-10dBV ... 4dBu ... Unterschied?

von TheKing, 10.01.07.

  1. TheKing

    TheKing Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 10.01.07   #1
    Hallo liebe Gemeinde,

    ich habe da ein "Problem", das mich schon länger beschäftigt und die ich trotz Suchen über SuFu, Google etc. mir nicht wirklich beantworten konnte...

    An diversen Rack-, PA- und Recording-Geräten findet man relativ häufig einen Knopf/Schalter, um zwischen -10dBV und 4dBu zu wechseln. Was ist denn eigentlich der Unterschied zwischen diesen beiden Modi und in welcher Praxis findet der jeweilige Modus Verwendung?

    Vielen Dank für eure Antworten :)
    Greets & Thx.
    Ced
     
  2. Lodentoni

    Lodentoni Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.01.07   #2
    Das ist bestimmt der Eingangspegel:

    -!0dbV=20xlog(U/1V)
    U=1Vx10^(-10dbV/20)=0,316V

    4dbu=20xlog(U/0,775V)
    U=0,775Vx10^(4dbV/20)=1,228V

    Wenn es auf -10dbv kratzt, dann schalt auf 4dbu, dadurch wird die Eingangssensitivität gesenkt.
     
  3. TheKing

    TheKing Threadersteller Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 11.01.07   #3
    Ja, den mathematischen Hintergrund habe ich schon auf Pegel (Physik âˆ' Wikipedia) gelesen und soweit auch verstanden.

    Daraus erschließt sich sich für mich aber immernoch nicht die Anwendung, bzw. der Grund, warum überhaupt die Möglichkeit gegben ist, mit zwei verschiedenen Pegeln zu arbeiten. Oder habe ich da etwas Überlesen?

    Danke :)
    Ced
     
  4. Uli

    Uli Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 11.01.07   #4
    4dBu ist der Profi-Standard-Pegel, -10dBV der 'semi-pro'-Standard :rolleyes: . Der Sinn ist, innerhalb des eigenen Equipments moglichst bei den INs und OUTs aller Geräte mit dem gleichen Pegel-Standard zu arbeiten, um z.B. Eingangsüberlastungen zu vermeiden.
    Das 'u' dei dBu steht dabei für 'unloaded', d.h. unbelastet, womit man sich gegen die ursprüngliche Verfahrensweise abgrenzen wolte, bei der sich Pegel-Angaben immer auf einen bestimmten Widerstand bezogen (Anfangs Telefon=600Ohm), dBu ist also nicht mehr auf eine bestimmte Impedanz bezogen.
    Aber was rede ich, du bist doch Student, lies selber nach (Abschnitt: [FONT=arial,helvetica]The Great Analogue Standard):THE INS AND OUTS OF :D :D[/FONT]
     
  5. TheKing

    TheKing Threadersteller Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 11.01.07   #5
    Och nö... nicht schon wieder selbst lesen... kann es nicht jemand sprechen, aufnehmen und mir schicken? :D Im Zuhören habe ich Übung und Geduld :D
    Hey, danke Uli... jetzt versteh ich den praxis-bezogenen Unterschied.
    Aber einmal muss ich dennoch nachfragen:
    Aber man könnte doch sicher auch bei den INs & OUTs verschiedene Pegel einstellen, um das Signal zu "boosten"!? Okay es könnte übersteuern, kratzen und unbrauchbar werden, aber eine Überlegung bei einem zu geringem Signal wäre es doch wert...
    Welchen Pegel haben eigentlich Soundkarten in der Regel für INs?

    Greets & Thx.
    Ced
     
  6. Uli

    Uli Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 11.01.07   #6
    Klar könnte man, aber hier geht es ja um Standards zur schmerzlosen Verkabelung von Geräten, die mit gleichem Signalpegel arbeiten sollen. Boosts, also Anhebungen oder Bedämpfungen dieses standardisierten Signals finden dann in den einzelnen Geräten statt, wobei es natürlich etliche Geräte (wie Effekte etc) gibt, die sich bewußt nicht an den Standard halten, weil eben genau das der Effekt ist :) .
    Soundkarten erwarten am Line-in 200mV. Oder schon wieder lesen: Sound Card FAQs for Home Recording / Home Recording dot com :D :D
     
  7. TheKing

    TheKing Threadersteller Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 11.01.07   #7
    ... aber wohl nicht müssen...

    Wo nimmst du nur immer die passenden Links her...!? :great:

    Okay, danke, ich denke, jetzt sind so ziemlich alle meine Fragen und Unklarheiten beseitigt :)

    Danke.
    Ced
     
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