg immer noch tragbar.

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Im Moment tendiere ich stark zum Fender. Cleansound und Zerrsound sprachen mich letzten Endes mehr an als am VOX. Muss noch mal mindestens iene Nacht drüber schlafen.

Der Chorus am Fender hat mich noch nicht so begeistert, dafür wäre ein externes Pedal vielleicht doch nicht schlecht. Ist ja im Nachhinein unkompliziert anzuschaffen.

Es bleibt spannend...:tongue:
 
Hi,

schön, dass du was gefunden hast, was dir gefällt. Und dass du uns hier weiter teilhaben lässt.

Ich möchte noch etwas zu bedenken geben. Wobei, ich kenne den Fender Champion 40 nicht aus erster Hand, und auch die Katanas nicht. Deswegen ist das hier eine Bewertung nach "Papierform".

Mit Champion ist man wohl für den aufgerufenen Preis wirklich gut bedient . In diesem Fall halte ich allerdings (ein bisschen entgegen meinen sonstigen Apellen, nicht unnötig Geld auszugeben), das teurere für das bessere Angebot. Im Test bei Bonedo ist der Champion nicht so gut weggekommen. Dass die Effekte nicht alle wirklich gut klingen, hast du ja schon festgestellt. Im Test wurden die guten Cleansounds gelobt, aber die mangelnde Anschlagdynamik bei den verzerrten Ampmodellen bemängelt. Sowas merkt man natürlich nicht unbedingt beim ersten Antesten, aber auf die Dauer fällt es wahrscheinlich doch auf.

Wenn es dir fast nur auf die Cleansounds ankommt, wärest du mit dem Champion natürlich erstklassig bedient, vor allen Dingen angesichts des günstigen Preises. Macht ja auch mit dem 12" Speaker schon einen erwachsenen Eindruck. Der 50er Katana (zB) wäre für mich hingegen das auf längere Zeit gesehen bessere Allround-Angebot und ist sicherlich auch wesentlich besser für die Verstärkung einer Akustikgitarre geeignet. Das etwas höhere Gewicht wäre neben dem Preis der einzige Nachteil, der mir spontan einfällt. Ach, und dass man nur mit der Boss-Software Zugriff auf alle zur Verfügung stehenden Amp-Modelle erhält. Man hat nur 5 (bei dem Mk II 10) Modellierungen im direkten Zugriff per Wahlschalter auf dem Verstärker. Bei den 50er Katanas hat man mit einem simplen Doppelfussschalter Zugriff auf 4 vom Benutzer beliebig voreingestellte Sounds, gegenüber 2 Kanälen und Effekt an/aus bei dem Champion. Wahrscheinlich kann man beim "kleinen" Boss auch einen Fussschalter aus dem Zubehör verwenden und braucht nicht den teuren Boss FS6 zu nehmen.

IMHO solltest du also dem Katana ne Chance geben und ihn (nochmal?) antesten. Natürlich würde ich auch mal ne Westerngitarre an deinen Amp-Kandidaten ausprobieren.
 
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Nachtrag:
Falls sich jemand fragt warum ich jetzt von der Eignung der Katanas für Westerngitarren überzeugt bin, aber in Post #19 noch nicht so richtig: Ich habe zwischenzeitlich ein Video gesehen, in dem jemand eine Akustik über den Katana gespielt hat, und es klang wirklich ok. Ich habe nachgeguckt, und tatsächlich ist eines der per Knopf zur Verfügung stehenden Ampmodelle extra für diesen Zweck da.
 
Ich verstehe überhaupt nicht wie man hier Empfehlungen aussprechen kann wenn man die Produkte überhaupt nicht kennt .
 
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Du hast aber auch immer was zu meckern.
 
Vielleicht warten wir einfach mal geduldig auf News des TS
Muss noch mal mindestens iene Nacht drüber schlafen...
bevor wir spekulativ, glasputzerisch und mit den Hufen scharrend womöglich auch noch kriegerisch weitermachen ;).

LG Lenny
 
Immer mit der Ruhe. Als Denkanstoß ist die Idee mit dem Katana MKII 50 aufjeden Fall nicht schlecht. Lieber einmal mehr testen, als hinterher ärgern.

Was gegen den Katana 50 spricht - er hat nur 2x2 Speicherplätze, der VOX hat 2x4. Wenn schon Modeling Amp, dann möchte ich meine Einstellungen auch abspeichern können. Dann ist 4 arg knapp (aber bei 2x2 muss man noch die Bank umschalten). Der Katana 100 hat 2x4, aber der ist dann arg mächtig und groß...

Trotzdem. Anspielen ist sicherlich nicht verkehrt. In bin in der glücklichen Lage, den Flagship Store von JustMusic nicht weit um die Ecke zu haben. :)

Zur Frage der Cleansounds: Ja, die sind mir wichtig, aber nicht ausschließlich. Mein Benchmark ist das Intro von "Simpe Man" von Lynyrd Skynyrd. Wenn das nicht klingt, dann taugt der Cleanamp nichts. Meistens spiele ich schon angezerrt, aber die Cleanpassagen dürfen einfach nicht fehlen.

Nach Überschlafen tendiere ich jetzt doch wieder zum VOX. Er ist einfach kleiner als Fender und Boss, und die Effektsektion ist besser. Und hat einen 4er Fußschalter. Wenn schon Modeling-Amp, dann bitte mir ordentlicher Effektsektion. Ich muss das im Moment auch nicht über Knie brechen. Zum Üben habe ich ja den Yamaha.

Und wenn sich die Westerngitarre nicht verstärken lässt, dann ist das auch kein Beinbruch. Es wäre ein nettes Gimmick, aber die E-Gitarre steht ganz klar im Vordergrund. Trotzdem raffe ich nicht, warum nicht jeder Cleanamp grundsätzlich ein "Flat Model" hat.... das wäre ja per Software problemlos zu integrieren.
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
Ich überlege gerade, ob man eine Westerngitarre mit einem geeigneten Preamp über die Köpfhörerbuchse einspeisen kann? Dann könnten wir zu zweit einen kleinen Raum beschallen, ohne zwei Geräte mitnehmen zu müssen.

Aber wie gesagt - das wäre nur Zusatzbonus... den Yamaha werde ich weiterhin behalten, und der kann Westerngitarre. Sogar mit nutzbarer Effeksektion (da käme ja eh nur Reverb und Chorus in Frage).
 
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Nachtrag:

Oder eben doch den Fender, nur den Clean-Kanal nutzen und drei Pedale dazu (Kompressor, Chorus, Overdrive/Distortion). Das wäre leider mehr Zeug als der kleine kompakte Vox und im Moment nicht mein Favorit.

Aber so grundsätzlich - was hielte die Gemeinde von dieser Idee?
 
Mit den Vorgaben "Klein, 8 Zoll Speaker, guter Clean-Sound, viele Effekte" hätte ich zwei Vorschläge, Amps die ich selbst besitze, bzw, besaß: den Vox VT20+, also die ältere Version bietet im Clean Bereich mehrere Amp-Modelle und die ähnliche Effektauswahl wieder die neuere VTX Variante.
Dann hatte ich mal den Fender Mustang I. Den fand ich gut gerade bei den Emulationen der alten Fender Modelle. Auch bei dem gibt es genug Effekte mit an Bord, bzw über Software noch erweiterbar.
Den VT20+ gibt es nur noch gebraucht, schau mal bei Ebay Kleinanzeigen. Der Mustang ist noch im Laden zu kriegen.
 
Okay, Rückmeldung:

Seit einer Woche habe ich den Vox VT20X. Der sagte mir von der Größe und den Ampmodelen am meisten zu. Cleansound kann er, wirklich gut aber nur, wenn man den mit dem Laptop umprogrammiert. :)

Der Boss Katana 50 fiel in den Funktionen ab. Also wenn schon Fußschalter, dann auch bitte nicht nur 2 Presets, sondern 4. Dafür hätte ich den Katana 100 gebraucht... mächtiges Teil. Aber der Boss Katana war mir ohnehin zu groß.

Einen Wermutstropfen gibt es aber beim Vox VT20X. Die Effekte sind nicht beliebig kombinierbar, sondern nur gruppenweise. Gruppe 1 is Kompressor-Chorus-Overdrive-Distortion, Gruppe 2 ist Phaser-Flanger-Tremolo-Delay, Grupe 3 sind Reverb-Effekte. Man kann immer nur einen Effekt pro Gruppe auswählen.

Im Klartext: Kompressor + Chorus geht nicht. :( Man kann per Computer + Software zwar eine ganze Menge daran rumändern, aber die Gruppenzuordnung scheint fest zu sein. Warum man sich die völlig unnötige Unflexibilität auferlegt, wird mir ein ewiges Rätsel bleiben... Und gerade die Kombi wollte ich eigentlich gern mal spielen. Man kann ersatzweise den Flanger nehmen, aber ganz dasselbe ist es nicht.

Und zum Beispiel den Chorus auf die Stelle vom Phaser oder Tremolo (beide Effekte werde ich ganz sicher nie benutzen) zu legen, geht auch nicht.

Sollt ich ihn deswegen zurückbringen? Ich war eigentlich froh, nun endlich was ansprechendes und nicht zu großes gefunden zu haben.

Oder doch noch mal ein separates Kompressorpedal vorschalten? Das wäre ja dann auch mit Overdrive oder Distortion kombinierbar. Verkehrt wäre das nicht.

Ich habe auch keinen Diskussionsfaden hier zum Vox VT20X gefunden, nur zum Vox VT20+. Und bei dem scheint das Problem nicht zu bestehen...
 
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