Alternative zu Squier Precision?

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aus Sammelthread zur Wertschätzung ausgelagert:

Hallo liebe Bassisten,

bei mir quasi um die Ecke wird eine Squier P-Bass gebraucht angeboten.

Ich habe 10 Jahren lang mal mehr schlecht als recht Bass in einer Hobby-Band gespielt, meinen schönen 5-saitigen Sandberg aber leider vor ca. 10 Jahren verkauft, da ich eigentlich nicht mehr spielen wollte. Könnte mich aus heutiger Sicht dafür in den A...llerwertesten beißen.

Nun habe ich Anfang des Jahres das Musikmachen wieder entdeckt, habe mir zwei Gitarren (E und A) gekauft, übe fleißig, nehme hin und wieder unterricht, habe drei eigene Songs geschrieben und mache Homerecording.

Es wäre schön, wenn ich beim Homerecording eigener Songs die Bass-Parts nicht mit dem Keyboard einspielen müsste. Ein eigener Bass wäre also eigentlich ganz schön, aber mein Budget ist ganz schön ausgeschöpft.

Nun habe ich eben zufällig bei Kleinanzeigen eben genannten Bass entdeckt, einen 4-saiter für VB 190 EUR. Vielleicht lässt sich der Kaufpreis noch ein wenig drücken ... ?

Was sagen die Bassisten hier: Taugt ein Squier P-Bass was oder sollte ich lieber die Finger davon lassen?
 
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Ich würde die Finger von dem Angebot lassen. Von dem her, was Du beschreibst, hast Du wieder Blut geleckt und da würde ich dann an deiner Stelle sehen, dass ich einen gescheiten Bass bekomme. Wahrscheinlich würdest Du dann ggf. früher oder später sowieso wieder etwas ausbauen wollen. Wenn Du schreibst, dass Du damit keine Eile hast, dann leg Dir eben ab und an was beiseite, guck Dir mal ein paar Bässe im lokalen Laden an, probiere welche aus und wenn Du irgendwann guten Gewissens etwas investieren kannst, tu es. Alles andere wird Dich wahrscheinlich langfristig nicht glücklich machen. Vielleicht hast Du dann Glück und Du bekommst irgendwo in den Kleinanzeigen auch eine in Japan gefertigte Preci-Kopie der 80'er.

Ich würde mir keinen Pappel-Bass mehr kaufen. Die günstigen Squier-Bässe, ab 180€ aufwärts, sind aus Pappel.
Die etwas besseren von Squier kosten ab 430€ aufwärts, da gibt's dann ein paar aus Kiefer oder Nato.
Was auch preislich gleich ist und interessant sein könnte, sind die Marcus Miller-Modelle. Soweit ich weiss sind die für den Preis gut verarbeitet und man bekommt schon ganz ordentlich was für's Geld, wobei ich nie einen derer in den Händen hatte.
Die Harley Benton-Bässe um ca. 200€ sollen auch schon recht ordentlich sein, aber da soll es auch auf das Glück ankommen, was also, wie oben bereits von @Hauself Zwo erwähnt, bedeuten würde, dass Du dir einen ordern und testen könntest. ... oder Big T einen Besuch abstattest.
 
@GuitarDemon888: Vielleicht hast Du recht. Mein Sandberg war ein 5-saiter und eigentlich fand ich die tiefe B-Saite immer sehr cool.
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Die Harley Benton-Bässe um ca. 200€ sollen auch schon recht ordentlich sein,

Sowas zum Beispiel?
 
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Die Harley Benton-Bässe um ca. 200€ sollen auch schon recht ordentlich sein,
Ich habe neulich einen HB-J gehört (spielte unsere Vorband), der war richtig gut. Serienstreuung kann aber durchaus sein. Neulich habe ich auf der Bühne auch einen durchaus ordentlichen J&D 5str-J gesehen. Sonst würde ich auch nach gebrauchten Yamahas oder Ibanezzen sehen, wenn's nicht unbedingt ein ganz klassicher P oder J sein soll.
 
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... falls Du mal so viel investieren wollen würdest ....
Für ca. 600/700€ würdest Du einen Bass der Boundary-Serie von FGN bekommen. Die Dinger sind aus Japan und die Boundary-Serie ist die Budget-Variante. Ich hab einen der J-Standard Serie und habe den vor ca. einem Jahr mit einem der Boundary-Serie verglichen und muss sagen, dass die vom Spielkomfort und der Verarbeitung her sehr ordentlich sind.

Momentan gibt es allerdings nur Jazz-Bässe aus der Boundary-Serie.
FGN Boundary Bässe
 
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Ja, zum Beispiel ... die solltest Du dann aber gut testen, denn da gibt's einige Streuungen in den Serien ... Montagsmodelle und so.

Ich war selbst lange auf der Suche und hab viele/s ausprobiert. Oft habe ich damit gehadert, ob es ein Instrument wert ist dies oder jenes auszugeben und am Ende habe ich vier Bässe hier, von denen ich einen nicht mehr spiele und das ist mein Einsteigermodell von Ibanez (Pappel), für den ich damals ca. 400€ bezahlt habe. Ansonsten habe ich einen FGN, einen Preci der Player-Serie und einen Human Base (5-String) hier. Im Endeffekt sind alle 3 Bässe für mein Empfinden top. Bei dem Preci hatte ich auch erst so ein Montagsmodell erwischt, aber Thomann war so kulant den schnellstmöglich umzutauschen und hat mir ein geprüftes und eingestelltes Top-Exemplar gesendet.

Die 5-Strings sind immer so eine Sache, eine ordentliche B-Saite bekommt nicht jeder hin. Wo die jedenfalls top sind ist bei Music Man (auch die Sterling SUB-Serien für einige hundert Euro), Human Base, Sandberg, FGN und Lakland. Das waren die 5-Strings, die mich überzeugt haben.
Die Sterling SUB werden übrigens von der gleichen Firma gefertigt, die auch früher die (Vor-)Montage für Human Base in Gardenia in Kalifornien übernommen hat. Human Base (Siegfried Jäger) produziert mittlerweile nur noch als Einmannbetrieb in seiner Werkstatt im hessischen Taunus.
Ob die Sterlings dort immer noch gebaut werden weiss ich allerdings nicht, mein Wissensstand diesbezüglich ist von 2020/2021.

Sterling SUB bei Thomann
 
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Die Rückansicht der Sterling SUBs sagt bei Thomann "Made in China" ... zumindest waren die auch gut, die ich vor 2-3 Jahren in der Hand hatte.
 
Die 5-Strings sind immer so eine Sache, eine ordentliche B-Saite bekommt nicht jeder hin. Wo die jedenfalls top sind ist bei Music Man (auch die Sterling SUB-Serien für einige hundert Euro), Human Base, Sandberg, FGN und Lakland. Das waren die 5-Strings, die mich überzeugt haben.

Oh, danke für den Tipp. Habe mich gleich in ein Modell verliebt, nur so aus dem Katalog:

Aber beim allerbesten Willen: Kann ich mir nicht leisten. :(

Was kannst Du denn zu Ibanez sagen?
 
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Was ist Dein vorgesehenes Budget bzw. Dein Rahmen?
Derzeit habe ich eigentlich gar kein Budget.
Danke für die Tipps, :)ich setze das alles mal auf eine Wunschliste bei T und sobald ich Budget habe, kann ich dann antesten.
 
Oh, danke für den Tipp. Habe mich gleich in ein Modell verliebt, nur so aus dem Katalog:
Human Base BaseX.oc5 OPNT
Aber beim allerbesten Willen: Kann ich mir nicht leisten.
Schade, die Teile sind klasse (hab' den 4er als Hauptbass im Einsatz)! Aber wenn's Budget nicht reicht, ist es eben so.

Zu Ibanez: gehört zu den Herstellern, die's mit der Qualitätskontrolle in aller Regel auf die Reihe kriegen. Klar, Ausreißer kann's da auch geben, aber Ibanez, Yamaha oder Cort schaffen es auch bei den günstigeren Serien, eine saubere Verarbeitung abzuliefern. Bei den Eigenmarken oder den ganz günstigen Anbietern würde ich mir jeden einzelnen Bass GANZ genau anschauen, ob's irgendwo hakt ...

Zu den Ibanez-Serien: die unterscheiden sich z.T. ganz erheblich voneinander. Die SR-Serie ist bekannt für ihre schmalen Hälse, was aber nicht jedermanns Sache ist. Gitarristen, die auch Bass spielen, kommt das meist sehr entgegen. Die BTB-Serie ist da ein anderes Kaliber, eher breiter, aber flacher Hals und ein fetterer Korpus. Die EHBs habe ich leider noch nicht in den Fingern gehabt, da finde ich es spannend, dass einer der großen Hersteller das Thema "Headless" noch einmal aufgegriffen hat.

Was mir bei den meisten Ibanezen nicht gefällt: die PUs. Die Standard-Bartolinis sind okay, aber imho mehr auch nicht. Mich würden da eher die Modelle mit PUs der anderen Hersteller (Nordstrand, Aguilar, etc.) reizen, die sind preislich dann aber auch schnell bei über 1000 Euronen. Alternative: mit einem günstigeren Modell starten, wenn's vom Handling und der Bespielbarkeit her passen sollte, und dann später mal die PUs und die Elektronik upgraden. Ach ja: ich habe zwei BTBs bei mir stehen mit EMG-PUs, da geht soundmäßig ganz schön was. Aber, wie gesagt, die Günstig-Bartolinis waren noch nie so ganz mein Fall ... muss aber jeder für sich beurteilen!

Die Empfehlungen Yamaha TRBX oder Marcus Miller M5/M7 sind aber auf jeden Fall mehr als einen Blick wert!
 
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Ein Freund von mir schwört auf seinen Warwick. Aber so wie ich das sehe, bekomme ich für den Preis auch einen Sandberg ... ;)
 
Na ja, bei Warwick kommt's halt auf die Serie an. Die in China gebauten RockBass-Teile ("RB") liegen z.T. unter 1000 Euro. Die "Pro Series" ist dann schon bei >2k€. Und für mich spannende Instrumente, wie den NeckThrough-Thumb oder den Buzzard, gibt's nur unter "Custom / Masterbuilt" mit entsprechendem Preisschild ...

Obwohl - die China-Corvette Multi Scale sollte ich mir mal anschauen ...
 
Oh, danke für den Tipp. Habe mich gleich in ein Modell verliebt, nur so aus dem Katalog:
Human Base BaseX.oc5 OPNT
Aber beim allerbesten Willen: Kann ich mir nicht leisten. :(

Was kannst Du denn zu Ibanez sagen?

Die Human Base sind absolut top verarbeitet. Wie gesagt, die sind 100% Handarbeit und in Hessen hergestellt. Die meisten Human Base-Modelle sind relativ teuer, aber der Roxy (4/5-Saiter) ist mit ca. 1200€ günstiger, aber locker das doppelte wert. Mein früherer Basslehrer war direkt überzeugt und meinte, dass der Preis eine direkte Kampfansage an Music Man sei. Der Roxy ist quasi die direkte Konkurrenz zum beliebten Music Man Stingray. Er wollte ihn damals erstmal nicht aus den Händen legen und hat ihn sich immer wieder angeguckt.

Zu Ibanez kann ich sagen, dass die es mir sehr angetan hatten, aber gerade die Einsteigermodelle (untere Preiskategorie) fand ich irgendwann nicht mehr gut. Die oft verbauten Bartolini-PUs sind ganz OK, aber nicht das Gelbe vom Ei, das wurde aber schon alles erklärt. Mein Ibanez ist einer der SR-Serie (Soundgear). Am Anfang fand ich den ultraschmalen Hals sehr komfortabel, aber bald hat sich das nicht mehr gut angefühlt und ich wollte eher ein kräftigeres Profil, wodurch ich dann fast bei Lakland, aber letztendlich bei FGN gelandet bin.
Lass bei Ibanez bloß die Finger von der Gio-Serie, mit denen wirst Du nicht lange deine Freude haben.
Die BTB von Ibanez haben mich extrem gereizt, vorallem da zwei meiner "großen Vorbilder" welche spielen, aber die gab's hier nie irgendwo zum Angucken.

Die Yamaha-Bässe hatten mich optisch sehr überzeugt, aber beim Anspielen fand ich die dann eher mau und mein Basslehrer hatte einen der teuren Yamahas dank Endorsement, den ich dann mal testen konnte und war von dem auch wenig angetan, denn für den Preis gab es bessere Instrumente.
Die LTd/ESP- und Cort-Bässe sind preisleistungstechnisch auch noch gut und soweit ich weiss ist die Streuung bei diesen nicht allzu groß.

Und Bässe wie von Spector und Warwick sind ja auch wieder recht speziell im Sound ... und im Aussehen.


Mal eine Frage am Rande ... in welche Richtung Musik/Klang soll es denn gehen?
Manchmal hat man ja gewisse Vorbilder oder Klänge im Kopf.

Wobei da auch wieder viel täuschen kann. Irgendwie hält sich da oft die Kiste von den alten Motown-Sounds und Songs, wobei jemand meint, dass der Bass in diesem und jenem Song ein Preci oder ein Stingray sei und dabei ist es dann jeweils andersherum. Bei der alten Kiste, was denn nun mehr den Sound färbt - Finger, Stil, Bass oder Amp - kommen wir dann langsam teils in die Nanochirurgie oder ins Esoterische.
 
Eigentlich wollte er doch nur einen Bass.....jetzt ist er ganz verwirrt ;)
Scherz beiseite,der Squier Bass ist schon soweit in Ordnung,nur nicht für 190€.
Für 100€ wäre es Ok.
Ich hab selber so ein BilligTeil.Etwas Hand anlegen und die lassen sich ganz gut spielen.
 
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Scherz beiseite,der Squier Bass ist schon soweit in Ordnung,nur nicht für 190€.
Für 100€ wäre es Ok.
Ich hatte 70 ins Rennen geworfen und die Dame meinte: Damit würden wir nicht ins Geschäft kommen. Ich habe ihr geantwortet, sie könne sich gerne nächstest Jahr nochmal bei mir melden, ich hätte es nicht eilig. ;)

Bin mal gespannt, ob sich da ein Käufer findet: Selbstabholung und dann dieser Preis ...
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Mal eine Frage am Rande ... in welche Richtung Musik/Klang soll es denn gehen?
Manchmal hat man ja gewisse Vorbilder oder Klänge im Kopf.
Möglichst vielseitig. Nein, habe keinen Klang im Kopf ... außer den meines früheren Sandbergs.
 
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Bin mal gespannt, ob sich da ein Käufer findet: Selbstabholung und dann dieser Preis ...
Wahrscheinlich nein ... ich hab meinen Ibanez schon zweimal angeboten, mit Combo und günstigem Distortion-Pedal (wäre gratis on top gegangen)! ... zur Selbstabholung (da nix zum sicheren verpacken zur Hand) und zu einem fairen Paketpreis, bei dem ich den absolut neuwertigen Bass (keine "Dings und Dongs" und immer in der Tasche aufbewahrt, pfleglich wie ein rohes Ei behandelt und nur zum Übern ausgepackt) nicht verschenkt hätte, zumal der noch besser und hochwertiger verarbeitet war als alle nachfolgenden Serien. Da kamen dann nur unverschämte Angebote und "Was ist letzte Preis?"-Anfragen ... der Bass steht in der Tasche in der Zimmerecke, evtl. bekommt ihn mal der Nachwuchs.

... um mal beim Finden eines günstigens Geräts zu bleiben, behalte die Kleinanzeigen im Auge ... rund um Weihnachten/Neujahr wird viel Platz in Deutschland geschaffen und es findet sich da öfter mal was, hab da auch zuerst geguckt, bis ich mir den Ibanez drei Monate später im Laden gekauft hatte. Wären die guten Angebote alle nicht so weit weg gewesen, wäre ich da fündig geworden.
 
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