Kaufberatung neu oder gebraucht

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rilkiano
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Hallo und Grüße aus Oberösterreich! Ich bin auf der Suche nach einem neuen Klavier, besser gesagt einem Flügel, da ich Platz genug dafür habe. Auch auf die Gefahr hin, dass diese Frage schon sehr oft in diesem Forum debattiert wurde, möchte ich sie euch trotzdem stellen. Soll ich neu oder gebraucht kaufen? Einen Flügel, den Platz hätte ich, oder doch ein Klavier? Hier die wichtigsten Punkte:
  • Mein Budget umfasst max 15000 €.
  • Ich spiele Klassik (also im weitesten Sinne)
  • Ich bin Anfänger (Clementi Sonatinen)
  • Bis jetzt spielte ich auf einem alten Klavier der Marke Grunert aus dem frühen 20. Jahrhundert (bis 1920 gab es diese Marke)
  • Ich möchte nicht alle paar Jahre ein neues kaufen.
  • Lohnt sich ein Mietkauf?
  • Gebraucht oder neu?
  • Ein Flügel wäre toll, jedoch kein Muss. Bekomme ich für das Geld ein Klavier, das dem Flügel überlegen ist, auch gut.
  • Ich bin aus Oberösterreich, ich würde mich an Musikhäuser aus dieser Gegend wenden.
  • Hersteller aus China bringe ich nicht übers Herz, es sei denn das Forum ändert meine Vorurteile.

Vielen Dank für Eure Hilfe!
 
Das Beste, was Du mMn machen kannst ist, viele Klavierhäuser zu besuchen und so viele unterschiedliche Instrumente wie möglich zu spielen, um herauszufinden, was Dir gefällt. Bei dem Budget ist sicherlich was zu finden. Gebraucht würde ich Dir nur von einem Händler oder von privat nach Begutachtung durch einen Klavierbauer empfehlen.
Wie lange spielst Du denn schon? Wenn Du Dir sehr unsicher bist, ist Mietkauf sicherlich auch erstmal eine Option.
 
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Vielen Dank für die Antwort! Ich fange nach dreijähriger Pause wieder zu spielen an. Davor hatte ich 2 Jahre Unterricht und davor als Jugendlicher vier Jahre. Meine Karriere ist sozusagen etwas durchwachsen.
Da ich mich technisch bei Klaviere nicht gut auskenne, halte ich mich lieber an Händler. Da gebe ich dir recht!
 
Hallo und willkommen im Musiker-Board! :hat:

Bei Händlern wirst Du ausgehend von deinem Budget und Ansprüchen bezüglich guter Klaviere (Upright Pianos) vermutlich glücklich, bei Klavierbauern könntest Du dich dagegen auch zu guten gebrauchten Klavieren und Flügeln umhören, die z.B. aus den besseren Zeiten deutscher Fertigung stammen und bei guter Überholung ausgesprochen hohe Qualität liefern, dann lohnt ein Gebrauchtkauf meines Erachtens schon.
Bei Gebrauchtkauf von privat müsstet Du den Klavierbauer schon zum Termin mitbringen oder ziemlich gut eingelesen sein.

Gruß Claus
 
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Willkommen im Forum :)

Es gab mal hier in Bielefeld ein Angebot zum Mietkauf von Bechstein & deren Niederlassung mit Silent System & Klavierbank. 300 €monatlich, davon 5 € für die Klavierbank monatl. Das ist ein hochwertiges Klavier mit zusätzlichem Digitalmodul zum Leisespielen.

Bei dem Budget ist sicherlich auch ein Yamaha Transacoutic mit Transducer drin. Das ist eine noch neuere Version mit einem Kasten im Inneren, der dann über den Resonanzboden statt zusätzlicher Lautsprecher diese Klänge reproduziert

Yamaha U1 TA3 PE


Kleinere Modelle wie B 2 oder B 3 liegen mit TA bei 8000 bzw. 9000 €
 
Vielen Dank auch für die Willkommensgrüße!
Silent System o.ä. benötige ich nicht, da ich in einem Haus wohne und die Nachbarn nicht störe.

Ich werde nächste Woche beginnen, mir einige Exemplare in Klavierhäusern anzusehen. Was heißt eigentlich probieren? Könnt ihr mir da weiterhelfen? Soll man irgendeine spezielle Technik dabei anwenden?
Man fühlt sich in einem Klavierhaus auch immer etwas peinlich berührt, wenn man nur Anfänger ist. Wie geht ihr damit um?

Vielen Dank!
 
Wie geht ihr damit um?
Kommt darauf an. Mit Kopfhörern am Digitalpiano spielt "Performance" natürlich keine Rolle. Inzwischen kann ich außerdem ein paar Stücke auswendig spielen, die ich ab und an auffrische.
Gar nicht verkehrt sind auch Akkordbrechungen und Läufe, wie z.B. Piano Fills 1 oder Piano Fills 2.

Ist der Gedanke an ein gebrauchtes Klavier oder Flügel vom Klavierbauer noch aktuell?

Gruß Claus
 
Gebrauchte Klaviere oder Flügel sind natürlich noch aktuell!
 
Tipp: Erkundige dich in der lokalen Musikszene nach einem guten Klavierbauer/ -stimmer, fem man vertrauen kann und nimm den mit, wenn Du einen gebrauchten Flügel privat anschaust. Oder kauf einen aufgearbeiteten Flügel direkt bei ihm und frag dabei genau nach, was überholt wurde. Das Innere zählt, nicht die äußere Hochglanzpolitur (z.B. neue Hammerköpfe, Saiten, Resonanzbodenrisse ausgespant etc. pp.)

Viele Grüße,
McCoy
 
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Lohnt sich ein Mietkauf?
Ja, wenn die MIete beim definitiven Kauf in voller Höhe angerechnet wird. Tritt man vom Kauf zurück, ist halt die Miete flöten, aber das ist besser, als ein Klavier zu behalten, was einem nach ein paar Monaten nicht mehr zusagt.

Ich habe vor zwei Jahren einen Flügel gekauft, und ihn nach 6 Monaten wieder zurückgegeben. Bei meinem Händler habe ich dann einen anderen Flügel gekauft, und der gesamte Mietpreis für den ersten Flügel wurde angerechnet. Ich habe auch nichts für den Abtransport des ersten und die Lieferung des zweiten Flügel bezahlt. Das fand ich sehr kulant, das ist vermutlich nicht bei jedem Händler so und auch abhängig von der Höhe des Kaufpreises. Wenn du also beim Händler kaufst, nach diesen Details fragen, die dann im Mietkaufvertrag so festgehalten werden sollten.

Man fühlt sich in einem Klavierhaus auch immer etwas peinlich berührt, wenn man nur Anfänger ist.
Wenn man wirklich blutiger Anfänger ist, macht es ja gar keinen Sinn, ein Klavier ausprobieren zu wollen. Aber du hattest doch bereits einige Jahre Unterricht auch wenn es etwas her ist. Irgendwas aus der Zeit wirst du doch spielen können? Es muss weder fehlerlos noch gut gespielt sein, die Händler sind da schmerzbefreit. Ich hab damals bei meinem Händler ein gutes Dutzend Flügel mehrere Stunden lang an verschiedenen Tagen getestet. Ein Händler ist gut, wenn er dich zu nichts drängt, weder zu einem bestimmten Modell noch zu einem raschen Kauf. Wenn du viele Klaviere probespielst, wirst du merken, dass sie sich deutlich im Klang und im Tastaturanschlag unterscheiden. Vertraue auf das, was dir gefällt.
 
Das hilft alles, natürlich habe ich einige Stücke im Repertoire, die werde ich ausprobieren. Nächstes Wochenende habe ich in der Nähe des Bösendorfer Salons in Wien zu tun. Da werde ich gleich mal hineinschneien, um eine Referenz zu bekommen!
 
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das ist ja gerade das Tolle an diesen Silent Systemen, die akustischen Pianoklänge des Instruments mit den digitalen Layer Sounds wie Strings zu mischen.

Wenn ich beeindruckt war, dann Sie vielleicht auch. Auch nachts leise zu spielen über das Digitalmodul, selbst im eigenen Haus (Frau-Kinder), ist schon eine tolle Sache.

Das Transducer System geht nochmals über die älteren Silent Systeme hinaus
 
das ist ja gerade das Tolle an diesen Silent Systemen, die akustischen Pianoklänge des Instruments mit den digitalen Layer Sounds wie Strings zu mischen.
Ich würde aus meiner Erfahrung nicht zu einem Hybridklavier raten, sondern wenn gewünscht ein separates E-Piano nehmen.

Was heißt eigentlich probieren?
Ein Stück oder ein paar Akkorde, Tonleitern o.ä., was man auf allen Instrumenten spielen kann, um die zu vergleichen. Dabei achte ich darauf, ob man differenziert von ganz leise bis ganz laut spielen kann. Beim E-Piano würde man es die Velocity nennen, also dass du mit wenig Anschlag einen sehr leisen Ton hinkriegst und mit kräftigem Anschlag bis zum Fortissimo. Außerdem kannst du noch auf das Tastengewicht achten. Es gibt Klaviere oder Flügel, die etwas mehr Kraft brauchen. und welche die sehr leichtgängig sind. Auch der Ton kann eher so ein bisschen gedeckter sein oder wenn die Hämmer etwas härter sind, etwas klarer oder strahlender, sowas kann aber ein Klavierbauer oder Klavierstimmer auch nachträglich noch verändern, indem er die Hämmer bearbeitet.

Ich würde da wirklich viele Klaviere ausprobieren, ruhig auch mehrfach in den gleichen Laden gehen, also die Runde zum Beispiel zweimal drehen. Ich war bei meinem in fünf oder sechs verschiedenen Klavierhäusern bzw. Läden. Es ist ja eine ganze Menge Geld, was du da investierst und da sollte man schon zufrieden sein. Mietkauf finde ich auch eigentlich eine gute Variante, wenn man sich noch nicht so gut damit auskennt.
 
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Kennt jemand das Kaiser Klavierhaus in Wien? Hat jemand Erfahrung mit diesem Händler gemacht? Dort stehen gerade einige interessante Flügeln, die ich gerne probieren würde.

 
Mein Rat?:

Viele Instrumente anspielen. 30s reichen um einen ersten Klang- und Spieleindruck zu erhalten. Dann zum nächsten Instrument wechseln. Erst wenn 1-2 Instrumente in der engeren Auswahl sind, länger anspielen.

Gebraucht und ca. max. 40-50 Jahre alt kaufen. Best value for the money, wenn man von einer Lebensdauer von 100 Jahren und mehr ausgeht.

Yamaha baut gute und unverwüstliche Instrumente. Kann man gut kaufen. Aber: Einen Zauber,, was immer das sein mag, haben diese Instrumente nicht. Wie ein japanisches Auto. Die Dinger fahren zuverlässig und man hat keine Probleme. Mehr aber auch nicht.

Einen sehr guten Flügel für 15k€ zu erhalten wird eng.

Ein Pfeiffer Klavier ist ein sehr gutes Instrument. Da Du aus Österreich kommst: warum nicht 2-3k€ drauflegen (Preise Kleinanzeigen Händler) und ein Bösendorfer Klavier kaufen? Endstufe erreicht.

Michael
 
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Kennt jemand das Kaiser Klavierhaus in Wien? Hat jemand Erfahrung mit diesem Händler gemacht? Dort stehen gerade einige interessante Flügeln, die ich gerne probieren würde.

Ich weiß nicht welche Flügel Dich davon interessieren, aber ein wichtiges Kriterium um Preise einordnen zu können sind Baujahre, die nirgends angegeben werden - selbst die Yamaha dort sind ziemlich alte mit 2 Pedalen !
 
Ich weiß nicht welche Flügel Dich davon interessieren, aber ein wichtiges Kriterium um Preise einordnen zu können sind Baujahre, die nirgends angegeben werden - selbst die Yamaha dort sind ziemlich alte mit 2 Pedalen !
Ich habe eine gewisse Affinität zu den alten Klängen aber es ist kein Muss. Ich möchte auch keinen Zores nach ein paar Jahren haben, da der Flügel alt ist und immer wieder repariert werden muss.
 

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