Akkordgriff Verständnisfrage

von vanelau, 28.03.08.

  1. vanelau

    vanelau Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.03.08   #1
    Hallo, :rolleyes: (schäm für die Frage)

    ich „spiele“ seit ca. 1 Jahr Gitarre (Western Yamaha FX 370) wobei ich sagen muss das die
    Liedbegleitung schon gut kappt aber auch das Fingerpicking macht schon Fortschritte, dass Picking gefällt mir persönlich besser, weil man einfach mehrere Möglichkeiten hat die Saiten anzuzupfen und nicht nur wie bei den Akkorden den Ab- und Aufschlag zu spielen.
    Aber jetzt zu meiner Anfängerfrage:
    In allen Lehrbüchern von P. Bursch und Co. lernt man hauptsächlich die Akkorde in den ersten 3 Bünden zu spielen von A-Dur angefangen bis kleines F, großes F (Barree) B usw.
    Nun frage ich mich immer beim anschauen von Musiksendungen im Fernsehen warum da die Gitarrenspieler hauptsächlich immer im Bereich des 5.Bundes spielen und nur ganz selten in den Bünden 1-3.
    Das hat doch sicher was mit der Tonhöhe zu tun oder?
    Kann man die Tonhöhe nicht auch mit einem Kadopaster anpassen?
    Bitte entschuldigt die blöde Frage aber ich möchte alles über Gitarre spielen lernen und sauge alles auf wo es um das Thema Gitarre geht.
    P.S. Großes Lob an das Forum habe hier schon sehr viel lernen können nur zu meiner Frage finde ich leider nichts.
    Wie ging das Lied noch mal: „ Wer,Wie ,Was …… wer nicht fragt bleibt dumm“:confused:

    Vielen Dank für eure Antworten…
     
  2. Cocam

    Cocam Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.03.08   #2
    hi vanelau,

    im bereich vom 1. bis zum 3. bund spielt man meist "offene Akkorde" also Akkorde die leerseiten enthalten. das sind auch die wichtigsten wenn es um liedbegleitung etc. geht will ich mal behaupten. jeden akkord kannst du in 5 lagen spielen sieh dir dazu das hier an http://www.pedata.de/Workshop/Workshop__Einfuhrung/Praxis/Rythm_Git/Akkorde%202/Die%20Lagen%20der%20Akkorde-a.htm
    ist vllte etwas verwirrend, aber so siehst du wenn es um akkorde geht, kannst du den selben akkord in unterschiedlichen positionen greiifen. das wär eig. alles zur fragen akkorde auf dem ganzen griffbrett.

    ich hoffe ich habe dich nicht weiter verwirrt :o

    gruß markus
     
  3. rancid

    rancid Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 28.03.08   #3
    Hi,

    was die da machen nennt sich Barré Akkorde. Man verschiebt z.B. einen E-Dur Akkord um 3 Bünde und ersetzt den Sattel durch den Zeigefinger Link
    Dadurch erhält man einen G-Dur Akkord

    Man kann auch Barrés in der E-Moll, A-Dur, A-Moll usw. Form machen. Allen gemeinsam ist, dass der Zeigefinger der linken Hand quasi den Sattel ersetzt.

    Der erste Barré-Griff, den die meisten lernen, ist der F-Dur akkord (E-Dur Barré Griff im 1. Bund).
     
  4. Cocam

    Cocam Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.03.08   #4
    genau! und so entstehen die unterschiedlichen lagen. :D
     
  5. BenChnobli

    BenChnobli Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 28.03.08   #5
    Hallo vanelau

    Kein Grund, sich zu schämen, wieso denn?

    Die Griffe, die du aus deinen Büchern gelernt hast, sind halt die "Standardgriffe", die man als erstes lernt und die einfach zu spielen sind und fast immer gut zu gebrauchen. Nun kommen die Töne, die du für einen bestimmten Akkord brauchst und ihre Oktaven auch an anderen Orten des Griffbretts vor, klingen dann aber ganz anders (das nennt man "Voicing"). Wenn du deine Griffe gut kannst, ist es im Grunde einfach dir überlassen, wie du sie spielen möchtest. So wie es dir am besten gefällt oder wie dich die Muse gerade küsst. Das das jetzt aber immer gerade der 5. Bund sein soll, halte ich für ein Gerücht :)

    Nimm z.B. einen einfachen Blues in E-Dur. Die Standardgriffe, die du dafür vielleicht gelernt hast, wären:
    E7: 022130 (oder 020130)
    A7: x02020
    H7: x21202

    Jetzt spiel deinen Blues mal so:
    E: 076700
    A: x05600
    H: 767800

    Klingt doch schon ganz anders, und für den kleinen Finger gibt es gerade zum Picken ganz neue Orte, wo man ihn hinlegen kann, um noch ein wenig bluesiger zu klingen (beim E z.B. auf den 8. Bund der H-Saite und dann ziehen :))

    Gruss, Ben
     
  6. Disgracer

    Disgracer A-Gitarren-Mod Moderator

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    Erstellt: 28.03.08   #6
    F-Dur als komplett-barree ist aber auch leider der am schwierigsten zu greifende barree ;-)
    ich würd empfehlen barrees zunächt in höheren bünden (3-7) zu üben.
     
  7. rancid

    rancid Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 28.03.08   #7
    Klar da gehts einfacher. Aber wenn der F erstmal sitzt, dann klappen die anderen umso leichter :)
    Kann lange dauern, erstmal bis man ihn überhaupt sauber greifen kann und dann bis man ihn auch schnell in einem Stück hinbekommt. Aber irgendwann macht's flupp :D
     
  8. vanelau

    vanelau Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.03.08   #8
    Wow ... dass geht aber schnell hier, sage ja das "Beste-Forum" für Gitarre

    Erstmal Danke an Alle die so schnell geantwortet haben !!
    Aber im Moment stehe ich wie ein Ochs vorm Berg mit den ganzen Erkläruneg. Gibt es dafür gute Lehrbücher ?
    Auf jeden Fall werde ich eure Anleitungen alle in Ruhe üben und irgenwann begreife ich es dann auch.
    Der F-Dur Barree habe ich wirklich als erstes gelernt und muß sagen das der wenn auch nicht immer aber immer öfter schon ganz gut rüber kommt, in den Bünden 1-4. Das macht mir doch noch Hoffnung wenn das einer der schwersten sein soll. ;-) dann klappts auch mit den anderen.
    Also jetzt ist üben angesagt .....
     
  9. Miles Smiles

    Miles Smiles Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 29.03.08   #9
    Ist ein Lied z.B. in A (mit den Akkorden A, D, E), spiele ich am 5. Bund wenn die Begleitung stark rhythmisiert sein soll. Bob Marleys Stir It Up oder Put it On wären da Beispiele.
    Das Thema hat sowieso nichts mit Akustikgitarre zu tun, also kann ich als anderes Beispiel auch Two Princess anführen, wo neben der Rhythmisierung auch der angezerrte Sound mit Barregriffen besser herüberkommt. So in Richtung Power-Chords, obwohl auch die Terzen gespielt werden.

    Ist ein Song einfach nur in einer unpraktischen Tonlage, wie z.B. Eb, so überlege ich die Verwendung eines Kapos z.B. am 1. Bund, aber nicht nur wegen des Greifens. Denn vielfach wird der Kapo verwendet, um einen bestimmten Klang zu erzeugen. Z.B. klingt es ganz anders, wenn ein Lied in Bb mit Kapo am 3. Bund mit den offenen Griffen für G-Dur (G,C,D,Am, Em) begleitet wird. Für Eb wäre es der 1. Bund und die Begleitung so, als wäre es D-Dur
     
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