Akkustik Gitarren-Umbau zur Halbakkustik

von Bob5478, 17.03.05.

  1. Bob5478

    Bob5478 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.03.05   #1
    Hi Leute,
    soo ich wolte mal wissen ob es geht(und wenn ja,wie????) eine Akustik/Western-Gitarre in eine Halbakkustische umzubauen.
    Ich denke mal,dass es auf jeden Fall möglich ist,aber wie stell ich das an?und wie teuer wird es?
    Ich bestell jetzt dann sowieso bald bei musik-produktiv.de,d.h.ich könnte Einzelteile ohne Probleme bestellen.

    Ich hätte noch ne Frage,
    Ich hab nen (billigen) ca 30w Combo von Squier,Champ 15
    Wie kann ich da dran ne Box hängen,also von welchem Ausgang aus,etc.

    schon mal Danke
    Flow
     
  2. DerOnkel

    DerOnkel HCA Elektronik Saiteninstrumente HCA

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    Erstellt: 18.03.05   #2
    Wie man aus einer Westerngitarre eine Halbakustische machen kann, ist mir nicht klar. Ich nehme mal an, daß Du die Gitarre elektrifizieren willst. Dazu gibt es grundsätzlich drei Möglichkeiten:




    1. Einbau eines elektromagnetischen Tonabnehmers
    2. Einbau von piezokeramischen Tonabnehmern
    3. Eine Kombination von elektromagnetischen und piezokeramischen Tonabnehmern.
    Als erstes muß man die Frage beantworten, wie das klangliche Endergebnis aussehen soll?

    Möchte man nur den originalen (akustischen) Klang der Westerngitarre verstärken, so sind Piezos wohl die beste Lösung. Ich habe vor Jahren mal eine Kombination von Schaller benutzt, die beide Tonabnehmerformen beinhaltete. Das Ergebnis klang dann gar nicht mal so schlecht, da die fehlenden Bässe über den elektromagnetischen PU im Schalloch zugefügt werden konnten.

    Soll das klangliche Ergebnis eher Richtung Jazzgitarre (ES-175 und Konsorten) gehen, so darf von von so einem Projekt nicht allzuviel erwarten.

    Der oder die notwendigen elektromagnetischen Tonabnehmer müssen dann an den geeigneten Positionen im Korpus eingebaut werden. Dazu sind ggf. mechanische Arbeiten am Resonanzkorpus (Risiko!) erforderlich. Es gibt allerdings auch PU's, die auf der Resonanzdecke befestigt werden können.

    Zusätzlich müssen natürlich auch noch die Bedienelemente (Schalter, Potis) irgendwie Platz finden.

    Die normalen Saiten einer Westerngitarre sind für den Betrieb mit einem elektromagetischen Tonabnehmer nur bedingt geeignet, da die Umwicklung der Saitenkerne in aller Regel nicht aus ferromagnetischem Material (Bronze) besteht. Die tiefen (dicke) Saiten sind dann also leiser als die hohen (dünnen) Saiten. Andererseits klingen die normalen Saiten für E-Gitarren nicht besonders gut auf Westerngitarren.

    Ich persönlich würde nicht versuchen aus einem Typ Gitarre mit "Gewalt" einen anderen zu synthetisieren. Das Ergebnis wird immer entäuschend sein.

    Eine Lösung zur Verstärkung des Klanges einer Westerngitarre ist jedoch etwas ganz anderes und macht IMHO auch Sinn.
    Hier sollte man dann auf einen Piezosensor unter dem Steg setzen, der ggf. mit weiteren Abnehmern kombiniert werden kann. Das ganze kann auch passiv betrieben werden und erfordert in der Regel nur minimale mechanische Eingriffe in das Instrument.

    Ulf
     
  3. guitargeorge

    guitargeorge Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.03.05   #3
    sorry für die frage, aber anscheinend hab ich grad ein brett vor dem kopf...

    wenn die dicken saiten mit nicht magnetischem material... also bronze... umwickelt sind, warum sind sie dann lauter? sollten sie nicht im gegensatz zu e-gitarre-saiten, die mit stahl bzw. stahl+nickel oder einfach nur nickel umwickelt sind, leiser sein?

    mfg guitargeorge
     
  4. DerOnkel

    DerOnkel HCA Elektronik Saiteninstrumente HCA

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    Erstellt: 18.03.05   #4
    Sorry, aber ich hatte ein Brett vor dem Kopf. Natürlich müssen die dicken Saiten leiser sein. Kommt davon, wenn man zwei Sachen auf einmal macht. Korrektur in meinem Post ist erfolgt. Danke für den Hinweis!

    Ulf
     
  5. Bob5478

    Bob5478 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.03.05   #5
    Wow fetzten Dank.
    Super Erklärung ;)
    Werde mich wohl auf die letztere Variante einstellen.
    Also nochmal Danke
    Flo
     
  6. Ray

    Ray Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 18.03.05   #6
    Einen länglichen Balsaholzklotz in den Body kleben. :)
     
  7. DerOnkel

    DerOnkel HCA Elektronik Saiteninstrumente HCA

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    Erstellt: 19.03.05   #7
    Du solltest ein Patent anmelden und steinreich werden ;)
    Ulf
     
  8. Ray

    Ray Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 19.03.05   #8
    Das Patent dafür hat Gibson wahrscheinlich schon. Die haben ja echt zum Teil Balsaholzklötze als Sustainblock drin.

    Ich melde eher das Patent auf eine Wortneuschöpfung an. Ist ja gruselig, was ich da zusammengeschrieben haben. Balashaholzklotz %-)
     
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