22 vs 24 bünde unterschiede für gitarre

von MechanimaL, 07.12.08.

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  1. MechanimaL

    MechanimaL Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.12.08   #1
    bei gleicher mensur müssten doch bei jumbo frets die bünde bei 22 und 24 bündigen gitarren gleich groß sein und nur das griffbrett länger, bzw. der hals, also wäre dann der steg weiter in richtung hals bei einer 24bündigen?

    hat es irgend einen vorteil eine 24 bündige gitarre zu benutzen, wenn man diese nicht wirklich benötigt?
     
  2. stam

    stam Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.12.08   #2
    "hat es irgend einen vorteil eine 24 bündige gitarre zu benutzen, wenn man diese nicht wirklich benötigt?"

    Es hat sogar einen Nachteil^^ mMn bekommt man einen schöneren Clean Sound wenn der Steg Pickup da ist wo der "24." Bund sitzt.
     
  3. Eggi

    Eggi Inaktiv Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 07.12.08   #3
    Also so eine Gitarre würde ich zu gerne mal sehen.
     
  4. rowsi

    rowsi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.12.08   #4
    Ich glaub er meint schlichtweg, dass statt dem Griffbrett und dem 24. Bund da halt der Tonabnehmer sitzt ;) Kanns mir zwar auch schlecht vorstellen, aber...
     
  5. -Silence-

    -Silence- Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 07.12.08   #5
    Hallo,

    man hat bei einer 24-bündigen Gitarre etwas mehr Töne und zwischen dem 1. Bund und dem 24. Bund liegen genau zwei Oktaven. Beim 12. Bund klingt eine Saite dann eine Oktave höher und beim 24. Bund auch wieder eine Oktave höher (also zwei Oktaven). Das war bei den ersten Fender Gitarren nicht der Fall, diese hatte nur 21 Bünde.

    Fender (längere, 648mm) und Gibson (kürzere, 628mm) habe eine unterschiedliche Mensur, PRS und Gretsch (635mm) liegen dazwischen. Bei eine kürzeren Mensur sind die Bundabstände kleiner und bei einer längeren Mensur sind die Bundabstände größer. Die Länge der Saite wirkt sich auch auf den Grundklang einer Gitarre aus. Das Frequenzspektrum wird unterschiedlich gut oder weniger gut wiedergegeben.

    Ich glaube, wenn man jetzt eine gleiche Mensur hat, mit gleichen Bundstäbchengrößen und man dort einmal einen 22-und 24-Bund Hals raus macht, dann stimmen glaube ich die Abstände bsw. Vermessungen zwischen den Bünden nicht mehr.

    Ich hoffe, ich hatte jetzt keinen Denkfehler. ;)

    Grüße

    -Silence-
     
  6. Brigde

    Brigde Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.12.08   #6
    Denke, es geht um die Bezeichnung des Tonabnehmers: Stegpickup wäre arg weit hinten, gemeint ist wohl der Halspickup...
     
  7. Blue Gator

    Blue Gator Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.12.08   #7
    Die Mensur (= frei schwingende Länge der Saite) ist bei 24-bündigen Gitarren prinzipiell genauso lang wie bei 22-bündigen. Nur das Griffbrett ist länger.

    Das Ergebnis ist, dass der Hals-Pickup näher am Steg sitzt als bei 22-bündigen. Konkret bedeutet das, dass die Pickups enger zusammen liegen. Und ja, der Sound am Hals ändert sich dadurch etwas (meiner Meinung nach nicht unbedingt zum Vorteil, aber das ist Ansichtssache).

    Ich persönlich finde diesen vor allem bei kürzeren Mensuren (wie die 24,75 von Gibson und Co.) doch recht engen Pickup-Abstand nicht so vorteilhaft. Aber man kann sich da natürlcih dran gewöhnen.

    Der Vorteil von 24-bündigen Gitarren ist, dass du auch in runtergestimmten Zustand nach oben noch (fast) den Tonumfang einer 22-bündigen Gitarre hast. Kann zum Solieren ein Vorteil sein - aber andererseits spielt man in den allerhöchsten Bünden auch nicht sooo häufig...

    Kurz: Antesten gehen und probieren, was dir besser liegt!
     
  8. Hormic

    Hormic Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.12.08   #8
    ein vorteil ist auf jeden fall dass man auf den höheren bünden noch vernünftig spielen kann,
    auch wenn man jetzt nicht oft die höchsten bünde benötigt - 22 - 24.
    auf einer gibson les pauls, ist es eine jedenfalls sehr unkomfortabel wenn du rund um den 21. bund unterwegs bist.
     
  9. hardrockschlumpf

    hardrockschlumpf Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.12.08   #9
    Hallo MechanimaL,

    -Silence- und Blue Gator haben das wichtigste zu deiner Frage eigentlich schon gesagt.

    Was mich noch interessieren würde ist, warum du dich so dafür interessierst. Fakt ist nämlich, dass es zum Beispiel bei einem Gitarrenkauf wesentlich wichtigere Dinge gibt, als die Anzahl der Bünde, welche imho meist nur einen kleinen Unterschied ausmacht.

    Solltest du lediglich aus Interesse fragen, ist wie gesagt das Wichtigste schon genannt worden.

    Lg

    rob :)
     
  10. MechanimaL

    MechanimaL Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.12.08   #10
    ich hatte überlegt ob es irgendwie möglich sein kann, dass jumbo frets in den ersten bünden enger aneinander liegen bei ner 24 bündigen, wobei das bei gleicher mensur ja eigentlich nicht sein kann -so dachte ich mir. alles in allem war es hauptsächlich eine frage aus neugierde, was es sonst noch so für unterschiede gibt, dass der hals tonabnehmer tiefer sitzt, ist zB so ein punkt. danke an alle!
     
  11. Saitenstechen

    Saitenstechen Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.12.08   #11
    Wie Blue Gator richtig geschrieben hat, ändert sich an der Mensur nichts. Auch die Abstände der Bünde (der 12. Bund liegt immer exakt in der Mitte der Mensur) dürfen sich nicht verändern. Die zwei weiteren Bünde, die nun den Umfang von zwei Oktaven bieten, werden einfach (ebenfalls in der richtigen Mensurgröße berechnet) angehängt. Dies bedeutet, dass der Hals bzw. das Griffbrett etwas weiter in den Korpus ragt.

    Ist das nun von Vor- oder Nachteil? Sollte tatsächlich der komplette Hals weiter in den Korpus ragen, wird die Verbindung in der Regel steifer, was mehr Sustain bringen kann. Das hängt allerdings ganz von der Bauart der Gitarre ab.

    Der Tonabnehmer am Hals wird ca. 2 cm weiter zur Korpusmitte gerückt. An der Gitarre kommen ganz unterschiedliche Frequenzen (durch die Saitenschwingung) am Korpus zum tragen. In der Regel hat man am Hals die meisten Bassfrequenzen. Demnach könnte der Sound mit 24. Bünden vielleicht ein wenig mittiger (am Halspickup abgenommen) klingen. Auch hier kann man leider keine pauschale Aussage treffen, ob das nun besser oder schlechter ist. An meiner ehemaligen Ibanez ART 100 (Paulakopie) hätte ich mir weniger Bass am Halspickup gewünscht.

    In der Bespielbarkeit habe ich persönlich keine großen Unterschiede gemerkt. Das liegt eben an der Gestaltung der Gitarre und nicht an der Anzahl der Bünde, d.h. wie gut man an die hohen Bünde kommt. Als Reserve für "besondere" Musikstücke ist es vielleicht in der Theorie ganz gut, 2 Oktaven abdecken zu können. In der Praxis kann man diesen Gesichtspunkt jedoch getrost vernachlässigen (wie Hardrockschlumpf bereits sagte).

    Gruß

    Andreas
     
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