Und Kabel färben doch

  • Ersteller Spanish Tony
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Acy ist ein gutes Stichwort! Jeder der es nicht glauben mag, oder zu wissen glaubt, sollte sich das Boxenkabel Fat Balls besorgen und mit irgendeiner 08/15 Strippe vergleichen. Dieses Kabel hat jeden Blindtest bestanden.
 
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@Spanish Tony

Das ist ja klar, dass ein Boxenkabel zwischen Gitarre und Effektboard oder als Patchkabel nicht so richtig funktioniert. Ich dachte Du meinst Deine Aussagen ernst. Aber wenn Du in diesem Anwendungsbereich Boxenkabel benutzt, brauchst Du Dich nicht wundern, wenn Dein Sound "anders" ist, als gewohnt.
 
Jetzt wo du es sagst...
 
….da Kabel so färben, sollte man sie auch nie lange auf hellen Amps liegen lassen! :opa:🤣🥳
 
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Hey,
...kann mich gut daran erinnern als wir vor Jahren die gesoundeten Monsterkabel in den Laden bekamen...mein Chef drückte mir nen Stapel in die Hand und sagte ich solle die mal checken. Die hießen einfach nur wie die Musikrichtungen und Einsatzzwecke für die sie gedacht waren.
Obwohl ich sowas wie`n Audiofreak bin und in meiner Anlage durchaus Unterschiede bei Kabeln höre, waren diese Monsterkabel doch recht schnell zu "durchschauen"....
Das "Rock" klang super und reichte alles durch mit allen feinsten Details, das "Jazz" klang dumpf und verwaschen, das "Akustik" war ne minimal dunklere Version des Rock mit fetter Isolierung und vergoldeten Steckern mit Edelholzgehäuse...
Das "Rock" war zu teuer, das "Jazz" einfach mies und viel zu teuer (um die 100.-), das "Akustik" ne Frechheit weil über 200.-

Davon angespornt machte ich weitere Klangtests....Vovox fand ich dünn und nervig, vieles unauffällig...ich bin für mich dann beim Planet Waves "American Rock" gelandet - klingt richtig gut, kernig mit sehr viel Definition - so wie das alte (leider nicht mehr erhältliche Blackring Proffesional).

Gruß,
Bernie
 
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Warum spielt eigentlich bei Verwendung eines Buffer die Kapazität des Kabels keine Rolle mehr ?
Der Buffer verstärkt doch Strom ( nicht Spannung) und macht das Signal damit „niederohmig“, hab ich das korrekt verstanden ?
Aber warum ist bei „mehr Strom“ die Kapazität wumpe ?

Vorlleicht kann das jemand erklären, fände ich total spannend, Danke im Voraus !
 
Ich kann zumindest bei zwei oder drei meiner Gitarrenkabeln im A/B-Vergleich Unterschiede hören.
Und ich habe nicht mehr die besten Ohren. ;-)

Da sind sicher keine "Welten" dazwischen und wer nicht selbst Gitarre spielt, der wird es wahrscheinlich nicht hören.

Mit Patchkabeln hatte ich schon ähnliches erlebt. Könnte ich jetzt aber nicht belegen.
Warum, wieso, weshalb? Keine Ahnung.
 
Die Zweifler können das ja auch nicht belegen. Sie glauben es zu wissen...in der Annahme, dass im Jahr 2023 der endgültige Wissensstand erreicht ist. Viele schon waren in der Vergangenheit davon überzeugt.
 
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Ich zweifle nicht, ich hinterfrage. Daher wundert es mich, dass hier zwar heiß und innig über den Klang von Kabeln diskutiert wird, aber nie über die Beeinflussung des Klangs (denn weder Kabel noch Stecker klingen) durch Stecker geredet wird?

Gitarrenkabel sind lang und liegen vor den Buffer. Kapazitive Beläge haben daher einen signifikanten Einfluss auf den Klang.

Patchkabel sollten in der Regel zwischen 10 und 20 cm kurz sein. Auf einem normalen Board kommt so ca. 1m davon zum Einsatz. Außerdem ist da am Anfang und gfg. auch am Ausgang in der Regel auch ein Buffer, spätestens aber wenn ein Pedal aktiv ist.

Meine Erfahrung ist, dass hier nur defekte Kabel einen signifikanten Einfluss haben. Schlecht sitzende Stecker, kalte Lötstellen oder hochohmige Nebenschlüsse.

@Spanish Tony Was war denn der messbare Unterschied zischen dem "schlecht" und dem "gut""klingenden" Kabel? Hast du versucht, das nachzuvollziehen?

Es gibt aber auch hier im Board natürlich Boards mit 50+ Pedalen, da hat man dann schon mal gut 100 Stecker/Buchse Verbindungen. Wenn ein Loop-Switcher dazu kommt, werden es noch ein paar mehr. Rein mengenmäßig ist hier viel mehr Potenzial für eine Klangbeeinflussung?!

Aber Stecker für Patchkabel werden ja der Bequemlichkeit gerne einfach gesteckt, geschraubt oder geklemmt. Da Steckt meiner Erfahrung nach aber viel "Klangpotenzial" drin.

Gruß,
glombi
 
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Daher wundert es mich, dass hier zwar heiß und innig über den Klang von Kabeln diskutiert wird, aber nie über die Beeinflussung des Klangs ... durch Stecker geredet wird?
Nach meinem Verständnis verstehe ich unter "Patchkabel" die Gesamtheit von Kabel und Steckern. Ich wundere mich nur gerade warum du das jetzt auseinander sezierst. Rein der Hinweis auf den Stecker finde ich ja OK.
 
Weil, wenn dann mal physikalische Eigenschaften zu dem Thema angeführt werden, diese sich immer nur auf das reine Kabel beziehen…
 
Warum spielt eigentlich bei Verwendung eines Buffer die Kapazität des Kabels keine Rolle mehr ?
Der Buffer verstärkt doch Strom ( nicht Spannung) und macht das Signal damit „niederohmig“, hab ich das korrekt verstanden ?
Aber warum ist bei „mehr Strom“ die Kapazität wumpe ?
In der Audiotechnik wird generell mit Spannungsanpassung zwischen Quelle und nachfolgender Stufe gearbeitet. Bei der Spannungsanpassung muss der Eingang eine mindestens um den Faktor 5 höhere Impedanz haben als die Impedanz am Ausgang der Quelle. Bei einem Mikrofon mit einem Quellwiderstand von z.B. 50R muss der Eingang des nachfolgenden Preamps also mindestens 250R haben. Da es auch Mikrofone mit 200R und mehr gibt, haben Preamps üblicherweise mindestens 1k oder noch mehr (aber keine hunderte Kiloohm oder gar Megaohm).
Damit wird die Quelle nicht belastet und es wird garantiert, dass dessen Frequenzgang nicht negativ und unkontrolliert beeinträchtigt wird. Der bei Spannungsanpassung fließende Strom ist sehr gering und kann vernachlässigt werden (nur bei Endstufen zu Lautsprechern, die auch spannungsangepasst arbeiten, fließen höhere Ströme, da der Lautsprecher eine Arbeit verrichten muss, hier sind allerdings die Spannungen erheblich höher als bei Mikrofonen und Line-Quellen).
Pickups haben eine Impedanz, bekanntlich eine sehr hohe, bis in einige 100k. Da auch sie spannungsangepasst abgeschlossen werden müssen (sonst würde die extrem geringe Spannung, die sie erzeugen, zusammen brechen und ebenso der Frequenzgang unkontrolliert beeinflusst), müssen die Eingangsstufen des nachfolgenden Verstärkers ebenfalls eine um mindestens den Faktor 5 höhere Impedanz haben, also bis in den Megaohm-Bereich.

Und bei diesen hohen Ausgangs- und Eingangsimpedanzen kommt nun das Kabel ins Spiel, bzw. dessen kapazitiver Belag (der Serienwiderstand des Kabels kann vernachlässigt werden, da er im Verhältnis zur Quellimpedanz (Pickup) unbedeutend ist.
Auf der folgenden Seite findet sich ein Rechenblatt mit dem sich die Grenzfrequenz eines Tiefpasses ("Treble-Cut") eines RC-Glieds berechnen lässt [http://www.sengpielaudio.com/Rechner-RCglied.htm]. Für "R" wird der Widerstand (Impedanz) der Quelle eingesetzt, und für C der Kapazitätswert des Kabels.
bei R= 100000R (100k) und C= 0,0005 µF (=0,5 nF = 500 pF, also 500 Picofarad) liegt die Grenzfrequenz nur noch bei 3,18 kHz, also deutlich im hörbaren Bereich.

Bei einem Quellwiderstand von nur 100R liegt die Grenzfrequenz bei 3,18 MHz (Megahertz), also mehr als weit jenseits des üblichen Audiobereichs, dessen obere für Menschen hörbare Frequenz üblicherweise mit 20 kHz angegeben wird (was aber auch nur für Säuglinge und Kleinkinder gilt, im Alter kann man froh sein, wenn man noch 14 kHz erreicht).

Es ist demnach die niedrige Ausgangsimpedanz des Buffers nebst seiner Vorverstärkung des Signals zusammen mit der ebenfalls niedrigeren Eingangsimpedanz der nunmehr ´zuständigen´ Eingangsstufe des Verstärkers, die ursächlich dafür sind, dass hier die Kabelkapazität keine Rolle mehr spielt.
 
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Noch eine Ergänzung:
Die hohe Eingangsimpedanz eines Verstärkereingangs für passive Pickups macht sie leider auch empfindlich für Störsignale, da sie ja in der Lage sind, besonders kleine Amplituden noch zu registrieren und zu verstärken. Hinzu kommt, dass Pickups gerne ihrerseits als Empfänger unerwünschter Signale von außen wirken (Threads dazu gibt es hier im Forum etliche).
Auch Messegräte wie etwa Multimeter und Oszilloskope haben eine sehr hohe Eingangsimpedanz, denn sie sollen das zu prüfende Signal ja nicht belasten und/oder verformen. Damit man sich dort ebenfalls keine Störungen einfängt, muss bei den Messkabeln und ihrer Anwendung Sorgfalt herrschen. Messkabel sind auch üblicherweise kurz und besonders für HF gut geschirmt und kapazitätsarm.

Die niedrigen Impedanzen bei Mikrofonen und den nachfolgenden Preamps und bei Line-Signal-Verbinungen machen diese von vorneherein schon weniger empfindlich für Störungen, bei den höheren Pegeln von Line-Signalen wirken sich die Störsignale mit ihren üblicherweise sehr geringen Pegeln noch weniger aus als bei Mikrofonen mit ihren schwächeren Ausgangsspannungen. Die Technik der Symmetrierung von Kabelverbindungen setzt da noch eins drauf und verringert die Empfindlichkeit für Störsignale nochmal deutlich.

P.S.
Lieben dank für die Kekse :)
 
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...um nochmal auf den wörtlichen Thread-Titel zurückzukommen - ich hatte in meinem eigenen Laden mal hervorragende Kabel aus Italien namens "Vitamina"...die klangen echt kernig, waren nicht zu teuer und waren schön orange....und sie färbten gewaltig - nach ein paar Wochen hatten alle Kunden die sie gekauft hatten orangene Hände - die Farbe der Isolierung war nicht chemisch stabil...ich musste sie alle zurücknehmen....
 
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Kabel, Stecker, Lötzinn?
Was will man mit den kapazitätsbedingten Klangunterschieden erreichen und warum tut's eigentlich auch eine möglichst geringe Kapazität der Kabel/Stecker/des Lötzinns und eine variable Tone-Pot-Einstellung an der Gitarre oder die Klangregelung des Amps, eines EQ Pedals? Habt ihr alle schon Golddraht in den E-Fächern eurer Gitarren, für den möglichst authentischsten klarsten Sound oder muss ich meine Hifi-Anlage jetzt umlöten, weil der bleifreie Lötzinn nicht genug wumms für Rockmusik erzeugt?

Acy in allen Ehren, aber die Esoterik hat er doch gar nicht nötig, der kann auch ohne sowas alte und neue E-Gitarren fast gleich klingen lassen. Zugegeben, wenn ich in der Branche tätig wäre und um die Gläubigkeit, gepaart mit Unwissenheit der Kundschaft wüsste, könnte ich auch auf die Idee kommen, ihnen Luftschlösser zu bauen (natürlich ohne sich vertraglich festzuhalten), aber irgendetwas sagt mir, dass es falsch wäre...

Ein kurzes Patchkabel kann übrigens auch eine abenteuerlich miserabel hohe Kapazität haben. Ob das am Kabel, einer schlechten Lötverbindung oder Wackelsteckern liegt, ist eine andere Frage..
 
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Bin jetzt wirklich kein Graswachsenhörer, aber frappierend fand ich mein Erlebnis beim Kauf meiner Customshop Strat. Ich hab sie im Urlaub in England in einem sehr bekannten Kaufhaus entdeckt und sie an einem stinknormalen Fender Blues Deluxe angespielt. Der Verkäufer gab mir dazu ein Vovox-Kabel. Die Gitarre klang dermaßen gut und traumhaft, dass ich sie schließlich gekauft habe.
Als ich sie zuhause an meinen Tweed Deluxe angeschlossen hatte, war ich erst mal enttäuscht. War nichts mehr mit Feinzeichnung und Dreidimensionalität, alles klang irgendwie belegt. Klar, ich hatte ein Fender Stoffkabel, ich glaub es waren sogar 10 Meter. Erst als ich dann das Kabel gegen ein besseres austauschte war die Welt wieder in Ordnung. Die Gitarre klingt echt klasse, aber so geflasht wie im Laden hat sie mich nicht mehr.
Ich weiß nicht ob das tatsächlich am Vovox-Kabel lag, oder vielleicht daran, dass ich im Urlaub entspannt und erholt war.
 
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Bei mir färben die Patchkabel überhaupt nicht. Habe alle Brands an jeder Stelle ausprobiert.

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@pat875a5
Mein Traumboard, allerdings nur wenn zumindest die DS1 Made in Japan sind.
 
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