Akkordeon lernen mit 50 plus

Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
Danke, nett von dir! Das stimmt ja in etwa mit den Tastenabmessungen meines Concertos überein: 19 mm und 7 mm.

Du spielst ja wohl beide Instrumente, aber macht das auch Sinn für einen Anfänger? Ich liege nachts oft wach und daddele auf meinem Tablett rum auf der Suche nach E-books und Fake-News (LOL). So eine Tastatur wäre dann doch auch im Liegen hilfreich, wenn der Geist zwar willig zum Spielen wäre, aber der Rest keine Lust aufs Tappeln zum Akkordeon hätte?
 
Zuletzt bearbeitet:
Ganz ehrlich: ich spiele weder noch. Ich habe zwar das alte Akkordeon meines Vaters, stehe aber wohl mit Klaviertasten auf Kriegsfuß. Ich spiele eine ganz primitive diatonische Harmonika. Ich habe ich in meiner Jugend klassische Gitarre gelernt und später autodidaktisch Mandoline und Banjo. Auf der diatonischen Harmonika bin ich nicht besonders weit fortgeschrittener Autodidakt. Um Akkordeon richtig zu lernen müsste ich meinen musikalischen Schwerpunkt verschieben und Unterricht nehmen. Ich würde dann aber Knopfakkordeon lernen.
Die Melodica habe ich gekauft, um meinen Sohn zu motiveren ein Instrument zu lernen - eben weil man Melodica überall spielen kann wenn man Lust darauf hat. Hat leider nicht geklappt, nur einmal kurz ausprobiert - steht seit zwei Jahren auf dem Kleiderschrank, ohne Verwendung.

Ich habe nur festgestellt, dass es mich schon weiterbringt, auf ein Stück auf einem anderen Instrument zu spielen.
Vielleicht kann sonst noch jemand was dazu sagen, oder du probierst es selbst aus. Im Bett spielen geht jedenfalls, solange niemand daneben schläft ...
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
Die Melodica habe ich gekauft, um meinen Sohn zu motiveren ein Instrument zu lernen - eben weil man Melodica überall spielen kann wenn man Lust darauf hat. Hat leider nicht geklappt, nur einmal kurz ausprobiert - steht seit zwei Jahren auf dem Kleiderschrank, ohne Verwendung.

Ich habe nur festgestellt, dass es mich schon weiterbringt, auf ein Stück auf einem anderen Instrument zu spielen.
Vielleicht kann sonst noch jemand was dazu sagen, oder du probierst es selbst aus. Im Bett spielen geht jedenfalls, solange niemand daneben schläft ...

Das mit der missglückten Motivation des Nachwuchses ist mir nicht fremd. Das Keyboard meiner Kinder wurde auch nach kurzer Zeit in die "Rumpelkammer" entsorgt.

Ich finde interessant, was du über den Schub schreibst, der dir das Spielen auf einem anderen Instrument bringt. Ich werde auf meiner seit Jahrzehnten vernachlässigten chromatischen Mundharmonika mal Stücke zu zu spielen versuchen, die ich gerade auf dem Akkordeon übe ( falls die Zungen nicht verrostet oder verklebt sind).

Neben mir im Bett schläft gewöhnlich niemand. Ich müsste nur den Kater aussperren, sonst käme er und sänge mit. :D
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Ich finde interessant, was du über den Schub schreibst, der dir das Spielen auf einem anderen Instrument bringt. Ich werde auf meiner seit Jahrzehnten vernachlässigten chromatischen Mundharmonika mal Stücke zu zu spielen versuchen, die ich gerade auf dem Akkordeon übe ( falls die Zungen nicht verrostet oder verklebt sind).
Habe nochmal darüber nachgedacht: ich spiele zur Zeit fast ausschließlich kurze und einfache (Volks)tanzmelodien. Die kann ich schneller und sicherer auswendig wenn ich die auch mit einem anderen Instrument spiele. Wenn man die Stücke ein bißchen gestalten und verzieren will ist das auf jedem Instrument anders.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 3 Benutzer
Hm hm. Ich habe eine Button-Accordion-App auf dem Handy. Da habe ich mal drauf geübt, als ich bei einem Stück einen gut eingeübten Fingersatz neu gesetzt bzw. ersetzt hatte, zwecks Daumenschonung. Mir hat das wirklich was gebracht, es ging dann auch auf dem "real" Akko besser. Und vielleicht sollte ich mal meine Geige entstauben, wenn das Spielen andersartiger Instrumente hilft... vielleicht hilft dabei ja auch die simple Tatsache, dass man sich dabei die Melodie noch besser einprägt, so die denn unbekannt ist. Ich spiele sehr nach Gehör, ein unbekannte Melodie muss ich mir immer erst erschließen, es sei denn es ist ein altbekannter/s Rhythmus/Schema.
 
Klar ist es einfacher eine bekannte Melodie zu spielen. Wenn ich eine mir unbekannte spiele und mir das schwer fällt. Habe ich die schlimmste Phase in dem Moment überwunden, wenn mir die Melodie als Ohrwurm im Kopf hängt.
Man muss immer dran bleiben, irgendwann geht es.

Ich spiele gerade ein Melodiebass Lied, das geht links über 3 Oktaven und ist wechselnd im Violinenschlüssel und Bassschlüssel geschrieben, das ist für mein Hirn eindeutig zu viel. Das heißt "Altwiener Tanz" für mich war es eher "Trauertanz für geschundene Akkordeonschüler"
Ich habe über 1 Woche gebraucht bis ich meine "Oktav Findung Störung" im Griff hatte. Erst dann konnte ich anfangen das Lied richtig zu üben. Mittlerweile geht das so einigermaßen und es hört sich nicht mehr nach "Trauertanz" an. Das war aber echt eine schwere Geburt.

Dann bin ich seit Wochen, oder schon Monaten? An "Spomin" von Avsenik dran, das ist rechts für mich total schwer, ich dachte schon das wird nie. Aber das geht inzwischen auch.
Mit den beiden Liedern bin ich echt ein ganzes Stück weiter gekommen und das macht mich glücklich :)

Dran bleiben und fleissig üben, das ist das Geheimnis.

Gruß grollimolli
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Hm hm. Ich habe eine Button-Accordion-App auf dem Handy. Da habe ich mal drauf geübt, als ich bei einem Stück einen gut eingeübten Fingersatz neu gesetzt bzw. ersetzt hatte, zwecks Daumenschonung. Mir hat das wirklich was gebracht, es ging dann auch auf dem "real" Akko besser.

Ich habe gerade beim Stöbern im Google Playstore gefunden, dass es auch unzählige Apps fürs Piano-Akko gibt. Benutzt jemand so etwas und kann mir eine empfehlen (Android-Betriebssystem)?

Eine kürzlich aus dem o.a. Laden heruntergeladene App hat mir bereits sehr geholfen. Ich hatte als Vorbereitung auf den Akko-Unterricht nach den Weihnachtsferien Stücke mit Achtelnoten geübt, mich aber schwer damit getan, die Notenwerte ihrem Wert gemäß korrekt zu spielen. Walzer wurden zu Polkas, weil ich in gemischtnotigen Takten häufig die Achtel und Viertel gleich lang spielte; in Verbindung mit korrekt gesetzten 3/4 Bässen ein mehr als merkwürdiges Klangergebnis.

Abhilfe brachten mir "Nackenschläge" durch eine kürzlich heruntergeladene Metronom-App. Aber auch damit musste ich erstmal einschießen. Irgendwo hatte ich gelesen, dass jemand seinen Metronom auf Achtel-Noten eingestellt hatte. Ich habe das versucht. Achtel gingen natürlich prima, Viertel gerade noch, aber bei Halben und Ganzen war ich dann beim Mitzählen überfordert.

Aktuell übe ich jetzt mit 60 Viertelnoten-Schlägen pro Minute und versuche, die Achtelnoten-Pärchen halbwegs gleich lang zwischen zwei Schlägen unterzubringen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Spomin ist Erinnerung, oder? Das hab ich neulich entdeckt, als ich aus einem der Oberkrainer-Threads hier nach Notenbeispielen von Avsenik gesuchht habe und fand das so nett, dass ich mir die Noten dazu bei ebay geschossen habe, die gabs da grade zufällig. Die Notenbeispiele auch von anderen Avsenik Noten fand ich teilweise anspruchsvoll, aber mit übung machbar. Ich hatte sie mir schwerer vorgestellt. Ok, vielleicht hab ich da auf Knöpfen Vorteile. Und vielleicht trete ich ja doch nicht so auf der Stelle wie mir das vorkommt.
 
Zuletzt bearbeitet:
.
Es gibt etliche Trompeter, die auch Posaune oder sehr oft das Euphonium spielen,
das unterstützt sich in mancherlei Hinsicht gegenseitig.

Viele Saxophonisten & Klarinettisten sind gute Pianisten,
weil man für die Läufe und Hinterlegungen die Modi, Tonarten und harmonischen Zusammenhänge abrufbar haben muss.

Ich kombiniere Akko gerne mit Piano, auch weil ich ein "schwacher" Musiker bin.
Die Muse hat mich nicht so sehr geküsst, eher vors Schienbein getreten.
Trotzdem bleibe ich beharrlich (hartnäckig am Ball) & vor allem leidenschaftlich.

Wenn ich mir manches am Piano nochmal anschaue,
dann verstehe ich es besser.

Da habe ich auch schon manches Stück dann am Akko ein bisserl anders gespielt;
(zum Beispiel noch ´nen "Pfefferminzakkord" dazwischen geschoben)
in Kürze nehme ich mal Besame mucho (für Youtube) auf,
das ist sowas.
.
.
 
Spomin ist Erinnerung, oder?

Ja genau. Das ist ein sehr schönes Lied finde ich.
Da sind viel 3 und 4 stimmige Akkorde drin, die dann wechseln in andere Akkorde. Das war mein 1. Lied, was so viel davon hatte.
Ich denke das war der Hauptgrund warum mir das so schwer viel.
Beim nächsten Lied in der Art fällt mir das sicher leichter. Das selbe Problem hatte ich bei 2 stimmig auch.
Dafür ist es links sehr einfach, nur einfache Wechselbässe.

Viel Spaß beim Üben.

Gruß grollimolli
 
Ich habe im Moment eine Krise.. Als Anfänger nach vier Unterrichtsstunden jetzt bei Stück 34, Holzschuh , bemühe ich mich jetzt, den Balkstop hinzukriegen (klappt meistens), aber Stücke mit Achtelnoten krieg ich in der unterrichtsfreien Zeti nur mit einer Metronom App hin, um nicht Walzer zu Polkas mutieren zu lassen. Bei Peter Haas' d-Moll Stücken lande ich mit dem Zeigefinger oft irgendwo, nur nicht bei Moll. Mein Lehrer korrigiert zwar meine Fehler freundlich, aber ich wage ihn nicht zu fragen, ob meine Fehler vielleicht doch nur geriatrisch bedingt sind.
 
Natürlich, wie bei allen Jungspunden: zu wenig Geduld. Vier Unterrichtstunden !!
aber Stücke mit Achtelnoten krieg ich in der unterrichtsfreien Zeti nur mit einer Metronom App hin, um nicht Walzer zu Polkas mutieren zu lassen.
Was mir in solchen Fällen geholfen hat: ohne Instrument mit der rechten Hand die Melodie klopfen (dabei die Noten mitlesen) und mit einem Bein Viertel dazu schlagen. Das ganze so langsam, dass es fehlerfrei klappt.
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
Dann das gleiche mit Akkordeon. Jeweils so langsam, dass Du es fehlerfrei spielen kannst. Und was spricht gegen Metronom? Im Gegenteil, ich würde es mit Metronom spielen, aber wirklich nur so schnell wie es ohne Fehler geht. Du kannst Dir ja aufschreiben, wieviel Metronom-Schläge das sind und gelegentlich versuchen, ob es schneller geht.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
Eine andere Variante, um den Rhythmus mit Vierteln und Achteln zu halten:
als Übung jede Viertel durch zwei Achtel ersetzen und üben, bis man ein Gefühl dafür hat.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Stücke mit Achtelnoten krieg ich in der unterrichtsfreien Zeti nur mit einer Metronom App hin, um nicht Walzer zu Polkas mutieren zu lassen. Bei Peter Haas' d-Moll Stücken lande ich mit dem Zeigefinger oft irgendwo, nur nicht bei Moll.

Da hilft nur, das Tempo erst mal rauszunehmen und im gefühlten Schneckentempo so zu spielen, dass man sicher weiß, was man gerade unterm Finger hat. Das Problem, dass die rechte Hand viel schneller könnte, als die linke, dürften die meisten haben. Es macht also Sinn, sich mit der Geschwindigkeit nach den Fähigkeiten der linken Hand zu richten (auch wenn das gefühlt :crutch:ist) Auch Achtel kann man ausbremsen. Als Anfänger ist man eben nicht mit Tempo 160 sondern mit Tempo 60 unterwegs.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 3 Benutzer
Danke Leute!
Nach dem ich das Akko einen Tag lang aus Zorn nicht angerührt hatte (Sch....-Idee, mit Akko-Lernen anzufangen :mad:), klappte es plötzlich über Nacht. :D
 
Zuletzt bearbeitet:
einen Tag lang aus Zorn nicht angerührt hatte (Sch....-Idee, mit Akko-Lernen anzufangen :mad:), klappte es plötzlich über Nacht. :D
Ach das freut mich, ist nämlich eine echt gute Idee mit dem Akko an und für sich. :D

Nur manchmal ist man mit seiner Geduld so total am Ende. Ist mir um Weihnachten rum auch so gegangen. Gestern, nachdem ich wieder mal hier im Forum las und Deinen Beitrag und die Antworten der anderen gelesen habe, habe ich wieder die alten Hefte rausgekramt und die Stücke gespielt, die Du erwähnt hast und dabei gedacht, das es ja auch gar nichts "mit leicht oder einfach" zu tun hat. Mal wieder die ganzen Moll-Stücke in der Haas-Schule zu spielen, war richtig schön. Es tat gut, gestern Abend zu sehen, daß ich doch was dazugelernt habe. Das wird dir eines Tages auch so gehen. Nur dran bleiben. Es lohnt sich wirklich.


Dabei habe ich gemerkt, dass diese beiden Schulen ja sehr unterschiedlich aufgebaut sind. Die Holzschuh-Schule Fängt eben in C-Dur und G-Dur an. Also die Finger liegen immer fest entweder von der C-Taste aus oder von der G-Taste aus. Die Haas-Schule, damit sie Moll Stücke anbieten kann, fängt eben eine Taste versetzt mit der D-Taste an. Das ist klar, daß das erst mal Verwirrung stiftet.
Ich finde es gut, verschiedene Hefte nebeneinander her zu verwenden. Auch wenn es schwer ist, es schützt doch davor sich in einem speziellen System fest zu fahren. Und die Musik bleibt abwechslungsreicher, belebter.
Es gibt in dem Stil der Holzschuhschule noch kleine Begleithefte, in denen zu den einzelnen Themen weitere kleine Übungsstücke zur Ergänzung drin stehen. Die hatte ich mir auch mal geleistet. Auch wenn es nicht gerade meine Lieblingsmusik ist, habe ich doch das eine oder andere schöne Stückchen gefunden. Zum Verfestigen des Notenlesens hat mir das gut geholfen.

Gruß Moricasso
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: 4 Benutzer
Ach das freut mich, ist nämlich eine echt gute Idee mit dem Akko an und für sich. :D

Nur manchmal ist man mit seiner Geduld so total am Ende. Ist mir um... Snip...

Dabei habe ich gemerkt, dass diese beiden Schulen ja sehr unterschiedlich aufgebaut sind. Die Holzschuh-Schule... Snip...

Gruß Moricasso

Danke Moricasso!

Ich bin froh, diesen Thread gefunden zu haben. Manchmal tut eine Schulter zum Ausweinen ganz gut, und danach sieht alles wieder anders aus.

Die beiden Schulen sind vom Ansatz her schon sehr unterschiedlich, und ich war zunächst entsetzt, als mein Lehrer den uralten "neuen Holzschuh" als Unterrichtsmaterial vorschlug (denn alt bin ich selbst). Inzwischen habe ich jedoch festgestellt, dass " Holzschuh" genau richtig für meine Lernmethode ist. Ich mag allerdings nicht immer nur Schwarzbrot essen, sondern mir ab und zu auch mal ein Stück Kuchen in Form von Haas' Stücken gönnen :tongue:.

Gruß, Jetzt aber!
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 3 Benutzer
Pahh, Ihr habt vielleicht Probleme! (okay, besser nicht ganz ernst nehmen :D:D:D) Seit Freitag hat mein Nachwuchs mein derzeitiges Spielniveau erreicht :embarrassed:Das Andante, das sie mit dem Orchester einüben, entspricht genau dem, was ich derzeit auch spielen kann und zwar mit basteln am Fingersatz - nix mit aus dem Ärmel schütteln.

In diesem Sinne gehe ich jetzt erschüttert weiter an meinen Musette Walzern basteln.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 3 Benutzer

Ähnliche Themen


Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Zurück
Oben