Akkordeon-Mikrofonie?

von der_olf, 23.05.06.

  1. der_olf

    der_olf Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.05.06   #1
    Hallo alle,

    nachdem die Suchfunktion keinen einzigen Eintrag zu "Akkordeon" geliefert hat, bin ich mir etwas unsicher, ob ich da was falsch gemacht habe und ob ich hier richtig bin. Falls nicht, sorry....

    Aaaaaalso, seit Jahren suche ich eine vernünftige Möglichkeit ein Akkrodeon auf Live-Gigs abzunehmen, Bass und Diskant. Folgendes habe ich probiert: Mikro davor --> DOOF, Mikro drin --> DOOF, sog. Hohnerleiste (also mehrere Mikros davor) --> SEHR DOOF, Mikroleiste drin --> NICHT GANZ SO DOOF.

    Hat zufällig jemand eine gute Idee? Oder Erfahrungen? Es muss nicht so billig wie möglich sein, nur so gut, wie für "erschwinglich" zu keufen ist ;-)

    vielen Dank schon mal und viele Grüße

    Meinolf
     
  2. SeSe

    SeSe Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.05.06   #2
    Hallo Meinolf,

    ich nehm für mein Akkordeon zwei AKG C-416, und zwar in der Variante mit dem Batteriespeisegerät B 29. Dann kann man nämlich selbst das Lautstärkeverhältnis zwischen linker und rechter Seite regeln - finde ich manchmal sehr praktisch.

    Kosten pro Stück liegen bei ca. 130,-€ + das Batteriespeisegerät ca. 50,-€
    Manchmal bekommt man auch die Vorgängermodelle gebraucht bei ebay.

    Die Dinger klingen wirklich anständig, man kann damit auf der Bühne prima rumtanzen und mit Rückkopplungen hatte ich auch noch nie Probleme. Allerdings spielen wir Balkan-Folk und kein Metal...

    Oder war es etwa so eine Lösung, die du mit "Micro davor = doof" meintest?
    Was genau war den DOOF an deinen bisherigen Versuchen? Tastengeräusche? Rückkopplungen? Akkordeon klang komisch/scheiße?

    Gruß, Se.
     
  3. der_olf

    der_olf Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.05.06   #3
    Hi SeSe,

    vielen Dank für die rasche Antwort. Naja, --> DOOF bedeutet, dass es nicht zufriedenstellend war. Entschuldige, dass ich das ohne Nennung der Details so plakativ dahin geschrieben habe.

    Wir machen CoverMusik 60er / 70er Jahre; auf kleinen Gigs (Trio) auch schon mal zwei Gitarren ein Akk. und dreistimmig singen. Macht Spaß. Tastengeräusche werden dadurch minimiert, dass ich meine beiden Akks regelmäßig warte und in Ordnung halte. Rückkopplungen treten eher selten auf. Es ist der Klang, der mich nicht überzeugt! Ich habe ein AKG D2700 davor gestellt. Obwohl das Mic für Sprache richtig klasse kommt, also auch unten herum fett im Klang ist, kommt beim Akk nur scharf und höhenlastig; nicht schön das alles. Ich möchte den Klang eigentlich so original wie möglich haben, ich finde nämlich, dass die Hohner-Teile richtig klasse klingen!

    Dein Tip mit dem AKG werde ich beim Musikfachhändler meines Vertrauen ausprobiere; aber bitte sag, was ist die Variante mit dem Batteriespeisegerät B 29?

    In einer PN habe ich gerade folgenden Link zugeschickt bekommen:

    https://www.musiker-board.de/vb/showt...ght=concertina

    An dieser Stelle auch hierfür vielen Dank! Dort wird ein AKG C416 (L/PP) direkt von der Firma Hohner empfohlen. Jemand anders ein Shure Beta 98H/C.

    Ich bin für all diese Tips sehr dankbar; wird alles ausprobiert. Bisher bin ich da eher aus Bequemlichkeit rangegangen; läuft ja alles :-) Das muss sich ändern!

    nochmals vielen Dank und viele Grüße in die Welt

    Meinolf
     
  4. TritonFreak

    TritonFreak Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.05.06   #4
    Hi !

    Ich habe (bedingt durch eine Folklore-Truppe :o in der seit Jahren Akkordeon spiele)
    vom Ton-Menschen sehr häufig folgende Kombi vorgesetzt bekommen:
    Diskant: Shure SM57
    Bass: stink-normales Drums-Over-Head-Mikro (wie auch immer die heißen mögen)

    Aufnahmen haben gezeigt, dass diese Kombination recht gut klingt, wobei dies sehr vom Klang des Akkordeons abhängig ist.
    Ein Hohner klingt anders als ein Kratt.
    Und ein Cavagnolo, Perle d'Or oder Scandalli ist natürlich wieder ne ganz andere Abteilung ..... :lechz:


    Edit:
    Alternative: ROLAND V-ACCORDION, sehr geile Sache, absolut realistisches Spielgefühl, geiler Sound ...

    - - - - - - - -
    @mods:
    wäre das nicht was für's PA-Forum ???
    - - - - - - - -

    Grooves im C-Griff .... ;)

    Der Mig
     
  5. der_olf

    der_olf Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.05.06   #5
    Hi Mig,

    SM57 ist besetzt, nehmen wir schon für die HiHat ;-)

    Nein, im Ernst: Das habe ich nie ausprobiert! Ein SM58 klingt jedenfalls schauderhaft.

    Also, ich bin mit den Hohner Teilen groß geworden und ich liebe die! Der Klang ist etwas härter als der von den Italienern. Aber weicher als der von Weltmeister :-) Große Akkorde im kleinen und eingestrichenen Bereich, vollchörig --> Aaaaahhhhhhhhrrrrrrgggggggghhhhhh --> SUPER


    Zurück zur Mikrofonie: Das SM57 werde ich morgen Abend ausprobieren.

    viele Grüße

    Meinolf
     
  6. TritonFreak

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    Erstellt: 24.05.06   #6
    Und da geht die Geschmacksfrage wieder los ..... :rolleyes:
    Mir ist der "deutsche Tasten-Akkordeon" Klang zu hart/kantig.
    Ich bin mit Scandalli und Cavagnolo groß geworden. Der Klang ist einfach so in meinem Kopf eingebrannt,
    dass andere es schwer haben mich für sich zu gewinnen.
    Zumal dieser Klang für die Musik die ich auf dem Akkordeon spiele (portugiesische Folklore-Musik -> z.B. Fandango) absolut :great: ist !!!

    Aber: Geschmäcker sind verschieden, und das ist auch gut so .... :D

    Grooves

    Miguel
     
  7. SeSe

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    Erstellt: 24.05.06   #7
    Also, ich würde auf jeden Fall Mikrofone zum anklippen verwenden (also sowas wie die 416er).
    Die wenigen Gigs, die ich mit Mikrofonen auf Stativen spielen musste waren sooo ätzend: da soll man Tanzmusik spielen und steht aber steif eingeklemmt zwischen zwei Stativen rechts und links, der Sound ändert sich ständig, je nach dem wie du dich zu dem Mikro hin oder wegbewegst (was ja logisch ist, wenn man spielt - besonders die linke Seite). Das geht einfach nicht, verdammt.
    Wobei ich den Sound an sich eigentlich immer ganz gut fand (Weiss nicht mehr, was es für welche waren. Auf jeden Fall gute Kondensatormics).

    Das 416 gibt es mit verschiedenen Endsteckern. Ich hab die Variante, die man in das B-29 stecken kann. Von diesem "Minimixer" geht dann ein Summensignal an das Mischpult und man kann wie gesagt die Lautstärke und das Verhältnis der 2 angeschlossenen Mikrofone selbst regeln, da man das Teil am Gürtel oder am Akkordeon befestigt. In der anderen Variante hängst du halt an 2 Kabeln, die beide getrennt zum Mischer gehen, sparst dir aber die Kosten für das Batteriespeisegerät.

    Ich finde es halt ziemlich praktisch, das Verhältnis von rechts zu links selbst regeln zu können - je nach Anforderungen des Stücks halt. Manchmal spiele ich rechts ein Thema, das schön laut und deutlich herauskommen soll (gegen eine Klarinette, die eh immer übelst laut ist :D ) und möchte dann nicht, dass die Akkordbegleitung links alles "zukleistert"... das wäre rein akustisch nicht zu machen. Man kann ja nicht eben mal rechts ein bisschen lauter spielen als links :p

    Ich sehe gerade, dass es von Beyerdynamic ein neues Akkordeonmikro Opus 86 gibt - es würde sich bestimmt lohnen, das mal anzutesten. Dieses spezielle kenne ich zwar nicht, aber alle Beyerdynamic-Kondensatormikrofone der Preisklasse bis ca 100,-€ die ich bisher so gehört habe, fand ich für den Preis ziemlich gut. Allerdings müsste man klären, ob für den Betrieb des Opus 86 dieses Opus Mix 31-Teil unbedingt erforderlich ist oder nicht. Das Ding kostet nämlich 250,- Tacken!


    edit: Also ich gehöre ja zu der Weltmeister/Russen - Fraktion :D Hohner ist mir zu quäkig...
     
  8. der_olf

    der_olf Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.05.06   #8
    @Miguel: also, eine Geschmacksdiskussion wiollte ich auf keinen Fall lostreten! Ich find das gut, daß es viele verschiedene Geschmäcker gibt! Ich komme aus dem Ruhrgebiet, und ich höre heute noch, "wie unsa Opa mit seine Quetsche inne Kneipe gesessen is' und schön ein'n zum besten gegeben hat. Zwüschendurch schön'n Schnäpschen und paar Pils dabei..."

    @SeSe: jetzt habe ich die B29 Variante verschanden; danke! Auch das Beyerdynamik werde ich ausprobieren, vielen Dank für den Tip. Habe mit diesem Hersteller gar keine Erfahrung. Interessant finde ich, dass diese Klarinetten immer so endlaut sind ;-) Ich mache immer folgenden Fehler: Wenn die laut sind, warum soll ich dann leise? ;-)

    @Miguel & SeSe: Habt ihr Aufnahmen eurer Quetscherei? Würde gerne mal ein paar Takte hören...


    viele Grüße

    Meinolf
     
  9. der_olf

    der_olf Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.05.06   #9
    @mod: vielen Dank für's Verschieben!
     
  10. Bernd Neubauer

    Bernd Neubauer Offizieller Beyerdynamic Application Engineer

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    Erstellt: 25.05.06   #10
    Hallo SeSe,

    der Mix 31 ist dazu gedacht, bis zu 3 OPUS 86 Clipmikrofone an einen Taschensender anzuschließen. Damit bekommt man die Möglichkeit, jedes Mikro in der Gesamtsumme regeln zu können und das fertig gemischte Signal dann über eine Drahtlosstrecke zu übertragen. Natürlich kann man den Mix 31 auch für kabelgebundene Anwendungen benutzen (z.B. Submixer für viele Bläser usw.).

    Liebe Grüße

    Bernd
     
  11. der_olf

    der_olf Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.05.06   #11
    Leute,

    das opus 86 ist es! Sowohl live als auch für Aufnahmen. Alles andere ist wirklich kalter Kaffee! Vielen Dank für die Tips und Anregungen!

    @Bernd: Sag bitte, lassen sich an dem Mix31 auch andere Miks mit Miniklinke anschließen, bspw. von AKG (mein Gesangsheadset), oder gibt es wieder Unterschiede in der Miniklinke, einmal mit Nase einmal ohne?

    Wie auch immer, die 130€ sind es locker wert! Bin ich glücklich, jetzt hat der akustische Eiertanz endlich ein Ende.

    viele Grüße und nochmals vielen Dank

    Meinolf
     
  12. Bernd Neubauer

    Bernd Neubauer Offizieller Beyerdynamic Application Engineer

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    Erstellt: 29.05.06   #12
    Hallo Meinolf,

    Du kannst Dir gerne die Bedienungsanleitung des Mix 31 bei uns runterladen. Hier sind die verschiedenen Belegungsmöglichkeiten des Klinkensteckers erläutert.

    Liebe Grüße

    Bernd
     
  13. der_olf

    der_olf Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.05.06   #13
    Hallo Bernd,

    das ist eine gute Idee; das mache ich. Habe ich von "Miniklinke" geschrieben? Meinte natürlich mini-XLR...

    viele Grüße

    Meinolf
     
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