Akustik Dekstopstudio

von Grafzahel, 01.11.16.

  1. Grafzahel

    Grafzahel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.11.16   #1
    Hallo ihr Lieben

    Auch wenn solche Fragen hier desöfteren auftauchen hat mir die Suchfunktion ein paar entscheidene Fragen noch nicht beantwortet. Es geht darum, die Abhörbedingungen in meinem Studentenzimmer zu verbessern. Ich bin kein Profi und will auch keiner werden sondern in erster Linie Musiker, möchte aber die Möglichkeiten zum Abmischen noch etwas verbessern, und da wäre eben als nächstes die Akustik dran. Der Raum ist natürlich denkbar schlecht, 4,70 mal 3,00 mal 2,50 lxbxh. Wie ihr auf den Fotos sehen könnt steht der Schreibtisch momentan in der Ecke, und auch das 2.1 System ist denkbar schlecht für den kleinen Raum, das weiß ich. Allerdings hab ich erst aktiv mit Homerecording angefangen als das Equipment schon aus anderen Gründen da war.
    Nun zur Frage: Ich habe 2 mögliche alternative Aufstellungen im Sinn und wollte fragen welche eurer Ansicht nach die sinnvollere ist.
    1: Entlang der Längsachse, normaler statt Eckschreibtisch, monitore ca 0,5 m von der Wand weg. Problem: An der Stelle die auf den Fotos fehlt ist das Bett und 3/8 der Wand sind von der Breite her Fenster. Ich könnte also keine symmetrische Abhörposition erreichen, wäre aber zumindest in der Längsachse
    2: Entlang der Querachse. Vorteil wäre dass ich hier Symmetrie hätte, allerdings ist die gegenüberliegende Wand dann sehr nah.

    Unabhängig von der Aufstellung werde ich danach wohl zuerst ein paar Bassfallen anschaffen, der ist gerade das größte Problem, ein paar Moden dröhnen ohne Ende. Danach je nach finanziellem Stand und Notwendigkeit noch links und rechts Absorber gegen die frühen Reflexionen und vielleicht an die Wand hinter die Monitore und genau hinter der Abhörposition
    Was würdet ihr vorschlagen?

    Zusatzfrage: Haltet ihr es sinnvoll den Subwoofer der besseren Ortbarkeit wegen AUF den Schreibtisch zu stellen?

    Vielen Dank schonmal im voraus!
     

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  2. Basselch

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    Erstellt: 01.11.16   #2
    Hallo,

    ...so aus dem Handgelenk heraus scheint die Aufstellung "Längsachse" bei Dir die beste Alternative zu sein... aus der Ecke mußt Du raus.
    Ich kann's nicht genau erkennen, was Du da für ein System hast, aber ist das zufällig ein Syrincs M3-220? Dann wärest Du damit eigentlich sehr gut aufgestellt - ich habe jahrelang mit so was abgehört und war damit immer sehr zufrieden. Natürlich gibt's gegen höhere Preise auch Besseres, aber in ihrem Preisbereich war die M3-220 für mich immer gaaaanz weit vorne.
    Ich wage einfach mal, zu behaupten, daß sich Deine Dröhnprobleme bereits verbessern werden, wenn Du mit dem Woofer aus der Ecke raus bist. Die wirkt ja wie ein Horn...

    Viele Grüße
    Klaus
     
  3. ThomasT

    ThomasT HCA Akustik HCA

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    Erstellt: 01.11.16   #3
    Längstachse wäre theoretisch besser.
    Aber Symmetrie (vorallem seitlich, an erster Stelle) und Ergonomie sind wichtiger.

    Ich hatte im alten Arbeitszimmer (Schlauchförmig) die Wand in nur 50 cm hinter mir. 10 cm Absorber haben aber viel gebracht.
    Im richtigen Studio nicht ideal. Aber daheim geht das schon mal.

    Warum die Monitore 50 cm von der Wand weg?
     
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  4. didi7

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    Erstellt: 01.11.16   #4
    der Subwoofer hat dann die richtige Position im Raum wenn er nicht mehr zu "orten" ist!
    zu hören schon ;)
     
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  5. Grafzahel

    Grafzahel Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.11.16   #5
    Guten Abend

    Vielen Dank schonmal für die Antworten
    @Basselch : Ja das sind die besagten Syrincs, die hatte mir mein Vater vor ein paar Jahren empfohlen, so richtig sind sie ja mittlerweile nicht mehr erhältlich. Mit dem Sound bin ich auch sehr zufrieden, nur kann ich schlecht einschätzen wie ehrlich/ neutral sie sind oder ob sie doch zu sehr schönen.
    Ja, aus der Ecke werde ich auf jeden Fall müssen

    @ThomasT : Dann werden wohl die Absorber das abhalten müssen wie du sagst
    Die Monitore müssten in der Längsvariante von der Wand weg weil das Fenster ja noch zu öffnen sein muss und allgemein hätte ich sie gerne etwas weiter weg um den Einfluss der Reflexionen zu minimieren.

    Allerdings habe ich jetzt zwei Aussagen. GIbt es denn noch Faktoren die Einfluss darauf nehmen ob längs oder quer besser wäre?
    In der Quervariante habe ich leider an der rechten Seite dann wohl den Schrank, dessen Türen sich allerdings ganz gut mit Absorbern ausstatten lassen müssten, oder es reicht wenn ich ihn öffne. Im Ergebnis wäre ich aber zumindest annähernd mittig im Raum. Ich versuche mich mal an einer Skizze mit genauen Maßen, vielleicht kann man dann bessere Einschätzungen treffen.
     
  6. ThomasT

    ThomasT HCA Akustik HCA

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    Erstellt: 02.11.16   #6
    Was meinst du damit?
     
  7. Grafzahel

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    Erstellt: 02.11.16   #7
    Ich gebe zu, es ist reines angelesenes Wissen, aber bisher habe ich einem Großteil er Q

    Quellen entnommen dass Monitorlautsprecher nicht zu nah an einer Wand stehen sollten. Gründe sind angeblich "Druckstau" u.a. Bezogen ist das denke ich vor allem auf den Bass. Und da ich den Sub ja gerne in gleicher Entfernung wie die Satelliten hätte...

    Beispiele wären:
    http://www.delamar.de/musikproduktion/lautsprecher-aufstellen-monitorboxen-studiomonitore-564/
    https://www.bonedo.de/artikel/einze...ehler-und-tipps-wie-ihr-es-richtig-macht.html

    Allerdings auch noch ein paar Bücher die ich hier rumstehen hab.

    Lasse mich aber auch gern eines besseren belehren, wie bereits gesagt gründet die Annahme nicht auf eigener Erfahrung
     
  8. ThomasT

    ThomasT HCA Akustik HCA

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    Erstellt: 04.11.16   #8
    Wenn die Bässe zu stark sind, kann man sie absenken. Viele Monitore haben dafür eine Einstellmöglichkeit um die 3dB abzusenken.
    Meist ist es sogar angenehm mehr Bässe zu haben. Gerade bei kleinen Lautsprechern.

    Es gibt zwei Idealpostionen von Monitoren:
    1) weit weg von jeder Wand. Das entspricht dem (reflexions- und echofreien) Freifeld. So wird der Frequenzgang gemessen.
    2) In die Wand. Im grunde ein halbes Freifeld. Allerdings werden die Bässe, die im Freifeld nach hinten gehen so nach vorn gelenkt. Daher ist der Basspegel höher. Um 3dB.

    Es gibt eine sehr schlechte Position von Monitoren und Lautsprechern:
    ca. 1 - 2m von der Wand weg. Das ist ein Pessimum der Aufstellung. Leider sieht man das sehr oft, gerade im Hifi-Bereich und gerade bei Leuten, die irgendwelches Halbwissen gelesen haben.

    Warum ist 1-2m so schlecht? Weil nach hinten auch tiefere Mitten abstrahlen. Die höheren Frequenzen gehen gerichtet nach vorn und machen weniger Probleme. Die Bässe und tiefen Mitten reflektieren an der Rückwand und überlagern sich.
    Bei Bässen (Wellenlängen mehrere Meter) ist die Überlagerung additiv. Fast so als ob sie direkt an der Wand stünden. Für tiefe Mitten (mehrere 10 cm Wellenlänge) gibt es schöne Auslöschungen und Kammfiltereffekte. Die sind genau in dem Bereich wo es wirklich zu hörbaren Klangverfärbungen kommt. Ähnlich wie in zu kleinen, nicht genügend gedämpften Gesangskabinen.
     
  9. Jakob

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    Erstellt: 04.11.16   #9
    Alles sehr richtig und super was du schreibst Thomas, keine Frage, aber hierbei kann ich nicht wiederstehen:
    Um 6dB steigt der Basspegel. Die Energie die sonst nach hingen geht, geht nun nach vorne
    (so wie du schreibst), aber in-phase mit dem Schall, der so und so schon nach vorne abgestrahlt wird = +6dB.

    LG
    Jakob
     
  10. ThomasT

    ThomasT HCA Akustik HCA

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    Erstellt: 08.11.16   #10
    Ja. 6dB. Ich verwechsel das immer, weil viele Monitore 3dB Absenkung haben.
     
  11. Grafzahel

    Grafzahel Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.11.16   #11
    Hallo

    Vielen Dank schonmal für die Beratung zwecks des Monitorabstands. Unabhängig davon hab ich mal versucht die Ratschläge in einer Skizze umzusetzen, mit den beiden Hauptprioritäten aus der Ecke raus und Symmetrie. Die einzige Variante die da in die Nähe kommt ist die welcher ihr in der Skizze seht.
    Frage dazu:
    Rechts ist der Schrank, wie schon am Anfang des Posts auf den Bildern zu sehen. Gehe ich richtig davon aus diesen (durch eine niedrigere Decke an der Stelle ist der fast komplett raumhoch) in dem Moment lieber als Begrenzung und reflektierende Fläche zu sehen als die dahinterliegende Wand?(Schrank hat nur an dieser Wand Platz)Auf der Skizze ist die Symmetrie momentan daran ausgerichtet. Zweiter Vorteil dieser Variante wäre dass der rechte Satellit der Syrincs nicht direkt vor einem Spiegel (eingezeichnet, fest an der Wand) steht sondern so zumindest wie der linke eine Wand hinter sich hat.
    Plan wäre dann den die eingezeichneten Stellen der frühen Reflexionen sowie die Decke und eventuell auch die Wand hinter mir teilweise mit Absorbern auszustatten und in die Ecken wie eingezeichnet Bassfallen zu bringen. Die akustischen Behandlungen sollten natürlich erst nach der Positionsveränderung stehen.
    Also was sagt ihr zu der Variante? So möglich (Ich weiß, nicht optimal aber besser wird es wohl nicht gehen) oder lieber komplett mittig im Raum sitzen und die Begrenzung durch den Schrank rechts ignorieren?

    Grüße
    Skizze.png

    Edit: Das Wichtigste vergessen, die Satelliten werde ich wohl auf 2 stinknormale Mikrofonstative stellen, Gewinde ist unten dran., damit stehen sie wenigstens nicht auf dem Schreibtisch. Für den Subwoofer bleibt wohl nach wie vor kein anderer Ort als unter dem Schreibtisch.
     
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