Acoustic Model 164

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Guten Morgen und frohes Neues...

Ich habe ja schon im Thread zur Acoustic Control Corporation angedroht, noch etwas zu dem Combo Amp zu schreiben, der mich so sehr beeindruckt hat.

Acoustic Model 164 - THE AMP THAT SHOULD NOT BE

In the run of their existence the Acoustic Control Corporation has manufactured several amps / cabinets which had a huge impact on the market. The astonishingly loud 360 / 361 bass amplifier / cabinet combination which was used on the stage of Woodstock for instance. In the late 70s, 1978 to be precise, the Model 164 was released. This extremely powerful and versatile combo amp, along with the Model 160 (the head version) changed the course of the company itself and eventually led, at least in part, to its doom.

After Acoustic went straight solid state for more than a decade the major difference was switching to tubes.
Four 6L6s in the power amp and 12AX7s in the preamp made sure Model 164 can get extremely loud though it remains a pristine, crystal clear clean tone until about 50% of the preamp volume. After that it get’s bluesy.

When using the second channel, you’ll be able to reach the true tube distortion. Both channels work in a row, meaning the volume of the first will affect the output of the second. To this cascading gain circuit we’ll get back later as its results went way more far than just affecting the tone.
Speaking of it, the tone tends to get pretty bass-ladden when the amp is cranked up. But this is no issue the (+/- 18dB) EQ couldn’t handle. It really works on the sound in a profund way.

Playing it clean it’s comparable to a Twin Reverb with a little more warmth, a little more bottom. Getting into distortion you’ll get the right amount of dirtiness (but not noise!) that only tubes a capable of. The late Kyuss / early Queens of the Stone Age come to mind instantly.

21hz_acoustic164.jpg


SPECIFICATIONS

– brown tolex
– two channels, each with volume and master
– 3band EQ with bass-boost an bright setting
– adjustable presence
– reverb
– additional (+/- 18dB) 5 band Equalizer
– switch to select 100w or 60w
– switchable between tube and FET preamp
– Weight: 65lbs
– Switchable 4 ohm/8 ohm impedance
– Electro Voice EVM 12L 12″ Speaker
– 4x 6L6 power tubes & 12AX7 preamp tubes


YES SIR, I CAN BOOGIE

In 1971 former repair shop owner Randall Smith, who was famous for his Fender modifications founded a little company called Mesa Boogie (also known as Mesa Engineering). With popular early customers such as Carlos Santana and Keith Richards his amps, especially the Mark I became a success and approximately 3000 items were sold before the MARK II was introduced in 1978.
Why is that important at all?
When looking at the circuit of Model 164 Mr. Smith found some profund similarities to his just released MARK II. It must have been something within the cascading gain / mode switching structure getting a little bit too close to what his amp was about. Something that violated a patented concept he has just filed.
There is no evidence to be found that ACC ever got a call or letter from Mesa threatening a lawsuit but the abrupt reissuing of the brand new amps speak a pretty clear language. If this incidence played a part in Acoustics stepping out if business in 1983 is also uncertain.


OTHER MODELS
  • 160 - The head version of the combo amp.
  • 165 - Technically identical to the 164 but the surface ist different. Instead of a brown tolex it comes in an oak / walnut finish and the grill cloth is different.
  • 164 / 165 G100T 112 - Here it get’s tricky. These amps have presumably (!) been produced in reaction to the Mesa Boogie / ACC incidence somewhere around 1982 and have a slight variation in the circuitry. They have two inputs to serve channel one (low gain) and channel two (high gain). While the first has just a volume knob, channel two has an inside / outside knob for gain and volume just like the „original“ Model 164 / 165.
  • 163 G60T 112 - The small brother of the G100T with “just” 60 watts though it sounds like 100. Same inputs, same channel structure, same speaker, no 5 band EQ, 2x 6L6s and 3x ECC 83s tubes.
  • 162 G60T - The head version of the 163 G60T 112.

Auf dem 21Hz Gear Blog gibt's noch ein bisschen nerdigen Kram, wie Schematics und einen Link zu Mesa Boogies Patent. Wer mag...
 
Eigenschaft
 
Hi,

erstaunlich an diesem Amp ist doch die Tatsache, dass es nur Aussagen über ihn gibt mit dem Tenor, dass er furchtbar klingt und Aussagen, dass er super klingt-nix normales dazwischen.
In den letzten ca. 30 Jahren habe ich zwei Musiker kennen gelernt die einen spielten. Der eine in ner Bluesband, schon lange her. Sein Sound war sehr undefiniert, clean sehr bratzig und im Drive-Bereich matschig mit so nem "Wespen-SummSumm"....na ja. Es viel damals nicht so sehr auf weil viele Klampfer schmerzfrei fürchterliche Amps spielten und auch nicht viel Zeit in deren Einstellung investierten, aber es klang aus heutiger Sicht schon schauderhaft!

Der zweite war mein ehemaliger Bandkollege. Seiner war dieses Modell, nur in Eichenholz mit E-Voice Lautsprecher-im Amptown Case nahezu untragbar! Bei unserer Gründung hatte er den und da war er wieder, dieser "bratz-brabbel"-Sound. Wir haben in Bandproben viel daran rumgeschraubt, aber es nützte nichts. Clean sehr grob, verzerrt komprimiert und trotzdem seltsam im Sustain, bröckelig, viel zu weich und SummSumm....zum Glück für unseren Bandsound ging das Teil nach ein paar Gigs in eine grosse Stichflamme und Rauch auf-wow, was ein Schauspiel, ich weiß noch wie kurz davor die Endröhren hellrosa leuchteten, ich stand daneben und konnte mich gerade noch bücken...
Es war mir (wahrscheinlich sehr zum Entsetzen des Themenstarters) eine echte Genugtuung die Reste (natürlich ohne dem Speaker:D) dem Schrott zu übergeben.

Schon vorher machte der Amp Probleme mit der Umschaltung Clean auf Zerre. Auch ein Techniker konnte nicht wirklich helfen und sagte nur, dass das bei dem Modell normal wäre. Und so spielte mein Bandkollege ca. jeder zweite Solo zu spät, weil er mindestens 3mal auf den Umschalter trampeln musste bevor der Tat was er sollte....

So hat halt jeder seine Erinnerungen!

Typisch für die "Gitarrenszene" ist, dass unabhängig solcher Geschichten im Nachhinein viel zum Kult oder Hype gemacht wird...ich seh schon Sammler grosse Summen für so nen Amp lockermachen...:igitt:

Gruss,
Bernie
 
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Hi Bernie,

die Geschmäcker gehen da wirklich stark auseinander. Aber so sind die Gitarristen halt. Für die einen hat die Entwicklung mit Marshall oder Fender ebenso begonnen, wie aufgehört und die anderen loben den einen Amp, der nur 3,6 mal in der Südsibirischen Garage hinter der Schwarzbrennerei hergestellt wurde...

Da kommt doch das Zitat aus THE CROW in den Sinn.
"Er hat alle erschossen und ist dann aus dem Fenster gesprungen. Und er hatte eine Gitarre um!"
"Eine Gitarre? Pfff... Musiker."

Deine Geschichte klingt allerdings höchst spannend (Achtung, brilliante Überleitung) und wird höchst wahrscheinlich mit einem Spannungsproblem zu tun haben. Das würde zumindest sowohl den Klang, wie auch das Feuer erklären. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es sich um ein G100T Model gehandelt hat. Diese wurden wohl recht hektisch zusammengestückert, um einer Klage durch Mesa zu entgehen.
Klanglich habe ich bei meinem nichts zu beanstanden. Er hat halt viel tiefe(re) Mitten und ist entsprechend kein Schnitter mit überpräsenten Höhen. So kommt die Distortion auch eher in Richtung Fuzz als eine ENGL Highgain Zerre.
 
Da bin ich doch gestern beim Aufräumen zufällig auf so ein Teil gestoßen, was hier seit Jahren schon vergessen bei mit rumsteht. Wahrscheinlich handelt es sich um so ein späteres Modell nach der Mesa Boogie Beschwerde. Jedenfalls einen mit zwei Klinkeneingängen. Ich hab ihn dann auf die Terasse gewuchtet und mal angespielt.

Mein erster Gedanke: Da kotzt du schon seit Jahren jeden Tag in diese ganze heutige Digitalscheisse und hast vergessen was Du da geiles hast.
Die Erfahrungen von Old Rocker möchte ich nicht bezweifeln, Röhrenamps können empfindliche Zicken sein.

Aber das was ich da gestern in Betrieb nam war von Clean bis Zerre absolut makellos, so wie ich das Teil beim Kauf vor über 40 Jahren in Hannover bei Musicians Place mit Les Paul und Tele getestet empfunden habe. Damals von Pitt empfohlen: probier mal den, der klingt wie n Mesa Boogie. Die Vergleichsamps natürlich obligatorisch Twin Reverb, Marshalls von 50 bis unendlich Watt, Peavey und auch mal n Roland Jazz Chorus. Haben mich alle nicht überzeugt.. der Acoustic war´s.

Wenn so ein Amp abfackelt dann kann tatsächlich im Extremfall soviel Blödheit ins Spiel kommen, wie einen 120V US Amp mit 220V zu betreiben . Aber extrem muss es gar nicht laufen. Schon der Transport von Großenkneten zu einem Gig nach Oldenburg kann durch das Übersehen eines Schlaglochs bei Nacht locker die eine oder andere Röhre killen. Bei einem Amp mit 4 + 4 Röhren aus heutiger Sicht wirtschaftlicher Totalschaden.

Ich denke um Geschmack geht es bei einem Scheisse klingenden Amp nur teilweise. Ich würde da doch eher dem Ansatz folgen, der ist einfach kaputt.
 

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