Kawai K-300 oder anderes Klavier, Empfehlung gesucht (Budget ca. 6000,-)

Wo bekomme ich so eine Otoplastik? Geht das nur über einen HNO-Arzt? Die Plastik muss vermutlich angepasst werden. Was kostet das circa. als Selbstzahler, wenn es nicht über die AOK-geht? Gibt es Geräte oder Otoplasiken, die gezielt die Frequenzen oberhalb 600 oder 1200 Hz bis ca. 2000Hz etwas zurücknehmen? Das wäre schon sehr hilfreich.
Das geht ohne Arzt. Ich habe meine bei Geers machen lassen. Aber so ziemlich jeder Hörgeräteakustiker macht das. Kostet ca. 150 € und die Filter kann man wählen (also wie stark die filtern sollen). Ob es spezielle Filter gibt, die in den von dir gewünschten Frequenzbereichen stärker filtern, weiß ich nicht. Aber ich glaube eher nicht. Denn die Idee dabei ist ja, dass alles leiser wird, ohne aber den Höreindruck zu verfälschen. Deswegen orientieren sich die Filter an einer A-Gewichtung der dB. Diese A-Gewichtung orientiert sich an der Wahrnehmung des menschlichen Ohrs, also an den durchschnittlichen Isophonen der Durchschnittsbevölkerung. Deswegen werden manche Frequenzen stärker gefiltert, andere wiederum weniger. Gesamtergebnis ist dann, dass der Sound (Frequenzzusammensetzung) sich nicht groß ändert, sondern nur die Lautstärkewahrnehmung.

Praktisch läuft das so: du gehst zu einem Akustiker. Der spritzt dir eine Masse ins Ohr, wartet kurz bis die angetrocknet ist und zieht den Klumpen dann heraus. Damit hat er einen genauen Abdruck deines Ohres. Dann wird das eingeschickt. Dort wird das alles glatt gemacht und ein Loch hinein gebohrt, wo dann der Filter eingesetzt wird. Nach ein paar Tagen kannst du es dann abholen. Zahlt soweit ich weiß keine Kasse. Bei Hyperakusis könnte das allerdings anders aussehen. Und bei Hyperakusis ist es eh eine gute Idee, solche Stöpsel immer bei sich zu haben.
 
Bei deiner Beschreibung würde ich noch vor der weiteren Suche oder teuren Maßnahmen zuerst einmal am ES-920 dessen "SK Concert Grand" Klang so trimmen, wie ich in Beitrag 17 angedeutet habe...
Hallo Claus, Ich habe gestern die verschiedenen von Dir vorgeschlagenen Punkte an meinem ES920 umgesetzt. Zusätzlich habe ich einige der kritischen Tasten/Töne individuell leiser stellen können. Das hat schon spürbar geholfen.
Insgesamt klingt das SK-Concert-grand jetzt deutlich dumpfer und leiser aber das ist wohl nicht so vermeidbar bei meinem Ziel, trotz Hyperakusis spielen zu können. - Der EX-ConcertGrand dagegen klingt nicht deutlich spürbar dumpfer aber sehr viel ohrenverträglicher. Das ist schon mal sehr hilfreich. - Danke -
Ich habe dann alle(?) Einstellungen auf das Startup Setting gelegt, das funktionierte auch.

Als ich dann diese Einstellungen auf den ersten Speicherplatz für Registrierungen legen wollte, funktionierte das erstmal nicht. (Vermutlich ein Bedienfehler von mir.)
Ich war erstaunt, dass auf allen 28 Speicherplätzen (7 Soundtasten x je 4 Speicherplätze A-D) diese offensichtlich schon werkseitig vorbelegt sind.
Auf dem Speicherplatz 1A wird z.B. "AEX-ConcertGrand angezeigt". Aber der klingt ganz anders als der "normale" EX-ConcertGrand. Voller fast wie ein Bechstein-Flügel und mit enorm viel (zu viel) Hall (wie in einer Kathedrale). Selbst wenn ich die Reverb-Taste ausschalte bleibt noch viel Hall hörbar. ??

Auf 1B wird "BChurch-Organ Choir Ooh/Aah" angezeigt. So klingt es auch. Wie kann man zwei verschiedene Grundklänge hier Church-Organ UND Choir Ooh/Aah auf eine Registrierungs-Taste legen?
Auf dem Speicherplatz 1D wird "D8Beat3V ALL C7 8tel-Note=110" angezeigt. Gleichzeitig leuchten die blauen Dioden an den Tasten: amp, effects, und Reverb. Und die Tasten A<=>B und die Rhythm-Section Taste. Der Klang ähnelt einem vintage E-piano. Aber es sind nur die Tasten von C' bis C'''' spielbar, die unteren Tasten bleiben stumm? - Verstehst du diesen Anzeigetext auf dem Display? Hast du auch diese default-Speicherplatzbelegungen?

Das ist ziemlich irritierend. Das Handbuch sagt nichts zu diesen fast kryptischen Texten der vorbelegten Speicherplätze - und wie ich selber solche komplexen Vorbelegungen generieren könnte.
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Das geht ohne Arzt. Ich habe meine bei Geers machen lassen...
Solche Filter machen schon Sinn für mich. Ich gehe zwar selten auf Pop-/Rock-Konzerte aber da wird der Sound meist so extrem laut eingestellt, dass selbst meiner Frau die Ohren nach dem Konzert pfeifen. Da ich Sprache oft nicht mehr so gut verstehe kann so ein Filter manchmal kontraproduktiv sein. Aber die Filter sind vermutlich ganz schnell entfernbar. - Danke für Deine Hinweise zu diesen Filtern.
 
Grund: Vollzitate gekürzt.
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Insgesamt klingt das SK-Concert-grand jetzt deutlich dumpfer und leiser aber das ist wohl nicht so vermeidbar bei meinem Ziel
Wer weiß, Du könntest einzelne Parameterwerte wieder in Richtung Auslieferungszustand anpassen, wenn Du die Werkeinstellungen noch weißt oder von vorne anfangen willst.
Ohne konkrete Parameter/Werte-Angaben kann ich das allerdings nicht an meinem Instrument nachvollziehen.
Für mein Roland habe dazu eine Libreoffice-Tabelle, die entspricht im Wesentlichen einer in MS Excel.
Eine Prüfung der Display-Anzeigen bei der Registrierung von veränderten Klängen am Kawai ES-920 ginge möglicherweise erst am Wochenende, vorher habe ich relativ wenig Zeit.

Allerdings komme ich am Roland meist mit den Werkeinstellungen zurecht, Hallraum wechseln geht per Kopfdruck (Ambience). Nur die Tastaturdynamik/Velocity ist bei mir bisweilen anders eingestellt, z.B. für den Jazz Scat mit Wert 30 wie auch beim 1976SuitCase. Das ist deutlich empfindlicher als für den Concert Grand mit 55, die Werkeinstellung wäre jeweils 50.

Roland FP-90X Registrations.jpg


Aber die Filter sind vermutlich ganz schnell entfernbar.
Abgesehen von deinem Spezialfall, bei Standard-Gehörschutz als In-Ears kann man die Filter für eine unterschiedliche Dezibel-Dämpfung leicht austauschen.
Alpine MusicSafe Pro Transparent


Gruß Claus
 

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