Akkordeongurte, richtiges Umhängen. Akkordeon Hohner Atlantik 120 Bässe

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PeterKN
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Hallo,

vor 15 Jahren hatte ich etwas Akkordeon gespielt, sogar Unterricht gehabt. Habe es leider aufgegeben, da ich bei schnellen Läufen nicht mehr mitkam. Im Januar 2013 werde ich 70 und habe mir gestern eine gebrauchte Hohner Atlantik 120 Bässe besorgt, um wieder neu anzufangen. Sie ist von einem Akkordeonfachmann, der auch bei Hohner gelernt hat und er führt auch Reparaturen aus. Mitgeliefert hat er keine Hohnergurte, sondern welche von Beltuna, die auch schön dick gepolstert sind. Wie ist es noch mit der jeweiligen Gurtlänge, damit im Sitzen das Instrument gut am Körper sitzt und bequem zu spielen ist. Der Gurt soll länger sein, der auf der Herzseite über die Schulter führt, der andere Gurt kürzer, damit der Diskant sich unter dem Kinn befindet? Vor 15 Jahren hatte ich auch einen Querriemen auf dem Rücken gehabt, jetzt sind die beiden Gurte auf dem Rücken so weit auseinander, dass es nicht möglich ist, einen Querriemen zu benutzen (ich habe noch einen mit einem Haken an einem Ende).

Vielen Dank für Eure Antworten.

Peter
 
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Der rechte Gurt sollte etwas länger als der linke sein. Die Sache mit dem Diskant unterm Kinn ist so ein Dauerbrenner, der bei kaum jemandem wirklich passt - bei mir ist das Griffbrett immer etwas rechts vom Kinn. Wenn du die Gurte nicht so weit einstellen kannst, dass sie auch mit Querriemen passen, sind sie möglicherweise zu kurz. Ich würde mir ein paar längere Textilgurte mit integriertem Querriemen besorgen. Die sind leicht, flexibel und günstig.
Nylonriemen.jpg
 
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PeterKN
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Hallo,

danke für die Antwort. Um Missverständnissen vorzubeugen, was meinst Du mit RECHTS? Wenn ich vor einer Person stehe, ist bei ihm rechts die Herzseite, bei mir selber die andere Seite :).

Herzliche Grüße
Peter
 
Didilu
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Hallo Peter,
mit rechts ist die Diskantseite gemeint, also von hinten auf das Akkordeon gesehen rechts. Wenn Du Lederriemen (oder Kunstleder) hast, ist der rechte untere Halbriemen sowieso länger
und Du brauchst nur bei beiden Mittelschnallen die gleiche Lochzahl einstellen und schon ist der rechte eine Handbreit länger.
Gruß, didilu
 
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PeterKN
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Danke. Alles klar.

Herzliche Grüße
Peter
 
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Hallo akkotue,

einfachen Karabinerhaken oder eine besondere Form? Meine Atlantik hat ja als Befestigungsösen unten und oben dies Dinger in Dreiecksform.
Danke.

Herzliche Grüße
Peter
 
akkotue
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Hallo Peter
Es gibt zu diesem Zweck Karabinerhaken nicht aus Rundmaterial, sondern flach. Ungefähr einen cm breit. Auch die Öse für den Riemen ist nicht rund sondern schlitzförmig. Ich könnte mir vorstellen, dass Dein Akkordeonbauer Dir sowas beschaffen kann.
Gruß akkotue
 
Weltenbummler
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Lieber Peter,


im Grunde ist ja schon alles gesagt. Wenn es für dich bequem ist, ist es gut. Zum Thema Querriemen kann ich nur sagen, dass ich noch nie im Leben einen gebraucht habe. Nun gut, ich bin auch schon immer recht groß und kräftig gewesen. Im Übrigen sitzt bei mir beim Spielen das Diskantteil auch rechts vom Kinn. (waldgyst)


Viel Freude beim Spielen,


WB
 
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MarenA
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Ich habe eigentlich immer mit Querriemen gespielt, bei meiner concerto III T hatte mein Vater damals, Anfang der 90er Jahre sogar selber einen gebastelt, oder genäht, aus einem Streifen Leder lol. Leider konnte man den nicht öffnen...
Bei meinem neuen Akkordeon, das ich seit kurzem habe, waren natürlich schicke neue Gurte bei, schön gepolstert und so weiter.
Dann gab es für den rechten Gurt noch 2 Karabiner, aus Plastik, flach und in Schwarz dazu, sowie einen Querriemen, auch in Schwarz, mit einem Clip-Verschluss in der Mitte, zum öffnen. Sieht ähnlich aus, wie auf dem Bild von waldgyst!!
Das fand ich klasse, viel schicker als meine alte Konstruktion lol aber es ist wirklich schon sehr wichtig, dass es bequem ist, nicht zu fest und nicht zu locker. Hat bei meinem neuen Akkordeon auch ein kleines bißchen gedauert, bis ich den "idealen Sitz" herausgefunden hatte. Für mich ist es wegen meiner geringen Größe auch immer am besten, wenn ich auf einem möglichst niedrigem Hocker oder ähnlichem sitze... die Diskantseite ist bei mir etwas rechts vom Kinn.
 
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Im Moment scheint es ja eher auf die Diskussion hinauszulaufen, ob mit oder ohne Quergurt und wann, dann wie...:gruebel:


Aber das alles hängt immer auch vom Akkordeon, den Gurten und dem Spieler ab. Je nachdem wie die Aufhängung der Gurte angebracht ist, sitzt das Instrument schon von Haus aus mehr oder weniger fest am Körper.


- Eine "normale" Gola z.B. hat die Gurte auf dem Oberdeck nach vorne hin verschoben und gegeneinander versetzt angebracht - das zieht das Instrument automatisch zum Körper hin. Mit der Befestigungsart kann ich durchweg ohne Quergurt spielen und habe trotzdem nie ein "wackelndes" instrument in den Händen - sieht dafür nicht ganz so elegant aus.
- Die normale Morino V hat die Gurte auf der Rückseite auf einer Art " Gardinenstange" angebracht. Sieht elegant aus, aber das Instrument kriegt man so schier nicht fest ohne, dass man einen Quergurt verwendet. Das Teil hat also von Haus aus eine gewisse neigung weg vom Köprer und das behindert die Spieldynamik.
- Die Atlantik und viele andere Instrumente haben die Gurtbefestigung auf dem Oberdeck, aber zusammen in dem klassischen Befestigungsdreieck und relativ nahe an der Hinteren Kante. Das ist besser als bei der Morino, aber nicht so effizient, we bei der "Golabefestigung". Bei Instrumenten bis 37 Tasten funktioniert das noch recht gut, bei 41 tastigen Instrumenten ist der Sitz am Körper dann nicht mehr ganz so gut - Da hilft dann ein Quergurt unterstützend ganz gut.

Wenn das Instrument also nicht von sich aus schon gut am Körper sitzt, kann man dies durch die Verwendung eines Quergurtes unterstützen. Dabei soll der Quergurt das Haltegurtsystem etwas straffen und vor allem hinter dem Rücken zusammenzuiehen, damit sich ein besser Sitz auf den Schultern gibt. Zu fest soll man es aber nicht spannen eine gewisse Beweglichkeit braucht man schon noch. Es ist ja nur ein Unterstützungssystem, keine Zwangsjacke. Was man aber auf keinen Fall machen sollte, anstele des Qergurtes meinen zu müssen, die Gurte so eng zu schnallen, dass das Instrument damit am Körper klebt. Denn damit bekommt man erstens schier keine Luft mehr und man hat das Instrument auch nicht mehr in der Hand, weil es völlig am Körper klebt und nicht mehr feinfühlig genug bedient werden kann.

Außerdem und wird dadurch auch automatisch der Diskant nach rechts verschoben (immer vom Spieler aus betrachtet). Und das ist ungünsitg, weil man dann die tiefen Töne schlechter greifen kann. Denn je weiter rechts das Instrument sitzt, desto weiter muss man die Hand, den Ellenbogen und die Schulter nach rechts herausrücken, oder nach hinten abwinkeln um die tiefen Töne ( die ja oben in der Schultergegend liegen) spielen zu können. Erstens spielt sich das nciht mehr entspannt und zweitens ist das auch eine anstrengene Haltung.

Und das ist der Grund, warum der rechte Gurt (wiederum von Sicht des Spielers hinter dem Instrument) immer ein gutes Stück länger sein sollte - ca. 10 cm, ne gute handbreit, oder so. Das kommt auf den Spieler drauf an und dessen Körper und auch auf das Instrument. Aber länger muss der rechte Gurt immer sein, sonst wirds nix rechtes mit dem spielen. Ob nun die Tastatur genau unter dem Kinn runter läuft, oder zwischen Kinn und Schulter, das ist dann persönliche Sache, je nach Instrument und Person verschieden. Das untere Ende der Tastatur sollte aber auf jeden Fall zwischen den Oberschenkeln zu liegen kommen - Zum einen, weil sonst ein 41 tastiges Instrument sehr weit oben unters Kinn rutscht und zum zweiten, damit man das Instrument mit der unteren Diskantkante am Schenkel abstützen kann und somit besser im Griff (oder in dem Fall eher im Fuß) hat.
Wenn man nun beide Gurte gleich lang einstellt, oder sogar den linken länger, schiebt sich das Instrument automatisch weiter zur rechten Schulter rüber und man muss den rechten Arm um so weiter rechts "rüberstrecken" - man kann so spielen, aber wirklich gutes Spiel kriegt man so nicht hin.


Das alles sind aber nur Richtwerte, denn das alles hängt immer individuell vom Instrument und vor allem vom Körperbau des Spielers ab (groß, klein, dick, dünn, Sitzriese, etc....)

und wenn alles richtig eingestellt ist - viel Spaß beim Spielen!:great:

Gruß, maxito
 

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PeterKN
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Danke, jetzt weis isch wieder, worauf es ankommt.

Herzliche Grüße
Peter
 

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