Einsatz von Noppenschaum in Kellerraum

von -jan-, 03.10.06.

  1. -jan-

    -jan- Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.10.06   #1
    N'abend allerseits!

    Ich bin derzeit dabei, mir einen Kellerraum als Proberaum umzubauen. Der Raum ist 5,10 x 4,10 Meter groß, hat eine Tür und ein Fenster.

    Der Kellerraum sollte eine halbwegs gute Akustik bekommen, da ich ihn auch hin und wieder zum Aufnehmen nutzen möchte. Ich habe mal eine Skizze und ein paar Fotos angehängt, wie das ganze derzeit aussieht. Auf dem Schreibtisch hinter dem Keyboard soll dann auch der Recording-Platz entstehen.

    Ich habe jetzt noch ein paar Fragen zur Schallisolierung und zur Schalldämpfung.

    Um den Schall nach Außen hin zu isolieren, soll ein zweites Fenster von innen aus vor das vorhandene Fenster gesetzt werden. Vor die Tür kommt von Außen eine Schwelle, um alles "luftdicht" abzuschließen. Sollte die Tür auch noch mit Spanplatten oder ähnlichem massiver gemacht werden?
    Der Raum selbst war bzw. ist bereits mit Rigips ausgekleidet, dahinter sind Betonwände.
    Würde es mir etwas bringen, das Schlagzeug auf ein Holzpodest zu stellen, das auf Tennisbällen steht? Diesen Tipp habe ich mal gelesen, um eine Schallübertragung auf das Gebäude zu vermeiden. Ich weiß aber nicht, inwiefern das hier in meinem Fall sinnvoll wäre.

    Meine eigentliche Frage dient aber der Schalldämpfung innerhalb des Raumes: Momentan ist der Sound wegen der glatten Wände ziemlich schlecht. Ich habe vor, alle vier Wände mit Noppenschaum zu bekleben. Ich werde wohl den etwas dünneren (20mm ges. Durchmesser) nehmen. Oder wäre es sinnvoller nur 2 nicht-gegenüberliegende Wände mit dickerem Schaum zu dämmen?
    Ist es überhaupt sinnvoll einen nahezu schalltoten Raum zu haben, oder kann das auch vom Sound her nicht so toll sein..?

    Ihr könnt euch ja mal die Fotos anschauen, und sagen, wie ihr vorgehen würdet, um aus dem Raum das Beste rauszuholen. Habe mir schon einiges angelesen, aber weiß nicht so ganz, was in meinem Fall angebracht ist und was nicht...

    Auf jeden Fall schonmal vielen Dank für eure Antworten!

    Gruß,
    Jan
     

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  2. Puncher

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    Erstellt: 03.10.06   #2
    Schlagzeug auf einem (federnd/freischwingend gelagertem) Podest bringt die Entkopplung des Trittschalls, also die Vibrationen, die z.B. beim Treten auf die Fußmaschine entstehen. Die kann man sonst evtl. im ganzen Haus hören.

    Beim Dämpfen ist es letztlich egal, wie du das genau erreichst, also mit wenigen sehr stark dämpfenden Platten oder mehr Platten, die weniger stark dämpfen. Hauptsache, du kommst auf deine gewünschte Nachhallzeit.

    Ich würde behaupten, dass es meistens nicht so schlimm ist, wenn der Raum "zu sehr" schalltot ist, wobei es evtl. psychologisch etwas komisch sein kann wenn der Raum komplett schalltot ist. Andererseits wirst du das vermutlich eh nicht schaffen. Fehlenden Hall kannst du ja recht problemlos im Post hinzufügen.
     
  3. JOGofLIFE

    JOGofLIFE Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.10.06   #3
    unseren proberaum (rigipswände und betondecke) haben wir mit noppenschaumplatten verkleidet.
    den bereich über dem schlagzeug haben wir frei gelassen - klingt besser.
    und dann haben wir noch eine ca. 5mtr. lange spiegelwand reingestellt.
    beim proben ist die spiegelwand offen und beim aufnehmen kommen noppenschaumplatten drüber.
     
  4. -jan-

    -jan- Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.10.06   #4
    Hm... Werde das mal testen. Würde aber spontan sagen, dass das bei mir nicht soo viel Effekt haben wird. Das was man im Haus hört, ist der Wumms der Bassdrum an sich. Das "Treten" hört man glaube ich weniger. Das ganze ist ja ein Kellerraum (Teppich, darunter gleich der Beton, darunter halt Erde). Vielleicht rechtfertigt der Aufwand mit dem Podest sich in meinem Fall doch nicht...

    Also praktisch den Bereich der Decke oberhalb des Schlagzeugs..? Die Wände hinterm Drumset sind mit Noppenschaum beklebt?

    Ist denn der Sound beim Proben besser, wenn die Wand ohne Noppenschaum ist, und den Schall reflektiert?
     
  5. Silent-E

    Silent-E Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.05.07   #5
    mal nebenbei: gibt es 'ne möglichkeit diesen noppenschaum so an den wänden zu befestigen, das er auch beim abnehmen keine größen spuren hinterlässt? es ist möglich, in einem halben jahr den raum zu wechseln, und an den wänden sollten keine großen schäden bleiben, vorallem an der decke nicht
     
  6. 4feetsmaller

    4feetsmaller Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 30.05.07   #6
    Hi und Hallo.

    Noch kurz was zum Noppenschaum. Eigentlich ist der Schaum keine "All in One" Lösung. Effektiv kann er nur was gegen die Höhen und oberen Mitten unternehmen. Alles was tiefer ist, wird trotzdem reflektiert und gewinnt an Dominanz. Aus diesen Grund kann der Raum sehr Bass betont wirken und eventuell stark dröhnen. Falls ihr euch trotzdem zu dieser Lösung entscheidet, würde ich nur an 2 Wände diese Matten anbringen und diese Wände sollten sich nicht gegenüberliegen.

    @Silent-E:

    Entweder nur anlehnen bzw. zwischen Boden und Decke verkeilen oder mit so Power Strips die bis zu 1,5 Kg halten, befestigen.

    Ps. Wir haben auch ein Akustikforum. Nur nebenbei ;)
     
  7. Silent-E

    Silent-E Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.06.07   #7
    halten die denn auch an der decke? müsste eingendlich, oder?
     
  8. 4feetsmaller

    4feetsmaller Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 02.06.07   #8
    Würde ich nicht an die Decke kleben. 2 Wände die nicht gegenüber liegen und ein Teppich auf dem Boden, reicht zur Dämpfung völlig aus.
    Wie oben schon mal gesagt, bracht ihr von dieser Lösung nicht viel erwarten, da es effektiv nur gegen die Höhen hilft.
     
  9. IronGuitar

    IronGuitar Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.07.07   #9
    Namd!

    Habe mir grade ein paar Beiträge durchgelesen, und eigentlich wird immer nur gesagt das die hier aufgeführten mittel (Noppen, pappkartons, stoffe) alle recht wenig bis nix bringen.
    Die "Raum in Raum" lösung fand ich recht einleuchtent.

    Wenn da jemand erfahrung mit hat wärs nett wenn er mal bisschen praxiswissen mit uns teilt.
     
  10. corke

    corke Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.07.07   #10
    Ziemlich kompleziert, hab zu dem Thema Raumakustik eine Facharbeit geschrieben, und die Raum in Raum Lösung ist zwar die bester, nur man muss unterscheiden wofür. Schalldämmung nach innen oder nach außen
     
  11. IronGuitar

    IronGuitar Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.07.07   #11
    Hm also ich denk mal für 99% der anwesenden gehts darum das lärmempfindliche nachbarn/mitbewohner nichtmehr so viel mitbekommen
     
  12. MechanimaL

    MechanimaL Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.08.07   #12
    ich möchte nach innen dämmen und gehe doch in einen anderent hread oder mache einen neuen auf sorry kann gelöscht werden .
     
  13. rusher

    rusher Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.08.07   #13
    lärmempfindliche nachbarn ?!? Kunstbanausen würd ich eher sagen :D
     
  14. Funky Drummer

    Funky Drummer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.08.07   #14
    hi,

    @ Silent:
    Du könntest die Noppenschaumplatten auf eine Sperrholzplatte kleben und dann einfach an die Wand
    lehnen. Dann hättest du keine Spuren an der Wand und du kannst die Platten einwandfrei
    wiederverwenden
     
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