Kaufberatung: Welcher Preci? Bauen lassen? Selbstbau?

Hat jemand Erfahrungen mit dem Lakland?
Nicht über längere Zeit. Aber ich durfte einem 5-Saiter dieser Baureihe (in naturfarben) mal zwei Wochen lang auf den Zahn fühlen, und aus dieser Erfahrung würde ich dem Lakland vor einem F. Player jederzeit den Vorzug geben. Der L., den ich testen durfte, war super verarbeitet, hatte mehrere wirklich gute Sounds auf Lager - und den spielt eben nicht jede(r).
Die F. Player Serie hat mich im Preis-Leistungs-Verhältnis insgesamt nicht so sehr überzeugt, auch wenn die Verarbeitungsqualität gegenüber anderen Serien einen Hauch besser ist (soweit ich das beim bisherigen Testen feststellen konnte). Ehrlicherweise muss ich dazusagen, dass ich kein F.-Fan bin (die obligatorische Strat und ein Preci von F. reichen mir, andere Hersteller haben für mich "schönere Töchter").
 
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Fender, Squier, Gitarrenbauer, Bausatz... - ich würde einen Mittelklasse Precision Bass kaufen und solange daran rumbauen, bis er das hat, was ich will.
 
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Momentan stellen sich mir folgende grundlegende Fragen:

1.) Sollte es ein Fender oder Squier oder anderer Hersteller werden? ***
Hi @GuitarDemon888 ,

a. was darf es kosten ? Da du Siggi Jäger nennst, gibt es offenbar ein entsprechendes Budget...

b. wenn "Precision" gefragt ist, würde ich nicht zu Siggi gehen (der unbestritten großartige Bässe baut ! ), sondern meinen Blick nach Köln richten und mich mit dem ebenso großartigen Ede Tüske (Phantom Guitars in Verbindung setzen.

Ich habe mir von Ede vor mehr als 20 Jahren einen Bass bauen lassen, der immer noch -state of the art- ist.

RJJC
 
Nicht über längere Zeit. Aber ich durfte einem 5-Saiter dieser Baureihe (in naturfarben) mal zwei Wochen lang auf den Zahn fühlen, und aus dieser Erfahrung würde ich dem Lakland vor einem F. Player jederzeit den Vorzug geben. Der L., den ich testen durfte, war super verarbeitet, hatte mehrere wirklich gute Sounds auf Lager - und den spielt eben nicht jede(r).

Ja, die Erfahrung habe ich, leider nur mal beim kurzen Antesten, auch gemacht. Ich hätte den letztes Jahr schonmal fast bestellt, hab aber doch nochmal abgewartet, vorallem da er auch kurzfristig beim GAS-Anfall nicht lieferbar war.
Zu F kann ich leider wenig sagen, außer dass sie mir mal beim Antesten bei Session nicht wirklich gut gefallen haben, ebenso wenig wie die vielgelobten Sandberg California (die mir optisch super gefallen). Irgendwie müsste irgendwann ein Original F für die "Sammlung" schon sein und momentan gibt's einen schönen lmitierten Player in schwarz.

Hier in der Region kann ichmal eben nicht irgendwo schnel was testen. Lakland wäre möglich, Fender auch, aber beide Anfahrtswege liegen an unterschiedlichen Orten bei über einer Stunde und zu den ganz groen Shops sind es rund 2 Stunden und drüber. :( Der lokale Shop hatte früher mal Ende der 90er auch F und G, aber das war mal - lang ist's her.

Fender, Squier, Gitarrenbauer, Bausatz... - ich würde einen Mittelklasse Precision Bass kaufen und solange daran rumbauen, bis er das hat, was ich will.
Naja ... da bin ich zwiegespalten ... einerseits den Preci-Sound und andererseits auch mal einen originalen F.
Die letzten Wochen hatte ich mal die Augen nach alten Squier und anderen 80s offengehalten, die waren dann aber, wenn verfügbar, für meinen Geschmack zu teuer.
M.M.n. macht das Holz ja viel aus, was ich auch gerade wieder die Tage gemerkt habe. Ich hab auch einige Gitarren verschiedener Preisklassen und die haben am letzten WE alle neue Saiten bekommen, die Griffbretter wurden aufgefrischt und die Schätzchen geputzt, etc. ... dabei hab ich dann die Hölzer mal abgeklopft und eingebildet oder real, merkt man da schon einen Unterschied. Die Frage ist dann, ob da nicht gleich ein Sprung nach oben lohnt und man alles in einem hat?!?!

a. was darf es kosten ? Da du Siggi Jäger nennst, gibt es offenbar ein entsprechendes Budget...
Pfff, schwierige Frage ... je nach "Endprodukt" wäre ich da flexibel ... bei Siggi hatte ich noch nicht angefragt, da ich mich doch mal in Richtung Originale umorientiert hatte, besonders nachdem ich in den letzten Wochen auch viel positives Feedback zu einigen limitierten Jazz-Serien von F der letzten Jahre gelesen hatte.

Also für einen Bass von der Stange würde mein Limit je nach Modell bei 1000 - 1300 liegen, für ein Boutiquemodell würde ich ggf. auch mehr zahlen, käme ganz drauf an was da möglich wäre.

b. wenn "Precision" gefragt ist, würde ich nicht zu Siggi gehen (der unbestritten großartige Bässe baut ! ), sondern meinen Blick nach Köln richten und mich mit dem ebenso großartigen Ede Tüske (Phantom Guitars in Verbindung setzen.
Danke für den Tipp, den kannte ich noch gar nicht. Wir sind hier in Deutschland ja reichlich gesegnet.
 
Die letzten Wochen hatte ich mal die Augen nach alten Squier und anderen 80s offengehalten, die waren dann aber, wenn verfügbar, für meinen Geschmack zu teuer.
M.M.n. macht das Holz ja viel aus...
Sieht so aus, dass man da ggf in die Zitrone beissen muss...
Das Problem liegt (imho) weniger beim Body-Holz als beim Hals und dort vor allem in der Stärke bzw Schwäche.
Ich kann mich an einen 57er Japan Reissue (um 92-95) erinnern, der ein fettes D-Profil hatte. Das machte richtig was aus.
Solche Modelle sind unter 4-stellig nur noch mit viel Glück zu finden.
Neu müsste man vermutlich auf Custom Shop oder Instrumentenbauer zugreifen, um die klassischen Hals-Formate zu bekommen.
(Option: nur den Hals vom Instrumentenbauer, aus einem guten Stück Ahorn)
 
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So, ... die Wahl ist gefallen ... es wird (erstmal zum Testen) ein neuer Mexikaner, die Order ist raus und es dauert noch etwas bis er geliefert wird. Ich bin gespannt.

Mich hat es zwischenzeitlich schon in den Fingern gekitzelt, denn Fender bietet gerade Japaner an, welche neben schwarz auch bei einem Kölner Händler in einem sportlichen grün und einem rot-schwarz-burst zu haben sind.

Made in Japan Hybrid II P Bass®

Da kam ich wirklich in Verzückung, aber ich wollte nicht schon wieder ein Ahorn-Griffbrett.
 
Sieht ja ulkig aus ohne die SchlaCHplatte... :giggle: . Na ja, Geschmäcker sind verschieden.

Falls man in der Elektronikfräsung herumlöten kann, könnte es sich lohnen, irgendwann ein Lautstärkepoti mit unten angebautem, kunstvoll verdrahtetem Sechs-Pol-Schalter einzubauen: um als Resultat zwischen herkömmlicher Reihen- und alternativer Parallelschaltung der beiden PU-Hälften hin- und herschalten zu können. Verändert die Resonanzfrequenz des PU und gibt einem einen netten Zweit-Klang :cool: - hab ich bei einem meiner beiden Schätzchen hier auch mal in den Klangbeispielen festzuhalten versucht.

Michael
 
Mein heißersehnter Player Preci wartete seit einer Woche auf mich, da ich noch im Urlaub war und ihn an die Adresse eines Familienmitglieds hatte schicken lassen. Heute nach der Arbeit holte ich ihn dann ab und öffnete das große Paket zuhause eilig.

Die Enttäuschung war leider sofort sehr groß!

Mir fiel zuerst ein Lackfehler am unteren Horn auf und dann wuchs die Liste bei genauerem Hinsehen beträchtlich.

1.) Lackfehler am kleinen Hörnchen

2.) Schleifschlieren im Lack auf der Rückseite

3.) Die Bohrung für die Schraube der Tonblende hat einen Grat und man kann sich mit dem Finger „einhaken“, dieser bohrt sich in die Haut

4.) Die Tonblende eiert beim Drehen, sie ist nicht korrekt zentriert

5.) beim Aufdrehen der Tonblende knackt der Potiregler am Ende, da ist etwas nicht richtig fest

6.) Das erste Bundstäbchen steht beidseitig etwas über

7.) In der Kopfplatte finden sich über der Mechanik der G-Saite zwei kleine Kratzer

8.) Neben dem Saitenhalter der Kopfplatte ist ein weiterer Lackfehler

9.) Das Schlagbrett steht am kleinen Hörnchen innen leicht ab und ist ungleichmäßig gearbeitet

10.) Das obere Ende des Skunkstripe steht leicht heraus.

11.) Lackpatzer über dem Sattel

12.) Der Sattel sieht wirklich unschön aus und die Nuten sind schief gefeilt!!!

… und der Megafehler kommt noch …

13.) ein Riss im Griffbrett an der Oberseite im 1. Bund!!!


Ansonsten finde ich den Bass eigentlich sehr gut, denn der Hals fühlt sich unglaublich geschmeidig und seidig an und spielt sich traumhaft, selbst bis in die hohen Lagen und der Sound hat mich eigentlich auch überzeugt. Die Pickups finde ich gut.

Was die Verarbeitung angeht muss ich allerdings zu Fender sagen „Shame on you!“, denn man hat ja schon einiges gelesen/gehört, aber das hätte ich von Fender nie und nimmer erwartet, dass ein so fehlerbehaftetes Instrument für knapp 1000€ unter die Leute geht. Das sieht aus als hätte es der Azubi im ersten Lehrjahr gemacht. Da ist mein allererster Ibanez Soundgear (~400€) um Welten besser verarbeitet.
... und um mal weiter zu jammern, man hätte sich für eine Limited Edition mal mehr einfallen lassen können, als einen Aufkleber mit "Special Edition"
draufzukleben .... Special Edition stimmt, schon, special schlecht in der Verarbeitung!

Vorhin habe ich mit Thomann telefoniert. Sie schicken mir einen Neuen, sobald ich ihn eingesendet habe, aber nun weiss ich nicht, ob ich überhaupt nochmal so einen möchte. Sollen die anderen evlt. besser sein?

Sollte ich lieber auf einen Charvel oder einen ESP Ltd setzen?

Den von mir ebenfalls anvisierten Lakland Geezer Butler Skyline in schwarz gibt es bei Thomann momentan nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hier noch ein paar Fotos einiger Fehler.

Das sind die Lackschlieren, die sich leider nicht richtig festhalten ließen:
20221031_172226.jpg


Kratzer und Schlieren in der Kopfplatte:
20221031_173805.jpg



Der knusprig trockene Hals mit dem Riss und dem Schleifstaub des Sattels drauf ... das restliche Griffbrett ist teils auch mit Schleifstaub des Griffbretts bedeckt!
DSC07181.JPG


Übergang von hals- und Kopfplatte mit diversen "Fehlern"
DSC07199.JPG


Andere Perspektive, gleiches Übel
DSC07203.JPG


Lackpatzer in der Kopfplatte
Inked20221031_171040.jpg


Unsauber gearbeitetes Griffbrett:
Inked20221031_175425.jpg
 
Klarer Fall von Retoure !! :hat:
 
...
Vorhin habe ich mit Thomann telefoniert. Sie schicken mir einen Neuen, sobald ich ihn eingesendet habe, aber nun weiss ich nicht, ob ich überhaupt nochmal so einen möchte. Sollen die anderen evlt. besser sein?
...
Hi,
ich würde die Thomannmitarbeiter bitten, das Ersatzexemplar genau auf einwandfreien Zustand anzuschauen. Die sollten ein Interesse daran haben, Kunden mit guter Ware zu beliefern; erst recht, wenn die erste Lieferung schon mangelhaft war.

Gruß Ulrich
 
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Ja, das werde ich nochmal tun, das Instrument hängt sowieso noch in der lokalen DHL-Filiale fest.

Ich denke aber auch gerade über ein Upgrade nach ... es ist auf alle Fälle etwas kniffelig, denn ich würde die Instrumente wirklich gerne in die Hand nehmen, aber leider sind alle größeren Shops in denen auch mehrere Instrumente vorhanden sind sehr weit weg und momentan sprechen alle Umstände dagegen einen halben Tag unterwegs zu sein, nur um mal eine Stunde ein paar Bässe zu testen und eventuell auch einen mitzunehmen. :unsure:
 
Fender, Squier, Gitarrenbauer, Bausatz... - ich würde einen Mittelklasse Precision Bass kaufen und solange daran rumbauen, bis er das hat, was ich will.
Ich würde es anders machen: ich würde so lange den Preci suchen, der meinen Vorstellungen entspricht oder dem zumindest sehr, sehr nahekommt und den nehmen. Es gibt bei Fender und Squier in so vielen Preislagen und Zusammenstellungen Angebote, da ist es sehr wahrscheinlich, dass jeder den richtigen Preci findet. Bei Fender gibt es Precis mit breiten Hälsen, schmalen Hälsen, unterschiedlichen Pickups, Farben und Griffbrettern .... Selbst bei Squier gibt es viele verschiedene Modelle. Da würde ich mich nicht groß mit Rumbasteln aufhalten.
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Ja, das werde ich nochmal tun, das Instrument hängt sowieso noch in der lokalen DHL-Filiale fest.
Das ist ja echt blöde, dass du so ein Pech mit deiner Bestellung hast. Ich drück dir die Daumen, dass sich die Angelegenheit für dich gut regeln lässt.
 
Ich würde es anders machen: ich würde so lange den Preci suchen, der meinen Vorstellungen entspricht oder dem zumindest sehr, sehr nahekommt und den nehmen.

Ich denke, dass ich da mit meiner Bestellung schon recht nahe dran bin. Die dürfte hoffentlich bald eintreffen, ich bin gespannt.

Das Paket wurde schon vor über einer Woche bei Thomann als abholbereit getaggt und dann geschah einige Tage nichts, bis es sich bewegte, dann ging alles ganz schnell und am Freitag war er in der Region hier eingetroffen und sollte voraussichtlich am Samstag zugestellt werden. Ich war dann extra den Tag über zuhause, aber er wurde leider nicht zugestellt. Ich bin gespannt wann er eintreffen wird, denn ein voraussichtliches Lieferdatum wurde wieder entfernt. DHL scheint extreme Probleme mit Sperrgut zu haben, wie mir seitens Thomann auch schon berichtet wurde.
 
Ich war dann extra den Tag über zuhause, aber er wurde leider nicht zugestellt. Ich bin gespannt wann er eintreffen wird, denn ein voraussichtliches Lieferdatum wurde wieder entfernt.
Das hatte ich auch schon vor kurzem mit einem ganz normalem Paket - also kein Sperrgut. Das scheint nicht ungewöhnlich zu sein. Viel Glück trotzdem!
 

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