Akkordeonisten-Vorstellungsthread

^^. Jetzt dürft ihr mich gerne zerreißen ^^

Warum denn, ich kann Dir nur voll und ganz recht geben. Obwohl ich derzeit noch kein Instrument mit MIII besitze, ist es schon lange mein Wunsch, MIII zu spielen. Auch ich hatte lange Zeit unter der volktsümlichen Humtata-Musik zu leiden, mit der mein erster Akkordeonlehrer mir das Akkordeonspiel beigebracht hat. (Die Akkordeonschule hieß glaube ich: Kanter volkstümliche Akkordeonschule) und war der Horror.

Ich persönlich sehe das genauso wie Du, wer anspruchsvollere Musik auf dem Akkordeon spielen möchte, kommt um das MIII nicht drum herum. Natürlich kann man auch auf dem MII anspruchsvoll spielen, aber man stößt doch immer wieder an seine Grenzen und muss immer wieder feststellen, dass das MII dafür nicht gedacht ist. Schon allein die Anordnung der Bässe nach Quinten und Terzen spiegelt die ursprüngliche Intention wieder.

Ich habe als Musikschüler bei einem Lehrer, der außer mir nur Schüler mit MIII unterrichtete erfahren müssen, wie sehr man mit dem MII doch eingeschränkt ist. Alles, was ich gerne gemacht oder ausprobiert hätte, ging eben mit meinem Akkordeon nicht.

Gruss, Senseo
 
Also Leute: volkstümlich und MIII oder nicht MIII hat ja nun überhaupt nichts miteinander zu tun. Leute wie Galliano oder van Damme spielen/spielten alles andere als volkstümlich.

Ausserdem habe ich so mein Problem mit dem "Anspruch". Das hat so was Elitäres.
Oft ist es so - auch im Jazz : In der Reduktion liegt die geistige Leistung. Je einfacher die Stücke sind, desto besser (und erfolgreicher) sind sie oft. Beispiele: take5, satin doll, misty,.... Louis Armstrong war ein Meister der Vereinfachung.
Wichtiger ist, dass die Harmonien, die Melodie und der Rhytmus nicht zu trivial sind.
Das hat aber alles mit MII wieder nichts zu tun. Auf MII kann man alle wichtigen Jazzakkorde spielen, und Rhytmen sowieso.

Lasst euch lieber was Intelligentes einfallen, statt "anspruchsvoll" sein zu wollen.

Ansonsten nichts für ungut.

"Neue Musik" ist mM ein Irrweg, vergesst den Converter, kenne KEINEN MUSIKER mit GROOVE oder FEELING der Akkordeon mit M3 wirklich nutzt.


Sehe ich genauso
 
Also Leute: volkstümlich und MIII oder nicht MIII hat ja nun überhaupt nichts miteinander zu tun.
Richtig! Genauso wenig wie gute/schlechte Musik mit der Entscheidung MIII oder MII zu tun hat. Es gibt aber Musik, für die man MIII benötigt. Und da hilft dann auch keine Vereinfachung.

Je einfacher die Stücke sind, desto besser (und erfolgreicher) sind sie oft.
Prinzipiell habe ich nichts gegen Vereinfachung. Nur all zu häufig geht sie an die musikalische Substanz. (Ich habe mal eine Bearbeitung der Chopin-Walzer für Standardbass gesehen. Schlimm.)

"Neue Musik" ist mM ein Irrweg, vergesst den Converter, kenne KEINEN MUSIKER mit GROOVE oder FEELING der Akkordeon mit M3 wirklich nutzt.
Natürlich ist es jedem überlassenen, ob er die Musik für MIII mag. Aber deswegen die entsprechenden Künstler zu diskreditieren, halte ich für sehr verwegen.

Leute wie Galliano oder van Damme spielen/spielten alles andere als volkstümlich.
Aber auch Galliano spielt (bisweilen) Converter, z.B. auf seiner Piazzolla-CD "Ballet-Tango".

Gruß
Martin
 
Ja, gut. Ich hab mich auch mal ziemlich abwertend darüber geäußert. Es gibt wirklich super Sachen auch aus dem alpenländischen Raum. Ich bekomme nur immer wieder das große K..... wenn ich zum 123.345.954.969.002 Mal irgendwelche Pseudofollgsmusigg im Fernsehen sehe, in der einer seine Quetsche volksländisch hin und her schwingt.
Leute, das Instrument kann mehr als umpha umpha !!!

Ja Scheufele, ja da kotz ich gleich mit! Diese Musik meinte nicht.
Der Unterschied ist in Worten schwer darstellbar.
Ich verabscheue volktümliche Schlagermusik und museale sich nicht mehr verändernde Volksmusik.
Ich liebe lebendige, ehrliche, freundvoll, frech und spontan, auswendig gespielte, mit Mut zum Dialekt gesungene, ungekünstelte, zeitgemäße, neu interpretierte Volksmusik.
Wen es genauer interessiert: http://volxmusik.de/ zeigt dies genauer auf.

Ein Paradebeispiel für "neue Volxmusik" (mit einem "wahnsinns"-Akkordeonisten) ist:
g_hinterhalt.jpg
g_tomaz14.jpg


http://www.flez-orange.de/ Dort sind auch Klangbeispiele.


An alle: nix für ungut wegen dem Spruch gegen den Converter, ich diskutiere halt gerne auch mal kontrovers und wollte keinen grundsätzlich herabsetzen. Tatsächlich gibt es aber mM seltenst Musiker die mit M3 so richtig cool und frei aufspielen können. Meistens kocht das so im eigenen Saft und Zuhörer sind in der Regel andere Akk-freaks aber kaum Leute die einfach Musik hören wollen.

so muss noch ein bischen spielen jetzt,
Servus, euer Balgseele
 
man kann vielleicht aber sogar sagen das Akkordeon mit MIII und MII fast 2 komplett unterschiedliche instrumente sind. Im Endeffekt muss eh jeder für sich die entscheidung finden was er mag und was eben nicht.
Persönlich noch als junger spund ^^ stehe ich einfach auf frickelige musik, höre lieber ungerade taktarten und 10 min soli. Mit quasi allem was im Radio läuft, alles was man quasi schon nach einmal hören mitsummen kann, kann ich leider gar nichts abgewinnen. Aber ich denke das wird sich bestimmt auch noch mit den Jahren ändern.

Aber allgemein glaube ich schon das das MIII Manual ganz ganz stark kommt. An Hochschulen ist es ja quasi Pflicht in Deutschland und daher glaube ich auch das immer mehr Lehrer, die "auf den Markt" kommen, ihre Schüler zum MIII ausbilden.
Vielleicht auch aus dem Grund, das man einfach mal Bach gespielt haben sollte und das eben nicht nur mit einer Oktave links.

Zur Diskussion des Volkstümlichen: Dieser Begriff ist natürlich vollständig frei definierbar und da gibt es sicherlich die unterschiedlichsten Meinungen. Ich persönlich verbinde aber eigentlich vor allem damit das "gute deutsche WDR4 und stadl" Gut. Wie alles was damit zusammenhängt und die 1 und die 3 betont.
Das schlimmste noch meiner Ansicht nach in Deutschland sind die elend schlechten Orchester die noch immer die noch schlechteren Bearbeitungen spielen ... und so manchem das Akkordeon "verderben". *den letzten Satz musste ich einfach mal los werden. ... und ja in sowas hab ich auch mal gespielt.* Es gibt natürlich auch gute QuetschkommodenOrchester!

Musette, russische volkstümliche Stücke fallen natürlich auch unter diesen Begriff "volkstümlich" haben für mich jedoch einen anderen Stellenwert.
 
Ausserdem habe ich so mein Problem mit dem "Anspruch". Das hat so was Elitäres.

...

Lasst euch lieber was Intelligentes einfallen, statt "anspruchsvoll" sein zu wollen.

Stimmt schon. Allerdings ist es mir schon so ergangen, dass ich mit meinem Akkordeon mit MII irgendwann an die Grenzen des Instrumentes gestoßen bin und die Musik, die ich gerne gespielt hätte, nur bis zu einem gewissen Grad spielen konnte. Neue Musik beispielsweise war überhaupt nicht möglich, da diese nahezu ausmahmslos auf das MIII setzt. Ist das jetzt elitär, wenn ich sowas gerne spielen würde, weil es mich reizt und weil ich darin auch eine spielerische Herausforderung sehe, der ich mich gerne stellen würde? Muss ich stattdessen lieber Alpenrock spielen und mit der Zupan über die Bühne springen? (Nichts gegen Leute, die das tun, aber meines ist das nicht...)

Wenn nun beispielsweise jemand sagt, er mache gerne bayerische Stubenmusi auf dem Akkordeon, dann ist das vollkommen in Ordnung, nur muss es ja nicht das sein, was ich gerne machen möchte und mir gefällt (auch wenn echte Stubenmusi für mich durchaus etwas hat). Und zum Anspruch, was ist dagegen zu sagen, wenn mich ein Stück wegen seines Anspruchs reizt, wenn es für mich spieltechnisch eine Herausforderung darstellt? - Zugegeben, das, was anspruchsvoll ist muss jetzt nicht unbedingt den Geschmack der breiten Masse treffen und trifft es in der Regel auch nicht.

Hierzu eine Anekdote aus meiner Jugend: Ich war damals etwa 14 und bereitete mich auf "Jugend musiziert" vor. Wir hatten mit dem Akkordeonorchester, in dem ich damals war einen Auftritt bei einem Seniorenkaffee, bei dem auch einige Solisten bzw. Akkordeonduos spielten. Der Leiter des Orchesters meinte, ich könne doch auch etwas vorspielen und so entschied ich mich für die "Herbst-Elegie" von Hans Brehme. Ich trug das Stück vor (ziemlich gut, wie ich meine), erntete jedoch nur äußerst verhaltenen Höflichkeitsbeifall und blickte in lange Gesichter. Danach kamen zwei Kinder an die Reihe, die zweistimmig "Biscaya" von James Last auf dem Akkordeon spielten. Die beiden gerieten deutlich hörbar ins Schwimmen und hatten extreme Schwierigkeiten, die schnellen Notenläufe auch nur halbwegs exakt wiederzugeben. Dennoch löste diese Darbietung Begeisterungsstürme bei den anwesenden Senioren aus und in der abschließenden Dankesrede erwähnte der Seniorenvorsitzende ausdrücklich, dass einige - besonders der jugen Spieler - ja eine tolle Leistung abgeliefert hätten und hoffentlich eines Tages auch mal so gut würden wie die "Kirmesmusikanten". Danach verließ ich mit Brechreiz die Bühne.

Ich habe anderswo schonmal erwähnt, dass mir beispielsweise die Stücke von Motion Trio gut gefallen. Sie sind sicherlich technisch und vom Schwierigkeitsgrad her höchst anspruchsvoll und würden mich sehr reizen, wenn ich denn das passende Instrument hätte. Genauso sicher ist allerdings auch, dass deren Stücke jetzt nichts sind, womit man einen Saal "rocken" kann und das Publikum in wilde Stimmung versetzen kann. Trotzdem finde ich das, was die Jungs machen jetzt nicht elitär oder abgehoben, sondern schlichtweg faszinierend, weil sie zeigen, was man eigentlich aus dem Akkordeon alles herausholen kann.

Gruss, Senseo
 
Hallo Senseo,
ich war im Sommer auf einem Festival in Koblenz wo unter anderem auch Motion Trio aufgetreten sind. Höchstens 5% der anwesenden Leute waren extra für Motion Trio angereist, die meisten wollten die (auch sehr guten) Ska und Reggae Bands sehen. Deshalb war es vor der Bühne auch eher leer als die 3 anfingen. Nach ca 15 Minuten drehe ich mich um und sehe eine riesige Menschenmasse die mit offenen Mündern auf die Bühne starrt und nach jedem Lied in tosenden Applaus verfällt.
Das war echt toll was die 3 für eine Atmosphäre geschaffen haben. Leider haben sie nach ca einer Stunde die Mikros durch zu lautes Spielen geschrottet und das Konzert musste abgebrochen werden. Die Leute waren richtig enttäuscht. Ich finde, kaum ein Instrument wirkt auf die Leute so faszinierend wie das Akkordeon. Vielleicht gerade weil es immer anders klingt, in allen Stilrichtungen zu finden ist und einen immer wieder überrascht.
Man kann aus jeder Musikrichtung etwas machen, aus Volksmusik genauso wie aus Klassik oder Rock. Wichtig finde ich auch nicht ob man ein Lied perfekt und fehlerlos spielt, sondern dass man mit dem Herzen dabei ist und die Musik liebt, die man da macht.
So, genug rumgesülzt...ach ja hab ich irgendwas verpasst wenn ihr von M3 und M2 und so weiter redet? Ich hab die Begriffe noch nie gehört???!!!
 
Ausserdem habe ich so mein Problem mit dem "Anspruch". Das hat so was Elitäres.
Oft ist es so - auch im Jazz : In der Reduktion liegt die geistige Leistung.
Geistige Leistung ist doch auch ein Anspruch ;)
Und ich glaube kaum, dass man sagen kann, dass einfachere Stücke grundsätzlich/vermehrt erfolgreicher sind. Vielleicht mag das im Jazz so sein, aber für mich hat normalerweise der Erfolg auch was mit Anspruch zu tun. Das ist auch der Grund, wieso ich (und wohl so manche andere Leute) bei dem ein oder anderen Song, der im Radio läuft, das Kotzen bekommt. (Jetzt sag nicht, dass die Harmonien bei den Songs nicht stimmen...sie sind einfach zu langweilig/unanspruchsvoll)

Wie dem auch sei, Jazz kann man genauso auf MIII spielen. Jeder Akkord ist genauso möglich(mit mehr Aufwand). Man kann ebenso diese einfacheren Stücke spielen, die nach deiner Aussage erfolgreicher sind.
Was mir am MII-only eben nicht gefällt ist, dass man eben ziemlich beschränkt ist. Ich bin durchaus ein Verfechter der "Theorie", dass ein einzelner veränderter Ton eines Akkords(und ob es nur eine Verschiebung um eine Oktave ist) das Feeling der Harmonie/des Stücks verändert. Sowas ist eben leider schwer auf MII umzusetzen. =/
(Ein Beispiel wäre z.B. die 2./3. Umkehrung eines Akkords - mit M3/auf Diskantseite ohne Probleme möglich und hat einen anderen, u.U. besseren Effekt)
Darum finde ich meist auch anspruchsvollere Stücke besser.
(Bitte jetzt nicht allgemein sehen. "Moderne Musik" ala Cluster und schräger Klang gefällt mir absolut nicht, obwohl sowas durchaus anspruchsvoller sein mag. Ich meinte mit anspruchsvoll eher Stücke, bei denen die Harmonien eben so ausgefeilt sind, dass sie oft von "normalen" Akkorden wie Dur, Moll, 7-Akk abweichen.)

@ina83: Das ist ja ne krasse Geschichte...Mikros durch zu lautes Spielen geschrottet :eek:
Ich hab M2 und M3 auch noch nicht gehört, bevor ich in dieses Forum kam.
M2 = Standardbass, Terzreihe, Grundtonreihe, Durakkord, Mollakkord...
M3 = Baritonbass, Anordnung wie auf Diskantseite ;)
 
Ich hab M2 und M3 auch noch nicht gehört, bevor ich in dieses Forum kam.

Mittlerweile sind mir die Begriffe in Fleisch und Blut übergegangen, aber ehrlich gesagt, anfangs habe ich bei MII und MIII auch eher an etwas in Richtung Waffentechnik gedacht ;)

Gruss, Senseo
 
Man kann aus jeder Musikrichtung etwas machen, aus Volksmusik genauso wie aus Klassik oder Rock. Wichtig finde ich auch nicht ob man ein Lied perfekt und fehlerlos spielt, sondern dass man mit dem Herzen dabei ist und die Musik liebt, die man da macht.
:great: Jeah INA, genau DAS ist es! :great:

=> PLAY THE MUSIC NOT THE ACCORDION

.. Musette, russische volkstümliche Stücke fallen natürlich auch unter diesen Begriff "volkstümlich" haben für mich jedoch einen anderen Stellenwert.

und, schon mal überlegt wie die Franzosen bzw. Russen das sehen. Bei uns gängige "Musette-standards" (z.B. Sous le ciel de Paris - etc.) sind in Frankreich ein "alter Schmarrn". Bei den Russn wird's bestimmt genau so sein.
Diese ganzen fremden Genres sind doch nur Projektionen dieser Volks-Musiken auf unsere Deutsche Kultur, es wird so heraugepickt was gefällt und dann wird so getan "als ob", also Volksmusik-"tümlich". Seid mal ehrlich: Mit der (Akkordeon-) Musik in Frankreich und Russland beschäftigt sich doch hierzulande keiner wirklich.

Woran sieht man das das Akkordeon schon ein sehr altes Instrument ist?
Antw.: Weil es so viele Falten hat. :D

cu Balgseele
 
An alle: nix für ungut wegen dem Spruch gegen den Converter, ich diskutiere halt gerne auch mal kontrovers und wollte keinen grundsätzlich herabsetzen. Tatsächlich gibt es aber mM seltenst Musiker die mit M3 so richtig cool und frei aufspielen können. Meistens kocht das so im eigenen Saft und Zuhörer sind in der Regel andere Akk-freaks aber kaum Leute die einfach Musik hören wollen.

Da muss ich dir recht geben. Cool und frei aufspielen habe ich beim M3 eher selten gesehen. Da geht es meistens eher um eine künstlerische Darbietung. Wobei das ja jetzt auch nichts Schlimmes ist, es kommt ja immer auf den Zweck an. Auf einer Abendveranstaltung mit Getränkeausschank, bei der es einfach um coole Livemusik geht ist ja sicherlich eine andere Art von Musik gefragt als beispielsweise bei einer Vernissage. Anderer Rahmen, anderes Publikum, andere Anforderungen.

Und was die im eigenen Saft kochenden Freaks angeht, das kann ich schon irgendwie bestätigen. Leider ist die übliche MIII Musik nicht wirklich dazu geeignet, ein breites Publikum zu unterhalten, die große Masse wird es nicht wirklich ansprechend finden. Wobei, wie Ina83 ja schreibt, gelingt es Motion Trio durchaus, auch eine ganze Reihe in dieser Hinsicht völlig unbeleckter Menschen zu begeistern. Wobei das sicherlich auch daran liegt, dass es einfach faszinierend ist, was man so aus dem Akkordeon herausholen kann. Insofern ist es natürlich möglich, dass der Effekt beigeistert und weniger die Musik als solche.

Gruss, Senseo
 
im Großen + Ganzen wird es wohl so sein, daß das MIII wohl eher für Original-Literatur eingesetzt wird, aber wie immer diese schrecklichen Ausnahmen:
z.B. hat Klaus Bruder auf seiner Knopf-Gola (natürlich mit MIII) hochfeinen Jazz gespielt, bei Galliano das gleiche, nur nicht so durchgängig wie bei Bruder

Die Sache liegt wohl eher daran, daß die MIII-Spieler nicht so sehr zu improvisierten Musik neigen...???!! Muß ja nichts schlechtes - alles kann man meist einfach nicht haben.


Edit: ...sorry, natürlich Knopf-Gola, nicht Kopf-Gola...
 
.. aber wie immer diese schrecklichen Ausnahmen:
z.B. hat Klaus Bruder auf seiner Kopf-Gola (natürlich mit MIII) hochfeinen Jazz gespielt, bei Galliano das gleiche, nur nicht so durchgängig wie bei Bruder

das wusste ich nicht, ich werde mir die alten Platten von K.Bruder diesbezüglich mal anhören. Hat jemand einen Tip wo das besonders zur geltung kommt.

Muss mich auch mal outen zu MIII: ich kann es nicht. Aber mal eine Frage dazu. Kann man mit dem MIII Klaviersätze voll spielen, ich meine inbesondere Basstöne plus Akkorde in der linken Hand, in versch. Begleitungsstilen und auch bei höherem Tempo, allegro?

Kennt jemand alternative Akkordbelegungen für die 6.Reihe des MII, also z.B. Maj7 statt dim oder solche Geschichten, ich experimentiere da ein wenig.

Balgseele
 
auf den LPs von Bruder (zumindest den beiden mit überwiegend Jazztiteln) ist es eher nicht zu hören, da spielt er meist Standardbaß - ich habe ihn aber öfters live gehört, er hat sehr viel im Duo bespielt mit Peter Gropp dem Bassisten, mit dem er damals auch im Titi Winterstein Quintett gespielt hat. Bei diesen Gelegenheiten hat er fast nur MIII gespielt, hat also mit der linken Hand vollwertig begleitet, wie ein Pianist.
 
Kann man mit dem MIII Klaviersätze voll spielen, ich meine inbesondere Basstöne plus Akkorde in der linken Hand, in versch. Begleitungsstilen und auch bei höherem Tempo, allegro?

Hierzu habe ich auf der Seite http://www.akkordeonjugend.de/bawue/archiv/sonstiges/kompakk/index.html folgendes gefunden:

[FONT=Arial,Helvetica,Sans Serif] Die fingertechnischen Möglichkeiten der linken Hand können mit der linken Hand des Pianisten verglichen werden, wobei folgenden Einschränkungen beachtet werden müssen : [/FONT]
[FONT=Arial,Helvetica,Sans Serif] ohne Daumen
maximale komfortable Handspanne bei Doppelgriff-Intervallen : 1 Oktave. (z.B. der Wechsel zwischen zwei Terzgriffen sollte im Rahmen einer Oktave liegen). Einige Vierklänge sind unbequem, Dreiklänge sind sicherer. Alle Umkehrungen sind ausführbar.
Arpeggien über mehrere Oktaven sollten vermieden werden (kein Daumen-untersatz möglich).

keine schnellen Sprünge weiter als 1 Oktave
Gößere Sprünge ohne "Atempause" müssen vermieden werden. Wenn sich die Hand über mehrere Oktaven bewegen soll, ist eine Finger-Krabbel-Technik geeigneter. Der Akkordeonist kann beim Spielen seine Manuale nicht sehen. Er benutzt daher speziell markierte Knöpfe als Orientierungspunkte.
keine Prestissimo - Passagen
Spielens nicht geändert werden muß. Virtuose Läufe sollten wenn möglich auf die rechte Hand beschränkt werden. Allegretto - Tempi sind als Limit für das linke Manual empfohlen.
keine Glissandi links
Glissandi in der linken Hand sind unmöglich, in der rechten jedoch sehr einfach auszuführen.[/FONT]
 
Ich verabscheue volktümliche Schlagermusik und museale sich nicht mehr verändernde Volksmusik.

Wen es genauer interessiert: http://volxmusik.de/ zeigt dies genauer auf.


Ein Paradebeispiel für "neue Volxmusik" (mit einem "wahnsinns"-Akkordeonisten) ist:
http://www.flez-orange.de/g_hinterhalt.jpg http://www.flez-orange.de/g_tomaz14.jpg

http://www.flez-orange.de/ Dort sind auch Klangbeispiele.


An alle: nix für ungut wegen dem Spruch gegen den Converter, ich diskutiere halt gerne auch mal kontrovers und wollte keinen grundsätzlich herabsetzen. Tatsächlich gibt es aber mM seltenst Musiker die mit M3 so richtig cool und frei aufspielen können. Meistens kocht das so im eigenen Saft und Zuhörer sind in der Regel andere Akk-freaks aber kaum Leute die einfach Musik hören wollen.
Hab mir jetzt die Klangbeispiele noch nicht angehört. (Geht mit meinem Linux nicht:evil: ). Sieht aber interessant aus. Werde mich mal durchklicken. Und Du bist wohl der Akkordeonist ;) , oder?

Zur Converter und MIII Diskussion. Ich werde es wohl in diesem Leben nicht mehr schaffen, irgendwelche hammerschwere klassische Literatur auf dem Akkordeon zu spielen wie z.b www.pavelrunov.com . Habe deshalb auch Standardbass. (Aber ein geiles Tremolo, so richtig schön cremig, sahnig, vanillig:D )

Aber das ist ja auch das Tolle an diesem Instrument. Es ist so unheimlich vielseitig. Von Bach bis Free Jazz alles ist möglich....
 
Hallo zusammen,

ich will mich kurz in der Runde vorstellen. Ich bin Joereiner, 37 Jahre alt, spiele seit ca. 15 Jahren E-Bass, kann keine Noten, sondern spiele entweder nach Tabulatursystem oder frei
und habe sehr grossen Gefallen am Akkordeon gefunden, da mir dieses Instrument, der Kang sehr gefällt. Meine Musikrichtung geht von Volksmusik (nicht "Volkstümliche Musik" wohlgemerk!!!!) bis zu Punk über Klassik und Pop.
Meine Frage nun an die Runde mit der Bitte um Hilfe:
1.
Ich weiss nicht wie schwer es ist, dieses Instrument zu erlernen, da ich ja Zeitgleich dazu
auch erst die Noten lernen muss
2.
Ein neues Akkordeon ist nun sehr teuer, wenn man sie neu kauft.
3.
Ich denke nun an ein gebrauchtes.
4.
Und jetzt das wichtigste!
Auf WAS muss ich bei einem Kauf achten.

Es gibt ja da die unterschiedlichsten Basstastaturen.
Muss ich darauf achten?
Auf was noch, damit es mir Spass macht es zu erlernen?

Könnt ihr mir da helfen?

das wäre sehr nett von euch

vielen Dank!!!

Joereiner
 
Hallo zusammen,

ich will mich kurz in der Runde vorstellen. Ich bin Joereiner, 37 Jahre alt, spiele seit ca. 15 Jahren E-Bass, kann keine Noten, sondern spiele entweder nach Tabulatursystem oder frei
und habe sehr grossen Gefallen am Akkordeon gefunden, da mir dieses Instrument, der Kang sehr gefällt. Meine Musikrichtung geht von Volksmusik (nicht "Volkstümliche Musik" wohlgemerk!!!!) bis zu Punk über Klassik und Pop.
Meine Frage nun an die Runde mit der Bitte um Hilfe:
1.
Ich weiss nicht wie schwer es ist, dieses Instrument zu erlernen, da ich ja Zeitgleich dazu
auch erst die Noten lernen muss
2.
Ein neues Akkordeon ist nun sehr teuer, wenn man sie neu kauft.
3.
Ich denke nun an ein gebrauchtes.
4.
Und jetzt das wichtigste!
Auf WAS muss ich bei einem Kauf achten.

Es gibt ja da die unterschiedlichsten Basstastaturen.
Muss ich darauf achten?
Auf was noch, damit es mir Spass macht es zu erlernen?

Könnt ihr mir da helfen?

das wäre sehr nett von euch

vielen Dank!!!

Joereiner

Hi Joe,

probier unbedingt mal ein chromatisches Knopfgriffakkordeon, könnte in Deiner Situation ideal sein. Wo wohnst Du? hätte da evtl was für Dich.
mfg Balgseele
 
Hallo Balgseele,

aha... ich hätte jetzt gedacht, das so ein Steirisches Kopf-Akkordeon wesentlich schwieriger zu erlernen ist, wie so ein normales Akkordeon?
Ich bin aus Mittelfranken, bei Dinkelsbühl.
Und wo gibt es Unterrichtsmaterial bzw. Lehrer(innnen) für so ein Instrument?
Diese Knopf-Akkordeons schauen schon toll aus, dasss muss ich zugeben,
aber sind die nicht auch wesentlich teurer wie so ein normales....

Ich muss gestehen, ich hab es letzte Nacht nicht mehr ausgehalten und auf ein normales
gebrauchtes Akkordeon geboten

Akkordeon Hohner Starlet mit 40 Bässe und Originalkoffer.
Das Akkordeon ist gebraucht aber voll in Funktionstüchtigem Zustand.
Der Balg ist dicht und die Stimmung ist ebenso einwandfrei.

Habe ich jetzt da alles falsch gemacht?
Kann mir da jemand helfen?

http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=190058699238&ssPageName=ADME:B:BCA:DE:11

beste grüsse an alle im Forum
Joereiner
 
steirische Knopf-Instrumente sind in der Regel Harmonikas und keine Akkordeons...
 

Ähnliche Themen


Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Zurück
Oben